So, das beauftragte Büro hat dann mal lustige Steckbriefe zu den einzelnden Maßnahmen gebastelt,
die Stadtverwaltung hat die jeweiligen Beiräte und Gremien beteiligt und eine Prio-Liste daraus gestrickt.
SessionNet | Radverkehrsplan Jena 2035+
Das Radverkehrskonzept lässt sich grob in 3 Problemlösungskategorien einteilen:
- wirf
auf eine vermeintliche Problemstelle - schlage neue Radwege durch die Natur oder bau Gehwege zu Radwegen um
- präsentiere Klein-Klein-Lösungen, die die Stadtverwaltung als Produktivitätsnachweis führen kann
Ja, das Radverkehrskonzept ist günstig gewesen und auch bei derartigen Beauftragungen ist billig meist schlecht (gibt auch teuer und schlecht).
Allein die Anzahl von "Fahrradstraße!"-Vorschlägen zeigt, dass das Büro vermutlich methodisch büschn dünn aufgestellt ist und Problemlösungen nicht ganz durchdrungen hat. Oder aber das Büro hat gelernt, kosteneffizient zu arbeiten. ![]()
es gibt einen(!) Vorschlag zur Abordnung einer B-Pflicht, der es nichteinmal in die Prio-Liste bzw. in einen Steckbrief geschafft hat. Dafür möchte man aber direkt an anderen Stellen einen 2-Richungs-Geh-Radweg vor einem Kreisverkehr herstellen.
der hier links im StreetView-Bildchen. Allein der Vorschlag, hier einen linksseitigen Geh- und Radweg hinzubauen... von einem Planungsbüro. Da fällt mir die Tasse Kaffee aus der Hand und ich stehe kurz davor, da nach der Online-Beteiligung dem Büro eine E-Mail zu schreiben.
Ich bin im Konzept bzw. eigentlich im Kommentar des FD Mobilität zur Stellungnahme des "Radentscheid Jena" nur von einer Stelle positiv überrascht:
ZitatSchutzstreifen sind problematisch. Im Konzept wurden diese deshalb nur an drei Stellen empfohlen, an diesen Stellen war keine andere Lösung umsetzbar
Nunja, anderen Lösungen sind schon umsetzbar - aber hey, schon ok ![]()