Beiträge von Ullie

    Was für ein Bullshit. In mehrfacher Hinsicht. Erstens nimmt eine wachsende Fahrzeugbreite keine Sicherheitsabstände. Wer nicht weiß, wo seine Kiste rechts aufhört, hat nicht nur ein Problem mit überholten Radfahrern, sondern kauft dreimal im Monat rechte Rückspiegel, und zwar im Zehnerpack.
    Zweitens ist das Wort "lebensgefährlich" fürs Überholen alles andere als zutreffend, wenn man mal davon ausgeht, dass "Lebensgefahr" was anderes ist als ein mulmiges Gefühl aufgrund von aus dem Ruder laufendem Kopfkino, sondern stattdessen eine rationale, quantitative Größe ist, die sich in "Todesfälle pro [Vorgang/Stunde Tätigkeit/km Straße/km Fahrstrecke/Fahrt/Lebensjahr/Mio Einwohner/whatever...]" vergleichend mit anderen Risiken bemessen lässt.

    Will sagen: Überholunfälle sind sehr seltene Ereignisse (tödliche zumal!), und die vermeintlich bösen SUV stechen dabei im Verhältnis zu ihrem Verkehrsanteil keineswegs als Problem ins Auge.

    Edit: Anmerkung noch zur laut RTL-Beitrag angestiegenen Zahl der radelnden Verkehrsopfer: abgesehen davon, dass die anschließend dazu angestellten Überlegungen zur Ursache ohne Kenntnis der Entwicklung der Verkehrsleistung absolute Kaffeesatzleserei ist, gilt, dass die Rate der tödlichen Fahrradunfälle mittlerweile gottlob so stark gesunken ist, dass über kurze Zeiträume betrachtet bereits wenige Einzelfälle große Ausschläge in der Statistik ausmachen können. Über das ganze Jahr gerechnet wird die Opferzahl 2017 im Vergleich zu 2016 aber niedriger ausfallen. Insbesondere der Anteil der durch Zusammenstöße mit PKW ums Leben gekommenen Radler wird deutlich niedriger sein als im vergangangenen Jahr.

    Was die abgefahrenen Außenspiegel angeht, irgenwie müssen diese (siehe weiter unten) ja von irgendwem abgefahren worden sein: Siehe Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 25.11.2016:
    "Sind die Straßen zu schmal oder Autos zu breit?

    An der Marienstraße und anderswo werden reihenweise Außenspiegel abgefahren. Daran sind nicht unbedingt Verkehrsrüpel Schuld, denn Autos sind in den vergangenen 40 Jahren deutlich breiter geworden – Straßen und Parkplätze sind nicht gleichermaßen gewachsen. Die Polizei infomiert Autofahrer nun mit Zetteln."
    Ließe sich auch zu einem Witz verarbeiten:
    - Woran merkst du, dass du ein SUV fährst?

    - Am deutlich höheren Treibstoff- ... (Kunstpause) ... und Außenspiegel-Verbrauch!

    Es ist vermutlich schwer ganz klar statistische Unfallhäufigkeiten als Beweis für die Gefährlichkeit von SUV's anzuführen. Letztlich bleibt immer eine Rest-Ungenauigkeit. Zum Beispiel halte ich es für durchaus möglich, dass SUV's genau den Zweck erfüllen, der für viele Fahrer von SUV's der Grund ist, ein solches Fahrzeug zu kaufen und zu fahren. So ein Gefährt ist durchaus dazu geiegnet, Angst und Schrecken zu verbreiten. Das von dir als "aus dem Ruder laufendes Kopfkino" beschriebene Phänomen, ist ja eine Realität. Und wenn das dazu führt, dass Radfahrer sich defensiver gegenüber SUV's verhalten als gegenüber herkömmlichen PKW's, dann beeinflusst das womöglich die Unfallzahlenstatistik, so dass SUV's objektiv betrachtet vielleicht sogar noch gefährlicher sind, als es die Unfallzahlenstatistik hergibt. SUV-Optik ist dazu geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten. Siehe hier:

    Polizeieinsatzfahrzeug zum Demo-Abräumen in SUV-Optik:


    Du vermutest, die wachsende Fahrzeugbreite nimmt keine Sicherheitsabstände. Mag sein, wenn die wachsende Fahrzeugbreite dazu führte, dass deutlich langsamer gefahren wird, oder auf das Überholen eines Radfahrers deutlich häufiger verzichtet wird, weil aufgrund der größeren Fahrzeugbreite ein gefahrloses Überholen seltener möglich ist, als mit einem schmaleren Fahrzeug.
    Andernfalls jedoch reduzieren sich sehr wohl die Sicherheitsabstände, wenn nämlich das Tempo nicht deutlich heruntergesetzt wird und aufs Überholen nicht häufiger verzichtet wird.
    Vermutlich gibt es auch einen Ping-Pong Effekt. Die Autos werden breiter gebaut. Folge: Die Fahrbahnen werden verbreitert, damit die Sicherheitsabstände im Begegnungsverkehr und im Überholverkehr nicht zu klein werden. Breitere Straßen aber (ver-)führen zu schnellerem Fahren. (Siehe dazu auch noch mal auf den HAZ-Titel: "Sind die Straßen zu schmal ..." Und da gibt es nicht wenige "Wutbürger", die dieser im ersten Halbsatz enthaltenen These voll zustimmen und über die angebliche Benachteiligung des Autoverkehrs durch Politik und Verwaltung schimpfen.)

    Auch der Fakt vergrößertes Sichthindernis lässt sich nicht abstreiten. Besonders bei Hochbordradwegen jenseits der Parkreihen in Verbindung mit Abbiegeunfällen vergrößert ein solches Sichthindernis (SUV) die Unfallgefahr für RadfahrerInnen. Freilich könnte daraus der umgekehrte Effekt entstehen, dass mehr Radfahrwege anstatt als Hochbordradwege hinter parkenden Autos als Radfahrwege auf den Fahrbahnen angelegt werden. Was dann die Unfallgefahr wieder senkt.

    Und noch ein SUV-Spruch in Aufkleber-Manier:

    Epaminaidos: Hier ein Link zu einem aktuellen Bericht über die Gefährlichkeit von SUV's für Radfahrer, darin heißt es unter anderem:

    "Allein durch die zunehmende Breite der SUVs wird den Fahrradfahrern der nötige Sicherheitsabstand genommen. Fahrten auf markierten Radwegen, die nicht baulich getrennt von der Fahrbahn sind, werden so schnell zu einem
    lebensgefährlichen Vergnügen.
    Die fehlende oder verkürzte Motorhaube ist ein Problem für Radler.
    Zudem stellt die hoch liegende Front und oft enorm verkürzte Motorhaube der Vans und Großlimousinen ein weiteres Risiko für die Zweiradfahrer dar. Denn bei einem frontalen Zusammenstoß können Radfahrer nicht mehr über die Motorhaube abrollen, sie werden voll erwischt, krachen gegen das Auto wie gegen eine Mauer."


    Sehr detailliert ist der Bericht zugegebener Maßen nicht an jeder Stelle. Er soll wohl besonders reißerisch wirken.
    Und die Schlussbetrachtung, ist meines Erachtens für die Tonne: "Generell würde den Deutschen etwas mehr Gelassenheit im Verkehr gut tun."
    Zugegeben, so viel Auslandserfahrung habe ich nicht in Sachen Verkehr. Aber wenn ich mal im Ausland unterwegs war, hatte ich bislang noch nicht den Eindruck, dass dort die Verkehrsteilnehmer alle ganz gelassen seien. Für mich ist diese in dem Artikel gemachte Behauptung ein Ablenkungsmanöver, so habe ich es auch schon öfter in Diskussionen gehört. Häufig dann, wenn es darum geht konkrete Maßnahmen anzusprechen, kommt der Spruch, "wir Deutsche seien ja auch ein bisschen zu sehr rechthaberich im Verkehr u. ä."

    Und was soll mir etwas mehr Gelassenheit wohl bringen im Kontakt mit einem SUV?

    Sei's drum. Noch ein Witz:

    Sagt ein SUV Fahrer zu einem Manta Fahrer: "Du ich hab eine Idee, wie wir einen Parkplatz einsparen können."

    Nein, das war jetzt noch nicht der Witz, obwohl natürlich extrem unwahrscheinlich, dass sich ein SUV-Fahrer mit einem Manta-Fahrer unterhält. Zumal Manta-Fahrer, glaub ich, endgültig ausgestorben? Und dann auch noch darüber, wie Parkfläche effektiver genutzt werden könnte. Und außerdem hab' ich ja weiter oben geschrieben, dass jetzt bloß keine Manta-Witze...
    So geht der Witz weiter:

    "Wie denn?", will der Manta-Fahrer wissen.

    "Na du kannst deinen Manta noch ein paar Zentimeter tieferlegen, und ich lasse mein SUV noch ein paar Zentimeter höher legen, dann können wir übereinander parken!"

    Warum sind Dickschiffkapitäne neuerdings verpflichtet, neben Verbandskasten und Warndreieck außerdem eine Stehleiter mit sich zu führen? - Die Sitzposition wird halt auch immer höher!


    Siehe auch dieses Bild:

    Und dazu der Artikel aus der Schweizer online-Zeitung "Blick":

    Ist das jetzt ein Zufall, dass man so ein Bild in einer Schweizer online-Zeitung findet? Ich habe nicht gezielt nach Schweizer Treffern gesucht.

    "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!", so lautet eine noch nicht ganz so alte Spruchweisheit der Generation, die von der neuen Rechten als das „versiffte links-rot-grüne 68er Deutschland“ verunglimpft wird ( Quelle: ©2017 )
    Aber wie kann das gehen, das sich wehren als Radfahrer gegen ... Na, zum Beispiel gegen Fahrzeuge, die bis zu zweieinhalb Tonnen wiegen (Beispiel: Mercedes-Benz GL-Klasse 2455kg bis 2580kg, ) und von ihren Fahrern in der Regel völlig überflüssigerweise benutzt werden. Die AfD hat zu spritfressenden Autos, die die Umwelt verpesten, eine klare Haltung:
    "Eine ideologisch geleitete Verkehrspolitik, die bestimmte Verkehrsmittel bevorzugt oder diskriminiert, z.B. Benachteiligung von Dieselfahrzeugen, lehnt die AfD ab.
    Deshalb wenden wir uns auch gegen ein flächendeckendes Tempolimit und erfolglose Umweltzonen. Umweltzonen haben nachweislich nicht zur Reduzierung der Feinstaubemission beigetragen. Sie sind daher abzuschaffen."
    Quelle: Position der AfD zur Verkehrspolitik,
    Leider ist diese Haltung nicht nur in AfD-Kreisen verbreitet. Und leider ist Leuten, die so drauf sind, sinnvoll nur noch mit einem Witz zu begegnen. Deshalb haben die jungen Schweizer Grünen schon vor zehn Jahren eine Kampagne gegen SUV's gestartet: "Auf ihren Stickern finden sich ein rot durchgestrichener Geländewagen und Sprüche wie "Nieder mit dem Klima, Tropen für die Schweiz", "Ich saufe für drei" oder "Gib Kindern keine Chance". Mittlerweile sind über 200.000 Stück abgegeben worden, die von Sympathisanten fleißig an das Heck ihrer Hassobjekte geklebt werden." Quelle: Spiegel online vom 25.7.2007,
    Das Thema ist in der Schweiz weiter aktuell. Über den Verlauf der damals gestarteten Kampagne informiert dieses Interview vom Juli 2017 aus dem Tagesanzeiger aus der Schweiz:
    "«Auf der Strasse findet eine kriegsähnliche Aufrüstung statt»

    Der grüne Nationalrat und mögliche Zürcher Stadtratskandidat Bastien Girod will grossen und lauten Autos in den Städten an den Kragen."
    Quelle:

    Es ist freilich nicht einfach zu beurteilen, wie effektiv es ist, Autofahrer auf witzige Art und Weise an den Pranger zu stellen. Und schnell kommen die Bedenken, ob es klug ist, einen Konflikt anzuheizen oder ob es nicht klüger ist, nüchtern und sachlich zu bleiben weil so vielleicht mehr erreicht werden kann. Ich kann mit vorstellen, dass es klug ist, auf mehreren "Klaviaturen" zu spielen, um politisch etwas in Bewegung zu setzen.
    Deshalb eröffne ich dieses Thema, "Mit Witz Gefahren abwehren" und bin mal neugierig, was so kommt.
    Das SUV's tatsächlich eine erhöhte Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen, mal abgesehen von der üblen psychologischen Wirkung, ist übrigens erwiesen. So berichtete u. a. Die Süddeutsche vom 18.9.2017, dass SUV's nicht nur für Fußgänger und Radfahrer eine erhöhte Gefahr darstellen, sondern auch für Fahrer und Insassen von kleineren Autos:
    Wie gefährlich sind SUVs als Unfallgegner?
    Einer der SUV-kritischen Sprüche der Schweizer Grünen ging so:
    "Wenn ich einmal groß bin, werde ich ein Traktor."
    Ich habe dazu mit dem Bildbearbeitungsprogramm mal ein Bild hergestellt. Die Original-Aufkleber der Schweizer jungen Grünen habe ich leider nicht gefunden. Aber der müsste es auch tun:



    Aber vielleicht gibt es ja auch Witze über Autofahrer, die auf witzige Weise ganz grundsätzlich auf die Gefahren des Autofahrens aufmerksam machen und den MIV als Verkehrssystem in Frage stellen. Damit meine ich jetzt nicht unbedingt die gängigen "Manta-Witze".


    Wie wär's zum Beipiel mit dem:
    - Kennste den schon?
    - Erzähl!
    - Treffen sich zwei Autofahrer.
    - Und wo ist da der Witz?
    - Beide tot.

    Auch die Reflektoren sind sicherlich leistungsfähiger. Die insgesamt geringe Fläche finde ich dennoch ungünstig.

    Das sehe ich auch so, die breiten Rückstrahler sind doch bestimmt besser zu sehen, oder sind die neueren kleineren Rückstrahler wirklich genau so effektiv?

    Worauf ich auch gespannt bin: Wie werden wohl die oBikes in zwei drei Jahren aussehen? Wo werden sie Rost ansetzen? Der Gedanke kam mir so, als ich diese Woche bei Neuschnee in der Stadt dieses Foto vor der Clemenskirche machte:

    Bei der Gelegenheit, weil das Bild so schön passt: Frohe Weihnachten allerseits! Maria und Josef wären heutzutage bestimmt mit dem Fahrrad unterwegs!

    Mit wie wie wenig Platz Benutzer des ÖPNV + Fußgänger + Radfahrer bisweilen auskommen (müssen), kann man zur Zeit an dieser Baustelle in Hannover gegenüber dem Neuen Rathaus am Friedrichswall sehen.
    Im Hintergrund der ersten beiden Bilder ist das Kestnermuseum zu sehen.
    Im Hintergrund des dritten Bildes (aus der Gegenrichtung aufgenommen) ist die Nord-LB zu sehen.
    Ein bisschen stolz bin ich auf den auf dem dritten Bild zufällig mit aufgenommenen Oldtimer-Omnibus vom Typ Setra S 100, Baujahr 1968, mit 31 Sitzplätzen für Fahrgäste.

    Neben der ultraschmalen Kombination aus Radweg + Fußweg + Bushaltestelle verlaufen drei Autofahrspuren, auf der gegenüberliegenden Straßenseite nochmal drei Autofahrspuren für die Gegenrichtung.
    Der Fahrradweg darf in beide Richtungen benutzt werden, allerdings fehlt das blaue Radfahrweg-Fußweg-Schild mit Querbalken auf der Seite entgegengesetzt der üblichen Fahrtrichtung (drittes Bild).
    Ich wage mal zu hoffen, dass das eine sehr sehr kurzzeitige Baustelle ist, denn es steht ein Autokran hinter den Absperrungen. Trotzdem sollte so was eigentlich nicht so gemacht werden!

    Das Rücklicht ist in Frankreich (ECE-Prüfzeichen E2) zugelassen. Damit ist es nach §21a StVZO auch bei uns zugelassen.

    Vielen Dank für den Hinweis, Julius. Faustformel also "Z" = "E". Die kleine "2"steht für in Frankreich zugelassen. Dann nähert sich die rechtlich einwandfreie Minimalausstattung der Fahrrad-Rücklicht/-reflektoren ja wieder den früheren Beleuchtungsanlagen an, die man manchmal noch an Fahrrad-Oldtimern sieht:
    Rein äußerlich sieht das alte Fahrrad-Rücklicht ähnlich aus wie an einem oBike:
    Ich vermute mal technisch hat sich schon was gebessert und die heutigen Rücklichter strahlen auch nach seitwärts.

    So sehr groß muss das Z gar nicht sein. Ich habe den hier an zwei Rädern. Auf dem Herstellerbild ist rechts unten ist das Z. Auf den Bildern von den OBikes ist das nicht zu sehen. Von daher kein Z-Rückstrahler und wenn es der einzige nach hinten ist, ist das so nicht zulässig.

    Macht aber nichts, weil Radfahrer eh nie Licht haben und das Licht von im Rückspiegel daher kein Radfahrer sein kann, so dass bedenklos rechts abgebogen werden kann.

    Der "Z"-Rückstrahler auf dem von dir verlinkten Bild sieht mir nach einem zuverlässigen Produkt aus, dass es für wenige Euros zu kaufen gibt. Warum werden die dann nicht von oBike verbaut?
    Übrigens sieht der Rückstrahler so aus, dass er nicht einen ganz so großen Reiz auf mögliche Fahrrad-Randalierer auszustrahlen scheint.
    Aber ist er auch tatsächlich so wirksam wie ein breiter Rückstrahler? (siehe Foto)
    Auf jeden Fall ist es besser einen kleinen Rückstrahler zu haben, der zugelassen ist und nicht so leicht Randalierern zum Opfer fällt. Als einen breiten Rückstrahler, der mutwillig abgerissen wurde von "bösen Buben".


    Ich finde allerdings die seitliche Anbringung problematischer als das fehlende Prüfzeichen, da das Rücklicht aus bestimmten Richtungen durch Teile des Fahrrads (Reifen, "Schutzblech") verdeckt ist.

    Seitlich angebracht befindet sich der Rückstrahler jedoch in einer nicht ganz so exponierten Lage, als wenn er am hinteren Ende des Schutzbleches hängt. Das hatte ich auch mal an meinem Rad. Die Halterung hatte sich jedoch zu leicht um die Strebe gedreht. Habe an meinem eigenen Fahrrad mich deshalb für die im Bild dargestellte Lösung entschieden. Bei den oBikes könnte man jedoch ein Rücklicht in das "Schutzblech" aus Kunststoff integrieren. Das wäre möglicherweise eine besser sichtbare Positionierung. So lange das aber nicht einigermaßen bruchsicher möglich ist, plädiere ich eher dafür, den Rückstrahler an einer Position anzubringen, wo er nicht so leicht abbricht oder zerbricht.


    Ich finde allerdings die seitliche Anbringung problematischer als das fehlende Prüfzeichen, da das Rücklicht aus bestimmten Richtungen durch Teile des Fahrrads (Reifen, "Schutzblech") verdeckt ist.

    Vielen Dank Yeti für den Link zu dem Gesetzestext. Da steht: Das Fahrrad muss mit "...einem roten nicht dreieckigen Rückstrahler der Kategorie „Z“ ausgerüstet sein."
    Aber da steht nicht, dass das "Z" auf dem Rückstrahler selbst aufgebracht sein muss.
    Könnte es sein, dass die Rückstrahler an den oBikes in Hannover der Kategorie "Z" entsprechen, obwohl auf dem Rückstrahler selbst kein "Z" angebracht ist? Oder muss das "Z" im Buchstaben-Wirr-Warr enthalten sein?
    Auf jeden Fall ist es nicht dreieckig. Dreieckige rote Rückstrahler sind, wenn ich mich recht erinnere, für Anhäger vorgeschrieben, allerdings nicht für Fahrradanhänger.

    Ja, habe heute nochmal nachgesehen. Das eigentliche Rücklicht ist eine rote LED hinter klarem Glas, das ganze sichtbar rote auf den Fotos ist ein Reflektor. Nach einem Zulassungszeichen habe ich allerdings nicht gesucht.

    Hallo timovic, schreibst du da von den oBikes, die in München ausgeliehen werden können? Ist das das selbe Modell wie in Hannover mit ebensolchen Rückleuchten wie auf dem Foto aus meinem vorigen Beitrag?
    Ich kann ja in gewisser Weise verstehen, dass die Fahrradverleihfirma keine breiten Rückstrahler anschraubt, denn aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, dass diese scheinbar einen unwiderstehlichen Reiz bei Leuten auslösen, die gerne ein bisschen an Rädern rumrandalieren wollen. Aber der breite Rückstrahler ist nunmal vorgeschrieben. Und es wäre ein schlechter Dienst an den verantwortungsbewussten oBike-Kunden, von ihnen zu verlangen, dass sie auf eigene Rechnung die Beleuchtungsanlagen komplettieren. Grüße Ullie

    Wobei der Rückstrahler nicht unbedingt breit sein, sondern vor allem das Prüfzeichen Z tragen muss. Und dieses Prüfzeichen tragen auch relativ kleine Rückstrahler, die man an der Sitzstrebe montieren kann. (Derartiges kann ich auf den Bildern allerdings auch nicht erkennen.)

    Bist du dir da mit dem großen "Z" ganz sicher? Wenn dem so ist, dann sind die oBikes in Hannover nicht wirklich beleuchtungstechnisch einwandfrei ausgestattet, denn ein "Z" konnte ich nicht entdecken. Allerdings jede Menge anderes Zahlen- und Buchstaben-Wirr-Warr:

    Möglicherweise schlimmer als das Datenleck, das laut oBike gar nicht so gravierend gewesen sein soll, und von dem angeblich nur sehr wenige Nutzer betroffen waren, scheint mir das Fehlen eines breiten roten Rückstrahlers, oder ist der neuerdings nicht mehr vorgeschrieben? Speichenreflektoren dagegen sind vorhanden. Das kann man auch auf den bereits hier veröffentlichten Bildern erkennen.

    Was bei der Studie weiterhin fehlte: Die Angabe, ob bei meiner Entscheidung die Radwege b-pflichtig wären oder nicht. Wäre so ein "Radweg" b-pflichtig, würde ich mich u.U. anders verhalten als ohne B-Pflicht.

    Mal abgesehen von Radfahrerinnen und Radfahrern, die in solchen Foren wie diesem unterwegs sind und vielleicht noch einige, die sehr aufmerksam die aktuelle Medienberichterstattung zu Fahrradthemen verfolgen, ist vermutlich weitgehend unbekannt oder zumindest nicht ganz klar, wie die aktuelle Rechtslage (bezüglich Radwegebenutzungspflicht) denn aussieht.
    Und dann gibt es noch diejenigen, denen die Rechtslage zwar mehr oder weniger klar ist, sie aber nicht gutheißen.
    Und diejenigen, denen die Rechtslage wurscht ist und die sich sagen, sollen die Leute sich doch einfach vernünftig verhalten, dann passiert schon nichts.
    Und von denen wiederum halten es einige für absolut unvernünftig, einen angebotenen Radweg auszuschlagen egal ob der benutzungspflichtig ist oder nicht.
    Ich vermute mal, dass es nur wenige Verkehrsteilnehmer aller Arten gibt, denen klar ist, dass es benutzungspflichtige Radwege und nichtbenutzungspflichtige Radwege gibt.
    Gibt es darüber eigentlich auch Untersuchungen?

    Wenn ich im (nicht Radverkehrsthemen-affinen) Bekanntenkreis mal auf Radverkehrsthemen und entsprechende aktuelle rechtliche Regelungen zu sprechen komme, dann heißt es schnell: "Ullie lass stecken, es macht doch sowieso jeder, was er will. Und je nach Ausrichtung sind entweder sowieso die Radfahrer an allem Schuld oder die Autofahrer. (Oder die Fußgänger. Die werden aber nur selten genannt.)

    (Da fällt mir ein Witz aus den dreißiger Jahren ein, den ich kürzlich gelesen hatte:
    Wird ein älterer Jude, der auf einem Fahrrad fährt, von Nazis angehalten und verprügelt. Anschließend fordern ihn die Nazis auf: "Nun sag mal: Wer ist an allem schuld?"
    Sagt der Jude: "Die Juden (kurze Pause) und die Fahrradfahrer."
    Fragt einer der Nazis: "Warum die Fahrradfahrer?"
    Antwortet der Jude: "Warum die Juden?")

    Ist doch auch sinnvoll diese Antwort-Möglichkeit anzubieten.

    Freilich, ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das ein weitverbreitetes Radfahrerverhalten ist, im Zweifel nutze ich lieber den Bürgersteig, weil das ist sicherer für mich und die Fußgänger sollen halt mal ein bisschen zusammenrücken. Das ist meines Erachtens auch der Grund dafür, dass Radfahrer bei Fußgängern oft nicht gut gelitten sind. Sozusagen der "Fressfeind" auf der knappen Bürgersteigfläche.
    Und dann gibt es die Radler, die die Fahrbahn benutzen, wenn ihnen der Radweg oder der Schutzstreifen nicht ganz "koscher" vorkommt oder einfach nur zu schmal ist. Und davon ist dann der Autofahrer genervt, der den sehr viel schwächeren Radfahrer ebenfalls als Fressfeind sieht, bei der Konkurrenz um die vom Autofahrer als Eigentum betrachtete Verkehrsfläche Fahrbahn.

    Das Fahrbahnen grundsätzlich für alle da sind, ist eine Erkenntnis, die bei vielen Autofahrenden noch nicht gereift ist. Und auch bei der Befragung der Uni Dresden wird durch die einseitige Fragerei nach dem Befahren des Fußwegs der Eindruck verstärkt, die Fahrbahn sei ja schließlich vor allem für Radfahrer da.

    Datenleck bei oBike

    Heute schon oBike gefahren? Ich kann ja mal nachschauen, wo du da so überall mit rumgefahren bist.

    So oder so ähnlich muss man sich das wohl vorstellen, worüber tagesschau.de berichtet:

    In dem zu dem Bild gehörenden Artikel wird berichtet, dass oBike ein gravierendes Problem mit der Datensicherheit habe, so dass ich mich frage, ob es nicht möglich ist, ganz grundsätzlich anders das Verleihsystem zu gestalten, so dass nicht die konkret gefahrene Strecke eines Ausleihers nachverfolgt werden kann.

    Bei tagesschau.de heißt es: "München, Berlin, Frankfurt, Hannover - in immer mehr deutschen Städten bietet oBike Leihfahrräder an. Nun hat der BR ein Datenleck beim Anbieter der gelben Räder entdeckt. Persönliche Daten und Bewegungsdaten von Nutzern waren frei über das Internet zugänglich."

    Da fehlt doch allerwenigstens theoretisch die Möglichkeit, die jeweiligen Streifen rechts liegen zu lassen und auf der anderen Fahrbahn zu fahren.
    Die für Radfahrer verbotenen Gehwege werden schließlich auch immer wieder als Lösungsmöglichkeit angeboten.

    Die von dir angestellte Überlegung offenbart, dass die Autoren der Studie das Bild vom "Rüpel-Radler" im Hinterkopf haben, der zu feige ist, sich mit dem Autoverkehr anzulegen und stattdessen lieber die Fußgänger in Bedrängnis bringt, wenn es ihm mulmig wird, weil er den Eindruck hat, dass ihm die Autofahrerinnen und Autofahrer zu dicht auf den Pelz rücken.

    Ich habe folgende Ergänzungen angefügt:
    "Bei den Abbildungen der verschiedenen Radverkehrsanlagen ist es m.E. unmöglich eine generelle Bewertung insbesondere der möglichen Behinderungen abzugeben. Dieser Faktor hängt extrem von der örtlichen Situation und damit dem Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern und Behörden ab. So ist ein Radfahrstreifen in Kiel so gut wie immer benutzbar, in Hamburg kann man hingegen davon ausgehen, dass man schnell auf den ersten Falschparker trifft. Oder man steht auf unterdimensionierten Radwegen im Radler-Stau.

    Bei den Radfahrschutzstreifen im Bild, kommt es für eine Beantwortung der Frage auf die Fahrtrichtung an. In Blickrichtung ist der Fahrbahnrand leer und gerade. Hier könnte man in allen Kategorien Bestnoten geben (wenn man unberücksichtigt lässt, dass auf dem Schutzstreifen legal von KFZ gehalten werden dürfte.) In der Gegenrichtung führt der Schutzstreifen zu eng an geparkten KFZ vorbei. Hier ist es weder empfehlenswert, noch erlaubt mit dem Rad zu fahren (Stichwort "Dooring"). Es wäre somit in allen Kategorien die schlechteste Note zu vergeben. Ich hab nur die Blickrichtung bewertet. "

    Achja, ich bin Genussradler. ^^

    Nachdem ihr mich jetzt alle neugierig gemacht habe, bin ich schwach geworden und habe ebenfalls den Fragebogen ausgefüllt. Das wünschenswerte Ergebnis sollte sein, dass es guten Radverkehr dort gibt, wo breite Hauptverkehrsstraßen für den Radverkehr so ertüchtigt werden, dass dem Radverkehr deutlich mehr Platz eingeräumt wird, als dass derzeit vielerorts der Fall ist. Die Verantwortungsträger sind nur in wenigen Fällen bereit, Autofahrspuren oder Parkplätze am Straßenrand zu breiten Radwegen umzubauen.
    Das Bild mit dem Radschutzstreifen aus der Umfrage, das Julius hier erwähnt, ist mir aus dem selben Grund auch aufgefallen. Es gab da auch noch ein Bild von einem Radweg, der auf der Straße markiert war. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich den als sicherer empfinden würde, wenn es zusätzliche Abgrenzungen zur Autofahrbahn gäbe. (Nennt man so was Überfahrsperren?*)
    Bei beiden Fragen fände ich eine Umfrage geeigneter, die die selbe Straße zeigt in unterschiedlichen Ausbauvarianten.
    Zum Beispiel ein Schutzstreifen bei dem rechts keine Autos parken und im Vergleich dazu der selbe Schutzstreifen, bei dem rechts zahlreiche Autos parken.
    Oder ein auf der Fahrbahn markierter Radweg bei dem der weiße durchgezogene breite Streifen zusätzlich mit Überfahrsperren geschützt wird im Vergleich zum selben Radweg nur mit Markierung.

    Gibt es denn für so eine zusätzliche Sicherung eines Radfahrstreifens durch Elemente die ein Überfahren verhindern sollen einen feststehenden Begriff? Im Internet habe ich unter anderem den sogenannten "Frankfurter Hut" gefunden.
    Es gibt auch einen Wikipedia-Artikel zum Frankfurter Hut:

    In Mannheim wurden diese Frankfurter Hüte zur Radwegsicherung benutzt.

    Der verlinkte Artikel aus der Internetseite Mannheim 24 zeigt allerdings, dass Autofahrer so aggressiv in den Verkehrsraum der Radfahrer eindringen, dass sie auch vor dem Kaputtfahren der Frankfurter-Hut-Elemente nicht zurückschrecken.

    Wenn man den Frankfurter Hut in Kombination mit einem breiten durchgezogenen weißen Streifen benutzt, um eine vorhandene Autofahrspur auf einer dreispurigen Einfallstraße abzutrennen und damit zum Radweg umzuwidmen, dann ist das eine kostengünstige und wirkungsvolle Maßnahme zur Verbesserung des Radverkehrs. Es könnten auch zweispurige Fahrbahnen mit breiten Fahrspuren umgewandelt werden zu zweispurigen Fahrbahnen mit schmalen Fahrspuren plus Radweg.

    Ist es das, was die Mitarbeiter der Uni-Dresden im Hinterkopf haben, wenn sie ihre Umfrage durchführen?

    Bei den Rädern dürfte die Komfortgrenze irgendwo zwischen 15 und 20km/h liegen. Da strampelt man dann schon ordentlich, nicht zuletzt in Kombination mit den kleinen Laufrädern.

    Das schätze ich genau so ein, ausprobiert habe ich die Räder noch nicht.
    Die Laufräder scheinen 26 Zoll zu haben, das halte ich für ausreichend. Entscheidender für den Fahrkomfort ist meines Wissens der Nabenabstand. Eine entsprechende Übersetzung kann locker eine geringere Laufradgröße wettmachen. Alurahmen sind außerdem starrer als Stahlrahmen. Die Räder haben einen Alu-Rahmen, so sah es für mich zumindest aus. Und der Nabenabstand ist nicht auffällig groß. Also doch ein ganz schönes Geruckel, kommt natürlich entscheidend auf den Untergrund an.