Beiträge von Yeti

    Daran ändert sich allerdings durch die Reform bzw. deren Umsetzung rein gar nichts. Das UrhG ist ja nun wahrlich keine neue Erfindung ;)

    Das ist richtig, Urheberrechtsverletzungen waren schon vorher verboten. Der Unterschied ist, dass Urheberrechtsverletzungen künftig verhindert werden sollen, bevor sie überhaupt begangen werden. Eigentlich auch keine Urheberrechtsverletzungen sondern Nutzungsrecht-Verletzungen. Glaubt hier jemand, dass es Axel Voss & Co. interessieren würde, wenn jemand ein von mir erstelltes Foto, Gedicht, Musikstück ohne meine explizite Zustimmung im Netz verbreiten würde? Keine Verwertungsgesellschaft im Spiel = kein Interesse.

    §17 (ehemals §13) ist auf das Forum hier nicht anwendbar.

    Es wurde in den Diskussionen zwar immer von "Plattformen wie Youtube" gesprochen, aber die Verordnung ist keinesfalls nur auf Youtube anwendbar. Es stellt sich bei der Umsetzung in nationales Recht die Frage, wo künftig die Grenze gezogen wird und auf welche Art von Plattformen die Verordnung angewandt wird und auf welche nicht.

    Ist eine Plattform kommerziell, sobald Werbung geschaltet wird? Oder erst, wenn die Werbeeinnahmen die Betriebskosten übersteigen? Oder erst, wenn die Werbeeinnahmen die Betriebskosten um einen bestimmten Betrag überschreiten? Reicht bereits die Absicht, Gewinn zu erzielen oder muss tatsächlich ein Überschuss erwirtschaftet werden?

    Es geht mir auch nicht darum, dass auf kleinen oder nicht-kommerziellen Plattformen das Urheberrecht außer Kraft gesetzt werden soll, sondern, dass es keine Verpflichtung für die Betreiber kleiner Plattformen geben darf, Inhalte bereits beim Hochladen darauf überprüfen zu müssen, ob dafür Lizenzgebühren an irgendeine Verwertungsgesellschaft fällig sein könnten. Dafür muss man nun weiter kämpfen.

    Was die User hier selbst schreiben, ist für Malte kein Problem, ebenso, wenn von uns selbst erstellte Fotos oder Skizzen hochgeladen werden. Dann sind wir selbst die Urheber und veröffentlichen selbst unsere eigenen Inhalte.

    Das Problem ist, dass Malte nicht überprüfen kann, ob die Bilder oder Inhalte wirklich von uns erstellt wurden oder ob wir uns irgendwo bedient haben.

    SPD, oder wie Sascha Lobo neulich schrieb: Von der Mitmach-Partei zur Alles-Mitmach-Partei.

    So sieht bei denen "Aufbruchstimmung" aus:

    Zitat von BR24.de

    Wie diese Demonstranten will die SPD erreichen, dass bei der Reform umstrittene Filter für Internetportale wie YouTube vermieden werden. "Ja zu einem starken Urheberrecht, Nein zu Uploadfiltern" - so lautet die Empfehlung der Antragskommission.

    Brisant dabei: Deutschland hat der geplanten EU-Reform und damit auch dem möglichen Einsatz von Filtern zugestimmt. Die Stimme in Brüssel kam von Bundesjustizministerin Katarina Barley, der jetzigen Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagt nun zu diesem Zwiespalt: "Frau Barley hat ihre Position immer deutlich gemacht; aber natürlich ist klar, dass man in einer Kabinettsdisziplin ist, dass auch die Bundeskanzlerin Druck gemacht hat, dass Artikel 13 kommt."

    https://www.br.de/nachrichten/de…konvent,RLW89bk

    Wäre die SPD eine Katze, würde man sie einschläfern lassen.

    Es ist -jedenfalls bei mir- weniger Vertrauen in Voss und seine Kollegen als die Erkenntnis, an welcher Stelle man nun weiter dagegen kämpfen muss. Und da hat Gerhart natürlich recht, dass Art. 13 nicht direkt heute in Kraft tritt, sondern die Verordnung zunächst in nationales Recht überführt werden muss.

    Natürlich wäre es besser gewesen, wenn die Abstimmung heute anders ausgegangen wäre. A propos: Wo kann man einsehen, welche Abgeordneten wie abgestimmt haben?

    Man muss die Verwaltung aus allen Richtungen bearbeiten: Direkt durch Anträge und die Benennung konkreter Missstände, über die Politik, die Fachaufsicht, notfalls per Gericht.

    Die Politik muss erkennen, dass die Leute eine Veränderung wollen und dass es ein Zukunftsthema ist. In Hamburg kann nun nicht einmal mehr Thering gegen Radverkehr wettern, sondern fängt an, mildere Töne anzuschlagen. Der weiß halt auch, dass er sich künftig mit den Grünen arrangieren muss. Und wenn er nicht völlig plemplem ist, muss er auch begriffen haben, dass die Vision der autogerechten Stadt am Ende ist (da bin ich mir noch nicht so sicher).

    Die Fridays4Future Bewegung schafft es gerade, dass das Thema Klimaschutz und die Dringlichkeit, etwas zu verändern, endlich wieder verstärkt ins Interesse rückt. Nicht zuletzt hat die glorreiche deutsche Automobilindustrie mit ihren ganzen Skandalen selbst dazu beigetragen, dass im Zusammenhang mit Autoverkehr mehr über Schadstoffe, Gesundheit und Lebensqualität diskutiert wird und nicht mehr nur ausschließlich über Arbeitsplätze.

    Das alles macht mir Mut, dass man jetzt tatsächlich auch dort etwas bewegen kann, wo es jahrzehntelang Stillstand gab.

    Ja, das meine ich ernsthaft. Und zwar nicht allgemein, denn wie ihr ganz richtig sagt, wird das Unfallrisiko im Straßenverkehr ja auch akzeptiert. Das war aber ein schleichender Prozess, der sich über Jahrzehnte entwickelt hat. Erst bei einem Höchststand von über 20.000 Verkehrstoten pro Jahr Anfang der 1970er Jahre hat ein Umdenken begonnen. Aus dieser Perspektive betrachtet, erscheint der aktuelle Stand von gut 3.000 Verkehrstoten / Jahr in Deutschland schon vergleichsweise sicher.

    Gegenüber Neuem besteht aber inzwischen eine viel größere Skepsis, insbesondere gegenüber autonomen Fahr- und Flugzeugen und gegenüber dem Fliegen ohnehin. Es gibt viele Menschen mit Flugangst, aber von "Fahrangst" habe ich noch nichts gehört (gibt es aber sicherlich auch). Bei autonomen Flugtaxis kommen gleich beide Dinge zusammen.

    Und jeder wäre in einer Stadt jederzeit dem Risiko ausgesetzt, von einem Unfall betroffen zu sein. Wenn ich meine Wohnung betrete, gibt es derzeit für mich kein Risiko mehr, von einem Verkehrsunfall betroffen zu sein. Wenn mir jederzeit ein Flugtaxi auf's Dach fallen könnte, wäre das anders.

    Dazu kommt dann die Tatsache, dass die Nutzung von Flugtaxis teuer sein wird. Alleine schon, weil man die Nachfrage gar nicht befriedigen könnte, wenn Flugtaxis genauso teuer wären wie normale Taxis, wird die Nachfrage über den Preis geregelt. Es wird also ein Transportmittel für Reiche auf Kosten der Allgemeinheit, die dem Lärm und den Risiken ausgesetzt ist. Das schließt nicht aus, dass es trotzdem kommen wird, aber es wird sich dagegen Widerstand formieren.

    Die Unfälle der Allgemeinen Luftfahrt ereignen sich hauptsächlich bei Start und Landung, also auf abgesperrten Flugplätzen / Flughäfen. Würden die 170 Unfälle pro Jahr über bewohntem Gebiet passieren und regelmäßig Unbeteiligte in Mitleidenschaft ziehen, wäre der gesamte Bereich längst viel strenger reglementiert.

    Man muss halt hartnäckig die richtigen Leute finden. Da dauert natürlich normalerweise recht lange und ist anstrengend.

    So ist es! Und bei allem Frust, der damit verbunden ist, sind ja Fortschritte erkennbar. Gestern Abend war ich als Zuhörer bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umweltschutz. Da standen zwar keine expliziten Fahrradthemen auf der Tagesordnung, aber bei einem Punkt wurde am Rande eine Planung für einen neuen Kreisverkehr gezeigt, der wieder genau die selben Fehler aufweist wie alle anderen Kreisel, die man hier in den letzten Jahren gebaut hat. Da haben sich dann gleich mehrere Ausschussmitglieder mit fragendem Blick zu mir umgedreht und es wurde dann auch aus dem Ausschuss die Frage an den Leiter des Tiefbauamtes gestellt, warum die gezeigte Planung schon wieder nicht nach den ERA 2010 ausgeführt wird, wo doch Prof. Monheim das Thema auch gerade bei seinem Vortrag angesprochen hatte. Das zeigt doch auch schonmal, dass meine Hartnäckigkeit schon etwas bewirkt hat und einige Ausschussmitglieder das Thema nun auch auf dem Zettel haben.

    Ich musste als Gast dann noch bis zum Ende warten und habe mich im letzten TOP "Einwohnerfragen" noch einmal dazu geäußert und erklärt, wo das Problem der Stader Kreisverkehre für Radfahrer liegt und wie man es besser machen kann und dafür gab es dann sogar vom Leiter Tiefbauamt Zustimmung, der vorher eigentlich noch die Murks-Kreisel gerechtfertigt hat.

    Im Anschluss an die Sitzung gab es dann im Vorraum noch eine angeregte Diskussion mit 3 Ausschussmitgliedern zu dem Thema. Einer von der FDP (oder WG?) hat es zwar nicht verstanden, aber die anderen beiden haben es begriffen und werden sich künftig dafür einsetzen, dass das besser gemacht wird. Also wieder mind. 2 Leute mehr auf unserer Seite, die auf die Entscheidungen Einfluss nehmen können.

    In der kommenden Woche wird es zum selben Thema noch mal eine Einwohnerfrage im Verkehrsausschuss geben (nicht einmal von mir).

    Ich erhalte ja inzwischen von vielen Seiten Zuspruch für meine Arbeit und sage dann immer wieder, dass es wichtig ist, dass die Leute sich auch direkt an die Verwaltung und Politik wenden. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass ich hier nur für mich alleine oder für irgendwelche ganz speziellen Einzelinteressen kämpfe, sondern dass das viele Menschen interessiert und betrifft. Vor allem auch im laufenden Wahlkampf zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl im Mai: Dass die Leute zeigen, dass sie unzufrieden sind, wie es derzeit ist und dass sie eine Veränderung wollen.

    Denk nochmal darüber nach.

    OK, habe ich getan. Ein Dreher war drin, daher nochmal Stück für Stück.

    - Im Werbevideo des Volocopters wird gesagt, dass man anstrebt, in Dubai damit bis zu 10.000 Menschen pro Tag zu transportieren.

    - Da nur 2 Personen in dem Ding Platz finden, sind das 5000 Flüge pro Tag (wenn alle Flüge mit 2 Personen besetzt sind)

    - Das ergibt im Jahr 1,85 Mio Flüge

    - In der Verkehrsluftfahrt kommt statistisch 1 Unfall auf 3 Mio Flüge. Bei 5000 Flügen am Tag wäre das also alle 600 Tage einer (nicht alle 200 Tage wie oben geschrieben).

    - Ich gehe davon aus, dass die Zuverlässigkeit der Lufttaxis eine, eher zwei Größenordnungen schlechter ist als in der kommerziellen Verkehrsluftfahrt.

    - Zum Vergleich: In der allgemeinen Luftfahrt ("Privatluftfahrt") kommt statistisch ein Unfall auf 14.000 Flüge (170 Unfälle im Jahr 2017 in Deutschland auf ca. 2,4 Mio Flugbewegungen). Mit dieser Unfallrate würde bei täglich 5000 Flügen im Durchschnitt jeden dritten Tag ein Lufttaxi abstürzen (120 pro Jahr). Die obige Annahme, dass es 15-20 Unfälle pro Jahr gäbe, setzt also voraus, dass die Unfallrate schon etwa um den Faktor 5 -10 geringer ist als in der Allgemeinen Luftfahrt.

    Falls du auf etwas anderes hinaus wolltest, hilf mir bitte noch einmal auf die Sprünge.

    Da hätte man das Überholen anbieten können.

    Damit dann der hupende Autofahrer neben einen fährt statt zu überholen und ein Wiedereinscheren als erzieherische Maßnahme unterbindet? Oder damit man nach erfolgreichem Überholvorgang dem nachfolgenden Autofahrer vor die Karre fährt, der auch noch schnell vorbei will? Lieber nicht...