ist jemand (ich nicht!) der Meinung, dass die angeordneten falsch wären.
Ich würde ja den Standpunkt vertreten, dass die Nebenfläche jetzt mit einer klarstellenden Beschilderung versehen ist und das farbige Pflaster nur noch "Kunst am Bau" darstellt.
leider konnten wir Sie auf telefonischen Weg nicht erreichen, um Ihr Anliegen auf kurzem Weg zu klären.
Wie Sie bereits geschrieben haben, ist der Fuß- und Radweg von Rutha nach Zöllnitz mit dem VZ 250 gesperrt, also auch für Radfahrer. Eine Ausnahme wurde hier lediglich für den Busverkehr eingeräumt, um die Schülerbeförderung abzusichern.
Um Begegnungsverkehr zu verhindern wurde aus diesem Grund eine Umleitung für Fußgänger und Radfahrer über Rutha, Ruthaer Weg nach Zöllnitz eingerichtet und auch in beide Richtungen ausgeschildert. Bitte nutzen Sie für den Zeitraum der Sperrung diese Umleitung. Diese ist auch von Jena kommend an der Kreuzung ARAL-Tankstelle ersichtlich. Auch der Radroutenplaner Thüringen weißt sowohl die Sperrung, als auch die Umleitung aus.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
achso, für den Fußverkehr wurde eine Umleitung eingerichtet. Für den Radverkehr auch. In der Welt der StVB entfalten gelbe Umleitungsschilder wohl automatisch Benutzungsverbote. Ey man.
Na, dann telefonieren wir morgen früh mal kurz und ich lass mir am Telefon erklären, dass auch für den Fußverkehr und Reiter gilt.
Normalerweise mach ich Mittags meinen Lunchride. Mal gucken, vielleicht mach ich morgen Mittag meinen Lunchwalk.
Seh mich schon in der Zeitung stehen:
"Zwischen Rutha und Zöllnitz kam es am gestrigen Mittwoch zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Fußgänger, der den dortigen Weg trotz eindeutiger Beschilderung mit "Verbot für Fahrzeuge aller Art" dennoch benutzt hat, von einem Bus überfahren wurde."
E-Mail-Entwurft an die StVB ist schon mehrfach begonnen:
und heute mal abgeschickt. ich hab die Nase voll von den Nasen
Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Sonderweg südlich der L1077, auf dem man bisher mit dem Rad von Zöllnitz (Böttcher AG) nach Rutha fahren konnte, ist seit einigen Tagen mit VZ.250 gesperrt.
Könnten Sie kurz erläutern,
1. weshalb mit dem Rad dort nicht mehr gefahren werden darf, jedoch weiterhin zu Fuß gegangen werden darf
2. bislang das Reiten dort untersagt - allerdings jetzt erlaubt ist
3. die Durchfahrt mit dem Rad von Rutha nach Zöllnitz untersagt ist, jedoch von Jena kommend auf dem Radweg der Straßenüberführung bis Zöllnitz gefahren werden darf?
In der Gesamtschau erschließt sich die Anordnung in keinster Weise.
Als ich am vergangenen Samstag dort mit dem Rad von der Aral-Tankstelle in Richtung Zöllnitz fuhr, war ich etwas überrascht, dass plötzlich ein Linienbus hinter mir auf dem Geh- und Radweg fuhr. Eine Aufhebung des Geh- und Radweges (VZ.240) und Anordnung von VZ.250 macht aus den o.g. Gründen so keinen Sinn. Als Fußgänger gehe ich am Fahrbahnrand; der Bus darf mich nach StVO nur mit 2m Seitenabstand überholen - also auf dem Abschnitt gar nicht. Auf dem Pferd reitend kann ich auch nicht überholt werden. Vom Begegnungsverkehr noch nicht gesprochen...
so genial ich in KA die Straßenbahnhaltestellen da unten finde - was man oben da hinbaut und hinkliert, ist Grütze.
Es ist für mich nicht verständlich, wieso man solche "Stückellösungen" hinklatscht. Als ob nicht schon in LPh3 klar gewesen ist, dass der Radverkehr hier links abbiegen können soll.
Ich glaub, die Streuscheiben werden noch ausgetauscht
Das Teil beschäftigt mich schon seit einer ganzen Weile. Es war die erste Straße, bei der in nach Thüringer Transparenzgesetz mal die VAO anforderte.
und auch bekommen habe.
Zitat
Verkehrzeichen werden auf der rechten Seite angeordnet
Und weil ich in den letzten Monaten dort auf dem Weg angefahren, angeklingelt und angepöbelt wurde, möchte ich das Thema jetzt eigentlich mal angehen.
Anlass wird für mich sein, dass dort nun "Sharrows" auf die Fahrbahn gemalt wurden. Die Stadt Jena gibt Auskunft, dass keine Evaluation vorgenommen wird. Also wird man nicht herausfinden, ob der Anteil der Fahrbahnradler durch die Sharrows zunimmt.
Aber in der Gesamtschau ist das eine neue Situation, so dass ich hier um Neubescheidung bitten werde.
ich hab mir heute mal den Spaß gemacht, für 2h Verkehrsdaten zu erheben.
In der ERA steht der eine Satz drin:
Zitat
Für die gemeinsame Führung von Fußgänger und Radverkehr gelten folgende Ausschlusskriterien:
[...]
Überschreitung der Einsatzgrenzen gemäß dem Bild 15.
Meine Wahrnehmung zur Anzahl der Fußgänger und Radfahrer war immer "mmmh, das passt bestimmt nicht so ganz"
Stellt sich raus: voll daneben gelegen.
Uhrzeit
Fußgänger
Radfahrer
Summe
Verhältnis
07:30 - 08:30
235
208
443
0,89
07:45 - 08:45
229
182
411
0,79
08:00 - 09:00
181
160
341
0,88
08:15 - 09:15
166
138
304
0,83
08:30 - 09:30
129
130
259
1,01
08:45 - 09:45
137
100
237
0,73
Und das ist ja nun kaum noch "geringfügig" an den Einsatzgrenzen aus Bild 15 vorbei. Selbst wenn man für den Gehweg eine Breite von 3,00m annimmt, wären das noch immer 100 Verkehrsteilnehmer pro Spitzenstunde. 100! nicht 400. die Skala im Bild geht gar nicht bis 400
ok, fairerweise: die Westbahnhofstraße ist die Verbindungsstraße von der Innenstadt zum ... Westbahnhof. Ein großer Teil der Fußgänger kommt da halt binnen 15min durchgelaufen, wenn ein Zug ankommt. hm. Aber die 208 Radfahrer - das ist ein stetiger Strom.
der Anteil der Fahrbahnradler liegt übrigens bei 10-13%
Schrittgeschwindigkeitsanteil bei 1%. Das sind aber die "Versehrten", die völlig K.O. aussahen oder betagt waren.
Wenn ich die Zahlen sehe, würd ich direkt sagen: Jena macht keine Evaluation - das passt dazu, dass nicht einmal Daten bei Anordnung der VZ. erhoben wurden.
Eigentlich sollte das doch drin sein, die Freigabe aufzuheben.
wenn ich an die Regelverstöße der Radfahrer-Fraktion denke: einem Rotlichtverstoß geht doch kein rationaler Bewertungsprozess voraus. Oder mit dem Auto mit 45 in einer 30er-Zone unterwegs sein.
Eher sollen Gefahrenpunkte klar erkannt werden. Denn anzunehmen sei, dass Regelverstöße nur zu einem kleinen Teil auf Unkenntnis oder Rücksichtlosigkeit basierten. Vielmehr seien sie oft „Ergebnis eines mehr oder weniger rationalen Bewertungsprozesses“, wenn „Situationen als gefährlich, uneindeutig oder unzumutbar bewertet werden“.
Die 54. Änderungsverordnung zur Straßenverkehrs-Ordnung, sofern wir denn von ihrer Gültigkeit ausgehen, brachte uns ja das lustig aussehende Zeichen 277.1 „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen“.
Auf Twitter kursieren seit einiger Zeit Fotos von dem neuen Verkehrszeichen aus dem Stuttgarter Raum, wobei ich mir nicht sicher bin, welche davon echt oder gefälscht sind. Das hier scheint echt…
Malte
13. Juli 2020 um 20:39
Schaut man mal in die VwV-StVO:
Zitat von Nr. I zu § 40 Gefahrzeichen
Gefahrzeichen sind nach Maßgabe des § 45 Absatz 9 Satz 4 anzuordnen. Nur wenn sie als Warnung oder Aufforderung zur eigenverantwortlichen Anpassung des Fahrverhaltens nicht ausreichen, sollte stattdessenoder bei unabweisbarem Bedarf ergänzend mit Vorschriftzeichen (insbesondere Zeichen 274, 276) auf eine der Gefahrsituation angepasste Fahrweise hingewirkt werden ; vgl. hierzu I zu den Zeichen 274, 276, 277 und 277.1.
Also wenn Gefahrzeichen nicht reichen; noch immer ganz viele Fz-Führer von irgendetwas völlig überrascht sind oder Situationen falsch einschätzen, kann man Vorschriftzeichen aufstellen. ok.
Zitat von Zu Zeichen 277.1
Zeichen 277.1 soll nur dort angeordnet werden, wo aufgrund der örtlichen Gegebenheiten, insbesondere aufgrund von Engstellen, Gefäll- und Steigungsstrecken, oder einer regelmäßig nur schwer zu überblickenden Verkehrslage ein sicherer Überholvorgang von einspurigen Fahrzeugen nicht gewährleistet werden kann.
der Fachdienst Mobilität hat sich jetzt auch entschlossen, mal mit VZ.277.1 zu experimentieren:
nach meiner Lesart der VwV-StVO ist das Aufstellen von Überholverboten nur "letzte Rille", wenn alles andere nicht fruchtet. Hier sehe ich daber das "Problem", dass man "alles andere" gar nicht erst versucht hat:
Warum wurde keine durchgezogene Mittellinie aufgebracht?
Welche unfälle gab es?
Wieso steht das VZ. nur ca. 60m vor der Kuppe?
Wenn nur "schlecht einsehbar" und "hat mal einen Unfall gegeben" zählt, dann müsste man das VZ. ja nahezu überall aufstellen.
Damit Radfahren für alle sicher und komfortabel ist, brauchen wir überall Radwege, die:
🏁 schnell und sicher ans Ziel bringen. ↔️ breit genug sind und keine scharfen Kurven machen. ⚠️ eben, rutschfest und hindernisfrei sind. ❄️ sauber, entwässert und gepflegt sind. 🚧 unterbrechungsfrei verlaufen. 🌿 regelmäßig vom Zuwachsen befreit werden. 🚶 zu enge Flächen vermeiden, die mit dem Fußverkehr geteilt werden müssen.
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vs.
Zitat
Damit Radfahren für alle sicher und komfortabel ist, brauchen wir an gefährlichen Straßenabschnitten Radwege, die:
🏁 schnell und sicher ans Ziel bringen. ↔️ breit genug sind und keine scharfen Kurven machen. ⚠️ eben, rutschfest und hindernisfrei sind. ❄️ sauber, entwässert und gepflegt sind. 🚧 unterbrechungsfrei verlaufen. 🌿 regelmäßig vom Zuwachsen befreit werden. 🚶 zu enge Flächen vermeiden, die mit dem Fußverkehr geteilt werden müssen.
Alles anzeigen
vs.
Zitat
Damit Radfahren für alle sicher und komfortabel ist, fordern wir, dass Radwege dort gebaut werden, wo sie zwingend für die Verkehrssicherheit der Radfahrer erforderlich sind. Diese Radwege müssen dann
🏁 [uns] schnell und sicher ans Ziel bringen. ↔️ breit genug sind und [dürfen] keine scharfen Kurven machen. ⚠️ eben, rutschfest und hindernisfrei [sein] ❄️ sauber, entwässert und gepflegt [werden] 🚧 unterbrechungsfrei verlaufen. 🌿 regelmäßig vom Zuwachsen befreit werden. [🚶 zu enge Flächen vermeiden, die mit dem Fußverkehr geteilt werden müssen.] <-- obsolete Forderung bei der geänderten Formulierung
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ich kann Ullies Einwände "war bestimmt nicht gemeint, dass überall Radwege hinkommen sollen." nachvollziehen. Allerdings ist in erster Linie der Absender für die Kommunikation verantwortlich. Hier also der ADFC. Ich habe jetzt oben mal 2 Varianten gepostet, wie das mit den "Radwegen" auch hätte formuliert werden können.
Wurde aber nicht. Über die Gründe mag man argumentieren: SocialMedia-Verkürzungen, Zielgruppenansprache, bewusste Ambivalenz erzeugen (damit sich jede Gruppe angesprochen fühlt), Zeitdruck, Unachtsamkeit
oder andere Gründe oder auch Kombination von Gründen. Die Wahrheit werden wir nicht erfahren und die Wahrheit wird uns auch ein ADFC-Vorsitzender nicht verraten, weil das so ein wenig Lobby-Sprech ist: vermeide Aussagen, auf die man dich Festnageln kann.
"an jedem Meter Straße soll ein Radweg verlaufen" - kann ja auch heißen, dass er selbst in Verkehrsberuhigten Bereichen mit Sackgassenlage noch einen Radweg haben möchte. Realistisch ist das selbst für den heutigen ADFC nicht
mit "überall Radwege" kann man sich alles offen halten.
"waaaaas? Ach hören Sie doch bitte auf, dem ADFC so einen Firlefanz zu unterstellen. Selbstverständlich fordern wir nicht noch in Spielstraßen einen Radweg!"
"Ja, auch an dieser Kreisstraße muss ein Radweg gebaut werden! erst vor 10 Jahren wurde hier eine Bürgerin aus dem Nachbardorf überfahren*. Wollen Sie, dass sich das wiederholt?" (* nachts im Nebel beim Überqueren der Kreisstraße von einem besoffenen LKW-Fahrer am Ende einer 12h-Stunden-Fahrt überfahren)
So läufts. Am Ende liegt die Wahrheit abhängig von Zeit und Raum eben "in der Mitte"
Ullie hat Recht: nee, der ADFC fordert nicht an jeeeeder Straße Radwege
Yeti hat Recht: ja, der ADFC fordert an jeder Straße Radwege
Fragen eines Bürgers im Stadtrat, schriftlich eingereicht. Aus dem Text:
Zitat
Warum nicht mal neues ausprobieren, statt im Alten zu verharren?
Und dann:
Zitat
1. Welche Möglichkeiten sehen Sie zum vor einigen Jahren noch bewährtem „Ab 18 Uhr Parkticket frei parken“ zurückzukehren, um auch Berufstätigen zu den Öffnungszeiten der noch vorhandenen Geschäfte den Besuch unserer Innenstadt zu ermöglich?
und klar,
Zitat
Wir brauchen echte Anreize für die Menschen statt ständiger Ermahnungen und Gängelungen.
nämlich:
Zitat
Welche Möglichkeiten sehen Sie mindestens an diesen Sonnabenden eine Fahrrad freie Innenstadt zu ermöglichen, um sicheres Flanieren und Entspannen für die Menschen zu ermöglich?