Velo und Bahn hatte ich auch bei meiner Rückreise von Oslo nach Hamburg...
Möglichkeit 1 - Direktfllug für 100EUR pro Person zzgl. Gebühr für Sportgepäck/Extragepäck und Zeitaufwand mit Karton organisieren, einpacken usw. Bei meinem Glück würde auch direkt irgendjemand auf die Idee kommen, das Rad nicht mitzunehmen, weil der Lenker nicht um 90° gedreht ist. Und warum würde ich meinen Lenker nicht um 90° drehen, wie gefordert? Weil das ein Rennlenker ist, dessen äußere Abmaße in HxBxT sich nur um ein paar Zentimeterchen unterscheiden. Anders formuliert: es macht keinen Sinn, den Rennlenker um 90° zu drehen
Möglichkeit 2 - Fähre bis Kiel und dann Nahverkehrszug bis Hamburg. Nur ruft Colorline für diese Verbindung horrende Preise auf, die in keinem Verhältnis zur geforderten Leistung (einfache Beförderung von NOR nach D) steht.
Möglichkeit 3 - Fähre bis Kopenhagen und dann Fernverkehrszug nach Hamburg. Auch die Fähre nach Kopenhagen ist unsagbar teuer.
Möglichkeit 4 - Fähre bis Frederikshavn im Norden Dänemarks, dann mit dem Nah- und Fernzügen nach Deutschland.
Die preisgünstigste Variante ist dann Nr.4
Problem: in grenzüberschreitenden Fernzügen, in denen die Fahrradmitnahme reservierungspflichtig ist, kann ein Fahrradticket nicht online gebucht werden. Auch nicht über die DB-App. Gut, dafür gibt es eine Radfahrer-Hotline. Die Telefonnummer der "Radfahrer-Hotline" ist übrigens identisch zur "normalen Hotline". Nach dem Durchhangeln zu einem Mitarbeiter kann der das Problem nicht verstehen und versucht mal in seinem System die Fahrradkarte zu reservieren. Hui, geht nicht. Guck an. Er verbindet mich weiter zur Abteilung "Auslandsreise".
Und nach 30 Minuten in der Warteschleife werde ich rausgeworfen. Beginnen wir das Spielchen also von vorn.
Hotline, Deutsche Bahn. Mitarbeiter. Problem noch mal geschildert. Er möchte mich mit den Kollegen der "Auslandsreise" verbinden. Ich insistiere, dass ich da nach 30min wieder rausfliege und jetzt eine Lösung haben will. Er will mich in ein Reisezentrum schicken. Gut, dass ich gerade in Oslo bin, hier am Schalter der Norwegischen Staatsbahn keine Tickets der DB verkauft werden, hätte ich ihm natürlich vorher sagen könnnen. Hole ich nach.
Nein, lieber DB-Mitarbeiter, ich werde mich nicht darauf verlassen, morgens um 8Uhr in Frederikshavn noch Tickets für die Fahrradmitnahme in einem Fernverkehrszug am selben Tag kaufen zu können.
Er sucht dann nach "Agencies" in Oslo, die mit der DB einen Vertrag haben und Tickets verkaufen können. Nunja, er sucht. Aber findet nicht. Ich sollte doch mal per google suchen... ...
Er möchte mich dann mit Kollegen in UK(!) verbinden, die mir weiterhelfen können...
Nach insgesamt 90 Minuten lege ich auf. Die deutsche Bahn zeigt einfach, dass sie nicht kann. Was ok ist! Aber die Art und Weise des Nicht-Könnens frustriert mal wieder.
Gut, dann eben mit dem Nahverkehr von Frederikshavn nach Hamburg. Toll, dass die DB partout keine Nahverkehrsverbindung für diese Strecke ausgeben will. Geht nicht. Also doch nur Fernverkehr?
Ende vom Lied: es wird der LYN in Richtung Copenhagen, den wir in Fredericia verlassen. Dort warten wir eine Stunde auf einen Nahverkehrszug, der uns nach Bramming bringt. Dort nach nochmal Umsteigen in einen Zug nach Tønder. Normalerweise fährt der Zug nach kurzem Aufenthalt in Tønder weiter nach Niebüll. Am Wochenende jedoch muss man in Tønder umsteigen in einen baugleichen Zug, der von hier aus dann nach Niebüll fährt.
In Niebüll dann noch der Umstieg in die Regionalbahn nach Hamburg. Ach, war da nicht was mit den Zügen nach Sylt? genau! alle kaputt und irgendwie nicht fahrbereit. Klar, viele Passagiere im Sommer, das wird eng, also bleiben die Räder zwischen 15 und 19 Uhr draußen. Gut, wenn man um 14 Uhr ankommt, kein Problem. Ein wenig ärgerlich, wenn man um 18:00 am Bahnsteig steht und nicht einsteigen darf. Obwohl im gesamten Zug kaum mehr als 2 Dutzend Passagiere sitzen! 
Man hat ja Prinzipien. Wenn da Sperrzeit dran steht, dann ist auch Sperrzeit einzuhalten!
Man könnte natürlich hinterfragen, ob die rigide Sperrzeitenangabe in jedem Fall so sinnvoll ist - oder man steigt einfach ein. Ja, ginge, wenn der Zugbegleiter mitspielt. Spielt er aber nicht. Super.
Immerhin, die Bahn verkehrt im 30min-Takt. Um 18:30 sitzen NOCH weniger Passagiere drin, immerhin lässt dieser Zugbegleiter mit sich reden und schaut zufällig in eine andere Richtung, als wir einsteigen. 
Glück im Warten: die 18:30-Verbindung hält im Gegensatz zur 18:00-Verbindung nicht an jeder Milchkanne, nur an der der größten. In Husum.
So erreichen wir dann nur 7 Minuten nach der früheren Verbindung den Bahnhof Altona.
Kostenpunkt: 250,- für Fähre+Zug+Zug
Was habe ich gelernt: Nimm einfach den verschissenen Flieger! Ganz egal, wie dein Rad danach aussieht, ganz egal, was kaputt ist - der Nervstress mit Fahrrad in Bahn ist es einfach nicht wert.
Und auf nicht-direkt-Verbindungen in Deutschland werden wir beim nächsten Mal den Hermes-Versand wählen. Total affig und idiotisch: du sitzt im Zug und weißt, dass dein Fahrrad gerade in einem LKW durch die Lande gekarrt wird - aber wenn es das ist, was die DB will, dann soll es so sein...