Um es zu relativieren: Es stand in der "Bike-BILD".
Aber trotzdem: Das Geplärre nach "sicheren Radwegen" halte ich auch für äußerst gefährlich, zumal die bepümpelten Wege an jeder Kreuzung wieder genauso "unprotected" sind wie jede andere Radverkehrsführung auch.
Im Umkehrschluss heißt das ja auch, dass man an keiner Hauptstraße, die keinen Platz für eine eigene abgepollerte Fahrradspur bietet, sicher Fahrrad fahren kann.
Es ist halt wieder das Dilemma: Man holt die Leute weniger mit Fakten über statistische Unfallrisiken auf das Fahrrad als mit Emotionen. Ich bin hier neulich mit zwei anderen Radfahrern ein Stück entlang einer Hauptstraße auf der Fahrbahn (gerade einmal 300m) gefahren, wo es auf dem Abschnitt gar keinen Radweg gibt. Eine Mitfahrerin sagte hinterher, dass sie dabei Angst gehabt hätte und zwar nicht einmal Angst davor, von hinten stumpf überfahren zu werden, sondern Angst, bedrängt zu werden. Es war -wie sich dann herausstellte- eigentlich nur das ungute Gefühl, dort nicht hinzugehören und den Autoverkehr zu behindern.
Leider haben die Leute zu wenig Angst vor den tatsächlichen Gefahrenstellen.