Autostadt legitimiert nicht den russischen Angriffskrieg. Das ist seine Eigenaussage, in der er den russischen Angriffskrieg als solchen benennt:
1. legitimiere ich an KEINER Stelle den russischen Angriff
Autostadt_MS kritisierte an anderer Stelle zurecht, dass die Betrachtung des Ukraine-Kriegs nicht darauf reduziert werden sollte, dass Russland einen völkerrechtlichen Angriffskrieg gegen die Ukraine startete:
Der Satz
'Mehr gibt es da nicht zu analysieren'
ist im Kern ein Affront gegenüber den Fortschritten und Stärken der europäischen Aufklärung, womit den tumben Emotionen und Feindbildaufbauten mal wieder Tür und Tor geöffnet wird.
#AusDerGeschichteNichtsGelernt?
Und das mit dem Feindbild-Aufbau ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Hör dir doch mal Dobrindts Rede im Bundestag letzten Donnerstag an: "Wenn der Gegner auf der Türschwelle Europas steht, dann ist es in der Tat Zeit zu handeln." (Minute 0:43) Dobrindt macht sich gar nicht erst die Mühe darauf hinzuweisen, dass es geboten ist, der Ukraine zur Seite zu stehen, weil die Ukraine Opfer eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges geworden ist, sondern er geht gleich in die Vollen. "Feindbildaufbau" halt.
Und in derselben Rede bei Minute 2:30:
"Wer nicht freiwillig genug in seine Verteidigung investiert, der wird von Putin bedroht ..."
Jetzt könnte man sagen, nun ja, es ist ja nun mal so, dass Putin von einem Expansionsdrang berauscht ist, der nicht an den Grenzen der von Russland militärisch okkupierten Landesteile der Ukraine endet. Man könnte sogar darüber hinausgehen und die Befürchtung gelten lassen, dass Putins Expansionsdrang auch nicht an der Westgrenze der Ukraine enden würde, wenn man sich jetzt nicht stärker zur Verteidigung rüstet in Deutschland und in Europa.
Aber worauf ist der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag Dobrindt eigentlich aus?
Bei Minute 4:30 erinnert Dobrindt daran, dass es eine Voraussetzung für die Wiedervereinigung war, dass Deutschland abrüstet, weil das wiedervereinigte Deutschland von seinen Nachbarn auch als eine potenzielle Gefahr gesehen wurde.
Aber diese Zeiten, so Dobrindt, sind vorbei und unsere Nachbarn, vermutet Dobrindt, wissen, dass "eine gemeinsame Sicherheit in Europa nur durch Deutschland erreichbar ist..." Minute 5:12 Und das betrachtet Dobrindt als eine der größten Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte.
Dobrindts Rede ist gespickt mit "Deutschland"-Ausrufen, dass man an ein Länderspiel erinnert ist, mit dem mittlerweile leider auch dort üblichen "Schland"-Gebrülle. Bisweilen in Kombination mit rassistischen Beleidigungen.![]()