Beiträge von cubernaut

    Warum wäre das besser, und warum „mindestens“ 50?

    Ich habe nicht "mindestens" geschrieben. Aber tatsächlich war die Formulierung nicht eindeutig, ich präzisiere:

    Siehe hier Bedeutung 2a): https://www.duden.de/rechtschreibung/wenigstens

    Zum anderen Teil der Frage: Du kennst dich meiner Erfahrung hier im Forum nach in und mit Verkehrsdingen gut aus, kennst also sicher auch die Argumente für und gegen 50 km/h und kennst ebenso die Historie, wie die bbH von 45 km/h für die diskutierte Fahrzeugklasse L1e zustande kam. Ich halte diesen Teil deiner Frage also für suggestiv; die Antwort darauf ergibt sich m. E. zudem aus dem Kontext.

    Gilt aber auch nur für Verbrenner. E-Autos dürften bei 30km/h weniger Energie benötigen - wie auch S-Pedelecs. Das Krachargument von wg. 2. Gang und laut fällt ja damit auch weg.

    Ich habe mich über die Lautstärke gar nicht geäußert. Das ist noch ein anderes Argumentationsfeld.

    Der Anteil der S-Pedelecs (fahre selbst 2) ist zur Zeit absolut zu vernachlässigen, sie stellen eine Nische in der Nische dar. Und ich sehe diesbzgl. auch keine Anzeichen für einen Umschwung.

    Auch E-Autos sind trotz steigender Verkaufszahlen weiterhin in der Minderheit. Es geht nicht um prospektive, sondern auf die aktuelle Situation bezogene Argumente. Zum angeblich niedrigeren "Energieverbrauch" hat Hane schon auf das Entscheidende hingewiesen: Elektromotoren haben in der Regel kein Getriebe, da das erforderliche Drehmoment drehzahlunabhängig vorliegt.

    Und nochmals: Ich habe mich nicht gegen 30, sondern gegen die unsaubere Argumentation ausgesprochen, die pauschalisierend die falsche These, 30 führe per se zu weniger "Energieverbrauch" in den Raum stellt und damit eine willkommene Angriffsfläche für die Fraktion der Tempolimitgegner bietet. Hier also erneut meine Bitte zu differenzieren, bevor weitere Strohmänner abgefackelt werden oder man dem Chor predigt.

    Ich rudere zurück: Nach nochmaligem Lesen verstehe ich deinen Beitrag erst jetzt korrekt: Das Erhaschen von Aufmerksamkeit hast du auf die Berichterstattung in den Medien bezogen, oder?

    Den entscheidenden Teil* habe ich überlesen, tut mir leid!

    * "Ich lese das und denke mir meinen Teil."

    Ich fürchte, du adressierst hier den Falschen. Erstens machst du Annahmen, die hier nicht stehen. Zweitens bin ich sicher, über meine Lebensspanne weniger einen privaten PKW oder Lieferdienste genutzt zu nutzen als du. Es sei denn, du erledigst wie ich fast alles mit Rad oder Lastenrad. Und die spannende Frage wäre auch: Seit wann machst du das? Ich habe schon, seit ich Rad und Auto fahren kann, in der Regel das Rad bevorzugt. Ich neige aber nicht dazu, wie ein Ex-Raucher beinah extremistisch alle anzugehen, die noch immer rauchen oder eben analog dazu ein Auto besitzen und dieses auch ab und zu nutzen.

    P. S.: Wie hast du deine letzte Waschmachine erhalten? Ich habe sie mit dem Rad abgeholt. Und du? Etwa mit einer Dreckschleuer liefern lassen mit nur einem Manschgerl? Oder wäschst du von Hand?

    Also ich habe schon recht häufig Artikel gelesen, in denen sich wahlweise Gehwegparker, "Bäckerparker" oder Gehwegradler über die vermeintliche Kriminalisierung aufregen. Nur weil mal irgendwo Verkehrsregeln durchgesetzt werden sollen.

    Gerne mit den höchstmöglichen Übertreibungen, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erhaschen.

    Ich finde, du redest dich heraus. Du hast geschrieben, sie täten es, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Und das tut ein Falschparker oder Radfahrer sicher nicht, wenn er Verkehrsregeln bricht. Das tut er aus Faulheit oder (vermeintlicher) Zeitnot und hofft, möglichst keine Aufmerksamkeit zu erregen, bspw. bei der Polizei. Nun schreibst du von Artikeln mit Äußerungen der "Täter" über das Falschfahren oder -parken, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Na ja ... muss ich auch nicht ausdiskutieren.

    Sei es der Autofahrer, der gerne kurz vor dem Bäcker parken möchte. Oder der Radfahrer, der "kurz" den Gehweg nutzt. Oder der "Klimaaktivist", der sich auf eine Fahrbahn klebt oder Autos lahmlegt.

    Sie alle buhlen um Aufmerksamkeit.

    Dem widerspreche ich. Weder Auto- noch Radfahrer tun dies. Das Gegenteil darf man unterstellen: Sie wollen gerade nicht bemerkt werden.

    Und "buhlen" trifft die Intention der Klimaaktivisten meiner Meinung nach auch nicht. Sie wollen nicht für etwas im egoistischen Sinne werben, sondern die Aufmerksamkeit auf ein für alle drängendes Problem lenken und zum Umdenken und Handeln anregen. Davon abgesehen bin ich der Auffassung, dass sie mit ihren Aktionen das Gegenteil davon erreichen.

    Aber das Gegenteil ebensowenig.

    Das hat meine Aussage auch nicht impliziert.

    Umgekehrt passiert es allerdings häufig, dass eine Geschwindgkeit von 30 km/h grundsätzlich als energiesparender angesehen wird. Und das ist nicht nur falsch, sondern schadet dem Ziel, 30 km/h als Regelgeschwindigkeit durchzusetzen, da sich eine solche Argumentation selbst disqualifiziert und von Gegnern dieses Tempolimits leicht zerpflückt werden kann.

    Wer hat wo behauptet, es ginge "ausschließlich um den Spritverbrauch"?

    Aber inkohärente Argumentationen sind, wie bereits DMHH herausstellte, ein Übel und nutzen nur dem Gegner.

    Die Herabsetzung der Vmax führt nachweislich zu weniger tödlichen Unfallfolgen. Das ist ein Faktum. Pauschal weniger Spritverbrauch bei niedrigeren Geschwindigkeiten anzunehmen, ist dagegen halt Käse.