Da ist einiges wahres dran.
Mir hat bei schon einigen mehr oder weniger erregten Wortwechseln bis jetzt erst einmal ein älterer Herr als Argument genannt, dass es für mich auf dem (ehemals Pflicht Rad-) Gehweg doch viel sicherer sei als auf der Straße. Bei meiner Antwort, dass wenn er seine eigenen Fahrkünste so gut einschätzen kann, mag das so sein, hat er kurz geschluckt, war aber der Argumentation, dass die Stadt eben die Radwegpflicht gerade deswegen aufgehoben hat, weil es zwei völlig uneinsichtige Garagenhof/Siedlungszugangs-Einfahrten gibt, eine Einfahrt/Ausfahrt zu einem Baumarkt und einen Kreisverkehr mit Zufahrt in eine Tankstelle, die man dann kreuzen muss und damit sehr viel weniger sicher als das fahren auf der Fahrbahn durchaus aufgeschlossen.
Sonst bekommt man zu 80% die Hupe/freundliche Zurufe oder Handzeichen, wenn der Autofahrer nicht sofort, oder zumindest nicht in der gewünschten Geschwindigkeit an einem vorbeigekommen ist. Oder als Rechtfertigung vor sich selbst, weil er sich bewusst ist, das er beim überholen deutlich jenseits der StVO gehandelt hat.
Typische Reaktion von Mitkindergarten-Eltern, die mich darauf angesprochen haben, warum ich bei der schon oben erwähnten Straße nicht denn schönen Gehradweg benutze war dann meist: "na ja, Du fährst ja auch zügig", es wird also schon ein Unterschied gemacht ob man langsam Radl fährt oder etwas schneller.
Gerade im Winter außerhalb kanns ja durchaus sein, dass bei Neuschnee mit festgefahrenen Schnee und Schneeverwehungen die KFZ nicht mehr richtig an einem vorbeikommen wegen der Straßenverhältnisse, da braucht man dann tatsächlich einen breiten Rücken. Aber normalerweise mache ich mich so schmal bzw. fahre so weit rechts, dass Autos mich überholen können, die meisten Staatsstraßen geben das bei uns problemlos her.