In Amiland, Share the road und so, Fahrbahnzwang, 1% Radverkehrsanteil und enorm hoher Blutzoll der Radler.
Andere Länder, andere Mentalität. Du kannst das nicht nur auf die Abwesenheit einer RWBP reduzieren.
Ich war ne Woche in Los Angeles, da herrschte absolutes Unverständnis wenn ich als Fußgänger bei Rot über die Straße bin. In Deutschland ist das normal, in LA ist es der Weltuntergang.
Die Amis haben ein schlechteres durchschnittliches Bildungsniveau als die Deutschen ( ), Führerscheine sind dort einfacher und billiger zu erwerben bei schlechterer professioneller Ausbildung. Auch gibt es da keinen flächendeckenden "TÜV" ()
Auch gibt es in Amerika knapp 2.4x so viele Verkehrstote wie in Deutschland: und das sind dort sicherlich nicht alles Radfahrer. Das muss dort ein generelles Problem sein.
In Hamburg sind in den letzten Jahren viele blaue Schilder gefällt worden, streckenbezogene RWBP wurden also aufgehoben. Der Radverkehrsanteil ist trotzdem gestiegen. Und trotzdem gab es nicht mehr tote Radfahrer. (entsprechende Statistiken finde ich auf die Schnelle nicht).
Außerdem: Wir haben in Hamburg sehr viele viel zu schmale Radwege. Ich weiß nicht, wann die im Einzelnen gebaut wurden, aber ich vermute mal, dass viele in Zeiten der allgemeinen RWBP entstanden sind. Also führen RWBP auch nicht automatisch zu guter Radverkehrsinfrastruktur.
Ich selbst komm mit Mischverkehr klar, aber ich habe Verständnis dafür, wenn andere lieber getrennt vom MIV fahren. Ich fahr ja bei Auto-Stau auch lieber rechts mit reichlich Abstand dran vorbei als mitten durch die Mitte.
Wir brauchen keine RWBP. Wir brauchen eine Infrastruktur, auf der sich gut radfahren lässt, wir brauchen weniger MIV (die die Straßen verstopfen) und wir brauchen weniger Stehzeuge (die wertvollen Platz wegnehmen).