Und natürlich kann und muss man sich beiden Problemen widmen.
Und zwar auch aus Eigeninteresse und nicht nur aus Altruismus.
Wir haben die Wahl zwischen "Change by Design" oder "Change by Desaster", wie es Maja Göpel ausgedrückt hat. Leider glauben / hoffen immer noch viele, dass es auch noch die Option gibt, dass alles so bleiben kann, wie es ist. Diese Ignoranz und Verleugnung ist die eigentliche "Wohlstandsverwahrlosung". Verwahrlost sind nicht diejenigen, die immer wieder auf die Notwendigkeit von Veränderungen hinweisen oder hinwirken, oder die einfach nur erklären, was eigentlich gerade passiert.
Der Physik ist es egal, ob man an sie glaubt und wer gerade Bundeskanzler oder Verkehrsminister ist. Eis schmilzt trotzdem bei >0°C und wärmere Luft kann trotzdem mehr Wasserdampf aufnehmen, der woanders als Regen wieder runterkommt, auch wenn man das alles für Spinnerei hält.
Wir mögen in einer Region leben, in der die Klimaveränderungen noch länger als anderswo nicht direkt lebensbedrohlich sind, wenn man von zunehmend häufiger auftretenden, lebensbedrohlichen Extremwetterereignissen absieht. Die weltweiten Auswirkungen werden wir trotzdem immer stärker zu spüren bekommen.
Extremwetter: Die Welt schlafwandelt in die Katastrophe - DER SPIEGEL