Die Stadt Buxtehude ist aber kooperativer als die diesem Faden titelspendende Nachbarstadt
Der Igel ist schon da, während der Stader Hase immer noch nach Gründen sucht, nicht endlich mal loszuhoppeln ![]()
Die Stadt Buxtehude ist aber kooperativer als die diesem Faden titelspendende Nachbarstadt
Der Igel ist schon da, während der Stader Hase immer noch nach Gründen sucht, nicht endlich mal loszuhoppeln ![]()
6. In der Tempo 30 Zone gibt es Radwege https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/5…58710#gallery-4
By the way: Wusstet ihr, dass die erste Tempo 30 -Zone Deutschlands 1983 in Buxtehude eingerichtet wurde?
Ist vermutlich in der Fußgängerzone ![]()
Nein, nur Spaß. Das Bild wurde hier aufgenommen. https://goo.gl/maps/QsyaTqg5GiUs6amm7
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/4558710
Daraus drei Erkenntnisse:
1. Die Polizei Buxtehude hat gemerkt, dass Fahrräder praktisch sind
2. Man findet das erwähnenswert
3. Der Pressesprecher der Stader Polizei hält Fahrräder nicht für Fahrzeuge
Es ist nunmal ein Dilemma, weil das, was auf der einen Seite hilft, auf der anderen Seite schadet. Daher ist es nicht zynisch, dass man abwägen muss. Aber natürlich ist das auch keine leichte Entscheidung, zumal man nicht im Voraus genau weiß, welchen Nutzen oder Schaden die Maßnahmen bringen.
Derzeit steht Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch ganz gut da, was die Quote der tödlichen Krankheitsverläufe angeht. Das liegt zum Einen daran, dass in Deutschland viel getestet wurde und daher die Dunkelziffer der Infizierten nicht ganz so groß ist wie in anderen Ländern. Zum Anderen liegt es daran, dass unser Gesundheitssystem bisher noch nicht an seine Grenzen gekommen ist. Das ist der Punkt, den man unbedingt vermeiden muss, weil wir sonst die selbe Katastrophe erleben werden wie in Italien.
Auf der anderen Seite muss auch klar sein, dass die Pandemie erst überstanden ist, wenn ein ausreichend großer Teil der Bevölkerung immun geworden ist und die "Herdenimmunität" einer unkontrollierten Verbreitung des Virus entgegen wirkt. Solange es keinen Impfstoff gibt, bedeutet das, dass sich noch viele Menschen infizieren werden. Es gibt ja Ansätze, dass man Antikörper aus Plasmaspenden von Leuten gewinnt, die die Krankheit bereits überstanden haben und diese Antikörper zur Behandlung schwer erkrankter Patienten einsetzt.
Hier findet man übrigens die tagesaktuellen Zahlen der John Hopkins Universität: https://www.arcgis.com/apps/opsdashbo…423467b48e9ecf6
Mal 'ne doofe Frage: Kann man nicht die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus für notwendig halten, aber sich dennoch Sorgen machen dürfen, was diese Maßnahmen langfristig für Folgen haben könnten? Ich halte bei aller persönlichen Betroffenheit die "Whatever-it-takes"-SIchtweise für nicht unproblematisch.
Nein. Vermutlich haben sie meinen Text noch nicht zu Ende gelesen ![]()
Nach der Italienischen Betrachtung versterben 9,5% der identifizierten Erkrankten. Diese Statistik ist sicher mit einigen Problemen behaftet (nicht ausreichende Tests ganz vorne), dennoch darf es in einer halbwegs zivilisierten Gesellschaft meiner Ansicht nach nicht akzeptabel sein Menschenleben in dieser Größenordnung zu riskieren
Das war kürzlich ein Thema im Podcast mit Christian Drosten . Wer das nicht kennt https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Die Sterblichkeitsrate hängt natürlich entscheidend davon ab, welche Zahlen man ins Verhältnis setzt. In Deutschland sind auch Verdachtsfälle getestet worden und damit wurden auch Fälle erfasst, bei denen eine Infektion keine Symptome oder aber einen milden Verlauf der Krankheit ausgelöst hat. In Italien gibt es dafür längst keine Kapazitäten mehr und als gesicherte Positiv-Fälle können fast nur noch die gezählt werden, die in den Krankenhäusern zur Behandlung aufgenommen werden. Dass unter denjenigen mit einem schweren oder sehr schweren Verlauf die Sterblichkeitsrate höher ist, liegt auf der Hand. Und natürlich erst recht, wenn die Kapazitätsgrenzen der Krankenhäuser überschritten sind und nicht mehr jeder eine medizinische Behandlung bekommt, der sie braucht.
Damit möchte ich aber keinesfalls der Aussage widersprechen, dass die Zahl der Opfer wie in Italien nicht einfach hingenommen werden kann. Der Vize-Gouverneur von Texas sieht das ganz anders: https://www.spiegel.de/panorama/coron…61-ecb8af0f402d
Vielleicht sollte man die Gelegenheit nutzen mit Gehzeugen eine Demonstration zu machen
Hast du in den letzten Wochen mal Nachrichten gehört oder gesehen?
Danke für den Hinweis, Peter!
Ob ich die Polizei damit beeindrucke, weiß ich nicht. Mir würde es reichen, wenn sich die Verfasserin der Pressemeldung selbst in einem stillen Moment kurz die Frage stellt, ob sie da vielleicht dummes Zeug geschrieben hat.
Die Polizeidirektion Lüneburg macht in der Presseerklärung zur Verkehrsunfallstatistik 2019 Helmwerbung. Das hat bei mir einige Fragen aufgeworfen.
ZitatAlles anzeigenSehr geehrte Frau Blauert,
in der Meldung zur Verkehrsunfallstatistik 2019 für die Polizeidirektion Lüneburg https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56836/4554079 schreiben Sie:
"11 der insgesamt 12 verstorbenen Fahrradfahrenden trugen keinen Helm. Dieses hätte bei einem großen Teil der Verkehrsunfälle die todesursächlichen Schädel-Hirn-Traumata verhindern können."
Worauf stützen Sie die Aussage, dass ein Fahrradhelm bei einem großen Teil der Verkehrsunfälle die todesursächlichen Schädel-Hirn-Traumata hätte verhindern können? Liegen Ihnen dazu entsprechende Gutachten vor?
Ich beobachte das Unfallgeschehen mit Radfahrenden insbesondere in der Stadt und im Landkreis Stade. Aus den Pressemeldungen sind mir hier in den letzten Jahren die folgenden tödlichen Unfälle bekannt geworden:
16.08.2019 http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/4350951 Ein PKW-Fahrer verliert in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und kommt nach links von der Fahrbahn ab. Dabei rammt er frontal einen entgegenkommenden Radfahrer. In der Pressemeldung stand nicht, ob der Radfahrer einen Helm trug. Falls nicht: Liegen Ihnen Informationen vor, dass der Unfall für den Radfahrer durch das Tragen eines Fahrradhelmes überlebbar gewesen wäre?
Dies war nach meinen Kenntnissen im Landkreis Stade der einzige tödliche Unfall eines Radfahrers im Jahr 2019. Die folgenden tödlichen Unfälle ereigneten sich in den Jahren 2014 bis 2018.
04.11.2018: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/4105413 Ein 90-jähriger Autofahrer missachtet das Rotlicht und stößt mit einem 73-jährigen Radfahrer zusammen, der an der Ampel, die Fahrbahn überquert. Trug der Radfahrer einen Helm und falls nicht: Wäre der Unfall mit Fahrradhelm überlebbar gewesen?
15.10.2018: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/4088647 Eine 16-jährige Radfahrerin überquert bei noch geschlossener Halbschranke einen Bahnübergang und wird vom Regionalexpress erfasst. Trug die Radfahrerin einen Helm und falls nicht: Liegen Ihnen Erkenntnisse vor, dass der Unfall beim Tragen eines Fahrradhelmes überlebbar gewesen wäre?
18.06.2018: https://www.tageblatt.de/lokales/blauli…id,1374364.html Ein 51-jähriger Radfahrer stürzt bei Dammhausen in einen Bach und ertrinkt. Trug der Radfahrer einen Helm und falls nicht: Hätte der Helm das Ertrinken verhindert?
20.10.2016: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/3461134 Beim Überqueren der L130 zwischen Nottensdorf und Horneburg wird ein 19-jähriger Radfahrer beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst. Der Radfahrer ist einige Tage später seinen schweren Verletzungen erlegen. Trug der Radfahrer einen Helm und falls nicht: Liegen Ihnen Erkenntnisse vor, dass der Unfall beim Tragen eines Fahrradhelmes überlebbar gewesen wäre?
20.07.2015: https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/harsefeld/c-bl…motorrad_a64245 Beim Überqueren der Straße stößt ein 84-jähriger Radfahrer mit einem Motorradfahrer zusammen. Trug der Radfahrer einen Helm und falls nicht: Liegen Ihnen Erkenntnisse vor, dass der Unfall beim Tragen eines Fahrradhelmes überlebbar gewesen wäre?
05.01.2015: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/2919488 Ein 53-jähriger Radfahrer wird auf der L11 von einer von hinten kommenden Autofahrerin "erfasst", 20m mitgeschleift und unter dem Auto eingeklemmt. Trug der Radfahrer einen Helm und falls nicht: Liegen Ihnen Erkenntnisse vor, dass der Unfall beim Tragen eines Fahrradhelmes überlebbar gewesen wäre?
30.09.2014: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/2842218 In Buxtehude wird eine 30-jährige Radfahrerin von einem auf ein Firmengelände abbiegenden LKW auf dem Radweg überrollt. Trug die Radfahrerin einen Helm und falls nicht: Liegen Ihnen Erkenntnisse vor, dass der Unfall beim Tragen eines Fahrradhelmes überlebbar gewesen wäre?
02.03.2014: https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/fredenbeck/c-b…estorben_a33340 Ein 85-jähriger Radfahrer stößt beim Überqueren der K70 mit einem Auto zusammen. Trug der Radfahrer einen Helm und falls nicht: Liegen Ihnen Erkenntnisse vor, dass der Unfall beim Tragen eines Fahrradhelmes überlebbar gewesen wäre?
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich trage in der Regel beim Fahrradfahren selbst einen Helm und kann auch nachvollziehen, wenn die Polizei für das Tragen eines Fahrradhelmes wirbt. Die Aussage, dass das Tragen eines Fahrradhelmes bei einem großen Teil der Unfälle die tödlichen Verletzungen verhindert hätte, halte ich jedoch für reine Spekulation. Ich glaube vielmehr, dass bei einem Großteil der oben angeführten Unfälle ein Helm keine Wirkung gehabt hätte (oder offensichtlich keine Wirkung gehabt hat, wenn einer getragen wurde).
Bei den tödlichen Unfällen im Landkreis Stade der letzten Jahre fallen mir vier Unfälle auf, bei denen Radfahrer beim Überqueren der Straße ums Leben kamen. Drei der verunglückten Radfahrer waren älter als 70 Jahre.
Ist der Polizei bewusst, dass viele Radverkehrsanlagen nicht den Vorgaben der Verwaltungsvorschrift zur StVO entsprechen? An den Kreis- und Landstraßen wechseln begleitende Radwege zum Teil auf freier Strecke die Straßenseite. Ein Warnschild (VZ 138) soll dann als "sichere Querungsmöglichkeit" gelten, die jeweils am Anfang und am Ende eines linksseitigen Radweges vorgeschrieben ist?
Welche Maßnahmen ergreift die Polizei, um solche Gefahrenstellen zu entschärfen oder halten Sie es für ausreichend, Radfahrenden zum Tragen eines Fahrradhelmes zu raten, um die Unfallfolgen abzumildern?
Mit freundlichen Grüßen und Bitte um Antwort
Nach "Quelle: Tagesschau.de, 22.3.2020 Merkel zu Corona-Maßnahmen Keine Empfehlungen, sondern Regeln" habe ich aufgehört zu lesen.
Bei uns sind ab morgen alle Restaurants geschlossen. Erlaubt bleiben Lieferdienste und der Außer-Haus-Verkauf, aber die Speisen dürfen nicht im Umkreis von 50m um den Betrieb verzehrt werden. Damit möchte man wohl verhindern, dass die Leute vor der Dönerbude wieder in Gruppen stehen.
Die Restaurants in unserer Straße versuchen sich gerade damit zu retten, dass sie Gerichte zum Mitnehmen anbieten. Allerdings dürfen wir bei denen nichts bestellen, weil wir weniger als 50m entfernt wohnen. Wir müssen dann das Angebot eines weiter entfernten Anbieters nutzen. Der Pizzabringdienst vom anderen Ende der Stadt darf auch noch kommen. Oder wir müssen uns mindestens 50m entfernt auf eine Parkbank setzen und dürfen dann dort essen.
Das passiert, wenn man in der Allgemeinverfügung die Worte "im Freien" vergisst.
Zitat3. Der Verzehr ist innerhalb eines Umkreises von 50 Metern zu diesen Betrieben unzulässig.
https://www.landkreis-stade.de/portal/bekannt…4478-20350.html
*edit: Damit es keine Missverständnisse gibt: Wir kochen selbst und essen zuhause. Trotzdem haben wir überlegt, ob wir unseren Nachbarn helfen können, indem wir dort mal etwas bestellen und mitnehmen.
Ich dachte, der
zeigte, dass diese Aussage nicht so ernst gemeint war. Natürlich wollte ich nicht behaupten, dass jemand, der niest, nicht mit dem Corona-Virus infiziert ist oder nicht infiziert sein kann.
Natürlich gibt es in Baumärkten Dinge, die man auch jetzt dringend braucht. Aber der Baumarkt darf natürlich auch alles andere verkaufen, das man jetzt gerade nicht unbedingt braucht und die Leute gehen in den Baumarkt, um solche Dinge zu kaufen.
Beim Optiker denke ich auch an Kontaktlinsen: Sind die weniger wichtig als Blumenerde? Frisöre dürfen geöffnet haben: Ist ein Haarschnitt derzeit wichtiger als eine neue Jacke?
Wenn die Maßnahmen noch länger andauern (was zu erwarten ist), muss hier auf jeden Fall noch nachgesteuert werden.
Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits bin ich fest überzeugt, dass die unkontrollierte Ausbreitung des Virus drastische Maßnahmen und die Bereitschaft jedes Einzelnen, sich einzuschränken, erfordert. Die Willfährigkeit, von der Malte schreibt, finde ich allerdings auch besorgniserregend.
Vielleicht ist es erst einmal menschlich, auf eine extreme Situation extrem zu reagieren. Aber es ist eben auch wichtig, nicht alles andere außer Acht zu lassen. Die derzeitigen Regelungen führen dann im Detail bereits zu absurden Konstellationen, die in der Form nicht zusammenpassen: Volle Straßencafés, tagsüber geöffnete, aber abends geschlossene Restaurants. Kann man sich und andere nur abends anstecken? Wäre es nicht sinnvoller, allgemeingültige Abstandsregeln einzuführen, die unter bestimmten Voraussetzungen einen durchgehenden Betrieb ermöglichen?
Baumärkte haben geöffnet, vermutlich auch um die Materialversorgung des Handwerks zu gewährleisten. Große Teile des sonstigen Einzelhandels sind aber geschlossen: Wäre es nicht sinnvoller, den Zugang zu begrenzen? Warum darf man gerade Blumenerde kaufen, aber keine neue Hose? Der Einzelhandel vor Ort geht vor die Hunde und der Onlinehandel reibt sich die Hände. Ich könnte k*****, wenn ich den Amazon-Werbespot sehe, dass man dort ruhigen Gewissens kaufen kann, weil Amazon seine Mitarbeiter so toll behandelt.
Ich wundere mich, wer alles gerade lautstark unter dem Hashtag #staythefuckathome gute Ratschläge gibt. Wem mit einem festen Arbeitsvertrag oder gar mit Beamtenstatus gerade Heimarbeit verordnet wurde, der kann natürlich den Mund weit aufreißen.
Sascha Lobo: Wider die Vernunftpanik: https://www.spiegel.de/netzwelt/netzp…79-79dc7a5ed025