Beiträge von MTL

    Vor ziemlich genau zwei Jahren gab es das Thema ja schon einmal ganz ähnlich: RE: Mängelmelder-Sammlung zum Radverkehr

    Sperrung der Saalebrücke zwischen Rothenstein und Ölknitz und damit Unterbrechung des Saaleradweges und einer recht wichtigen Pendlerstrecke.

    Zunächst hatte man von Seiten des SHK ja geplant, das Ganze unter Vollsperrung auch für Fußgänger zu machen, aber da gab es dann doch (vollkommen überraschend) breiten Widerstand. Die gefundene "Lösung" hatte ich ja schon an anderer Stelle gezeigt und ist seit dieser Woche freigeschalten:

    Wie schon vor zwei Jahren ist jemandem dann wahrscheinlich wieder kurz vor knapp eingefallen: Mist, Mopeds passen zwar über den Gehweg, aber was ist mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die natürlich nicht auf der Kraftfahrstraße durch den Tunnel auf der offiziell ausgeschilderten Umleitung fahren dürfen?

    Also fast die gleiche Lösung wie damals: Kraftfahrstraße für alle Fahrzeuge freigeben und Schild an der AS Rothenstein liebevoll mit Müllbeuteln zuhängen und aus-X-en:

    Natürlich hat man sich ansonsten keine Mühe gemacht, das Ende der Kraftfahrstraße auf der B88 auszuschildern und auch in der Gegenrichtung stehen wohl noch die Zeichen 331.1, aber aus Richtung Schöps soll es wohl auch verhüllt sein, sodass die Auffahrt Richtung Norden für alle Fahrzeuge frei wäre. Schaue ich mir morgen mal an ...

    Anders als 2022 hat man jetzt allerdings keine vorgelagerten [Zeichen 254] mehr, also wäre dieses Wochenende wohl mal die seltene Gelegenheit ganz legal eine Radtour durch den "neuen" Tunnel zu unternehmen.

    alter Falter... Furt über Vorfahrtstraße. Harter Tobak.

    und dann noch VZ.254 für die B100. aber nur in eine Richtung, in die andere darf man drauf? und lustigerweise auch nur diese eine Zufahrt? Alle anderen kommen ohn 254er aus?

    Ich habe versucht, ältere Bilder der Strecke zu finden, denn offensichtlich war das alles mal anders geplant und wurde dann scheinbar mit dem Bau der Umgehungsstraße (4-spurige B100) alles komisch.

    Aus Richtung Bitterfeld kommend endet der Radweg dann an dieser Einmündung:

    Street View of Brehna · Google Maps
    06796 Sandersdorf-Brehna
    maps.app.goo.gl

    Obwohl keine [Zeichen 240] oder [Zusatzzeichen 1022-10] dazu einladen (die nackigen Schildermasten entlang der Strecke lassen vermuten, dass das mal anders war), findet auf dem linksseitigen 2m-Streifen Zweirichtungsradverkehr statt. Das [Zusazzeichen 1000-32] an der Einmündung bestätigt, dass das auch genauso gedacht ist. Potenziell unangenehm wird das dann spätestens hier:

    Street View of Brehna · Google Maps
    06796 Sandersdorf-Brehna
    maps.app.goo.gl

    Dort nutzte vor uns ein BMW den Streifen rechts zum ungebremsten Überholen eines wartenden Linksabbiegers. Da will man als Radfahrer dann besser nicht von einem LKW oder Traktor mit Ernteanhänger verdeckt werden.

    Korrekt wäre es ja, ab der Einmündung Roitzsch auf der Fahrbahn zu fahren und witzigerweise würde man dann direkt auf der 4-spurigen B100 Richtung Halle landen, die sonst nahezu konsequent an allen Zufahrten mit [Zeichen 254] versehen ist.

    Eine gut sichtbar am Heck des Fahrrades platzierte Kamera sorgt nach meinem Eindruck übrigens viel besser als eine Lenkerkamera dafür, dass die Überholmanöver relativ gesittet ablaufen. Vorausgesetzt man hatte vorneweg Gelegenheit sie wahrzunehmen oder ist nicht so alt, dass man von den diversen Youtube-Dashcam-Kanälen noch nie gehört hat oder fährt aus Prinzip in den StVO-Grenzen von 1936.

    Zu Probezwecken kann man sich auch erstmal ein billiges Defektteil aus den Kleinanzeigen holen, denn selbst wenn ich meine nicht eingeschaltet hatte, wechselten selbst BMWs plötzlich mit allen vier Rädern auf die Gegenspur oder warteten das Passieren des Gegenverkehrs vorm Überholen ab ^^

    Das ist auch fahrradfreundlich, weil dein Fahrrad dadurch weniger beansprucht wird und es sich weniger abnutzt.

    :D

    So hatte ich das noch nicht gesehen, aber vermutlich liegst du goldrichtig. Fahrradfreundlichkeit durch (Ab)Nutzungsvermeidung. Klar, sonst hätte sich der SHK ja auch "radfahrerfreundlich" auf die Fahnen geschrieben.

    Heute beim Warten an der Bahnschranke zwischen Rothenstein und Oelknitz entdeckt:

    Saale-Holzland-Kreis. In irgendeinem Zeitungsartikel stand letztens, dass der fahrradfreundlicher werden will.
    Ich denke, der Anfang ist gemacht und auch das Verständnis für Schilder mit Fahrrädern drauf wird mit der Zeit noch kommen.

    Die Strecke ist die direkte Verbindung zwischen der Bahnstation "Neue Schenke" und dem relativ jungen Bausparerparadies in Ilmnitz und anscheinend gibt es einige, die die letzte Meile dazwischen per Rad zurücklegen. Zumindest war das mein Eindruck, als ich noch häufiger in der Gegend unterwegs war.

    Dann waren es auch seltener Rennradfahrer, die dort ihr Bergtraining absolvierten, sondern eher E-Bike-Pilot*innen, die dort recht zügig bergauf fuhren. Möglicherweise hat das Unterschätzen der Geschwindigkeit hier bei dem Unfall auch eine Rolle gespielt. Auf jeden Fall hatte ich dort mehrfach unsinnige Überholmanöver gesehen und womöglich war auch der Google-Streetview-Fahrer mit seinem in der Kurve nicht ganz zufrieden, sodass die entscheidenden 150m ausschließlich aus der entgegengesetzten Fahrtrichtung online gegangen sind:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    maps.app.goo.gl
    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    maps.app.goo.gl

    Es ist für irreale Probleme aber noch nicht mal eine Ländergrenze nötig, im Busverkehr reicht schon eine Kreisgrenze:

    https://www.ardmediathek.de/video/extra-3/…ZWQzMGE4ODZjNjc

    Die Region scheint generell speziell zu sein.

    Wenn man in rund einer Stunde von Chemnitz nach Dresden fährt und ein Fahrrad dabei hat, muss man wegen einer Station unterwegs, die in irgendeinem anderen Verkehrsverbund liegt, eine Fahrradtageskarte für 6,50 EUR kaufen. Am Automaten in Chemnitz wird sogar noch angezeigt, dass die Fahrradmitnahme in Sachsen kostenfrei ist und die Überraschung kommt dann unterwegs bei der Kontrolle.

    Da bin ich froh, dass ich meine ÖPNV-Abenteuer pro Jahr für gewöhnlich an einer Hand abzählen kann und frage mich beim Lesen mancher Beiträge hier, ob da noch Idealismus als Motivation dahinter steht oder doch eher Masochismus. ^^

    Mich nervt eigentlich nur Punkt 0.: Fahrrad anheben, um das aufzupumpende Rad 1/4 zu drehen, weil sich das 🤬Ventil mal wieder wie immer genau im toten Winkel hinter Gabelschaft/Hinterbau und Bremse versteckt (=Th(oma)s’ Law). 😈

    Ich habe noch einige Ventilschäfte aus der guten alten Zeit liegen, also jene, die noch eingeschraubt statt einvulkanisiert wurden. Damit kann man sich beliebig viele Zweitventile einbauen; bei Bedarf sogar eine zwischen jedes Speichenpaar.

    Mit der entsprechend mehrfach gebohrten Felge wird das dann die Innovation des nächsten Jahres. ^^

    "Völlig losgelöst, von der Erde ..."

    In irgendeinem Produkttestbeitrag zu Fahrradschlössern wurde vom Experten mal gesagt, dass sich die Geschenkbandschlösser ganz einfach durch Verdrillen knacken/zerreißen lassen.

    Ganz so einfach ist es dann wohl doch nicht oder man ist nicht mehr dazugekommen, die Aktion abzuschließen.

    Das Schlimme ist, dass das ja nicht der erste war, der dort mal eingefahren ist. Meines Wissens ist das Zäunchen innerhalb seiner kurzen Existenz ja schon davor mindestens zweimal umgemäht worden, nur war es bislang zum Glück beim Sachschaden geblieben.

    Hoffentlich geht es dem Radfahrer bald wieder besser und er kann ohne Folgeschäden wieder auf's Rad steigen.

    Wie kommt man überhaupt auf die Idee, die Laternen in dem Bereich zu platzieren, der ja offensichtlich als Parkfläche vorgesehen war?
    Warum stellt man die nicht einfach in den ohnehin schon vorhanden Grünstreifen, sowie auf jedem anderen Parkplatz auch?

    Naja, da steht "Schlagloch" neben dem geteerten Radweg, also vermutlich irgendwo im Grünstreifen. Dort könnte das "Schlagloch" dann auch eine offengelassene Baugrube irgendwelcher Glasfaserverleger sein, die gerade gefühlt überall unterwegs sind und gleichzeitig von Sicherungsmaßnahmen nicht viel halten.
    Richtung Maua gab es vor ein paar Wochen auch ein rund 2m tiefes Loch halb im Radweg, bei dem der Absperrzaun eher überm statt vor dem Abgrund stand.

    ach, du warst das :D

    hatte mich bei der Brücke in Kahla erst unlängst gefragt, ob da nicht mal eine BPflicht war

    War eins der Schilder tatsächlich zwischenzeitlich verschwunden?
    Als ich am Mittwoch dort lang bin, standen die Zeichen am Anfang und Ende noch oder wieder. Hätte mich auch gewundert, wenn unser Lieblingslandkreis da schnell tätig geworden wäre.

    Ende April kamen die Antwortschreiben auf meine Widersprüche, sind bei mir wegen wegen diverser anderer Sachen aber auch erstmal liegen geblieben.

    Bei den meisten war aber ohnehin keine Antwort erforderlich, da den Widersprüchen vollumfänglich abgeholfen wurde und so folgende [Zeichen 240] (früher oder später) verschwinden werden:

    Hier in Orlamünde links

    Hier in Orlamünde rechts

    Hier in Kahla rechts

    Hier in Kahla links

    Hier in Schöps rechts


    Offen ist noch die Sache in Jägersdorf, die ich im November ja beschrieben hatte.
    Wie erwartet soll die Kreisstraße mit Verlauf der Vorfahrtsstraße entsprechend gekennzeichnet werden. VZ 205 am Radweg soll bleiben und die nördliche Einmündung ist nur eine Grundstückzufahrt. Im Anhang das Schreiben der Behörde.

    Dementsprechend werde ich den Widerspruch zurückziehen, überlege aber noch, ob ich etwas dazuschreibe. Ergänzung des [Zeichen 205] am aktuellen Standort durch ein ZZ mit Meter-Angabe wäre das eine, das andere eventuell ein zweites [Zeichen 205] im Kreuzungsbereich.

    Aber wie ist es mit der Wartepflichtig an der Grundstücksausfahrt? Ist man dort "wartepflichtiger" als derjenige, der vom Radweg kommt oder gilt zwischen den beiden untergeordneten Einmündungen, dann wieder RvL?

    Neu ist zumindest, dass die Manipulationen immer weniger offensichtlich werden. Bei der ersten Tunings kam ja immer eine kleine Box zwischen Raddrehzahlgeber und Steuereinheit, die die Frequenz vom Drehzahlgeber halbiert und da fiel es natürlich schon bei der Sichtkontrolle auf, wenn da mehr Stecker als nötig am Rad waren und dazwischen irgendwas mal Kabelbinder festgetüdelt.

    Heute höre ich immer häufiger, dass man nur noch den Regionalcode in der Steuereinheit umprogrammieren braucht, um dann statt der hier zugelassenen 25km/h deutlich höhere Geschwindigkeitslimits anderer Länder freizuschalten. Die Motoren und Controller sind wohl gerade bei den asiatischen Herstellern auf weit höhere Leistungen ausgelegt, als für unser deutsches Limit nötig sind und so ist es nach der Freischaltung dann auch kein Problem, die hohen Geschwindigkeiten dauerhaft zu erreichen.

    Sowas ist bei einer Kontrolle dann vermutlich schwer oder gar nicht festzustellen, wenn die Freischaltung am besten noch mit einer wilden Tastenkombination versteckt ist.

    In Jena wäre es nicht einmal überraschend, wenn das Ding in Gegenrichtung als Radschnellweg ausgeschildert wäre ;)


    [Zeichen 240] mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] in Gegenrichtung hat man ja schon und zur endgültigen Verwirrung noch die zu schmalen Streifen aus roten und grauen Betonsteinen; natürlich quer statt längs gepflastert, weil's so mehr rüttelt :evil: