Beiträge von DMHH

    der Peoplemover...

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    In den Neunzigern hatte ein Schwabe eine Idee. Er wollte verändern, wie Menschen die Straße überqueren. Er wollte sie hinwegtragen über vorbeizischende Autos, ohne dass alles zum Stillstand kam, nur weil ein Mensch den Knopf einer Fußgängerampel gedrückt hatte.

    aha. soso.

    Zitat

    Der Peoplemover war als die Lösung für viele verkehrsgeplagte Innenstädte gedacht, in denen Fußgänger gegenüber Autos den Kürzeren ziehen.

    woran könnte es nur liegen, dass die Fußgänger den Kürzeren ziehen? :/ Na is ja auch egal, wir behandeln einfach mal das Symptom.

    Zitat

    Ein älterer Mann habe damals mit einer Brötchentüte in der Hand über die Straße gewollt und die Ampel gedrückt. 20 bis 30 Autos hielt er auf. Wie unpraktisch.

    echt mal. wie unpraktisch. Nicht etwa nervig für den Fußgänger, neinnein, wie unpraktisch. Für den Autoverkehr.

    Zitat

    Das Unternehmen lieferte seine Autoteile schon damals in die ganze Welt. Auch deshalb konnte Schmid einfach so einen Minister anrufen.

    ah. achso. dann ist die Sichtweise auf das Problem natürlich irgendwie logisch. Hammer, Nagel... wissen'sscho... :rolleyes:

    Zitat

    Der Peoplemover in Pfullingen überbrückt die Marktstraße. Auf der waren zu dieser Zeit jeden Tag 20.000 Autos zwischen Stuttgart und der Schwäbischen Alb unterwegs. Der Peoplemover schien die perfekte Lösung für Fußgänger.

    Dieeee perfekte Lösung für Fußgänger. enge Kabinen. What could possibly go wrong?

    Zitat

    Passanten urinierten in die Kabine des Peoplemover und ließen leere McDonald’s-Tüten darin liegen. Dann ging die Elektronik kaputt.

    [...] In der Kabine, die vom Bahnhofsparkplatz [in Esslingen-Altbach] hinüber zu zwei Bahnsteigen führt, riecht es tatsächlich streng, die Wände sind vollgeschmiert.

    :rolleyes:

    Zitat

    Immer noch bekommt die Firma Schmid Anfragen von Städteplanern aus der ganzen Welt. Zuletzt fragte die Verwaltung einer brasilianischen Großstadt an. Die Firma lehnt alle Anfragen ab. Sie ist mit Aufträgen aus der Automobilindustrie für die nächsten zwölf Monate ausgelastet.

    Kennt man ja aus "der Wirtschaft". Da könntest du wachsen und mehr Geld verdienen, aber ach, schade, schon ausgelastet. :rolleyes:

    So, wir schreiben das Jahr 2025, ich hab die Tage viel um die Ohren gehabt und keine OWi-Mails an die Bußgeldstelle geschickt.

    Heute dann doch.

    Neuheit hier bei uns: es gibt eine Rückmeldung, ob ein OWi-Verfahren eingeleitet wird und das incl. Aktenzeichen.

    8)

    immerhin. Also.. nicht, dass ich bräuchte - aber ich hatte bei der letzten Verhandlung am Amtsgericht noch einen Plausch mit dem Leiter der Rechtsabteilung der Stadt Jena, der so ein wenig durchblicken ließ, dass er die OWi-Anzeigen nicht vollumfänglich gutheißt. Wenn jemand auf einem 5m breiten Gehweg parkt, würde man ungern die private OWi verfolgen, weil schließlich keine Behinderung und damit ein konkreter Grund für die Anzeige vorläge. So etwas wäre Aufgabe der Stadt.

    Ich hatte da vor dem Gerichtssaal nicht so ganz die Lust, das ausführlich zu beleuchten und auf kompletten Konfrontationskurs zu gehen. Einerseits kann ich seine Position teilweise nachvollziehen, andererseits ist aber ein Gehwegparken offensichtlich kein Kleinkram mehr, wenn man sich die Regelsätze im BKat-OWi anschaut.

    Mit der Bestätigungsmail lässt sich nun natürlich für mich nachvollziehen, wie ungern die Bußgeldstelle solche Fälle nun wirklich verfolgt :whistling:

    blöderweise hab ich die Entwicklung in Jena wie so ein Vollhorst in mehrere Threads gekübelt, anstatt das hier chronologisch nochverfolgbar zu halten.

    2023 muss es gewesen sein, als die Stadt Jena bei Twitter meinte, dass man auch als privat betroffene Person Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige bringen könne.

    daraufhin Owis geschrieben:

    radverkehrsforum.de/forum/thread/?postID=106435#post106435


    im Januar 2024 ein Artikel im Lokalblatt, die sich am "Anzeigenhauptmeister" abarbeiten:

    dann kam auch pünktlich meine erste Ladung zum Amtsgericht wegen einer OWi-Anzeige:

    radverkehrsforum.de/forum/thread/?postID=115746#post115746

    dann noch das:

    radverkehrsforum.de/forum/thread/?postID=116041#post116041

    und direkt die nächste Zeugenladung:

    radverkehrsforum.de/forum/thread/?postID=116319#post116319

    und hier der BEricht zur Verhandlung:

    DMHH
    11. Oktober 2024 um 16:51

    ui, so sehr ich den objektiven und fachlichen Teil mag, das snippet fällt leicht aus meinem(!) Rahmen :|

    Zitat

    Ebenso kommt das impulsivere südländische Temperament der Italiener als Erklärung für die beobachteten statistischen Unterschiede in Frage. Wenngleich mir gesicherte quantitative Daten über die dadurch erzeugten Risiken fehlen, passen diese populären Vorurteile jedoch perfekt zu dem, was ich aus eigener Anschauung während diverser Italienaufenthalte im Laufe der Jahre im Straßenverkehr wahrgenommen habe.

    :/

    Haynspark-Brücke in Hamburg, es geht weiter.

    Rüpel-Radler im Hamburger Haynspark: Eppendorfer wollen Brücke sperren
    Die Politik im Bezirk Hamburg-Nord will etwas gegen rücksichtslose Radfahrer im Haynspark tun. Doch was? Zwei Bürger entwickelten jetzt ein konkretes Konzept.
    www.abendblatt.de

    lustig: Radfahrer nehmen auf ihrem Weg einen FGÜ, kommen deshalb leichter in den Park. also möge man bitte den FGÜ verlegen. Damit dann die Radfahrer nicht mehr so leicht in den Park kommen, sondern dran vorbeifahren. Man mag nicht glauben, dass sich die Leute angeblich für den Fußverkehr einsetzen... :rolleyes: Denn was machen dann die Fußgänger, wenn der FGÜ woanders... :rolleyes:

    und die vorgeschlagenen Hinweisschilder sind wieder geilste Verkehrsprosa. Kirsche auf der Torte wären noch dusselige Stabreime.

    Babboe erklärt sich (für Kunden in NL) bereit, eine Entschädigung zu zahlen, anstatt nur ein neues Rad zur Verfügung zu stellen

    (S+) Gefährliche Lastenräder: Babboe-Kunden sollen doch finanziell entschädigt werden
    Tausende geschädigte Babboe-Lastenradkunden können nach einem Deal der Firma mit einer niederländischen Behörde doch mit einer finanziellen Entschädigung…
    www.spiegel.de

    Nunja. Sind wohl noch nicht alle Details klar (Höhe der Entschädigung!?).


    Riese+Müller: Luxus

    sagt zumindest die Zeit. Im Selbsttest

    Riese und Müller: Es fehlt nur der Stern auf dem Schutzblech
    Wer auf Deutschlands Radwegen etwas auf sich hält, fährt Riese und Müller. Die Luxusliner gelten als Mercedes unter den E-Bikes. Haben sie den Status zu Recht?
    www.zeit.de
    Zitat

    Die stufenlose Schaltung verstärkt das Gefühl, dass man hier mit einem hochgerüsteten SUV auf zwei Rädern unterwegs ist, das jede Bodenunebenheit wegfedert.

    :rolleyes:

    Zitat

    Deshalb ist es wichtig, duale Radverkehrslösungen anzubieten. Damit besteht die Chance deutlich zu machen, dass es keinen Grund zum Brüllen gibt, wenn Radfahrer*innen die Fahrbahn benutzen.

    nein. das funktioniert bestenfalls, wenn es gar-keine B-Pflicht mehr gibt. Damit könnte man vermutlich noch große Teile der Fahrerschaft logisch erreichen: Radfahrer dürfen immer auf Fahrbahn (außer Kraftfahrstraße, BAB, "Radfahren verboten"

    Zitat

    Übrigens: Auch wenn die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben werden würde, dann müssten außerorts weiterhin Fahrradweg-Schilder aufgestellt werden, wenn du es Menschen ermöglichen willst, einen Weg neben der Fahrbahn zu benutzen.

    nein. ein Piktogramm ermöglicht die Benutzung und ist kein Schild.

    Zitat

    Wenn dich das aggressive Gebrüll einiger Autofahrer so in Rage bringt, dann versuch es mal mit Antiaggressionstraining. Aber verpflichte nicht alle Verkehrsteilnehmer*innen zur Fahrbahnnutzung.

    vorher gehen bitte alle "huper" zur MPU :)

    der "alte" Radweg mit mit Parkflächenmarkierung versehen, fertig ist völlig legales Hochbordparken. Ok, vermutlich hätte man die Bordsteine noch etwas absenken / bearbeiten müssen. Aber das wäre vermutlich günstiger gewesen.

    jetzt hat man höhere Kosten, mehr Versiegelung und am Anfang/Ende des Radwegeflickens kein Mehr an Sicherheit.

    Ich bin durchaus bereit, der Argumentation "aber solche Radwege wollen die Menschen!" zu folgen. Nur: solche "Radwege" haben wir bereits. Nennt sich "Straße / Fahrbahn". Man muss nur die Auswüchse des Fehlverhaltens eindämmen.

    Das hat eher etwas mit Erwartungen zu tun als mit realen Erfahrungen.

    Ich erwähne es gerne wieder: ich bin in meiner Zeit in Hamburg mit einem roten PKW unterwegs gewesen, das (damals noch) nur 4 Ziffern hinter der HH-Kennung hatte und oben auf dem Dach war ein dicker Balken für "Laut und Bunt" installiert. Das Fahrzeug war unzweifelhaft als das zu erkennen: Einsatzfahrzeug. Es passierte mir mehr als 1x, dass ich mit 30kmh in einer T30-Zone / 30er-Abschnitt an-ge-hupt wurde. Regelmäßig kam es vor, dass man mir schon fast im Kofferraum des Kombis gesessen ist, wenn ich erlaubte 50 gefahren bin.

    Das Verhalten einiger Leute draußen auf der Fahrbahn hängt weniger vom Gegenüber ab (ob nun Radfahrer, LKW oder behördl. Einsatzfahrzeug), als vielmehr von deren geistigem Horizont.

    Lassen eigentlich genauso viele Leute das Auto stehen, weil "es auf der Fahrbahn so zugeht"?

    Wer Angst davor hat, vorsätzlich von hinten überfahren zu werden, der darf auch nicht als Fußgänger über FGÜs gehen. :/