Man muss die Spur halten können. Das war es im Grunde schon. Niemanden hinten drauf zu brettern ist für Radfahrer recht einfach. Dann gibt es noch Vorfahrt, Ampeln. Auch kein Ding.
Es gibt auch noch Spurwechsel (Spur zugeparkt) und Abbiegevorgänge (insbesondere linksrum). Oder man möchte geradeaus und die Spur mit dem Rechtsabbiege-Grünpfeil freihalten.
Die Differenzgeschwindigkeit zum nachfolgenden Verkehr ist deutlich größer als würde man ein KFZ steuern. Und man ist schlechter zu sehen als ein KFZ und man muss nachfolgendem Verkehr wirklich genug Zeit einräumen, für einen zu bremsen.
Entweder verliert man sehr viel Zeit (warten bis alles komplett frei ist, dann Spurwechsel, oder weiterfahren statt abbiegen) oder man muss sehr vorausschauend fahren (schon ne Ampel vorher auf die linke Spur) oder zügig fahren, sehr viel im Blick haben, die Kreuzungen kennen und zügig reagieren. Und man muss die ständigen Aggressionen durch andere Verkehrsteilnehmer aushalten.
Dasselbe zwar auch als Autofahrer, aber als Radfahrer viel mehr.
Lässt sich alles erlernen. Aber offenbar tun das die allermeisten Radfahrer nicht. Viele machen sich ja schon in die Hose, wenn es markierte Abbiegestreifen auf der Fahrbahn gibt.