Beiträge von Yeti

    Oben im Twitter-Thread ist ein Video von Laschet, das diese Erkenntnis nochmal besonders deutlich macht.

    Ist der wirklich so dumm? Er hat ja die 9. Klasse zweimal besucht, aber da wurde die E-Funktion vermutlich nicht behandelt. Sonst hätte er es vielleicht beim zweiten Mal begriffen.

    Die Aussage wird ihm im Wahlkampf noch um die Ohren fliegen, wenn die Delta-Variante das Geschehen so stark dominiert, dass die Zahlen insgesamt wieder steigen. Aber er erzählt den Leuten halt, was sie hören wollen: Immer schön flauschig weiter machen wie bisher und bloß nichts ändern.

    Da braut sich ein Desaster für Ungeimpfte zusammen:

    Würde es dabei nur um diejenigen gehen, die sich nicht impfen lassen wollen, wäre ich geneigt zu sagen "selbst Schuld". So lange aber immer noch Impfwillige auf die Impfung warten und Kinder gar nicht geimpft werden, ist das absolut verantwortungslos.

    Zumal immer noch nicht erkennbar ist, dass man aus den ersten drei Wellen gelernt hätte und z.B. die Schulen mit Luftfiltern ausrüstet. Lieber den nächsten Lockdown und weitere Beschränkungen, weil man Schutzmaßnahmen für zu teuer hält.

    Irgendwann ist auch mal Schluss mit freundlich.

    Spoiler anzeigen

    Hallo Herr XXX,

    ist das wirklich ihr Ernst, die unzureichenden Gehwege in Steinkirchen gleich wieder für den Radverkehr freizugeben?

    Radfahrer dürfen in Steinkirchen wieder zum Teil auf dem Gehweg fahren - Lühe - Stader Tageblatt

    Wenn ich den Teaser des Tageblatt Artikels richtig verstehe, geht es dabei sogar um den Abschnitt zwischen der Schule und der Tankstelle. Also dort, wo es nur auf der westlichen Straßenseite einen Gehweg gibt. In der unübersichtlichen Kurve wollen Sie erlauben, dass dort Radfahrer wieder im Gegenverkehr fahren? Das ist gefährlicher Unfug! (Bilder im Anhang)

    Ich hoffe, dass als nächstes ein Fußgänger gegen diese Anordnung klagen wird.

    Rechnen Sie bitte damit, dass ich künftig auch gegen den Landkreis Stade mit allen Mitteln gegen rechtswidrige Anordnungen vorgehen werde. Die andauernden Gefährdungen von Fußgängern und Radfahrern nehme ich nicht mehr hin. Offensichtlich habe ich mich darin getäuscht, als ich glaubte, dass sich im Landkreis Stade gerade etwas verändert. Das finde ich bedauerlich.

    Ich werde Ihnen nach meinem Urlaub eine Liste rechtswidriger Anordnungen zukommen lassen, die ich in Kopie auch an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr schicken werde. Mir reicht es! Ich habe gerade eine Klage gegen den Landkreis Cuxhaven laufen, der daraufhin die beanstandete Anordnung umgehend zurückgezogen hat. Wenn es nicht anders geht, werde ich das gegen den Landkreis Stade fortführen.

    Yeti

    Hier die Bilder:

    Aus Richtung Hollern-Twielenfleth kommt man hier nach Steinkirchen. Gegenüber der Tankstelle zweigt die K39 ab, die die kürzeste Verbindung von Stade nach Hamburg darstellt (nicht unbedingt die Schnellste). OpenStreetMap

    Das [Zeichen 239] steht hinter der Kurve. Völlig irre, erst dort auf die Fahrbahn zu wechseln, wo man den rückwärtigen Verkehr nicht mehr einsehen kann und auch selbst nicht gesehen wird. Das Ortseingangsschild steht bereits 200m vorher.

    Aber was zu erwarten war: Ausgerechnet dort möchte man nun gleich wieder den Gehweg zum Radfahren freigeben. Und da es nur auf dieser Seite einen Gehweg gibt, sicherlich auch in beiden Richtungen. Radfahrer dürfen in Steinkirchen wieder zum Teil auf dem Gehweg fahren - Lühe - Stader Tageblatt

    So sieht das in der Kurve in Gegenrichtung aus, absoluter Wahnsinn...

    Fast schon rührend, dass man die Schilder "Radwegschäden" durch "Gehwegschäden" ausgetauscht hat.

    Und hier hat man noch ein [Zeichen 205][Zusazzeichen 1000-32] vergessen, obwohl es dort von rechts gar keinen "Radweg" gibt.

    Ich habe dem Leiter des Straßenverkehrsamtes des Landkreises gerade die Freundschaft gekündigt. Dilettanten Olé!

    Im September 2020 bin ich den monatlichen GranFondo in der Nacht gefahren. Wir hatten im Rahmen des Stadtradelns eine 24-Stunden Staffel organisiert und ich habe die Zeit von 0 - 4 Uhr übernommen. Lustige Aktion, aber auch ein paar überraschende Begegnungen mit der Tierwelt. Und auch obwohl ich auf bekannten Strecken gefahren bin, habe ich mich in der Nacht einmal verfahren. Ich hatte dabei Glück mit dem Wetter, denn der angekündigte Regen kam erst zwischen 6 und 8 Uhr morgens, als ich schon im Bett lag.

    Der Film lief auch beim Bicycle Film Festival

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Eigentlich hege ich ja seit vielen Jahren den Plan, an diesem längsten Abend des Jahres mal 300 Kilometer von Hamburg nach Berlin zu fahren oder es wenigstens zu versuchen...

    Ich würde mir dafür mehr Zeit nehmen als nur den Abend, dann klappt das auch noch Ende Juli.

    Hier und hier ging es im langen Stade-Thread schonmal um die Ortsdurchfahrt Steinkirchen / Grünendeich, die in die Zuständigkeit des Landkreises Stade fällt. Als ich gestern Abend da langgefahren bin, war die Benutzungspflicht aufgehoben und am Ortseingang ein [Zeichen 239] aufgestellt, sogar ohne [Zusatzzeichen 1022-10]. Geht doch!

    Sogar die Warnungen vor Radwegschäden hat man durch Hinweise auf Gehwegschäden ersetzt :)

    Ein [Zeichen 240] am Ende wurde noch vergessen und das [Zeichen 239] steht am Anfang schlecht sichtbar hinter einer Kurve und nicht schon davor. Es wird auch im gesamten Ort nicht mehr wiederholt.

    Fotos habe ich gestern nicht gemacht, die reiche ich bei Gelegenheit nach.

    Vorbild sein, ist gut. Ich ernte bei anderen Radfahrern immer noch Blicke irgendwo zwischen Erstaunen und Entsetzen, wenn ich nicht auf den "Radwegen" fahre. Erfreulich ist es, dass wenigstens auf den Straßen, an denen die Benutzungspflicht aufgehoben wurde, immer mehr Radfahrer auch tatsächlich auf der Fahrbahn zu sehen sind. Die besten Vorbilder sind dabei aus meiner Sicht diejenigen, bei denen man eher damit rechnen würde, dass sie sich weiter auf den Gehwegen tummeln.

    Der Herr, der auf diesem Bild eine Woche nach Aufhebung der Benutzungspflicht auf der Fahrbahn fährt, ist über 80.

    Eine Maßnahme, mit der wir hier in der Vergangenheit Radfahrer zum ersten Mal in ihrem Leben auf die Fahrbahn von Hauptstraßen gebracht haben, ist die Critical Mass, die allerdings Corona-bedingt seit März 2020 pausiert. Leider kam es aber auch dabei zu einigen Kamikaze-Manövern von Autofahrern, die ich als einzelner Radfahrer so noch nicht erlebt habe. Möglicherweise wird durch solche Erlebnisse bei anderen eher bestärkt, dass sie sich nur im Schutz der Gruppe auf die Fahrbahn trauen.

    Wie die Angst geschürt wird, wissen wir ja. Aber was kann man dagegen tun?

    Bei den Aktionen zum Überholabstand würde ich auch unterscheiden zwischen Aufklärungskampagnen, die auf die Regelungen hinweisen und den unsäglichen Poolnudel-Korsos, bei denen sich ADFC Ortsverbände mit Warnweste in der Opferrolle darstellen und jedem zeigen, wie mutig sie gerade sein müssen, um zu tun, was sie gerade tun: Radfahren.

    Ich glaube, dass es in der ganzen Diskussion gar nicht darum geht, was tatsächlich gefährlich ist und was nicht. Es geht darum, dass sich Radfahren leicht anfühlen soll, wenn man möchte, dass mehr Leute Rad fahren. Das Dilemma ist, dass Radfahren dort gefährlicher ist, wo es sich leichter anfühlt. Erschwert wird es zusätzlich durch die oftmals mangelhafte Umsetzung.

    Ein weiteres großes Problem ist der kollektive Komplex, den fast alle Verkehrsteilnehmer haben: Man möchte nicht den Verkehrsfluss stören und meint dabei ausschließlich die Flüssigkeit des Kfz-Verkehrs. Daher wird statt legal am Fahrbahnrand lieber halb auf dem Gehweg oder "Radweg" geparkt, daher lassen sich Autofahrer auf der Landstraße oder Autobahn drängen, schneller zu fahren, als sie es eigentlich tun würden, wenn ihnen nicht der schwarze Audi A6 mit 3m Abstand an der Stoßstange kleben würde. Darum glauben viele Radfahrer, dass sie auf der Fahrbahn nichts zu suchen haben und fühlen sich dort als Verkehrshindernis und daher trauen sich Verkehrsbehörden nicht, die Regeln konsequent umzusetzen, wenn es dem Ziel des ungehinderten Kfz-Verkehrs im Wege steht.

    Ich habe keine Ahnung, wie man das lösen soll, denn es stehen sachliche Argumente der Verkehrssicherheit gegen Emotionen. Gegen Angst helfen bei den allermeisten Menschen keine Unfallstatistiken, die belegen, dass die Angst statistisch gesehen ungerechtfertigt ist.

    Eventuell war der Gesetzgeber der Auffassung, dass das Aufzeichnen eines Schutzstreifen quasi vorgibt, wie das Rechtsfahrgebot an der Stelle zu verstehen ist.

    Genau das wäre meine Befürchtung. Und das kommt dann mit inkompetenten Verkehrsbehörden zusammen, für die ein "Schutzstreifen" nur ein weiteres Werkzeug darstellt, um Radfahrer elegant aus dem Weg zu schaffen.

    Wir brauchen mehr solcher Urteile, wo die Verantwortlichen auch persönlich zur Rechenschaft gezogen werden, wenn durch ihre Inkompetenz Menschen zu Schaden kommen: Kölner Teller: Heidelberger Verkehrsplaner verurteilt - Nachrichten aus Heidelberg - RNZ