Oder: Ein 13-jähriges Mädchen wird totgefahren . Der Fahrer war zu schnell gefahren. Ein Gutachter stellte fest, dass bei Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit wahrscheinlich nichts passiert wäre.
Urteil: 500 € Geldstrafe. Das laut Gutachter sehr wahrscheinlich unfallverursachende Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit wird dem Fahrer als strafmildernd zugute gehalten.
Was wäre eine gerechte Strafe? 5 Jahre Zuchthaus? Oder gleich eine öffentliche Steinigung?
Ich finde das Urteil (50 Tagessätze) in Ordnung. Das Problem ist nicht die individuelle Schuld des Autofahrers, so ein Unfall könnte jedem von uns passieren. Es haben auch schon Radfahrer Fußgänger getötet.
Wenn man derartige Unfälle verhindern will, helfen hohe/höhere Strafen nicht weiter. Man müsste stattdessen generell Tempo 30 in Städten einführen, den PKW-Verkehr ganz verbieten oder irgendwie dafür sorgen, dass Kinder nicht mitten in der Nacht auf die Hauptstraße laufen.
Was davon könnte die Politik wohl am ehesten umsetzen? Wenn sie den PKW-Verkehr verbieten wollen, sind sie noch am gleichen Tag ihr Amt/Mandat los, bei Tempo 30 in Städten spätestens bei der nächsten Wahl. Bauliche Veränderungen, die Fußgänger von den Fahrbahnen abhalten, sind technisch nicht einfach umzusetzen. Also was machen unsere lieben Politiker? Sie setzen den Volkswillen um und erlauben weiterhin Tempo50+ in den Städten, anstatt mal das Richtige zu tun.