@Julius
Du vergisst dabei, dass Tempo 30 zu einer Reduktion unnötiger Fahrten führt, da durch das Verlangsamen des KFZ-Verkehrs andere Optionen (Laufen, Radfahren, Bahnen und sogar Busse) attraktiver werden.
Das führt dann neben deutlich weniger Lärm und Emmisionen auch noch dazu dass der restliche Verkehr flüssiger läuft: Nicht nur weil weniger Fahrzeuge unterwegs sind, sondern auch weil durch die reduzierte Anzahl an Fahrzeugen und das reduzierte Tempo Lichtsignalanlagen durch andere Verkehrsregelungen (z.B. Kreisel,..) ersetzt werden können.@Ullie
Wie begründest du denn eine Reduktion der Spuren (bei ausreichendem Platz für alle Verkehrsteilnehmer) und womit soll der entstehende Platz gefüllt werden?
In Hamburg gibt es ja gerade die Aktion des ADFC der Leute dabei unterstützt Tempo 30 "vor ihrer Haustüre" zu fordern, vieleicht wäre das auch was für Hannover?
Tempo 30 reduziert nicht nur dadurch die Abgasbelastung, dass energieschonender gefahren wird und Beschleunigungs- und Bremsvorgänge reduziert werden, sondern auch wie von dir beschrieben, andere Optionen attraktiver werden. Vor allem psychologisch dürfte das eine Rolle spielen. "Wenn ich eh' nur höchstens 30km/h fahren darf ..."
In der Begründung heißt es in der Petition: "Seit Jahren belastet der stetig wachsende motorisierte Verkehr die hannoversche Innenstadt: statt den Ausbau des öffentlichen Nahverkehr zu intensivieren und den Bau breiter, sichtbarer Radverkehrsanlagen massiv zu fördern, wird am System „Auto“ festgehalten und immer mehr Verkehr in die City gezogen." Das heißt, durch die Reduktion von Fahrspuren entsteht Platz für breitere Radwege.
Hab' mit grade die Hamburger ADFC-Aktion angesehen. Eine gute Idee! Werde mal im Hannoverschen Radfahrer-Forum darüber berichten! Es gab jedenfalls schon Aufrufe an Kita- und Schulelternvertretungen Tempo 30 einzufordern. Zum Teil ist das auch schon erfolgreich umgesetzt worden.