Beiträge von Ullie

    Vielleicht ist es ja in Polen zulässig.

    Ich befürchte so manche Manipulations-Möglichkeiten, die die Hersteller in bestimmte E-Bikes einbauen, sind nirgends zulässig. Und sie werden nur deshalb eingebaut, um einen Wettbewerbsvorteil zu haben. Das Vorgehen erinnert an die Abgasreinigung-Abschaltvorrichtungen die PKW-Hersteller in PKW einbauen. Es ist legal, halblegal, illegal, bestimmte Abgasreinigungs-Abschaltvorrichtungen einzubauen, aber es wird rücksichtslos damit Geld gemacht.

    IMO nimmt das Austricksen der Zulassungsvorschriften in dem Maße zu, wie Pedelecs jetzt auch bei Personen unter 50 salonfähig werden. Gestern fuhr ich eine Weile auf der Fahrbahn hinter einem feisten Lastenrad-Pedelec auf dem Gehweg her. Ich mit GPS-gemessenen 28 km/h hatte Mühe am Lastenrad dranzubleiben, während dessen ca. 30-jährige Lenker ganz entspannt mit einer 20er-Kadenz über die Bodenwellen auf dem 60cm schmalen Handtuchweg hoppelte und zwischendrin auch immer mal wieder ein paar Tritte aussetzte.

    Ich finde es schwer zu beurteilen, ob die Antriebshilfe noch im erlaubten Bereich arbeitet, oder schon die vorgegebenen Limits überschritten sind. In dem von dir geschilderten Fall könnte es ja sein, dass deine Tempomessung noch 3 km/h Ungenauigkeit aufweist? Und die unterstützende Tretkraft auf einem sehr hohen Level eingestellt war und das Fahrrad unbeladen. Und vielleicht waren es wirklich nur sehr kurze Tret-Aussetzer? Ich habe selbst keine Möglichkeit zum Tempomessen beim Fahrradfahren. Dafür aber ähnliche Beobachtungen gemacht wie du. Die hielt ich allerdings anfangs für nicht ganz eindeutig. Nicht zuletzt, weil ich keine Tempomessung habe und 30 km/h mit meinem "Bio-Bike" höchstens sehr kurz durchhalten könnte. Aber das weiter oben geschilderte Erlebnis das ein mit zwei Personen besetztes Fahrrad ohne Treten flott eine rund 200 m Strecke zurücklegt, ist ganz eindeutig ein Hinweis auf Manipulation. Deshalb hatte ich dann auch das Thema begonnen.

    Schade, dass die Berichterstattung immer noch stark in Richtung, die armen Autofahrer*innen geht. In dem Text heißt es zum Beispiel:

    "Dann kamen Florian G. und Dirk L. Sie machen seit einigen Wochen Fotos von Gehwegparkern und melden sie über die Internetseite „weg.li“ an. Das Petz-Portal verfasst damit Anzeigen. Die Meldungen landen am Ende beim Polizeiverwaltungsamt in Straubing – das die Knöllchen verschickt."

    Richtig müsste es heißen:

    Falschparker in dem Stadtviertel versuchen Nachbarn anzuschwärzen, indem sie ihnen unterstellen, sie würden Parkverstöße aus niederen Beweggründen" anzeigen und dazu ein "Petzportal" benutzen. Mit "weg-li" kann man allerdings keine Anzeigen machen, sondern lediglich die Verkehrsbehörde auf einen Missstand hinweisen, zum Beispiel ein zugeparkter oder teilweise zugeparkter Bürgersteig. Ob die Mitarbeiter*innen der zuständigen Behörde diesen Hinweis nutzen, um mit Hilfe von Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen Abhilfe zu schaffen, ist alleine deren Entscheidung.

    Immerhin heißt es am Ende des Artikels:

    "Auf Anfrage macht ihnen die Sprecherin des Mobilitätsreferats wenig Hoffnung. „Die Anordnung von Parken auf dem Gehweg“ werde „restriktiv geprüft“. Man wolle eher den Raum für Fußgänger vergrößern.
    „Der Gehweg ist der für den Fußverkehr originär vorgesehene Mobilitäts- und Schutzraum und darf gerade in engen Straßenverhältnissen nicht unangemessen durch abgestellte Kfz einschränkt werden“, sagt die Sprecherin. „Durch die Beparkung ist häufig die Nutzung der Gehwege gar nicht mehr möglich, so dass Kinder, ältere Menschen und Personen, die Gehhilfen, Rollstühle oder auch Kinderwagen mit sich führen, auf die Fahrbahn ausweichen müssen.“"

    Was der Spruch dann allerdings soll?:/:

    "Klingt nicht nach einem schnellen Ende der Park-Panik..."

    Da hätte man ja auch schreiben können: "Fußgängerinnen und insbesondere Menschen, die auf eine Gehhilfe oder einen Rolli angewiesen sind, sowie Eltern mit Kinderwägen dürfen darauf hoffen, dass das ordnungswidrige Zuparken der Gehwege bald ein Ende haben wird."

    Wird spannend. Das wäre in D das erste autonom fahrende Auto in echten Verkehrsgeschehen. Bis jetzt ist so etwas ja nur in "gesichertem" Gelände unterwegs, also ohne andere Autos, Fahrradfahrer etc.

    Der NDR-Zeitzeichen-Sendung zur Folge war das erste selbstfahrende Auto Leonie immer mit einem Fahrer auf dem Fahrersitz unterwegs, der gegebenenfalls eingreifen konnte.

    Hier ist ein Bericht der TU Braunschweig von 2020: Rückblick: 10 Jahre "Leonie"

    Rückblick: 10 Jahre "Leonie"
    2010 nahm erstmals weltweit ein Fahrzeug selbstständig am Stadtverkehr teil - in Braunschweig!
    www.tu-braunschweig.de

    Und auch der autonom fahrende Linienbus, der noch diesen Monat in Burgdorf an den Start geht, ist mit einem Fahrer unterwegs, der ggf. eingreift.

    Vermutlich ist es einfacher und sicherer einen solchen Betrieb mit einem autonomen Fahrzeug zu bewerkstelligen, wenn das Fahrzeug wie ein Linienbus, immer wieder dieselbe Strecke fährt, so dass Problemstellen und der Umgang damit vom Steuersystem "erlernt" werden können.

    In dem NDR-Bericht heißt es: "Zunächst sollen sogenannte Messfahrten durchgeführt werden, damit der Bus die zukünftige Strecke und ihre Umgebung genauestens erfassen und ausmessen kann. Bei diesen Touren werde zur Beobachtung auch Personal mitfahren."

    Die Üstra schreibt: Albus hat "Deutschlandweit die erste Level-4-Erprobungsgenehmigung für einen großen Bus"

    Und laut t3n bedeutet autonomes Fahren auf Level 4:

    So sind Level-4-Fahrzeuge nur auf festen Strecken und zuvor genehmigten Betriebsbereichen gestattet. Zudem verpflichtet das Gesetz zu einer durchgehenden technischen Aufsicht durch einen Menschen, also etwa ein Robotaxi-Mitarbeiter in einem Überwachungsraum. Sie muss im Fall der Fälle eingreifen und das Fahrzeug anhalten oder freigeben können. Außerdem soll die Person bei Klärung der Fehlerursache helfen und somit auch dabei, die Haftung zu klären.

    Autonomes Fahren: Das bedeuten Level 0 bis 5
    Vom Fahrassistenten bis zum vollautomatisierten Fahren – wir erklären die Begriffe und welches Level wie viel Aufmerksamkeit von den Fahrern erfordert
    t3n.de

    Bei erfolgreichem Verlauf der Probephase könnte es also dazu kommen, dass kein Mitarbeiter mehr persönlich in dem Bus sitzt.

    So richtig "lustig" ist das eigentlich nicht:

    Hier in Letter, in der Region Hannover, wurde dieses Schild aufgestellt:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Aus gutem Grund wurde das Verkehrsschild Achtung Kinder 1992 erneuert:

    Alte Version (bis 1992)

    Neue Version (ab 1992)

    Gut möglich, dass das "selbstgebastelte" Verkehrsschild "Achtung Kinder", mit dem Radio ffn Publik-Relation-Werbung betreibt, mehr schadet als nützt. Denn so brav dargestellte Kinder könnten zu der Fehleinschätzung führen, dass bei Kindern nicht mit unerwartetem Verkehrsverhalten gerechnet werden müsse.

    Bei diesem Elektrofahrrad habe ich dann einfach mal nach dem Namen, "Hanevear", gegoogelt:

    Ein Ergebnis: "Das Hanevear Y20-Plus E-Bike überzeugt im Test mit starkem 250 Watt, 65 Nm Motor, großer Reichweite und vielseitiger Ausstattung. Der Aufbau ist unkompliziert, die Leistung beeindruckend. Besonders hervorzuheben sind die kraftvollen Bremsen und die einfache Faltbarkeit, was es ideal für den Transport im Wohnmobil macht. Es gibt jedoch einige Punkte, die es zu beachten gilt, wie der schwache Frontscheinwerfer und die optionale nicht StVZO-konforme Ausstattung mit Gashebel und Geschwindigkeitsentsperrung." (Hervorhebung von mir.)

    Hanevear Y20-Plus E-Bike im Test: Klapprad mit kleinen Schwächen › 🥇 Tests + Erfahrungen im Fahrrad Blog
    Ich bin das Hanevear Y20-Plus einige Wochen im Westerwald gefahren. Meine Erfahrung mit dem Klapprad in Alltagssituationen erläutert mein Testbericht
    fahrradblog.de

    In diesem NDR-Artikel über den bevorstehenden Betrieb des automatischen Linienbusses in Burgdorf ist eine Zeitzeichensendung vom 8. Oktober 2015 eingebaut, die an den 8. Oktober 2010 erinnert: "Das erste automatische Fahrzeug bewegt sich allein im Verkehr in Deutschland" (15 Min):

    Bus ohne Fahrer: In dieser Stadt ist bald ein selbstfahrender Linienbus unterwegs
    Noch in diesem Jahr soll in Burgdorf (Region Hannover) testweise ein voll automatisierter Linienbus fahren. Ein Pilotprojekt sieht vor, dass der Bus autonom im…
    www.ndr.de

    Auf der WDR-Internetseite ist die Sendung hier zu finden: https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-586.html

    Das Fahrzeug heißt Leonie und die Stadt, in der Leonie an den Start ging, heißt Braunschweig. Das Wappentier der Stadt ist ein Löwe.

    Die Begeisterung dafür, mit dem Fahrrad auf einer Auto-Hauptverkehrsachse mit Tempo 30 auf der Fahrbahn zu fahren, beschränkt sich vermutlich auf einen sehr kleinen und exklusiven Kreis von Fahrradfahrenden. Frage ich Besucher aus anderen Städten, die in Hannover mit dem Fahrrad unterwegs sind, dann wird sehr häufig genannt, dass es sehr angenehm sei, in Hannover mit dem Fahrrad zu fahren, weil es so viele Fahrradwege gäbe.

    Problematisch wird die Diskussion über den Sinn und Unsinn von Fahrradwegen häufig dann, wenn es darum geht zu klären, für welche Straßen es Sinn macht, einen Fahrradweg zur Verfügung zu haben. Da gibt es dann die Hardcore-Autofahrer, die fordern, dass der Fahrradverkehr auf den Hauptverkehrsachsen am besten ganz verboten wird. Das wäre ja auch schließlich im Sinne der Fahrradfahrer, weil dort ja auch die Luftqualität nicht so toll sei. Und für den Radverkehr gäbe es schließlich genug kleine Nebenstraßen, wo nicht so viel Autoverkehr stattfände.

    Und es gibt diejenigen, die ohne weiter darüber nachzudenken einfach davon ausgehen, dass es überall Fahrradwege geben solle, damit viel mehr Leute Fahrrad fahren. Sehe ich persönlich ja auch so, sage ich dann immer. Aber wenn das so ist, wozu dann extra Radwege bauen, dann können wir doch auch einfach den Autoverkehr ganz einstellen und dann haben wir genug Radwege.:)

    Autoraser wegen Mord verurteilt:

    "Nach einem tödlichen Autorennen im Saale-Orla-Kreis in Thüringen ist ein 25-jähriger Mann vom Landgericht Gera zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das teilte ein Sprecher des Gerichts am Montag mit. Die Richter sprachen den Angeklagten unter anderem des Mordes, des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig."

    Er raste eine 21-Jährige tot: Urteil nach Autorennen im Saale-Orla-Kreis gefallen
    Er lieferte sich ein Autorennen auf der Landstraße und tötete dabei eine 21-Jährige: Jetzt ist das Urteil gegen einen jungen Raser gefallen – ganz anders, als…
    www.t-online.de

    Hier war mal eine Baustelle, bei der der Fußweg, links im Bild gesperrt war. Da hatte man dann die Einfahrt in die sehr breite Fahrradstraße in der Adolfstraße zusätzlich verengt. Die Baustelle ist weg, das Schild steht immer noch:

    googlestreetview-Link:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Von der Adolfstraße aus kommend, wurde das Baustellenschild bereits entfernt:

    googlestreetview-Link:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Meldung ist raus, wer Ähnliches findet, kann es hier loswerden:

    Anregungen und Beschwerden | Stadt Hannover

    Ist das jetzt nur ein subjektiver Eindruck von mir, oder nehmen tatsächlich immer mehr manipulierte E-Bikes, bzw. für den Straßenverkehr in Deutschland nicht zugelassene E-Bikes am Straßenverkehr teil?

    Kürzlich wartete ich an der Bushaltestelle, als sich zwei Personen (eine auf dem Sattel, die andere Person auf dem Gepäckträger) auf einem Fahrrad näherten, an der Bushaltestelle vorbeifuhren und dann in der Ferne verschwanden. Siehe Foto.

    Das "Fahrrad" hatte kein Nummernschild. Und trotzdem die Strecke kein Gefälle hat und es windstill war, fuhren die beiden, ohne zu treten, mit einem Tempo von geschätzt 20 bis 30 km/h an mir vorbei.

    Ich hatte bis dahin schon häufiger beobachtet, dass E-Bikes mit recht kleinen Rädern, aber dafür sehr dicken Reifen in einem ungewöhnlich hohen Tempo von ca. 20 bis 30 km/h unterwegs sind. Und zwar gesteuert von Fahrer*innen, die ungewöhnlich tiefenentspannt wirkten und geradezu wie in Zeitlupe pedalierten. Besonders häufig waren das "Fahrräder" von Menu-Bringdiensten mit riesigen Thermokästen auf dem Gepäckträger.

    Täusche ich mich oder sind derzeit im größeren Umfang manipulierte oder für den Straßenverkehr in Deutschland nicht zugelassene E-Bikes unterwegs?

    Auf BZ habe ich diesen Artikel vom 30.4.25 gefunden, der über die Situation in Berlin unterrichtet:
    Lieferfahrer auf fetten E-Bikes – die neuen Todesfallen

    https://www.bz-berlin.de/meinung/kolumne/berlin-verkehrt/lieferfahrer

    "Beinahe täglich stelle ich fest, was Lieferfahrer auf ihren Rädern für gefährliche Geschosse sind. Dann, wenn der klassische 9-to-5-Job endet, überschwemmen sie die Straßen, Rad- und Gehwege auf ihren fetten E-Bikes. Dicke Reifen, breite Lenker, quadratische Taschen in bunten Farben hinten drauf. Man erkennt sie aus vielen Metern Entfernung – und die sollte man auch aus Sicherheitsgründen immer zwingend als Abstand einhalten."

    Der BZ-Artikel ist insgesamt sehr reißerisch aufgemacht, aber andererseits sind diese möglicherweise manipulierten E-Bikes nicht zu übersehen. Auch in Hannover sind sie häufig zu sehen. Und Verkehrsregeln werden häufig missachtet. Sind das eigentlich Fahrzeuge der Lieferfirma, oder sind es Fahrzeuge, die die Fahrer selbst mitbringen müssen, um den Job ausüben zu können?

    Nicht ganz so reißerisch ist dieser Artikel aus CHIP vom 17.5.2025 aufgemacht, in dem davor gewarnt wird, Pedelecs oder andere E-Bikes zu manipulieren. Und auch in dem Artikel wird auf Berlin hingewiesen: "Immer wieder berichtet die Polizei von Fällen, bei denen E-Bike-Fahrer*innen deutlich zu schnell unterwegs sind. In Berlin etwa schnappte eine Radarfalle bei einem E-Biker zu, der mit 70 km/h durch die 50er-Zone fuhr."

    https://www.chip.de/news/Bis-zu-70-Euro-Bussgeld-Diese-Regeln-sollten-alle-E-Bike-Fahrer-kennen_185959885.html

    bei golem gibt es einen alten Beitrag, der ein bisschen aufpoliert / aktualisiert wurde

    Pedelecs und Tuning, Interview mit Polizei.

    https://www.golem.de/news/illegale-…011-151857.html

    "Ein anderer Fall war ein DDR-Klapprad mit geschweißtem Rahmen und 1-kW-Motor in der Frontnabe – viele Leute sind da meiner Meinung nach zu naiv, man sollte Eigenbauten grundsätzlich bei einem zugelassenen Fahrradhändler checken lassen."

    Heißt es in dem Text.

    Als Fahrradhändler würde ich keine Eigenbauten "checken".

    Vor einigen Tagen fuhren zwei Mädchen von ca. 15 Jahren auf einem E-Bike an mir vorbei, eine auf dem Sattel, die andere auf dem Gepäckträger, als ich an einer Bushaltestelle wartete. Das Fahrrad hatte kein Nummernschild, die fuhren beide ziemlich schnell (geschätzt ca. 20 bis 25 km/h und das über ca. 300 m, die ich sie beobachten konnte) und das Mädchen auf dem Sattel hatte kein bisschen in die Pedale getreten. (Die auf dem Gepäckträger auch nicht.)

    Ist das komplett illegal oder ist das so gut wie komplett illegal, weil die einen "Boosterknopf" benutzt haben könnten, der in dem Text erwähnt wird, der aber nicht unbedingt in Deutschland erlaubt ist.

    In der Region Hannover, in der Stadt Burgdorf startet noch in diesem Jahr der Testbetrieb mit einem autonom fahrenden Linienbus (albus) der Üstra.

    In diesem HAZ-Artikel vom 13.5.25 heißt es:

    Kann jeder mit dem automatisierten Elektrobus fahren?
    Nein. An dem Testbetrieb dürfen nur volljährige Personen teilnehmen, auch Tiere sind nicht gestattet. Um mitzufahren, ist eine Anmeldung erforderlich. Diese muss online über die Website mit einem personalisierten QR-Code oder analog auf Papier getätigt werden. Nach den Testfahrten werden mitfahrenden Personen gebeten, an einer Onlineumfrage teilzunehmen. Eine weitere Umfrage zum Projekt steht ab sofort unter uestra.de/albus zur Verfügung.

    Das ist die Adresse der Üstra-Seite mit der Umfrage zur Akzeptanz eines autonom fahrenden Linienbusses:

    albus | ÜSTRA
    www.uestra.de

    Es gibt darin auch eine Frage, ob ich als Fahrradfahrer*in oder Fußgänger*in meinen Fahrweg/Weg mit einem autonom fahrenden Bus teilen würde:

    "Als Fußgänger*in oder Radfahrer*in fühle ich mich wohl dabei, die Straße mit autonom fahrenden Bussen zu teilen."

    stimme voll und ganz zu / stimme eher zu / weder noch / stimme eher nicht zu / stimme überhaupt nicht zu / ich weiß es nicht

    Abgesehen davon gibt es die Möglichkeit direkt Anmerkungen zu schreiben.

    Auf Busplaner.de vom 6.1.25 wird folgendes berichtet:

    Start in Michigan

    Der autonome e-Atak von Karsan hat weltweit Neuland betreten, als er anderthalb Jahre lang Fahrgäste auf einer 5 km langen Strecke auf dem Campus der Michigan State University in den USA befördert hat. Im norwegischen Stavanger befördert er seit 2022 Fahrgäste mit Fahrschein – hier wurde die bestehende Route durch eine Strecke mit Tunnel erweitert. Nach den USA, Norwegen, Frankreich, Rumänien, Finnland, den Niederlanden, der Schweiz und der Türkei wird Karsan nun auch in Schweden mit seinen autonomen e-Atak präsent sein.

    Karsan: Erster autonomer Bus in Schweden
    Das Fahrzeug soll in der Region Garda den Hauptbahnhof von Göteborg mit dem Bahnhof Liseberg verbinden.
    www.busplaner.de

    In diesem kurzen Video fährt der Bus an einem Fahrrad-Schutzstreifen entlang:

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    In diesem Video fährt ein Fahrradfahrer auf einer Bergabstrecke an dem Bus vorbei, der gerade an einer Haltestelle steht. Der Link führt genau zu der Stelle:

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    "Ein flächendeckendes und bezahlbares Angebot im öffentlichen Nahverkehr sei zukünftig nur mit dem Einsatz fahrerloser Fahrzeuge möglich, teilte die Region Hannover in einer Beschlussvorlage mit."

    Quelle: NDR vom 26.3.22: "Einmaliges Projekt: Region Hannover testet autonomen Bus"

    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…Bus,bus688.html

    Ob das noch was werden würde? Ich war skeptisch. Aber jetzt diese Nachricht von der Üstra:

    albus | ÜSTRA
    www.uestra.de

    Abgerufen am 15.5.25

    "Die Region Hannover geht mit dem albus-Projekt neue Wege. Damit ein solcher Bus im realen Betrieb auf den Straßen fahren darf, bedarf es einer besonderen Genehmigung (Erprobungsgenehmigung) des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Diese Genehmigung hat der Bus auf Level-4-Ebene erhalten. Im dritten Quartal 2025 wird auch die Anmeldung zum Mitfahren und Testen möglich sein. Aktuell hast du die Möglichkeit an unserer Umfrage teilzunehmen."

    Wenn es so kommt wie es beschrieben wird, dann kann man noch dieses Jahr in einem großen autonom fahrenden Linienbus mitfahren! Oder mit dem Fahrrad ausprobieren, wie der Bus auf Fahrradverkehr reagiert.

    Und wer genauer wissen will, was auf ihn zukommt, der kann an dieser Umfrage teilnehmen, die oben im Text erwähnt wird:

    Qualtrics Survey | Qualtrics Experience Management
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    qeurope.eu.qualtrics.com

    Und nun - Ermittlungen nach §129a? Funkzellenüberwachung? Hausdurchsuchungen? Ich wette die können noch nicht mal ne Wildkamera daneben an den Baum binden...

    Diese Frage habe ich mir auch gestellt, ob es nicht möglich ist, den Blitzer per Kamera zu überwachen, zumindest spätestens nach der ersten Tätlichkeit gegen das Gerät. Aber ich befürchte ebenfalls, dass ein cleverer ADAC-naher Anwalt dagegen gerichtlich vorginge.

    Einige Beiträge früher hatte ich in diesem Thread schon einmal auf diesen krumm gefahrenen Blitzer hingewiesen, der im Landkreis Schaumburg die Autofahrer zum Einhalten der Ortsgeschwindigkeit anhalten soll.

    (...)

    Nicht nur im Landkreis Schaumburg werden Tempomessgeräte zerstört.

    Diese Fotos entstanden in der Eiffel. Die Farbspuren vom letzten Anschlag sind noch gut zu sehen.

    Ein weiterer interessanter Film zum Thema Städtebau (in dem Film mit Bezug zur ehemaligen DDR):

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    Dier Link führt zu der Stelle an der Günter Brode, ein ehemaliger Verkehrsplaner aus Halle zu Wort kommt, und erläutert, dass Walther Ulbricht ein Straßenbahnfeind war, weil er mit seiner Staatskarosse an den Straßenbahnhaltestellen warten musste, bis die ein- und aussteigenden Fahrgäste die Fahrbahn frei gaben.*) Den ÖPNV bezeichnet Broder als hocheffektives Mobilitätssystem, das großen Mengen von Menschen, die in Hochhäusern wohnen, Mobilität ermöglicht.

    Was schade ist: Weder bei den weiter oben verlinkten Filmen noch bei dem hier verlinkten Film wird das Fahrrad als hocheffizientes und nachhaltiges Verkehrsmittel gewürdigt, das es zweifellos darstellt.

    *) Das ist wiederum interessant in Zusammenhang mit dem Unfall am Olgaeck in Stuttgart. Früher war es üblich, dass die Straßenbahn in der Fahrbahnmitte gehalten hat. Der nachfolgende Autoverkehr musste dann warten, bis der Ein- und Ausstieg abgeschlossen war. Erst dann ging es weiter. Ungeduldige Autofahrer verursachten immer wieder schwere Unfälle, denen Fahrgäste zum Opfer fielen.

    Die Hochbahnsteiglösung der Stuttgarter Stadtbahn am Olgaeck gewährleistet nur scheinbar mehr Sicherheit wie unter anderem der schwere Unfall am 2.5.25 gezeigt hatte, bei der ein Auto das Geländer am Fußgängerüberweg umgefahren und eine Fußgängerin getötet und mehrere schwer verletzt hat. Interessant auch dieser Bericht: Anstatt umgehend den Fußgängerüberweg wiederherzurichten und wieder zu öffnen wurde er einfach gesperrt, so dass erhebliche Umwege für die Fußgänger*innen entstehen.

    Darüber berichtete swr Aktuell am 8.5.25: https://www.swr.de/swraktuell/bad…erkehr-100.html

    "Eine sichere Nutzung von Weg und Treppe zum Bahnsteig sei nach dem Unfall nicht mehr möglich gewesen, teilte die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) mit. Nun wurde der Überweg provisorisch wieder hergerichtet. An dieser Stelle befanden sich zuvor Metallgeländer, um die Fußgänger zwischen der Straße und den Stadtbahngleisen zu schützen und den Fußgängerverkehr zu lenken. (...) Das war vielen Fußgängerinnen und Fußgängern offenbar zu weit. Immer wieder konnte man Menschen dabei beobachten, wie sie direkt auf die Kreuzung liefen und damit die Absperrungen an der Unfallstelle umgingen oder sogar überkletterten, um die B27 an dieser Stelle zu überqueren."

    Und wieder dieses Fußgänger-Bashing. "Der unberechenbare Fußgänger der einfach mal eben so Absperrungen ignoriert.":/

    Auch bei wirklich schweren Autounfällen wird in der Regel sehr schnell daran gearbeitet, die Fahrbahn möglichst bald, meistens innerhalb einer Stunde oder höchstens weniger Stunden wieder frei zu geben. Aber Fußgänger*innen kann man anscheinend ja auch mal ein paar Tage warten lassen.