Es gibt zwei Seiten: Zum Einen das Bedürfnis, mal vor die Tür zu gehen, bevor einem die Decke auf den Kopf fällt, etwas Frühlingssonne zu tanken, bei allen Einschränkungen und mit der gebotenen Vorsicht, soziale Kontakte auf einem Mindestlevel aufrecht zu erhalten. Das alles sehe ich wenn vielleicht auch nicht grundsätzlich als völlig unbedenklich, dann aber dennoch als vertretbar und in einem gewissen Maße auch als notwendig an. Stellt euch mal vor, ihr habt den ganzen Tag im Krankenhaus geschuftet und sollte abends nicht einmal mehr alleine vor die Tür gehen dürfen, um mal den Kopf frei zu bekommen.
Auf der anderen Seite gibt es aber immer noch einen Haufen Leute, die nicht begreifen wollen, was gerade abgeht und die sich über alle Empfehlungen und Aufforderungen hinweg setzen und die bestehende Rest-Freiheit missbrauchen, indem sie für Tätigkeiten, die nicht erforderlich sind, hohe Risiken eingehen. Man stößt in solchen Situationen halt auch immer wieder auf Reaktanz.