Beiträge von DMHH

    bei der Zielstellung, Fahrradschnellwege durch die Stadt zu schlagen, stört natürlich anderweitige Fahrradinfrastruktur oder der erlaubte, gar geförderte Mischverkehr :whistling:

    heute während der Sternfahrt erblickt:

    an dieser Stelle prangte heute diese lustige Kombination:
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    Ich muss also den gem. Fußradweg benutzen, darf es dann aber gleichzeitig auch nicht. Für gewöhnlich würd ich mich einen Käse um diese launige Schilderkombi kümmern - aber die Rennleitung war ja vor Ort. 8)
    Also hab ich mal nachgefragt, ob ich - wie viele viele andere Radfahrer das gerade machen - dort fahren dürfe oder nicht.
    Reaktion: "ja... also.. hmmm. Da wird wohl eine Baustelle geplant sein, darum ist das hier aufgestellt. Aber ich sehe keine Baustelle, also können Sie da ruhig langfahren"
    Auf meine Anmerkung/Nachfrage, dass die Baustelle mit dem 5m langen Graben ja auch durchaus hinter der Kurve liegen könnte, kam
    "neinnein, das würden Sie schon sehen."

    Ich entnehme dieser Aussage, dass ich jedes VZ interpretieren darf :)
    \o/


    Mit 16+ Ex-CM-Teilnehmernwäre es dagegen denkbar...


    nö.

    wie gesagt - ich erlebte das bei ganz vielen CM, dass ich auf dem Heimweg locker 40 Radfahrer treffe, aber niemand auf die Fahrbahn will. Die stapelten sich lieber auf dem Radweg.
    Vielleicht frug ich auch immer die falschen...

    Wie so oft wird viele Komponenten geben, die Radfahrer von der Fahrbahn fernhalten.
    - "ich bin selbst auch Autofahrer und will niemanden behindern!!!"
    - "das darf ich nicht! Und wer was anderes sagt, hat unrecht! Helmpflicht gibt's ja schließlich auch!"
    - zu viel Angst
    - negative Erfahrungen gemacht (angehupt etc)

    und was einem sonst noch so alles einfällt. Vermutlich gibt's auch Gründe, die so abstrus sind, dass ich sie mir nicht mal vorstellen kann.


    Allerdings sehe ich durchaus einige Fahrbahnradler. Die teilen sich Prozentual aber auf verschiedene Straßenzustände auf:

    - 70% der Fahrbahnradler nur dort, wo nur ein Gehweg mit einer Breite <1,5m existiert
    - 25% der Fahrbahnradler nur dort, wo nur ein Gehweg mit einer Breite >1,5m existiert
    - 4% der Fahrbahnradler nur dort, wo ein "sonstiger Radweg" vorhanden ist
    - 1% der Fahrbahnradler nur dort, wo ein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist. Und die 3 Leute kenn ich dann auch noch persönlich. 8o

    Ich würde sogar vermuten, dass viele Radfahrer ihre regelmäßig zurückgelegten Routen angepasst haben. Die fahren dann womöglich lieber einen Umweg, als Straße XYZ benutzen zu müssen, in der es keinen Radweg oder freigegebenen Fußweg gibt.

    Die Fahrbahn hat ab genau dort einen Seitenstreifen. eine Benutzung ist möglich. Lustigerweise wird hinter der Brücke der Verkehr nicht weniger, aber dort ist dann irgendwo Radfahren erlaubt.

    Auf dem schmalen Gehweg bekommt man dann ein Problem, wenn Fußgänger dort sind und man gleichzeitig mit Packtaschen unterwegs ist.
    Ach, da bekommt man selbst mit einem schmalen Rennrad und Fußgängern platznot.

    Außerdem steht dort doch explizit: "Radfahrer frei". Radfahrer dürfen dort fahren, müssen es nicht.

    So:

    :)

    ich nehme an, dass das eine ältere Aufnahme ist.
    Hast du mal bei der Stadt Geesthacht nachgefragt?

    Ich hab deswegen nämlich gerade Schriftverkehr aufgebaut, der sich wie folgt zusammenfassen lässt:

    "jaa, hmmm... also.. wir müssen da mal prüfen, wer zuständig ist und wir melden uns, sobald wir eine Antwort in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen und Brücken formuliert haben"
    :sleeping:

    im Artikel des Abendblatt steht "Fischmarkt"
    Das wäre dann hier:
    die lustige kleine Bergab-Seitenstraße

    in der PM der PolizeiHH steht dann "St.Pauli Fischmarkt"
    Und das wäre dann die von dir beschriebene Stelle hier:

    in beiden Fällen ist es vollkommen wumpe, wo der Radfahrer unterwegs ist - ob Fahrbahn oder Radweg oder Gehweg - es ist eben kein typischer mischverkehrsunfall.

    Typischer Mischverkehr-Linksabbiegeunfall, wie es scheint.
    Immer gleich sehr heftig.


    lol?
    jaja, typischer Mischverkehrsunfall. Der Mercedes, der mit 60km/h den Fischmarkt runtergeschossen kommt und den mit Testosteron vollgepumpten Kampffahrbahnradler mitnimmt. :rolleyes:

    an der Unfallstelle macht es keinen Unterschied, ob du mit 10km/h auf der Fahrbahn entlanghoppelst oder mit 10km/h illegal auf dem Fußweg rumgondelst.
    Fordest du eigentlich für diesen Bereich, in dem Autofahrer wirklich sehr sehr langsam fahren, auch die ultimative Separation? :sleeping:

    Als ich gestern früh in Hamburg aufbrach, um ein wenig nach Süden an der Elbe entlang zu radeln, wusste ich noch nicht, welch schauderhafte Verkehrsrechtliche Anordnungen mich unterwegs erwarteten.
    In Geesthacht auf der Elbbrücke endete der benutzungspflichtige Radweg, wurde mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] in einen Fußweg umgewidmet. Tja - aber die Leitplanke zwischen Fahrbahn und RadGehweg war nicht unterbrochen. Wie bekomme ich mein Rad über die Leitplanke?

    Weiter ging es die Elbuferstraße incl. Umleitungen entlang bis Neu Darchau durch allerlei nette kleine Straßendörfer mit wenig Verkehr. Dennoch, in 2 von 3 Dörfern prangte auf dem linken Weg: [Zeichen 240]
    Auch ohne Zusatzzeichen dann ein 2-Richtungsradweg. herrlich. "Ohne mich, ihr Flitzpiepen!"

    Auf der fahrerisch fantastischen Elbuferstraße zwischen Klein Kühren und Hitzacker war dann der übliche außerörtliche Unfug zu beatrachten. Die Straße nimmt die linke Geestkante der Elbe in diesem Bereich voll mit. 13% Steigungen resp. Gefälle, herrliche Kurven, schön im Wald gelegen - könnt ich täglich langfahren dort 8)
    Jedenfalls: Radwege, immerhin ohne Benutzungspflicht. Nur nicht in den Anstiegen, wo selbst ich mir manchmal einen Radweg wünschte, weil mit 10km/h den Berg in einer Kurve hochasten, während von hinten die unbelehrbaren Autofahrer anrauschen... naja


    Aber das Allerschönste erwartete mich dann in Dannenberg.
    Eine ... Radfahrerzebrastreifenfurt. Oder so ähnlich.

    Der Radfahrstreifen endet abrupt in der Pampa. Und da dachten sich die Planer eine ... ähm... eigenwillige Lösung aus, die Radfahrer auf den linksseitigen und benutzungspflichtigen Radweg zu bekommen.
    Während ich das "Ding" fotographierte, hielten auch gleich 2 Autos an und winkten mich rüber. Dem Kennzeichen nach zu urteilen waren das "Einheimische". Ich würde gerne mal wissen, wie das dort ausgeht, wenn ein einheimischer Radfahrer gewohnheitsmäßig dort die Straße quert, ein nicht-einheimischer Autofahrer damit aber nicht rechnet...
    das eine Foto ist die Richtung, aus der ich kam
    das andere Foto dann meine Fahrtrichtung mit der Querfurt über die Straße


    Ich jedenfalls wusste auch die nächsten Kilometer nicht, ob ich mich nun amüsieren oder fassungslos sein sollte.
    Das Straßenbegleitradwegselend wurde bis Schnackenburg nicht besser. Die Radwege dort sind für den lauschigen Familienausflug mit dem gefederten Baumarktrad während des Herrentages geeignet - für mich jedenfalls nicht. Wurzeldurchbrüche, Doppel-T-Steinpflaster etc. - und auf der Fahrbahn die wildgewordenen Ausflügler mit dem Auto.

    Manchmal muss man erst richtiges Elend sehen, um zu erkennen, dass Hamburg manchmal sogar noch erträglich ist :rolleyes:

    Fahrbahnradeln... CM...
    da könnt ich jedesmal brechen, wenn unmittelbar nach Ende der CM die Leute in alle Himmelsrichtungen losradeln und auf einmal die Fahrbahn gemieden wird, als gäbs dafür Schläge. Da wird eher auf Gehwegen kampfgeradelt. bah!


    Was gibt es bitte an Radfahrern zu kritisieren, die das Recht in Anspruch nehmen, auf der Fahrbahn zu fahren, sich an die Regeln halten und sich auch durch aggressive Kraftfahrer nicht davon abbringen lassen sich selbst durch ausreichende Sicherheitsabstände vor gefährlichen Manövern zu schützen?

    Wir sind eben die besten Beispiele für VS' Theorie vom "testosterondurchwirkten Möchtegern-Fahrradraser" (ums mal mit eigenen Worten wiederzugeben), der den gesamten ADFC hinter den Kulissen steuert, um, von der Autoindustrie geschmiert, den Radverkehr in Deutschland Europa abzuschaffen!
    :)

    wie fahren wir denn Rad? 8|
    im Sinne der StVO. Dass du deinerseits manchmal lieber entgegen der StVO auf dem Fußweg rumhoppelst, ist besser? :)
    Ich finde nicht.

    So wie ich auch nicht finde, dass die Kamera am Rad mein Fahrverhalten oder meine Wahrnehmung negativ beeinflusst. Mittlerweile bin ich auf Kurzstrecken zu 50% mit dem StadtRad unterwegs, das ohne Kamera auskommt. Ich fahre damit auch auf der Fahrbahn. Nur schaff ich mit dem Stahlpanzer halt nicht dauerhaft 30km/h.

    Ich bin mit Kamera sogar etwas entspannter, da ich einen neutralen Zeugen dabei habe. Da kann ich "ich ruf die Polizei!!! Du bist doch MIR ins Auto gefahren!!!" ganz gelassen entgegensehen.

    und in wie weit stehen Fahrradführerschein und der Helm jetzt in Zusammenhang mit dem Unfall?
    Das Mädchen ist nicht tödlich verunglückt, weil es fahrradgefahren ist.

    Da hätte auch ich stehen können. Ohne Helm. und ohne Fahrradführerschein. Ich hätte dennoch "alles richtig gemacht".

    Zurück zum Thema.

    Ja, danke. Vielleicht möchten die beteiligten Personen einen (weiteren?) separaten Thread zum Thema "Radwege vs. Mischverkehr" eröffnen. Da weiß ich dann immerhin, wo nichts lesenswertes drin steht. Beziehungsweise weiß ich, wo ich nachgucken muss, wenn ich wieder mal Nachschulung in Verschwörungstheorie und "denkt denn niemand an die Kinder!!!!" brauche. :)

    vielleicht bin ich da etwas überempfindlich - aber der Satz im Artikel des Abendblattes stößt mir doch sauer auf:


    "Kurz zuvor hat sie sogar an der Schule ihren Fahrradführerschein gemacht und trug auch einen Helm."
    ok, es ist das Zitat eines Feuerwehrmannes... dennoch. deplaziert.


    Für den ganzen Rest in den späteren Tagesordnungspunkten bin ich wohl leider zu früh abgehauen :thumbdown:

    definitiv! Wenn solche Menschenaufläufe wie am Montag zum Regionalausschuss strömen, liegt was in der Luft. Und zwar liegen dann nicht 700 Themen und Anträge in der Luft, sondern meist nur einer, mit 700 Unterstützern :D
    Solche Ausschüsse darf man im Interesse des eigenen Bespaßungsfaktors nicht versäumen! 8)
    Wenn ich gewusst hätte, dass der Wiesendamm so schnell durchgewunken und abgenickt wird, wär ich auch oben im Zuschauerraum gewesen. Bierchen oder 'n schönen Cider, und dann abwarten, welch unfassbar lächerliche Argumente die "mimimimi - Autoverkehr ja, AAAber nicht vor meiner Tür!"-Fraktion heute wieder vorbringt. :thumbup:

    ich stand so: |-| kurz davor, auch mal eine Wortmeldung zu bringen. Nämlich dass ich die vorgebrachten Lärm- und Stauprobleme für unfassbar egoistisch und kleinlich halte. Sich wegen 12(!) versch******ener Monate aufzuführen, als ob eine aufgeständerte Autobahn fürdahin und auf alle Ewigkeit durch die Himmelstraße gelegt werden soll, dann noch die "Kinder!!!" und "Rentner!!!!" vorzuschicken - wahnsinn!
    In dieser Stadt sind x-% der Bevölkerung dauerhaftem Lärm ausgesetzt wegen des MIV. Und da kommen 50 Leute an und postulieren den Untergang Hamburgs und gesamt Winterhude, weil Autofahrer von A nach B wollen und dabei durch die Wohnstraße fahren.