Beiträge von Yeti

    ... mehr gut gelaunte Themen ... Gran Fondo noch nicht absolviert ... Schnee .. nicht besonders viel Lust zum Radfahren ... Freude machte das Aufsatteln nicht ... Überlandstraße mit Leitplanken ... eng überholt ... angehupt ... weiteren Tag akuter Unlust ... hier herfahren zu müssen.

    ...

    Und ich finde, allein schon für diese Momente lohnt es sich, noch mal aufs Rad zu steigen.

    Ich glaube, ich fahre jetzt auch nochmal eine Runde! :thumbup:8)

    Gehwege sind Verkehrsflächen, auf der Fußgänger unbekümmert gehen können sollen: Kein Rechtsgehgebot, keine Notwendigkeit, Richtungsänderungen anzuzeigen oder anzukündigen, einfach stehen bleiben, umdrehen, einen Schritt zur Seite gehen. Das verträgt sich nicht mit Fahrzeugverkehr, also auch nicht mit Radverkehr.

    A propos "Experten": Kennt ihr den Unterschied zwischen Hendrik Streeck und Christian Drosten?

    Der Eine möchte gerne Recht haben, der Andere lieber nicht.

    Ich glaube, dass man das trennen muss. Der Staat kann sicherlich nicht selbst ein Transportflugzeug entwickeln und bauen und offenbar auch keinen Flughafen.

    Warum aber das Abwassernetz oder die Straßenbeleuchtung privatisiert werden müssen, begreife ich nicht. Da zieht dann ein privates Unternehmen möglichst viel Geld raus und wenn alles marode ist, soll die öffentliche Hand es wieder in Ordnung bringen. Man kann ja schließlich beim Abwassernetz nicht mal eben den Anbieter wechseln.

    Es ist ja in der Tat so, dass es bei einigen Leuten schon Überzeugungsarbeitet kostet, dass sie in einer kaum befahrenen Tempo 30 Zone nicht auf dem Gehweg fahren.

    Neben den "Vehicular Cyclists" scheint es also auch noch eine andere Sekte zu geben: Diejenigen, die niemals auf der Fahrbahn fahren. Die würden dann vermutlich lieber auf dem Gehweg der Parallelstraße fahren als hier, weil ihnen hier eventuell auch ein Auto begegnen könnte:

    Da konzentriert man also die stattfindenden Einkäufe dann auf weniger Zeit.

    Zwischen 21:00 und 22:00 Uhr wird doch in den Supermärkten ohnehin nur noch Bier verkauft. Ich kenne niemanden, der in dieser Zeit seinen normalen Wocheneinkauf erledigt.

    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass die Verbreitung des Virus derzeit vor allem in Schulen und Kindergärten, am Arbeitsplatz und im privaten Bereich stattfindet. So lange es kaum Einschränkungen am Arbeitsplatz gibt, sondern allenfalls Empfehlungen, ist es schwer vermittelbar, warum man im Privaten strengere Regeln gelten sollen. Meine Beobachtung im Bekanntenkreis ist jedenfalls, dass diejenigen, die am Arbeitsplatz kaum Beschränkungen haben, auch privat weniger Bereitschaft zeigen, sich an Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. Aus meiner Sicht sollte man versuchen, am Arbeitsplatz mit erweiterten Tests und verbindlichen Homeoffice-Regelungen die Lage in den Griff zu bekommen.

    Den Aufenthalt im Freien sehe ich insbesondere bei den aktuellen Temperaturen unkritisch, so lange die Leute Abstand halten.

    Geschäfte könnte man nach dem Tübinger Modell vermutlich recht sicher machen: Einkaufen mit negativem Test, trotzdem mit Maske und mit begrenzter Kundenanzahl im Laden. Es wäre wirklich interessant, ob private, unkontrollierbare Kontakte dann zurückgehen würden, wenn es dafür eine abgesicherte Möglichkeit gäbe.

    Je weiter die Inzidenzwerte ansteigen, desto weniger Spielraum sehe ich für Experimente. Das hätte man vor 6 Wochen versuchen können, aber momentan läuft es immer mehr darauf hinaus, durch einen harten Lockdown die Zahlen erst einmal wieder unter Kontrolle bringen zu müssen.

    Als Maßnahme H1.11 soll es bis Ende 2022 einen "Leitfaden Radwegebenutzungspflicht" geben, Kosten dafür immerhin < 500.000,- EUR. Das wird sicherlich viel nutzen, wie man am "Leitfaden Radverkehr" sehen kann, den es seit November 2013 gibt und in dem sich das Kapitel 2 diesem Thema ausführlich widmet.

    Ich möchte einen Benutzungspflicht-Beauftragten direkt im Verkehrsministerium, der unangekündigte Kontrollen in den niedersächsischen Kommunen durchführt und der die Befugnis hat, die Verantwortlichen Personen in den Verkehrsbehörden direkt über's Knie zu legen, wenn die so einen Mist verzapfen.

    Und dann soll es noch einen "Leitfaden Radverkehrsführung an Baustellen" geben. Auch das wird vermutlich ohne parallele Wiedereinführung der Prügelstrafe nicht helfen im "Fahrradland Nr. 1" :cursing:

    So läuft das ab: Man stellt an irgendeinen desolaten Gehweg in beiden Fahrtrichtungen [Zeichen 240] auf und schon hat man wieder 3km "Radweg" für die Statistik, weil das dann sicherlich auch doppelt zählt.

    Mich kotzt diese verlogene Scheinheiligkeit auch an. Würde man alle "Radwege" abziehen, die gar keine "Radwege" sein dürften, weil man entweder überhaupt keinen "Radweg" braucht oder weil der Mist hinten bis vorne nicht den Anforderungen genügt, würde zumindest im nördlichen Niedersachen kaum was übrig bleiben.

    Herrje...

    Verkehrsministerium stellt Fahrradmobilitätskonzept vor | Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (niedersachsen.de)

    Zitat

    Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: „Nicht erst seit der Corona-Pandemie erleben wir einen regelrechten Fahrradboom. Niedersachsen bietet für diesen erfreulichen Trend bereits heute sehr gute Voraussetzungen: Bei der Fahrradnutzung ist Niedersachsen dank der guten Ausstattung von Straßen mit Radwegen bundesweit in der Spitzengruppe der Länder.

    <X

    bin aber auch vergleichsweise flexibel und in der City lebt es sich wie die Made im Supermarktspeck, das Glück hat ja nicht jeder ...

    Wir wohnen auch in der Innenstadt und haben viele Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung. So können wir natürlich auch einfach dann einkaufen, wenn klar ist, dass nicht so viel los ist.

    Aber auf der anderen Seite verleitet das auch dazu, nicht auf Vorrat zu kaufen, sondern jedes Mal neu loszugehen, wenn man etwas braucht. In meiner Jugend auf dem Dorf war es ganz normal, nur einmal pro Woche oder einmal alle zwei Wochen einzukaufen und Vorräte zu halten. Das funktionierte auch über die Feiertage hinweg.

    Auch ganz ohne Auto- o.a. Industrie halte ich es für eine Schnapsidee, die Ostereinkäufe alle auf nur Ostersamstag zu bündeln, was passiert wäre, wäre Gründonnerstag zu geblieben wie geplant ...

    ...weil es leider mit der Eigenverantwortung nicht so gut bestellt ist.

    Ich werde jedenfalls am Ostersamstag nicht zum Einkaufen gehen.

    Soweit ich weiß, gibt es Studien aus dem europäischen Ausland dazu. Man könnte es also wissen, wenn man denn wollte.

    Aber die Politik will ja gar nicht.

    Wobei die Kenntnis darüber oder wenigstens eine begründete Vorstellung davon, in welchen Bereichen sich das Virus wie stark verbreitet, die einzige Grundlage wäre, um zu entscheiden, welche Bereiche man wie stark einschränkt und wo man unter welchen Voraussetzungen Lockerungen zulassen kann.

    Wobei natürlich das Problem besteht, dass man anfangs nicht weiß, welche Beschränkungen welche Wirkung zeigen. Inzwischen hatte man aber ein Jahr Zeit, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Man kann sich aber ausrechnen, dass Maßnahmen, die vor 3 Wochen nicht ausreichend oder unwirksam waren, bei höheren Inzidenzwerten auch nicht ausreichend sein werden.

    Man wusste auch von Anfang an, dass irgendwann eine große Impfkampagne starten wird und hätte das planen und kommunizieren können. Stattdessen hat man den Schwurblern das Feld überlassen.

    Vor allem reicht es nicht, um die dritte Welle aufzuhalten.

    Stimmt leider. Da vor drei Wochen die Infektionszahlen gestiegen sind, werden sie unter den selben Randbedingungen auch jetzt weiter steigen. Dass die steigenden Inzidenzwerte nicht (nur) darauf zurückzuführen sind, dass mehr getestet wurde, sieht man inzwischen auch an den wieder steigenden Zahlen der Intensivpatienten und den etwas zeitverzögert aktuell jedenfalls nicht mehr weiter sinkenden Todesfällen. Auch diese Kurve wird im Laufe der nächsten Woche wieder nach oben gehen.

    Der Schlingerkurs der Regierung ist fatal, denn die Corona-Müdigkeit wird immer größer. Ich erlebe es auch in meinem Umfeld, dass die Bereitschaft zur Einhaltung grundlegender Regeln (Abstand, Maske) immer geringer wird. Die Frage ist, ob die dritte Welle erst in die Katastrophe führen muss, damit sich etwas ändert.

    Zum Beispiel, dass eine Verhältnismäßigkeit hergestellt wird zwischen unnötigen und erforderlichen Beschränkungen, die auch nachvollziehbar sind. Derzeit scheint es ja so zu sein, dass man nach Mallorca fliegen muss, um alles zu tun, was hier verboten ist. Anstatt über Ostern den totalen Lockdown zu verkünden, den man dann zwei Tage später wieder zurücknehmen muss, hätte man die Regeln für Zusammenkünfte von Familien präzisieren können. Meine Schwägerin wird zu Ostern mit ihren Kindern (beide <14 Jahre) zu Besuch kommen. Sie ist bereits zweimal geimpft, aber wir werden uns trotzdem nicht gemeinsam mit den Schwiegereltern treffen dürfen, weil wir dann fünf Erwachsene aus drei statt zwei Haushalten wären. Auch nicht, wenn wir alle vor Ostern einen Schnelltest machen, ist das erlaubt, aber wir dürften gemeinsam mit anderen Leuten in die Kirche gehen. Das ist alles nicht mehr vermittelbar, wenn gleichzeitig die Touristen dicht gedrängt in den Urlaub fliegen dürfen.