Verkehrsteilnehmer begehen alle möglichen Verkehrsverstöße: Sie fahren zu schnell, fahren bei rot über die Ampel, parken im Haltverbot und fahren alkoholisiert. Soll man das auch noch mit Schildern erklären?
100% der Führerscheininhaber in Deutschland wissen sehr wohl, dass das Fahren über rote Ampeln verboten ist
100% der Führerscheininhaber in Deutschland wissen sehr wohl, dass Alkohol am Steuer keine gute Idee ist (ja, über die Konsequenzen abhängig vom Tankpegel mag es unterschiedlichen Wissensstand geben)
Aber unterhalte dich mit Verkehrsteilnehmern doch mal zu Radfahren auf der Fahrbahn.
Da sind derartig massive Wissenslücken bei so vielen Leuten. Und das kann in einer idealen Welt auch vollkommen egal sein. Weil es nicht zu interessieren hat, ob da nun ein Rad Fahrender unterwegs sein darf oder nicht. Überholt wird mit Abstand und fertig. Meinetwegen kann man auch die Polizei rufen.
Nur: wenn Wissenslücken mit falscher Einstellung zum Straßenverkehr zusammenkommen, wirds halt hässlich.
Abdrängen, belehren, maßregeln.
Und was kommt im Dialog? 100% Überzeugung, dass Rad Fahrende auf der Fahrbahn nichts verloren haben. Radwege sind zu nutzen.
Der überwiegende Teil ist in dieser Hinsicht beratungsresistent.
Möglichkeit 1: warten, bis die Deppen aussterben
Möglichkeit 2: Pflicht zur regelmäßigen Nachschulung einführen
Möglichkeit 3: nichtstun, weiter wie bisher
Möglichkeit 4: an Problemstellen Hinweisschilder aufstellen
Ich persönlich würde auch Möglichkeit 2 präferieren.
Aber machbar von Kommunen in Eigenregie ist eben nur Möglichkeit 4.