Beiträge von Gerhart

    Ein einziger Fakt reicht mir da schon aus, Tempo 30 anzuordnen: Die gegenüber Tempo 50 erheblich geringere Gefahr schwerer und schwerster Verletzungen bei Unfällen. Dem hat sich m.E. alles Andere unterzuordnen.

    Wäre es nicht noch sicherer, würden alle PKW nur mit Schritttempo fahren dürfen?
    Vision 0! Schritttempo auf allen deutschen Straßen, inkl. Autobahnen!

    Nene, man braucht immer eine Abwägung. Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt, aber nicht der einzige. Reisezeit, Umweltbelastung (inkl. Lärm), Komfort, etc.

    Ich bin aber überzeugt, dass diese Abwägung auf innerörtlichen Straßen schlecht getroffen wurde. Tempo 30 erhöht die Reisezeit tagsüber wenn dann nur marginal. Die Sicherheit steigt enorm, die Umweltbelastung sinkt (insbesondere wenn elektrisch gefahren wird!).

    Hamburg wäre viel größer, hätte viel mehr Einwohner und von Fischbek nach Rahlstedt könne man ja nicht mit dem Rad fahren.

    Wer die Relation fahren muss, ist eh gekniffen.
    Mit der Bahn dauert's knapp ne Stunde, die Wege zwischen Wohnung und Bahn bzw. Bahn und Büro nicht eingerechnet.
    Mit dem Auto bist laut Google Maps auch ne Stunde unterwegs. Nur blöd wenn man dann noch Stau hat oder einen Parkplatz suchen muss.

    Hier würde es doch sehr helfen, die S4 endlich zu bauen, könnte man nochmal paar Minuten sparen. Leider wird man den Umstieg im Hbf nicht loswerden.

    Oder man bringt möglichst viele andere Mitbürger dazu, die Straßen freizuhalten. Die 37 Leute, die am Tag von Fischbek nach Rahlstedt und zurück mit dem Auto fahren, haben dann größtenteils freie Bahn. Ist ja alles Autobahn bzw. (im Moment) 4-spurige Straße.
    Es geht ja nicht darum, jeglichen KFZ-Verkehr abzuschaffen. Einen gewissen Anteil braucht und verkraftet eine Stadt. Wir haben bloß zuviel davon!

    Man stelle sich mal vor, in Tōkyō würde jeder mit dem eigenen Auto zur Arbeit fahren.

    Ich lese hier nur Radfahrstreifen und Kreisverkehr...

    Das ist ein Radweg, mit 3cm (?) hohem Bordstein.

    Die ERA schreibt hierzu:

    Zitat

    Die Radwege sollen im Abstand von etwa 4,00 m vom Rand der Kreisfahrbahn direkt neben den Fußgängerüberwegen über den Fahrbahnteiler geführt werden.
    Kleinere Abstände als 2,00 m sind aus Sicherheitsgründen ebenso zu vermeiden wie größere Abstände als 5,00 m.

    Keine Ahnung warum. Der LSBG weiß um die Probleme (Verstoß gegen VwV-StVO und ERA) Bescheid, die Forderungen nach Tempo 30 und Mischverkehr haben die auch ignoriert.
    Wie und warum diese Entscheidungen zustande kommen, erschließt sich mir nicht.

    Ich warte jetzt letzlich darauf, dass hier der erste Radfahrer beim Ausfahren aus dem Kreisel getötet wird, danach kann man vielleicht nochmal Änderungen vorschlagen.

    Es handelt sich hierbei rechtlich gesehen um einen sonstigen Radweg. Ist zumindest meine Meinung: baulich getrennt, keine Beschilderung, keine RWBP. Ich befahre den aus Sicherheitsgründen auch nicht.

    PKWs müssen Zebrastreifen freihalten: "Stockt der Verkehr, dürfen Fahrzeuge nicht auf den Überweg fahren, wenn sie auf ihm warten müssten."
    Auf Radwegen darf hingegen gewartet werden, wenn dabei kein Radfahrer behindert wird: "Wer abbiegen will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen, Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Fahrräder auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren.". Da steht nicht wie beim FGÜ dass auf dem Radweg nicht gewartet werden dürfte, also darf man's wohl.


    Wenn klar abzusehen ist, dass kein Radfahrer kommen wird bis der FGÜ frei ist: 1. Ansonsten 2.

    Zitat

    Die zentrale Instanz zur Verfolgung der durch Radfahrer begangenen Verkehrsverstöße ist die Fahrradstaffel der Polizei Hamburg.


    Ist das so? Das heißt der Rest der Polizei ist nicht zuständig? Na, das würde erklären warum ich als Radfahrer bisher noch nie was zahlen musste. Der Verfolgungsdruck ist lächerlich gering, die erwartbaren Strafen sind es auch. Ich kann in Hamburg fahren wie es mir gefällt.

    Wenn man die Fahrradstaffel mal im Einsatz sehen will: Der nächste Termin ist am 17. Juni 2018.

    Wer Lust hat, möge Dirk Müller oder dem einleitenden Text für dieses Video widersprechen. Ich würde mir sogar seeehr wünschen, dass jemand nachvollziehbar darstellen kann, dass alles eigentlich gar nicht so schlimm und ganz anders als dargestellt ist...

    Der Herr sagt, Merkel würde Alleingänge machen und die Demokratie dabei übergehen. Und vor der Wahl hätte eh schon stattgefunden, dass Merkel wieder Kanzlerin würde. Er ist deswegen auch nicht zur Wahl gegangen.
    Man möge mich korrigieren, aber wird Merkel nicht demokratisch gewählt (wenn auch nicht direkt)? Und hätten wir eine direkte Wahl der Kanzlerin, würde nicht eine große Mehrheit auch für Merkel stimmen?

    Ob es uns passt oder nicht, diese Frau ist demokratisch legitimiert und sie trifft Entscheidungen, die sich auf unser Leben auswirken. Und würde ein anderer Politiker auf den Plan treten würde, der die Massen begeistern kann, dann kann auch der zum Kanzler werden. Mit dem Internet haben wir auch ein (quasi) kostenloses Massenkommunikationsmittel, so dass ein neuer Kandidat nicht unbedingt vom Segen der großen Medien abhängt. Es müssten sich lediglich ein paar Leute zusammenraufen und das mal tun. Die Piraten oder die AFD können hierfür ganz gut als Beispiel herhalten, dass auch neue Parteien eine gewisse Beachtung finden können. Geb denen eine vernünftige Grundeinstellung und innere Stabilität, und die könnten noch weiter kommen.

    Du meinst, dass bei Tempo 30 inidentischer Zeitspanne weniger Autos eine bestimmte Strecke passieren können, als bei Tempo 50?

    Wenn man annimmt, dass es einen konstant fließenden Verkehr gibt, alle mit demselben Tempo fahren, denselben (regelkonformen) Abstand einhalten usw., ja, dann passieren weniger Autos pro Zeit die Strecke. Kann man mathematisch einfach berechnen.
    In der Praxis sieht's natürlich anders aus. Da gibt es Ampeln und Idioten. Evt. könnte tagsüber bei viel Verkehr sogar bei Tempo 30 mehr durchpassen als bei 50.

    Nachts wenn man alleine unterwegs ist und alle Ampeln grün, macht das Tempolimit aber einen riesigen Unterschied für den Einzelnen. Da muss man dann aber abwägen zwischen dem Interesse den Einzelnen auf schnelles Vorankommen und dem Interesse aller anderen auf Sicherheit und ruhigen Schlaf.

    Das liegt aber nicht an den Grünen, ohne die wären wir vermutlich noch schlimmer dran.
    Es liegt an der Wirtschaft, der Politik und unseren Mitmenschen, die dem KFZ zu hohe Priorität einräumen. Und daran, dass wir jahrzehntelang die Bahn kaputtgespart haben und auf den Straßen ein Klima der Angst entstanden ist, das nur der KFZ-Industrie nutzt. Was dem Ami sein Sturmgewehr ist, ist dem Deutschen sein Panzer.