Das Ziel sollte niemals "Null" lauten, dafür muss man zuviele andere Opfer bringen.Radfahren ist gefährlich, ein Sturz bedeutet fast immer eine Verletzung, manchmal ist's auch tödlich. Also muss man Radfahren verbieten. Zumindest braucht man eine Integral-Helm-Pflicht.
Bahn ist ein gutes Verkehrsmittel, aber Eschede zeigt aber, dass etwas weniger Tempo nicht schlecht wäre.
Flugzeuge gehören ganz abgeschafft, weil man Abstürze häufig nicht überlebt.Nein, wir müssen in Kauf nehmen, dass manchmal Menschen sterben. Irgendwo muss man zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit/Effizienz abwägen. Andere Länder haben massive Sicherheitsdefizite, Deutschland steht im Internationalen Vergleich recht gut da. Aber natürlich kann man auch in Deutschland noch besser werden. Tempolimit auf Autobahn 160, Landstraße 80, 30 innerorts fände ich gut. Außerdem noch die Bahn schneller machen, ist auf mittellangen Strecken einfach das beste Verkehrsmittel. Der ICE-Sprinter fährt Hamburg->Frankfurt mit 118km/h Durchschnitt (Luftlinie 394km, 03:20).
Selbstverständlich muss das Ziel "Null Todesopfer" im Straßenverkehr lauten, denn wenn du als Ziel ausgiebst "X-Todesopfer müssen einkalkuliert werden", dann müsstest du auch X benennen. Willst du das?
"Im Vergleich zum Straßenverkehr sind andere Verkehrsmittel deutlich sicherer:
Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall tödlich zu verunglücken, ist mit Personenkraftwagen größer als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hauptgründe hierfür dürften die umfangreicheren Sicherheitsvorkehrung den in öffentlichen Verkehrsmitteln und ein größerer Ausschluss von menschlichem Versagen sein. Die Angst vor dem Fliegen ist mit dem Unfallrisiko nicht zu begründen. Dennoch dürfte das Fliegen nicht immer eine Alternative zum Auto beziehungsweise zu den öffentlichen Verkehrsmitteln auf der Schiene oder der Straße darstellen" Zitat aus: Dipl.-Volkswirtin Ingeborg Vorndran, Unfallstatistik – Verkehrsmittel im Risikovergleich,
Statistisches Bundesamt, Wirtschaft und Statistik 12/2010
Eine Helmpflicht üprigens verbessert nicht die Sicherheit im Radverkehr. In den Niederlanden fahren kaum Radler mit Helm, trotzdem ist dort das Radeln sicherer. Und die strikte Trennung der Verkehrswege von Radlern und Autlern (Autofahrern) hat sich nicht als zielführend erwiesen. Auch in Schweden nicht, wo das Ziel "Vision Zero" gilt: "Frühere Vision-Zero-Konzepte sahen auch vor, Fahrradwege von der Autofahrbahn und vom Fußweg zu trennen. Um gleichzeitig eine effektive Nutzung des Fahrrads im innerstädtischen Nahverkehr zu erreichen, ist dies mit einem hohen baulichen Aufwand verbunden. Die sichere Zusammenführung der Verkehrswege für Autos, Fahrrädern und Fußgängern an Knotenpunkten ist kompliziert, weshalb die Separation von KFZ- und Fahrradverkehr im innerörtlichen Verkehr mittlerweile vielfach nicht mehr als sicherheitsfördernd angesehen wird." Quelle:
Gerade Tempo 30 in Bereichen, in denen Fußgänger die Fahrbahn queren, ist ein wichtiger Beitrag um das Ziel "Vision Zero" zu verwirklichen. Ein Tempolimit von 160 dagegen auf Autobahnen ist viel zu hoch, weil auch moderne Rückhaltesysteme (Gurt, Airbag) hier an ihre Grenzen stoßen im Falle eines Unfalles. Wer so schnell unterwegs sein will, für den ist die Eisenbahn deutlich sicherer. Dass solche Unfälle wie der ICE-Unfall in Eschede in der Wahrnehmung ganz anders im Gedächtnis bleiben als die täglich rund 10 Verkehrstoten allein auf deutschen Straßen, hat viel mit der Berichterstattung über Großunglücke zu tun, aber nichts damit zu tun, dass die Bahn ein unsicheres Verkehrsmittel wäre.
Nbgradler: Wenn du hin und wieder auf ein großes Auto angewiesen bist, dann bietet sich doch carsharing als eine vernünftige Alternative zum Besitz eines eigenen Groß-PKW's an! Es geht doch nicht darum der Fahrzeugindustrie zu verbieten, große Autos herzustellen. Aber auch die Fahrzeugindustrie steht in der Verantwortung für ein gedeihliches Verkehrsgeschehen auch in Großstädten. Und dieser Verantwortung wird sie nicht gerecht, wenn die Fahrzeugindustrie an vorderster Stelle den Kauf immer größerer Fahrzeuge anpreist. In den 90er Jahren dagegen wurde z. B. mal der "Smart" stark propagiert. Vielleicht waren wir damals mal weiter?