Ich kriege neuerdings keine Bilder mehr hochgeladen. Wenn ich den Link zum Bild in den Beitrag kopiere dann kommt die Meldung, dass er eine unzulässige Tastenkombination enthält. So kann ich nur ein Link zum Bild in den Beitrag einführen, der zum Bild führt, wenn man ihn anklickt. Einen Link, der direkt das Bild erzeugt ist leider nicht möglich. Ist das gewollt? Aber andere Nutzer schaffen es doch auch, Bilder hochzuladen. Was muss ich tun?
Viele Grüße, Ullie
Beiträge von Ullie
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"Sollte die Benutzungspflicht für Radwege aufgehoben werden?
Radfahrer auf der Straße
Ja, auf der Straße ist man als Radfahrer deutlich sicherer unterwegs.
Nein, das gibt doch nur ein gefährliches Durcheinander.
Ich fahre kein Fahrrad."Quelle: HAZ-Umfrage vom 29.6.2017:
Damit hat die Hannoversche Allgemeine Zeitung einmal mehr bewiesen, wie manipulativ sie Umfragen gestalten kann.
Warum es nicht einmal mit einer solchen Umfrage versuchen:Sollte der Bürgersteig vom Radverkehr entlastet werden?
Fußgängersituation verbessern durch Verlagerung des Radverkehrs auf die Fahrbahn
1. Ja, für den zunehmenden Radverkehr ist nicht genug Platz auf dem Bürgersteig. Auf breiten Radstreifen auf der Fahrbahn kommen Radfahrer schneller und sicherer voran.
2. Nein, die Fahrbahn muss ausschließlich dem Autoverkehr vorbehalten werden. Dort haben Radfahrer nichts zu suchen.
3. Weiß nicht, ich bin weder als Fußgänger noch als Radfahrer häufig in der Stadt unterwegs.Immerhin wurde in derselben Ausgabe ein vergleichsweise moderater Artikel zu der Thematik geschrieben. Titel: "Radler dürfen öfter die Straße mitbenutzen"
Darin wird unter anderem auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes von 2010 hingewiesen: "„Das Gutachten ist die Folge eines Bundesverwaltungsgerichtsurteils, auf dessen Anwendung aus Kreisen der Radverkehrslobby gedrängt wird“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Der Leipziger Richterspruch stammt bereits aus dem Jahr 2010 und legt fest, dass Radfahrer vorrangig die Fahrbahn für Autos nutzen sollen."
Hier ein Link zum Urteil: -
Alles wird gut, Ullie. Keine Sorge... meine Auto braucht keine Bratwürste. Und ich selbst verzehre nur gelegentlich Diesel oder Brennstäbe oder Braunkohle. Derzeit gibt es da in meinem Leben noch keine Konkurrenzsituation. Vielleicht wäre etwas Entspannung gut?
Och ich bin da ganz tiefenentspannt, sonst hätte ich vermutlich nicht die Ruhe weg für derartige kniffelige Rechnungen.
Was mich dann wirklich wütend macht sind Menschen, die selbstgerecht erklären, an dem Hunger in der Welt seien die Hungernden selber schuld, weil sie ja viel zu viele Kinder in die Welt setzten. Mach dir mal den Spaß und rechne so jemandem bei passender Gelegenheit mal vor, dass von dem was sie oder er bei der täglichen Autofahrerei so an Kalorien "verbrät", locker sechs bis acht Menschen satt werden könnten!
Neben der Phasen der Entspannung ist ja auch hin und wieder mal ein bisschen Spannung angesagt! -
In Hannover tut sich die Politik wie andernorts außerordentlich schwer damit, wirksame Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu ergreifen.
Während SPD-Verkehrsexperte Lars Kelich faststellt: „Straßensperrungen sind eine Diskriminierung“, ist der hannoversche CDU-Vorsitzende Toepffer "schon einen Schritt weiter":
„Bei den Ladestationen für E-Autos tut die Stadt aber zu wenig“, sagt Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. (...) „Aber ist die Luft in den Städten wirklich so schlecht?“, fragt Toepffer. Die Messpunkte an besonders befahrenen Straßen seien zu hinterfragen. Zitate aus HAZ vom 15.6.2017Zusammengefasst: Liebe Stadtbewohner, atmet weiter Gift!
Es ist nicht nur unglaublich, dass die CDU lediglich mit ein paar vagen Hinweisen zu E-Autos versucht die Luftverschmutzung in der Stadt kleinzureden. Noch schlimmer ist, dass Hannovers CDU-Chef empfiehlt, die Messstationen ganz einfach dorthin zu platzieren, wo möglichst wenige Autoabgase hinwabern.
google-street-view Bild vom Messcontainer in der Göttinger Straße:
google-street-view Bild vom Messcontainer auf dem Lindener Berg:
Die Bilder zeigen, dass in Hannover nicht einfach nur an den am stärksten belasteten Straßen gemessen wird zu denen u. a. die Göttinger Straße zählt, sondern eben auch an wenig belasteten Punkten wie auf dem Lindener Berg.
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Nein. Der Berichterstattung sollte es darum gehen, Bericht zu erstatten. Darüber hinaus gehende Ziele sollte sie im Idealfall nicht haben.
Dann bräuchte im vorliegenden Fall auch nicht darüber berichtet werden, dass unklar ist für wen denn nun die Ampel Rot zeigte! Denn dass geschieht aus der Perspektive des Berichtserstatters ja auch deshalb, weil er meint, damit einen Beitrag dazu zu leisten, zukünftige Unfälle zu verhindern.
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Das stimmt in dieser Absolutheit nicht. Beispiel : Ein LKW an einer grünen Ampel nach rechts abbiegen und fährt dann einen rechts von ihm befindlichen Radwegnutzer platt ...
Wer grün hat darf deshalb noch lange nicht fahren, er muss erst mal schauen, ob er dort wo er hinfährt, niemanden umfährt. Manche Autofahrer, so musste ich leider feststellen kennen bei Ampeln nur die Autofahrer-Perspektive: Der Autofahrer hält ja unmittelbar vor der Ampel, während für Fußgänger, bisweilen auch für Radfahrer sich die Ampel auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet.
Tatsächlich habe ich schon häufiger erlebt, dass ungeduldige Autofahrer, drauf loshupen und schimpfen, wenn sich noch Fußgänger oder Radfahrer auf dem Überweg befinden, die bei Grün gestartet sind, deren Ampelzeichen aber während des Querungvorgangs auf Rot umsprang. (Was übrigens sehr häufig der Fall ist!)
Das bringt dann manche Autofahrer richtig in Rage, entweder haben die nicht die ganze Szene verfolgt oder sie haben die Erwartung, dass sich Fußgänger und Radfahrer umgehend in Luft auflösen, wenn das Ampelmännchen auf Rot umspringt?
Noch ungeduldiger werden Autofahrer, wenn eine geschlossene Fußgängergruppe den Fußgängerüberweg passiert und währenddessen die Ampel für Fußgänger von Grün auf Rot umspringt. Dann wird nicht selten gehupt, geschimpft und der Motor heulen gelassen, was das Zeug hält, wenn diese Fußgängergruppe als solche geschlossen den Überweg überquert. Autofahrer haben da wohl die Erwartung, dass es sich ganz einfach nicht gehört, dass Fußgänger in Gruppen unterwegs sind.
Um hier mal nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich immer nur die Autofahrer für die "Bösen" halte. Es gibt freilich auch Radfahrer mit einer gewissen "Grün-Fixiertheit". Bekanntlich steht sich der Autoverkehr oft selbst im Weg, was sich besonders dann zeigt, wenn bei Grün in Kreuzungsbereiche eingefahren wird, obwohl doch bisweilen erkennbar ist, dass keine Chance besteht, den Kreuzungsraum auch wieder zu verlassen. Kommt z. B. in Hannover am Aegi regelmäßig vor. Jetzt springt für Radfahrer die Ampel auf Grün, aber im Kreuzungsbereich stecken noch Autofahrer fest. Die Fahrzeuge die sich gerade noch vor diesen im Kreuzungsbereich feststeckenden Autos standen, entfernen sich, aber der querende Radverkehr der zwischen den Stoßstangen hindurchfährt, hindert die im Kreuzungsbereich festsitzenden Autofahrer an der Weiterfahrt. (Ist aber auch verdammt viel Disziplin, die ein Radfahrer aufbringen muss, um in einer solchen Situation erst mal abzuwarten, bis die Autos den Kreuzungsbereich verlassen haben, zumal diese Autofahrer ja ihrerseits sehenden Auges sich in ihre Blockade-Situation hineninmanöveriert haben.) -
1 Liter Diesel enthält 38 MJ oder 9079 kcal. Mit einem Liter Diesel kommt man im Auto nicht weit - schon klar. Aber so irgendwas um die 14 Kilometer sind schon drin (bei 7 Liter auf 100 Kilometer). Die Dichte von Diesel ist irgendwas um die 0,85 kg/l.Autoverkehrsflächen fressen nicht nur Fahrradverkehrsflächen - weil die Autos immer "dicker" werden.
Der immense "Kalorienverbauch des Autos" führt besonders in Ländern, in denen die Autofahrer einen hohen Anteil an Ethanol-haltigen Kraftstoff in ihre Autos pumpen, zu Nahrungsmittelknappheit.
Deine Bestimmung der Kalorienzahl für ein Liter Diesel, mit dem ein Auto ca. 15-20 km weit fährt, hat mich auf die Idee gebracht, mal nach dem täglichen menschlichen Kalorienbedarf zu googeln. Der liegt bei ca. 2000 bis 3000 kcal.
Bei bewusst niedrig angesetzten ca. 30 km Fahrleistung pro Tag und einen angenommenen Spritverbrauch von rund 2 Liter kann man also sagen, dass sich von der entsprechenden Kalorienanzahl sechs bis acht Menschen ernähren können!
So gesehen fressen Autos nicht nur den Fahrradfahrern die Verkehrsflächen weg, sondern auch den Menschen die Lebensmittel! -
Das ist nicht danaben, das ist sogar die einzige, im Zusammenhang mit einem bereits geschehenen Unfall, rechtlich relevante Frage. Wer rot hatte, durfte nicht fahren.
Ob es an dieser oder jener Stelle sinnvoll, wünschenswert oder notwendig ist, eine Lichtzeichenanlage zu haben, ob die Flächenverteilung gerecht oder ein Tempolimit angemessen ist, sind Betrachtungen, die zu politischen Diskussionen oder eine Änderung der Verkehrsregelungen führen können, aber am Unfallgeschehen auch rückwirkend nichts mehr ändern.Sollte es bei der Berichterstattung nicht vor allem darum gehen, weitere Unfälle zu verhindern? Das genau kommt zu kurz, wenn sich die Berichterstattung auf die Frage beschränkt "Wer hatte Rot?".
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Eben. Eigentlich ist er ja gar nicht heimlich.
Eigentlich ist er (der heimliche Lehrplan) eher unheimlich!
Über den Dieselskandal sprach ich mit Vertetern der Autolobby (Autofahrer + ADAC-Mitglied). Da wurde Anfangs die Position kultiviert, dass es ja nur um amerikanischen Protektionismus ginge. Im weiteren Verlauf als die Manipulationen immer offensichtlicher wurden, auch hinsichtlich europäischer Grenzwerte , sprach ich hin- und wieder mit Autofahrern, die felsenfest davon überzeugt waren, dass die geforderten Grenzwerte technisch gar nicht erreicht werden könnten, die Automobilproduzenten also angeblich gezwungen waren, eine "Betrugs-Software" zu entwickeln, die zwar den Anforderungen des Prüfstandes entsprechende Abgaswerte ermöglicht, im praktischen Fahrbetrieb jedoch keine Abgase reinigt (oder nur sehr ungenügend).
Um auf den Punkt zu kommen: Viele Autofahrer sehen es als ganz natürlichen und selbstverständlichen Prozess an, dass Autos immer breiter, länger, höher und schwerer werden und gleichzeitig bessere Beschleunigungswerte als ihre Vorgängermodelle erreichen. Das nenne ich den heimlichen Lehrplan.
Diesem heimlichen Lehrplan wird untergeordnet, dass die Regeln der Physik sich nicht so ohne weiteres außer Kraft setzen lassen. Wenn mehr Masse immer schneller beschleunigt werden soll, dann entstehen daraus zusätzliche Abgasprobleme. Leider gelingt es nach meiner Beobachtung der Automobilindustrie derzeit erfolgreich diese physikalisch gegebenen Begrenzungen dadurch zu umgehen, dass Autos mit Elektroantrieb etabliert werden, bei denen große Masse, große Abmessungen und starke Beschleunigungen sich nicht mehr negativ auf die Abgaswerte auswirken.Siehe zum Beispiel die Tesla-Produktwerbung im Internet: "Mit beispielloser Leistung, möglich gemacht durch Teslas einzigartigen, vollelektrischen Antrieb, beschleunigt das Model S von 0 auf 100 km/h in gerade mal 2,7 Sekunden." (Zum Vergleich: Der 7er-BMW mit dem leistungsstärksten Motor brauch 3,7 Sek. siehe: )
Länge des Tesla Model 2: Gerade mal 2,1 cm fehlen, um auf genau 5 m Länge zu kommen!
Breite: Gerade mal 3,6 cm fehlen um bei eingeklappten Außenspiegeln auf 2 m Breite zu kommen. Sind die Außenspiegel ausgeklappt, dann ist das Auto 2,19 m breit.
Über das Gewicht habe ich keine Angaben auf der angegebenen Seite gefunden. Bei wikipedia ist ein Leergewicht von 2,0 bis 2,1 t angegeben.
Und sollte eines Tages die Entsorgung der Batterien zu einem Problemfall werden, dann ist schon jetzt absehbar, dass die "bösen Umweltschützer" daran angeblich Schuld haben, dass so viele Batteriefahrzeuge gebaut wurden.
Denn genau nach diesem Schema wird derzeit von vielen (meine Erfahrung, eine Studie hab' ich dazu noch nicht gelesen) Autofahrern versucht, die weite Verbreitung der Dieseltechnik bei PKW zu rechtfertigen: Angeblich blieb den Autoproduzenten gar keine andere Wahl als der Dieselmotor, weil er im Vergleich zum Benziner bei gleichem CO2-Ausstoß eine höhere Leistung bringe. Und die höhere Leistung ist - heimlicher Lehrplan - notwendig, um den angeblich "natürlichen und selbstverständlichen Prozess, dass Autos immer breiter, länger, höher und schwerer werden" gerecht zu werden.
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Diese Zuspitzung auf die Frage "Wer Rot hatte" ist absolut daneben, denn ein Autofahrer riskiert relativ gesehen wenig im Vergleich zum Radfahrer, wenn beide bei einem Unfall zusammenstoßen.
Leider beschränkt sich die Unfallberichterstattung, wenn eine Ampel im Spiel ist, häufig auf diesen Aspekt. "Wer hatte den Rot?"
Fragen wie die, warum dort die Straße so breit ist, oder warum die Straße pro Richtung mehrere Autofahrspuren hat, oder warum dort überhaupt so viel Autoverkehr stattfindet, dass eine Ampel notwendig ist, oder warum dort kein niedrigeres Tempolimit gilt, oder ob ein Zebratsreifen vielleicht mehr Sicherheit schaffen würde, werden vernachlässigt oder gar nicht erörtert.
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Mit der großen bösen Verschwörung auf der Gegenseite fällt es halt einfacher, sich in der eigenen Opferrolle einzurichten.
Dafür habe ich ein schönes Beispiel aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung: "Der Kampf um die Parkplätze in Hannover - Es ist Abend für Abend dasselbe Szenario: In vielen Stadtteilen kurven Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz durch die Straßen, nicht selten vergeblich. Weil ausreichend Parkmöglichkeiten fehlen, wird jede freie Fläche zum Parkplatz. Hilft jetzt nur noch Abschleppen?"
Wie wollen wir das denn nun mal nennen? "Die große Parkplatzverschwörung" vielleicht? Welche bösen Verschwörer sind das, die für den angeblichen Mangel von Parkplätzen verantwortlich sind? Stecken die Abschleppunternehmen dahinter, die die Stadtverwaltung dafür schmieren, die Zahl der Parkplätze künstlich knapp zu halten, um die sichere Einnahmequelle Abschlepp-Entgelte stabil zu halten? Oder gibt es da so kleine Tiere, die nachts die Parkplätze "enger nähen". siehe Mike Krüger: Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
Objektiv betrachtet freilich fehlen gar keine Parkplätze. Vielmehr gibt es viel zu viele Autos, die zudem immer länger und breiter werden!
Und dann hab ich da gerade nebenbei auf NDR-Info einen Beitrag über die Ideenexpo in Hannover gehört. Hier sollen Schülerinnen und Schüler durch allerhand interessante Ausstellungen und Mitmachaktionen dazu ermuntert werden zukunftsfähige Ideen zu entwickeln und sich für verschiedene Berufe zu interessieren. Es ist deutschlandweit die größte Veranstaltung dieser Art!
Und nein, das hat doch ganz bestimmt nicht so ganz und gar nichts mit einer Verschwörung zu tun (das fällt mir echt schwer, das nicht zu glauben), wenn an erster Stelle der dargebotenen Angebote genannt wird, dass die jugendlichen Besucher in einem Fahrsimulator, der in ein Auto eingebaut ist, Autorennen fahren können! 
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Und das, was du da oben alles an wertvollen "Argumenten" ins Zeug geworfen hast fällt für mich unter Verschwörungstheorie.
Ergebnisse aus den USA sind genau so wenig wie Ergebnisse aus den Niederlanden auf unsere Verkehrssituation zu übertragen. Unsere Polizei wird immernoch staatlich finanziert (im Gegensatz, etwa, zu unserer hervorragenden Post oder Bahn) und lebt nicht von der erheblichen finanzielle Stütze des Unternehmens UVEX.
Solange du hier "Auto, Polizei, Helm, Parkplätze, Radler und Politik" ohne Einzelfall zu einem Batzen zusammenmischst bleibe ich entspannt bei Bier und Keksen uns sage "spinnerte Verschwörungstheorie"
Mit dem Begriff "Verschwörungstheorie" sollte man vorsichtig umgehen. Einerseits liegt es natürlich nahe, gesellschaftliche Entwicklungen, die man kritisch sieht, damit erklären zu wollen, dass eine mehr oder weniger geheime Verschwörung dafür verantwortlich sei, auch wenn das einer nüchternen Betrachtung nicht standhält. (Das kann beispielsweise davon entlasten, eigene Anteile an der kritisierten Entwicklung beiseite zu schieben.) Andererseits liegt es ebenso nahe, Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen damit entkräften zu wollen, dass die Kritiker angeblich einer Verschwörungstheorie anhängen. So wie du es in deinem Beitrag versuchst.
Es ist jedoch nicht der Versuch, eine Verschwörungstheorie in die Welt zu setzen, wenn ich darauf aufmerksam mache, dass die Tatsache, dass immer mehr deutlich breitere Autos gekauft werden, bei Zeitungen und Nachrichtenredaktionen dazu führt, daraus entstehende Verkehrsprobleme damit erklären zu wollen, dass die Straßen zu schmal und die Parkplätze zu klein seien.
Es hat auch nichts mit Verschwörungstheorie zu tun, wenn ich in diesem Thread kritisiere, dass von vielen Nachrichtenportalen zwar regelmäßig beklagt wird, es gäbe zu wenig Parkplätze in der Stadt, andererseits aber eine wichtige Ursache dafür unerwähnt bleibt: Größere Autos beanspruchen eine größere Verkehrsfläche, so dass die zur Verfügung stehende Verkehrsfläche pro PKW relativ gesehen kleiner wird.
Das ist keine Verschwörungstheorie sondern Kritik an solchen Nachrichtenredaktionen, die Halbwahrheiten verbreiten.Das gezielte Ausboten funktionierender Nahverkehrsunternehmen durch deren Übernahme von Konzernen der Autoindustrie, ist hinreichend belegt. In welch hohem Umfang das dazu beigetragen hat, den MIV zu verbreiten, darüber kann man sich freilich vortrefflich streiten, aber es ist keine Verschwörungstheorie.
Und auch wenn die Polizei nicht vom Sport-Sicherheitsartikel-Hersteller UVEX finanziert wird, so ist es doch auffällig, dass vom Polizeirevier "meines Vertrauens" der Hinweis auf zugeparkte Rad- und Fußwege gerne damit relativiert wird, es herrsche ja schließlich Parkraummangel. In weiterführenden Gesprächen wird dann von manchen Ordnungskräften gerne darauf hingewiesen, dass die Automobilindustrie doch unser aller Wohlstand sichere. Dem entgegne ich dann gerne mit dem Hinweis, dass es sehr erkenntnisreich sei, die Sache mal umgekehrt zu durchdenken: Die Automobilindustrie sichert nicht unseren Wohlstand, sondern gefährdet ihn!
Beispiel gefällig? "Viele Straßen im Stadtgebiet sind zu schmal, und wer beim Parken am Rand nicht ganz genau aufpasst, riskiert einen demolierten Außenspiegel." Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 25.11.2016
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Hallo DMHH!
Darf ich deine Sammlung "krummer Verkehrszeichenträger" in Richtung krumm gefahrene Fahrradständer erweitern?
Hier ein Beispiel aus Hannover Limmerstraße in einem Abschnitt, in dem kein Autoverkehr zugelassen ist. (Naja Ausnahmne Lieferverkehr zu bestimmten Zeiten, vielleicht war's ja ein Lieferwagen.) Aber ganz bestimmt kein Radfahrer. Motorradverkehr ist in der Straße übrigens auch nicht zugelassen, aber das hindert den Fahrer des abgebildeten gut verpackten Motorrades nicht, den Fahrradbügel als Dauerstellplatz zu benutzen.
Grüße, Ullie -
Deine Argumente in Ehren, aber dass da irgendeine verborgene Macht ("Lobby") im Hintergrund die Strippen zieht, um Menschen derart zu beeinflussen ("heimlicher Lehrplan"), das ist für mich in einer Ebene mit zionistischer Weltverschwörung, Neue Weltordnung, Men in Black, ... und damit Paranoia. Der Glaubwürdigkeit eines Autors ist eine solche Formulierung jedenfalls stark abträglich.
Wenn Polizei bestimmte Verstöße nicht ahndet, dann wohl weil die Beamten einfach nicht selbst betroffen sind und kein Verständnis für die Betroffenen entwickelt haben - meistens weil die Beamten aus eigener Übung eher selbst geneigt wären, die Ordnungswidrigkeiten zu begehen ("wo soll er denn sonst entladen?", "da behindert der Wagen doch den Verkehr", ...).Ich habe lange Zeit befürchtet einer "Verschwörungstheorie" aufzusitzen, dass US-Autokonzerne in den 30er-Jahren gezielt zahlreiche US-Straßenbahnunternehmen aufkauften, um sie dann platt zu machen. Eine Bestätigung fand ich dann in einem TAZ-Interview mit dem renommierten Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim: "Stellen Sie sich vor, schon in den späten 1930er-Jahren hat allein der US-Autokonzern General Motors hundert Nahverkehrsunternehmen gekauft – um sie dann kaputt zu machen und die Straßenbahnen zu verschrotten." Titel: "Das Auto hat ausgedient"
So lange es der Autoindustrie gelingt das Märchen aufrecht zu erhalten, dass jeder Bürger ganz selbstverständlich mit dem privaten Auto überall mobil sein kann, ist doch auch die Polizei eher geneigt, bei Parkverstöße etc, Nachsicht walten zu lassen. Da denken sich dann viele (auch) Beamten: "Die Stadtverwaltung hätte doch auch wirklich ein paar Parkplätze mehr einrichten können." Und manche nennen das dann halt "Verschwörungstheorie", um so offensichliche Zusammenhänge kleinzureden.
Oder nimm die Geschichte mit den Fahrradhelmen. Hier ist die Polizei höchst intensiv "scheinaufklärerisch" tätig. Die schmeißt sich für den Fahrrad-Helm ins Zeug als bekämen sie Provision von den Herstellern derselben. Tatsächlich wird damit der Nicht-Helm-tragende Radler (also die große Mehrheit der Radfahrer) in die Ecke gedrängt. Da wird man doch wohl mal drauf hinweisen dürfen, ohne sich den Vorwurf einzufangen, man verbreite "Verschwörungstheorien.
Nicht alles was gerne als "Verschwörungstheorie" bezeichnet wird, ist eine "Verschwörungstheorie". Allzu inflationär sollte auch mit dem Vorwurf "Verschwörungstheorie" nicht umgegangen werden. Manches entpuppt sich dann doch als Tatsache.
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Meiner Meinung nach ist die Kennzeichenerfassung eine ganz drollige Idee. Die Kennzeichenerfassung bei Section Control ist aus Datenschutzsicht äußerst problematisch, da gab es jahrelange Diskussionen drüber, das wird ja gerade im innerstädtischen Bereich noch viel schwieriger werden.
Es gibt so Momente, da hängt mir der Datenschutz so was zum Halse raus:
Wenn es beispeilsweise darum geht, innerhalb von ÖPNV-Fahrzeugen die Leute zu filmen, dann ist der Datenschutz offensichtlich eine "taube Nuss", die das nicht verhindern kann.
Wenn es aber drum geht, verkehrsgefährdendes oder ordnungswidriges Verhalten von Autofahrern zu filmen, dann ist der Datenschutz plötzlich ein scharfer Hund, mit extra spitzen Zähnen, der alles im Ansatz wegbeißt.
Wie kann das sein?
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Entspannt Radfahren in Hannover geht super in der Eilenriede: "Das Wegenetz der Eilenriede besteht aus 80 km Wanderwegen, 38 km Radwegen und 11 km Reitwegen."
Manche dieser Radwege können auch als Abkürzungen benutzt werden und/oder um (Auto-)verkehrsreiche Straßen zu vermeiden.Leider sehen manche Autofahrer es jedoch genau andersrum, die hätten es am liebsten, wenn Radfahrer grundsätzlich nur im "finstren Tann" unterwegs wären, auch wenn sie dafür Umwege fahren müssten.
Zum Beispiel wurde in der Kleestraße, die in Kleefeld an der Eilenriede entlangführt, kürzlich eine Straße zur Fahrradstraße umgewandelt. Umgehendes Protestgeheul aus der Autofahrerecke verbunden mit hämischen Bemerkungen, es gäbe ja ganz in der Nähe im Wald bereits einen schönen Radweg.
Seit ein paar Wochen Fahrradstraße: Die Kleestraße entlang der Eilenriede im Stadtteil Kleefeld:
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Und: Ich bin gegen eine Helmpflicht, missioniere aber keinen überzeugten Helmträger keinen zu tragen. Umgekehrt "durfte" ich das aber schon mehr als einmal erleben ...
Ich denke, dass hier im Forum recht große Einigkeit darin besteht, dass dieses aufdringliche Missionieren für die Helmpflicht von den Seiten, die sich sonst einen feuchten Kehrricht um Radfahrerbelange scheren und viel zu oft ausschließlich die "Autofahrerbrille" aufhaben, am meisten nervt. Darum hab' ich deinen Beitrag auch geliket. Viele Grüße Ullie
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Ohne empirischen Nachweis ganz sicher nicht.Bei den großen Rennen sind Helme meines Wissens nach einfach vorgeschrieben. Wie es bei Jedermann-Rennen aussieht, weiß ich nicht.
Der Fahradhelm schützt vermutlich vor allem bei großen Geschwindigkeiten, die bei Radrennen ja auch häufig erreicht werden, während bei Bergetappen mit steilen Steigungen häufiger zu beobachten ist, dass Radprofis den Helm absetzen.
Im Fahrrad-Alltag dagegen wird die hohe Geschwindigkeit dagegen nicht vom Radler selbst, sondern vom MIV gefahren. Deshalb ärgert es mich, wenn diejenigen, die den Fahrradhelm propagieren gleichzeitig eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 innerorts auch auf Hauptverkehrsstraßen vehement bekämfen. -
"May zögert wegen Neuwahlen" heißt es in einer der Zwischenunterschriften in dem verlinkten Artikel. Will heißen, die britische Regierung verzögert Maßnahmen zur Luftreinhaltung, weil sie befürchtet, dass es vom Wahlvolk nicht belohnt wird, diese durchzusetzen.Das erinnert mich doch sehr an die blaue Plakette Diskussion bei uns in deutschland. "Vor der Bundestagswahl ist diesbezüglich nicht mit Maßnahmen zu rechnen.", heißt es landauf, landab.
Warum gelingt es den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung nicht, dieses Thema so anzupacken, dass diejenigen Parteien, dieBereitschaft signalisieren, wirksame Maßnahmen zur Luftreinhaltung umzusetzen, als eine gute Wahl angesehen werden? Stattdessen gewinnt man den Eindruck, dass sich die Parteien mehr oder weniger stark davor hüten, dieses Thema überhaupt anzuschneiden, weil sie Angst haben, dann als Verbotspartei oder Bevormunderpartei dazustehen.
Das spüren die Wählerinnen und die Wähler doch, dass die Angst regiert in den Köpfen der Parteivorderen. Die Angst vor der Autolobby. Aber dieses "Kuschen" vor der Autolobby inklusive dem "Kuschen" vor Gewerkschaften, die Mitarbeiter der Autoproduzenten vertreten, verschlechtert jeden Tag die Chancen einer wirksamen Verkehrswende weg vom Auto hin zu mehr ÖPNV, Radverkehr und Fußverkehr. Und es verstärkt den Vorgang, dass wir uns von denen bevormunden lassen, die wir nicht einmal gewählt haben. BMW, Mercedes, VW usw. stehen jedenfalls nicht auf den Wahlzetteln.
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Hört sich so weit ganz gut an, was unter diesem Link zu finden ist. Wenn auch an vielen Stellen die typischen Linken-Forderungen gegen Privatisierung und für mehr Sozialisierung von Betrieben dominiert. Aber sei's drum.
Problematisch wird es doch dann, wenn es konkret wird. Zum Beispiel die Frage nach Parkplätzen. Klar, wer genug Geld hat, der wird nicht unbedingt die Linken wählen und der hätte auch kein Problem damit, dass öffentliche Stellflächen zurückgebaut werden. Wer Geld hat, der kann sich dann ja einen privaten Stellplatz finanzieren.
Autofahrer mit kleinem Budget werden jedoch wenig begeistert sein von einem Rückbau öffentlicher kostenfrei zugänglicher Stellplätze. Und dann ist die Bereitschaft von Vertretern der Linken Kurs zu halten schwach ausgeprägt.
Anstatt jedoch auf die Chancen zu verweisen, die sich daraus ergeben, dass der ÖPNV ausgebaut wird, wie es in dem Link zum Linken Parteiprogramm geschieht, wird dann von den Linken im politischen Alltagsbetrieb lieber versucht, die Grünen als die Partei der Reichen schlecht zu reden, die die ökologische Wende auf Kosten der ohnehin benachteiligten Autofahrer durchdrücken will. Und es wird das Bild vom "Malocher" zelebriert, der unabdingbar auf sein Auto angewiesen ist, das ihm böse grüne Mächte wegnehmen wollen.
Was ich vermisse ist ein entschiedenes Engagemant für diejenigen, die ohnehin auf den ÖPNV (oder auf das Rad und auf zu Fuß gehen) angewiesen sind, weil sie kein Auto haben und sich auch keines leisten können. Da dürfte ein großes Wählerpotenzial schlummern. Bisweilen habe ich jedoch den Eindruck, da traut sich keiner auch die Grünen nicht, auch die Linken nicht ran, weil man befürchtet, dass es ohnehin nicht gelingt, die "Abgehängten" (leider Gottes weit verbreitete Fremdsicht aber auch Selbsteinschätzung der Betroffenen) zum Wahlgang zu ermuntern. Oder sogar Angst davor hat, dass die dann die AfD wählen, wenn sie tatsächlich zur Wahl gingen.