Kann mir jemand sagen, wieso ich als Autofahrer meinen flauschigen Sitz im sicheren, klimatisierten Raum auf 4 Rädern aufgeben und gegen ein Fahrrad eintauschen soll, auf dem ich schwitze, es im Sommer heiß, im Winter kalt ist, es regnet oder schneit?
Auch auf dem schönen breiten Radschnellweg weitab von Autos und mit Brücken über Kreuzungen, also maximaler Separierung, ist das Rad ganz objektiv betrachtet unbequemer als das Auto. Immer!
Warum also soll ich aufs Rad steigen, um damit weiter als bis zum Bäcker zu torkeln?
schneller sein?
-> gegenwärtig mit dem Rad nur auf kurzsstrecke möglich
Umweltbewusstsein?
-> klar. dann muss ich aber nicht warten, bis goldene Radwege da sind. Da kann ich jetzt auch ÖPNV nutzen, wenn die Umwelt mir so viel bedeutet und einfach nur "weniger" Autofahren
Geld sparen?
-> warum? Auto ist geleast/finanziert/abbezahlt. Ob ich da nun ein paar km mehr fahre, macht nichts aus. Klar, Spritpreis mal hoch, mal niedrig.. aber hey, dafür sitz ich klimatisiert
Du bekommst doch ernsthaft nur Leute aufs Rad, wenn du das Autofahren zunehmend unattraktiv gestaltest.
Mein Traum:
Parken im öffentlichen Raum verbieten. Nur noch Quartiersgaragen oder Tiefgaragen.
2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
mehr Raum für fließenden Verkehr in Wohngebieten
weniger Fahrten mit dem Auto. Wenn man nämlich 500m laufen muss zum Auto und später wieder zurück, überlegt man sich die ein oder andere Fahrt.