Beiträge von DMHH

    Die Menschen haben vor vielen Dingen Angst. Herrenlosem Gepäck, Muslimen, Autos, radioaktivem Staub, Tempo-30, Gluten, Laktose, hohem Grundwasserspiegel, niedrigem Grundwasserspiegel, u.v.a.m.Unser Land leidet an einer ernstzunehmenden Angst-Störung. Wie kriegen wir das wieder hin?

    Bildung. Die wenigsten Bürger sind in der Lage, Gefahren rational zu bewerten und verschiedene Szenarien gegeneinander abzuwägen. Bauchgefühl statt Nachdenken.

    du quakst allen ernstes die Lenkerbreite an? Dann schau dir mal an, was so als Baumarktstandard-Trekker angeboten wird. bei 80cm biste da lockerflockig sofort.
    Aber du hast, die 2Rad-immanente Schwankung bei Geradeausfahrt wurde im Video vergessen. Die liegt bei mind(!) 10cm zu jeder Seite.
    hui, sind wir dann doch schon fast bei 1,2m Breite, die allein das Fahrrad im Verkehrsraum an Breite einnehmen muss.

    Tempo30 und Mischverkehr ist eine grandiose Lösung.
    Für Wohnstraßen mit entsprechend geringem Verkehr.

    Nochmal: Das hier ist _keine_ popelige Wohnstraße. Hier herrscht Durchgangsverkehr.
    Ich könnte so ein Video wie das verlinkte dort ohne weiteres drehen. Ich wette mit dir, dass ich keine 3x den Wiesendamm entlangfahren bräuchte.

    Es mag sein, dass in anderen Städten T30 total gut funktioniert mit Mischverkehr. Hier in Hamburg nicht!
    Erst gestern in einer Einbahnstraße gefahren, die so schmal war, dass da ein Transporter schon recht vorsichtig machen muss.
    Ich fahre 20. Es ist heiß, ich habs nicht eilig. Der Fahrer hinter mir rastet fast aus. Motoraufheulen lassen, volles Programm.

    Glaubst du, wir denken uns das hier alles aus?
    Komm nach Hamburg, jeder hier aktive Forumteilnehmer wird dich gern an die Hand nehmen und mit dir durch befahrene T30-Bereiche gondeln.

    Mischverkehr in Hamburg ist ein netter Traum, der von einigen "professionellen Alltagsradlern" gelebt wird.
    Die Mehrheit auf 2-Rädern da draußen macht das aber nicht (mit). Da wird lieber mit einem 2-spurigen Lastenfahrrad auf dem 1,2m schmalen Gehweg neben parkenden Autos gefahren als auf der Fahrbahn!

    Und ob da jetzt der Hintermann vorbeigekommen wäre, hätte man nur erfahren, wenn man ihm zumindest die Möglichkeit gegeben hätte. Ein paar Lücken im Video scheinen mir nunmal dazu geeignet.

    da kommen die richtigen Worte - vermutlich ganz unbewusst.
    "ob"
    "wäre"
    "hätte"
    "Möglichkeit"
    "scheinen"

    was mir auffällt: die Kamera hängt rechts am Rad. Die Perspektive "Mitte der Fahrbahn" kommt deswegen zustande, weil der Radfahrer rechts der Mitte fährt.

    direkt an der ersten roten Ampel steht an der Haltelinie ein parkendes Auto. Ich würde da als Radfahrer auch nicht auf die Idee kommen, mich da ranzukuscheln, um dem nachfolgenden Verkehr zu ermöglichen, neben mich zu fahren.

    Beschleunigung nach der ersten Roten Ampel? 3Sekunden bis der Radfahrer auf Höhe der gelben Mülltonnen ist. Zu diesem Zeitpunkt wären die allermeisten Autos mal gerade mit der A-Säule neben dem Rennradler. Würd ich auch kein Platz machen.

    Auch an der 2. Kreuzung: 3-4 Sekunden Fahrt. in 3 Sekunden also rechtsschwenk, überholen lassen, Schulterblick, hand raus, links einordnen in der Hoffnung, dass da nichts mehr kommt oder das Überholmanöver abgeschlossen oder der 2. Hintermann einen reinlässt?
    Sorry, never ever. Das ist kein sicheres Radfahren.

    3. Kreuzung dann weißer Mercedes, da geht nix. nicht mal theoretisch
    4. Kreuzung - unklar, vermutlich 2 Sekunden. never ever Überholen möglich.
    5. Kreuzung - wieder 3-4 Sekunden Lücke rechts. Gilt das Gleiche wie oben.
    6. Kreuzung - wieder 3-4 Sekunden Lücke rechts. Gleiches wie oben.

    Wer da rechts rausfahren will, soll das machen. Bei Tempo 30 und den gemessenen Zeiten dort würd ich da nicht in irgendwelche Lücken fahren, bei denen nicht klar ist, wie das ausgeht.

    wer den Wiesendamm mal quasi-live erleben will:

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    Ohne Scheiß: die im Video teilw. illegal am rechten Fahrbahnrand parkenden Autos werden dort nach Willen des PK33 legal parken. Welcher "Sonntagsradler" wird dann bitteschön mitten auf der Fahrbahn radeln? keiner!

    Der Radfahrer im Video fuhr nach eigener Aussage knappe 30km/h. Wie soll das Szenario aussehen, wenn da die Familie mit Papa, Mama, Kind mit 11km/h fährt?
    Ende vom Lied wird sein: die gondeln auf dem Fußweg rum.
    Auf der Fahrbahn werden weiterhin nur die "professionellen Alltagsradler" fahren, die dann weiterhin angehupt werden oder gleich in die dann legal parkenden Autos gedrückt werden.

    Radverkehrsförderung sieht anders aus!

    ok, ich hätt vielleicht explizit dazuschreiben sollen, dass ich das schild da am linken Bildrand meinte. X/

    Da waren garantiert bis vor ein paar Jahren noch beidseitige B-Pflichten.
    einfach das weiße fahrrad-symbolbild im Schild weggemacht / flächig überklebt. passt schon. merkt keiner. billiger als neu kaufen.

    Bwahahaha

    - "Schildert da bitte mal einen Gehweg aus."
    + "Mmmh. VZ.239 sind keine mehr aufm Bauhof. Müssen wir neue bestellen"
    - "Nein. das kostet Geld. Denkt euch was aus!"
    + "okeeee..."


    vor allem sind Pressemeldungen garantiert eines nicht:
    vollständig.

    Das ist immer eine selektive Auswahl von Ereignissen. Da draußen passieren so viel mehr Unfälle, die es nicht in irgendwelche Ticker schaffen. Dennoch wird dann anhand der Meldungen versucht, etwas abzuleiten.

    10 Meldungen zu Radunfällen auf der Fahrbahn
    3 Meldungen zu Radunfällen auf dem Gehweg
    -> oh, Fahrbahn ist ganz doll gefährlich...


    Ich sehe keinen Sinn darin, Pressemeldungen zu Unfällen hier zu sammeln.


    Und eines lässt sich ja nun nicht in Abrede stellen: Der Parkdruck ist insbesondere in den Gebieten, die den Krieg damals einigermaßen überstanden haben, gerade in den Abendstunden enorm.

    Nur hat das Gebiet innerhalb einiger Baublöcke den Krieg zwar einigermaßen(!) gut überstanden - Jarrestadt wurde aber nach dem Krieg wieder aufgebaut.
    Und: zwischen Wiesendamm und Osterbekkanal, Barmbeker Straße und Barmbeker Stichkanal fand eine nicht gerade zarte Nachverdichtung statt.
    Da sind heute Wohnblöcke, wo 1940 noch Fabriken/Gewerbehöfe standen...

    Und selbst 1960 sah die Gegend bei ähnlicher Wohndichte noch passabel aus, was zugestellte Straßen angeht.

    Das heute ist ein hausgemachtes Problem der letzten 30 Jahre. Mehr Autos. Mehr Autos. Mehr Autos.
    Sollen die in ihrem Moloch da ersticken. Oder sich für die Betonierung des Stadtparks einsetzen.


    Hat sich schonmal jemand die Mühe gemacht, diese Leute zu fragen, warum sie, statt auf der Fahrbahn zu fahren, sich lieber auf engste Radwege quetschen?

    Ich mach das ab und an.
    Vorgestern früh z.B. in der Königstraße in Altona. Den Berg runter Richtung Reeperbahn. Baustelle ca. 70m hinter der MAx-Brauer-Allee, jeder Radfahrer fährt dort auf der Fahrbahn.
    Danach wieder brav hoch.
    Habe gefragt, wieso der Radfahrer jetzt wieder oben fährt.
    "häh?"
    "Wieso fahren sie jetzt wieder auf diesem buckligen schmalen Radweg?"
    "häh? wie - wieso?"
    "Sie sind da hinten auf der Fahrbahn gefahren. Das ist gut. Warum fahren sie jetzt auf so einem drecksweg da oben?"
    "häh?"

    Ich habs dann aufgegeben, hab in die Pedale getreten, um die grüne Welle zumindest bis Reeperbahn zu bekommen.

    Die Leute wissen es nicht besser. Radweg = muss ich benutzen

    Erstaunlich: fährt man mal etwas raus aus der Innenstadt und ist da so Othmarschen, Klein Flottbek usw unterwegs, wo es keine Radwege gibt, fahren Radfahrer dort recht selbstbewusst auf der Fahrbahn. Kommen auch wenig Autofahrer auf die Idee, da idiotische Überholmanöver zu starten.

    Ausnahme: Elbchausse. Da regiert König Gasfuß, assistiert von Hofnarr Arschloch.

    Jetzt ernsthaft: gestern Nachmittag Flurstraße nach Norden gefahren. vor mir zockelt eine Autokolonne von 4 PKW hinter einer Radfahrerin her. kein Überholmanöver wegen Gegenverkehr.
    Andere Richtung: Autos hinter mir, kein gequake. Die Flurstraße wird zur Heinrich-Plett-Straße und bekommt "sonstige Radwege" nebenan:
    - eng überholt
    - angehupt

    im Parkhaus S-Flottbek die Deppen gefragt, was das sollte. Als Antwort das Übliche: Radweg, nicht auf der Straße, blablabla

    Ich hab die Schnauze voll von dieser scheiß Stadt.

    Schon klar, ich finds nur erheiternd, dass da eine Firma Geld für so einen Blödsinn in die Hand genommen hat. Lässt zudem darauf schließen, dass die dieses Schild häufiger einsetzen (im Umkehrschluss also ganz offensichtlich keine Ahnung von ihrem Job haben).

    Das Schild stand so noch vor 2 oder 3 Wochen in der Stresemannstraße, Fahrtrichtung Neuer Pferdemarkt, 30m hinter dem festen Blitzer.
    Ich hätte noch eine verschwommene während-der-Fahrt-Aufnahme davon ;)

    Für mehr als 1 km täglich würdest du dir ein Auto anschaffen? ;)

    Ja. 1000m.
    wenn mein Arbeitsweg länger wäre, kaufte ich mir ein autonom fahrendes Fahrzeug.
    Auch würde ich das Radfahren zu jedem anderen Zwecke als "Touren fahren" einstellen.

    Gründe:
    In einem autonom fahrendes Fahrzeug kann ich die darin verbrachte Zeit für mich nutzen. Lesen, schlafen, nachdenken, ...
    Da ist es mir in Grenzen egal, ob ich nun 5min darin verbringe oder 50min. So lange ich in diesem 50min einen Teil meines sonstigen Tagesablaufes bewältigen kann, würde ich nicht Fahrradfahren, nur um statt 50min dann nur 10min unterwegs zu sein

    Ich müsste mir keine Gedanken um einen Parkplatz machen. Fahrrad jetzt: da stehen Werktags Räder im Gesamtwert von 10.000EUR vor dem Bürogebäude. Eines davon ist meins. Noch wurde es nicht gestohlen. Andere schon. Mit guten Schlössern gesichert. Autonom fahrendes Fahrzeug? Das setzt mich vor der Bürotür ab, ich werf die Autotür hinter mir zu und das Dingens sucht sich einen Parkplatz. Wo auch immer. Und nimmt auf dem Weg dahin vielleicht noch einen Reisewilligen mit, der noch zu Fuß unterwegs ist.

    Ernsthaft, ich hab auf diese Schei****, die hier in Hamburg gerade läuft, absolut NULL Bock mehr. Ich bezeichne mich schon als "hartgesotten" und sehr sicheren Fahrer, der sich in der Regel einen Dreck darum schert, wenns hinter ihm hupt.
    Aber was in den letzten Wochen hier abgelaufen ist, was mir als Verkehrsteilnehmer zugemutet wird, ist so für mich nicht mehr akzeptabel.

    Dazu kommt das irre Rechtssystem in Deutschland.
    Auto vs. Auto: Kratzer? zahlt die Versicherung oder der Fahrer, wenn er nicht hochgestuft werden will
    Auto vs. Radfahrer: Unfall? "Augenblicksversagen", keine Schuld. Den Schaden = Zeitwert ersetzen wir dem Radfahrer.
    Radfahrer vs. Auto: Kratzer? Sachbeschädigung! Versicherung? "Vorsatz! zahlen wir nicht."

    Ich hab so dermaßen die Schnauze voll von dieser Ungleichbehandlung, dass mir lieber heute als morgen ein maximal rußendes, elend lautes Auto kaufen möchte. Allein die hinterm Steuer zu verbringende Zeit, um von A nach B zu kommen sowie die Parkplatznot halten mich aktuell davon ab.
    Bei allem Flachs hier sonst in Beiträgen von mir: das mein ich ernst.

    Sagt der, der regelmäßig von "Dosenfahrern" schreibt?

    Bin ich Journalist? Könnte das die Reaktion auf das elende Gegängel mit "Drahteseln" sein? mmh?
    Mich würde das Drehtgeesel auch nicht weiter stören, gäbe es analog verballhornende Synonyme für LKW/PKW und deren Fahrer, die auch tatsächlich in Medien auftauchen.
    Und nicht nur der als klare sarkastische Analogie gedachte "Kampfflaneur" bei bei hamburgize.


    Menschen haben hier den Vorteil, dass sie Informationen haben, die die Maschine nicht hat. Z. B. dass gleich eine Steigung kommt.

    Und an Steigungen bleibt der Wagen mit Automatik liegen, wo mit manueller Schaltung noch gefahren wird?
    Oder wie versteh ich das Statement?

    Sollte ich mir ein Auto kaufen, würd ich auf Automatik wert legen. Unser Firmenfahrzeug hat Automatik und es fährt sich so viel entspannter.
    Gas geben, bremsen. Blinker setzen, gucken. Da muss man dann nicht mehr im Getriebe rumrühren für den richtigen Gang, sich nicht mehr auf Kupplung/Gas "konzentrieren".
    Und nein, auch die Begründung "wer oft fährt, der macht das unterbewusst" zählt nicht als Argument pro-Schaltgetriebe. Nach der Logik müsste man den Leuten auch nur das Training mit Smartphone-am-Steuer erlauben, um die Ablenkung zu minimieren.

    Wenns vollständig autonom fahrende Fahrzeuge gibt und ich zu diesem Zeitpunkt mehr als 1000m täglich zurücklegen müsste - ich wär der erste, der beim Händler auf der Matte steht und eins kauft!

    Weil der Artikel der Kieler Nachrichten auch nur so davon trieft:

    Gibts eigentlich irgendwo mal eine kritische Auseinandersetzung mit dem velomobilen Alltagsrassismus wie "Drahtesel" und "Pedalritter", "Stahlross" und so weiter?

    Mit fällt auf, dass vornehmlich in diesen klitschigen Lokalredaktionen standardmäßig mind. 1x pro Artikel "Fahrrad" durch "Drahtesel" ersetzt wird. Manchmal liest man auch im gesamten Artikel nicht ein einziges Mal das Wort "Fahrrad", aber 3x "Drahtesel"

    Und im Gegensatz dazu lese ich in .. naja, nicht Qualitätsmedien... aber in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften deutlich weniger oft "Drahtesel".

    gnihihihi ^^

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    vielleicht nicht unbedingt "lustig" und auch kein Schild...

    aber ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, als ich diese Malerei und Verkehrsführung in Berlin sah.
    Radweg mit B-Pflicht wird mit aufgemalter S-Kurve auf eine Fahrbahn mit 2 Fahrspuren pro Richtung geleitet, um 20m später einen keilförmigen Radfahrstreifen bis zur Ampel zu bekommen (auf dem ich da stehe).

    wow...
    Aber in der Summe ist Berlin vom Fahrgefühl her immer noch um Welten besser als Hamburg.
    Selbst auf der 3-Richtungsfahrspurigen Puschkinallee durch den Treptower Park gabs nur ein A****loch, das eng überholen musste

    ich bin einfach zu nett.
    nachdem ich vor 2 Wochen das "Doppelte Lottchen" angenörgelt hatte, rief mich gestern Nachmittag der zuständige Sachbearbeiter an.

    Gedächtnisprotokoll:

    P.: " [...] geht um das VZ240 in der Ludwig-Erhard-Straße, dass sie vor ca. 2 Wochen gemeldet hatten."
    Ich (wunsch): "huh? *grübel* ... Sie müssen entschuldigen, ich melde fast täglich falsch und am falschesten aufgestellte VZs an ganz verschiedene PKs, ich kann mich gerade nicht an diesen Fall erinnern..."
    Ich (real): "huh? *grübel* ... öööh - helfen Sie mir kurz... ich kann diese Meldung gerade nicht zuordnen.."

    P.:"Es ging um die 2 doppelt angeordneten VZ240"
    Ich (real): "ach dieeeeeeee.... ja, was ist mit denen?"

    P.:"Mein Vorgesetzter wollte wissen, ob sich das mittlerweile erledigt hat."
    Ich (real): "Wie jetzt - erledigt?"

    P.:"Ist die doppelte Beschilderung dort mittlerweile beseitigt?"
    Ich (wunsch): "Woher soll ich das wissen? SIE sind Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde. Es ist doch IHRE Aufgabe, zu wissen und gegebenenfalls nachzusehen, wo welche VZ angeordnet und/oder aufgestellt sind..."
    Ich (real): "Ja, die sind mittlerweile verschwunden. Jetzt steht nur noch ein VZ240 an dieser Stelle und ordnet einen gemeinsamen Fuß- und Radweg an, obwohl baulich durch unterschiedliche Pflasterung ein getrennter Fuß- und Radweg vorhanden ist. Ich mein - mich freut es. Ich darf jetzt ganz legal endlich nebeneinander fahren, andere Radfahrer legal überholen und den bergab schießenden Geisterradlern sicher ausweichen. Dass Sie damit letztendlich aber wieder Kampfradler heranziehen, ist die andere Seite. Denn für Fußgänger bin ich - trotz umsichtiger Fahrweise dann wieder der Kampfradler, der auf dem Gehweg fährt..."

    P.:"Ja gut... das müssten wir dann nochmal überprüfen in der Akte zur Straße, ob dort VZ240 angeordnet sein muss"
    Ich (wunsch): "Na meinetwegen können Sie VZ240 dort komplett wegnehmen und Fahrbahnradeln erlauben. Wäre ohnehin an der Zeit!"
    Ich (real): "Naja, Ost-West-Straße ohne B-Pflicht wird wohl so schnell nicht kommen, oder?"

    P: "Ja das stimmt natürlich. Aber wie gesagt, wir müssten da nochmal die Aktenlage überprüfen. Ich könnte mir vorstellen, dass das VZ240 dort im Rahmen einer Baustelle möglicherweise fälschlich hingekommen ist und vorher dort 241 hing..."


    ...

    aaaaaaaaargl. Manchmal würd ich echt...

    Ich war über Pfingsten mal in Polen unterwegs.
    Genauer gesagt: 1 Tag in einer polnischen Kleinstadt (Kostrzyn nad Odra, rund 18.000 Einwohner)

    Radwegetechnisch sind die auf dem Stand von Hamburg. Mal Benutzungspflicht, mal rote Pflasterung ohne Verkehrszeichen, vielfach ohne Radwege.
    Die Verkehrsbelastung ist dort deutlich höher als in ähnlich großen Städten. Vermutlich, weil viel mehr Leute pendeln.

    Viele Radfahrer (also ein hoher Anteil) fahren auf der Fahrbahn! Aber so Quietsch rechts, dass die Pedale schon Funken am Bordstein schlägt. Nahezu ausnahmslos werden Radfahrer trotz Gegenverkehr mit 40cm Seitenabstand überholt.

    Das ist so ein krasses Missverhältnis zwischen Gefährdungspotential und Straßenradleranteil - ich konnte mich nur wundern.


    Mir war das aber schon nach 500m, 2 Nahtoderfahrungen, der Angst um den Inhalt meiner Packtaschen und der Unlust, einem polnischen Beamten der Rennleitung im Falle eines Unfalles irgendwas erklären zu wollen, einfach zu viel. Ich bin kampfradelnd auf dem Gehweg weitergekrochen und bei jedem Zebrastreifen abgestiegen.
    Dort hab ich auf Einheimische gewartet, um mit denen zusammen über den Zebrastreifen zu gehen. Denn ich hatte keine Lust, mich von Autofahrern dann dort umnieten zu lassen. Da wird nur gehalten, wenns denn uuuuuuuuunbedingt sein muss und der Fußgänger nun wahrhaftig schon mitten auf der Fahrbahn steht. Gruselig. Kannte ich bisher nur aus Italien und Griechenland - war hier aber nochmal 2 Runden krasser.

    Fazit:
    - ich werde nie wieder länger als unbedingt nötig mit dem Fahrrad nach Polen fahren
    - mich wundert das Verhalten von Lenkern mit polnischen Kennzeichen hier in Hamburg jetzt noch weniger. Die fahren hier einfach genauso beschissen wie "drüben"

    Schönstes Erlebnis dort:
    - beschrankter Bahnübergang, die roten Signale gehen los, die Schranken beginnen, sich zu senken. 45° ... von hinten hör ich den Motor aufheulen. mit Vollgas drüber.
    Jeder querende Zug hupte übrigens. Die wissen wohl, warum.
    :whistling: