Damit ich nicht missverstanden werde: Wenn es so war wie in der Pressemeldung beschrieben, hat der Radfahrer dem Transporterfahrer die Vorfahrt genommen. Es ist richtig, dass man sich vorsichtig vortasten muss, wenn die Sicht eingeschränkt ist. Das Wohnmobil parkt dort legal. Wenn ich mir auf den Bildern anschaue, wo der Transporter zum Stehen gekommen ist, sehe ich auch keine Anzeichen dafür, dass der Fahrer zu schnell unterwegs war.
Besser ist die Sicht aber, wenn dort kein Wohnmobil parkt. Die Sichteinschränkung ist daher ein Faktor, der das Unfallrisiko erhöht, soll aber keine Ausrede sein, nicht zu gucken.
"ohne auf den dort fließenden Verkehr zu achten" ist eine Formulierung in klarer Sprache, wie "wir" es gerne fordern, wenn Autofahrer selbiges (nicht) tun, da kann man sich nur sehr eingeschränkt beschweren, wenn die klare Sprache auch "bei uns" angewendet wird ...
Ich fände es schön, wenn die klare Sprache auch umgekehrt angewendet würde. Für Herrn Bohmbach von der Stader Polizei sind Radfahrer aber kein fließender Verkehr, auf den man zu achten hat, sondern nur etwas, das man übersehen kann.