Meine Erfahrung mit dem VCD:
Zu viel Schmusekurs mit der Autolobby. Aber Bitteschön für meinen Geschmack. Es ist gut, dass wer auch diese Position vertritt, die der VCD vertritt (so eine Art Kretschmer-Haltung), aber die VCD-Haltung ist stets auch davon motiviert, bloß nicht allzu deutlich gegen den "Fetisch Auto" Stellung zu beziehen, denn man will ja die autofahrenden Mitglieder nicht all zu sehr verschrecken.
Und mir ist es allemal lieber, wenn wer beim VCD mitmacht, als wenn wer beim ADAC Mitglied ist.
Die Verbandszeitschrift fairkehr ist lesenswert!
Beiträge von Ullie
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Hallo zud_ritt,
ich will keine Inline-Skater verdrängen, wie schon gesagt, mich stören die meisten gar nicht, weil viele von denen ohnehin schneller unterwegs sind als ich mit dem Fahrrad.
Aber die Voraussetzungen für zusätzlichen Inline-Skater-Verkehr auf Radwegen sind eben oft nicht gegeben, da viele Radwege ohnhin viel zu schmal sind.Vielleicht tickst du da ja anders, aber ich habe schon mit Inline-Skatern gesprochen, die mir dann den Scheibenwischer zeigten, als ich darauf zu sprechen kam, dass ein sinnvoller Radwegeausbau notwendigerweise an vielen Stellen nur dann erfolgen kann, wenn die Verkehrsflächen für den Autoverkehr beschnitten werden.
Ich will da auch keine Feindbilder schüren. Nicht jeder Inline-Skater fährt mit dem Auto zum Maschsee, um dort die Inliner aus dem Kofferraum zu holen. Manche kommen auch mit dem Rad oder dem Bus.
Inline-Skater als tägliches Überall-Verkehrsmittel funktioniert vermutlich erst dann, wenn der private Autoverkehr komplett aus der Stadt ausgesperrt ist und für "sanfte Mobilität" genutzt werden kann. Aber auch da wird es dann Regelungen geben müssen.Komm doch mal nach Hannover zum Maschsee, nicht gerade jetzt, weil das Maschseefest gerade viele Wege belegt. Aber in ca. drei Wochen steht dort wieder ein Inliner-Rundkurs von ca. 7 km Länge auf den Radwegen zur Verfügung.
Grüße, Ullie -
Neben Fußgängern und parkenden Kraftfahrzeugen gibt’s dann auch bald diese Hoverboards auf den Radwegen: Bundesregierung bereitet Zulassung von "Hoverboards" und Co. vor
Ich habe allerdings bislang das Gefühl, dass jene Fahrzeugführer ihr Gefährt noch weniger beherrschen als unerfahrene Pedelec-Fahrer
Das erinnert an die Inline-Skater-Diskussion. Inzwischen ist der Hype ja ein wenig verflacht. Aber trotzdem gibt es immer noch Inline-Skater, die mit weit ausholenden Schwenkbewegungen selbst ansonsten ausreichend breite Radwege blockieren, bzw. den Radfahrern ihre Geschwindigkeit aufzwingen. Ein deutlich sportlicherer Bekannter berichtet mir häufiger davon, wie sehr er davon genervt ist, wenn auf seinem Lieblingsradweg am Maschsee ihm Inliner an der flotten Weiterfahrt hindern. Bei mir als sportlich deutlich weniger ambitionierter Radfahrer ist das Inliner-Problem nicht ganz so krass.
HAZ vom 20.10.2009:"Skater sollen auf Radwege
Wo irgend möglich, sollen die Radwege im Stadtbezirk Mitte für Inlineskater freigegeben werden. Das hat der Bezirksrat Mitte parteiübergreifend gefordert. Betroffen wären die Stadtteile Mitte, Zooviertel, Calenberger Neustadt und Oststadt und damit auch Teile der Eilenriede-Radwege.
Die Stadtverwaltung prüft das Vorhaben jetzt. Die Idee stammt von der CDU-Fraktion. Anlass ist die seit September geänderte Straßenverkehrsordnung. Die droht den Nutzern der sportlich-schnellen Rollschuhe ein Bußgeld an, wenn sie sich auf Radwegen bewegen – denn Inlineskater gelten ebenso wie Tretroller- und Skateboardfahrer juristisch als Fußgänger und müssen daher den Fußweg nutzen. Fahren auf dem Radweg ist nur erlaubt, wenn ein Zusatzschild „Inliner frei“ montiert ist. Am Maschsee ist das bereits der Fall."
Das ausgerechnet die CDU sich im zitierten Fall für die Freigabe der Radwege für Inline-Skater stark macht, ist m. E. mit einem fiesen Kalkül verbunden: Diejenigen, die sich für den Radverkehr stark machen und deshalb eine zusätzliche Verengung der Radwege durch Inline-Skater ablehnen, werden in die Ecke der Spaßverderber, Blockierer und "Verbotsparteien" gestellt.@ hvhasel: Irgendwo in dieser Gegend siedle ich auch die ausgerechnet von einem Autoproduzenten trickreich umgangenen Pedelec-Regelungen für einen Pseudo-Tretroller an. Tricksereien wo du hinschaust, nicht nur bei den Abgaswerten.
Auf jeden Fall nervt, dass solche Fahrzeuge mich (als Radfahrer mit geringen sportlichen Ambitionen) möglicherweise häufig überholen werden und das auf Radwegen, die oft ohnehin zu schmal sind.Das klassische Pedelec selbst dagegen wird nach meiner Beobachtung häufig von Menschen benutzt, die aus gesundheitlichen Gründen auf eine gewisse Tretunterstützung angewiesen sind. Und dagegen ist auch gar nichts zu sagen. Allerdings gibt's auch da einige Kandidaten, die entgegen den gängigen Vorschriften ihr eigentlich nur als Pedelec zugelassenes Fahrzeug mit einer manipulierten Elektronik "aufrüsten". Das ist natürlich auch bei den Tretrollern "vorprogrammiert". Und irgendwie erinnert das Ganze an die Mofas in den Sechziger und Siebziger Jahren, als es als "cool" galt, die Zylinder aufzubohren und größere Kolben einzusetzen, um noch ein paar Zehntel PS mehr rauszuholen. Mofa frisieren nannte man das.
In Anbetracht der aktuellen Abgas-Manipulationen kann man da schon mal auf den Gedanken verfallen, dass sich die Techniker-Gilde der Autoproduzenten zusammensetzt aus den Jungs, die mal Mofas frisierten. Jetzt machen sie das halt mit Autos und im ganz großen Stil.
Dass es mitnichten darum geht eine weitere Alternative zum Auto zu etablieren, kann man direkt aus der BMW-Propaganda für diesen E-Tretroller ablesen: "Dank seines geringen Gewichts von 20 Kilogramm und seiner faltbaren Lenkeinheit lässt sich der BMW Motorrad X2City problemlos im Gepäckraum eines Kleinwagens unterbringen. Mit nur wenigen Handgriffen ist er einsatzbereit ..." Zitat aus dem bereits weiter oben verlinkten BMW-Text. Was dort nicht steht, aber durchaus so zwischen den Zeilen herauszulesen ist: Im Kofferraum eines etwas größeren Fahrzeuges (SUV) passt dann nicht nur das Paar Inline-Skater, der "hoverboard" und das Faltrad mit E-Antrieb sondern eben außerdem auch noch der E-Tretroller. Sollte mich nicht wundern, wenn diese SUV's (mit ihren PS-starken Dieselmotoren) im Kofferraum demnächst auch noch mit einer Steckdose ausgestattet werden, an der man die vielen Zusatz-Fahrzeuge während der Fahrt aufladen kann.
Übrigens sind Fahrräder mit Motorunterstützung nun wirklich keine Neuheit:
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@Ullie
Tesla nach Nikola Tesla.@foobar Danke für den Hinweis auf Tesla ohne Th.
Ich fürchte allerdings am Reifenabrieb wird das auch nichts ändern. Viele Grüße, UllieWeil es dieser Gastbeitrag von Gregor Hens in der HAZ von heute es eigentlich absolut verdient hat, hier in voller Länge abgedruckt zu werden (darin wird unter anderem auf "Fahrrad, Bahn und Omnibus" als "intelligente Lösung" für Verkehrsprobleme hingewiesen), das aber aus urheberrechtlichen Schutzgründen nicht geht, habe ich mir erlaubt diese zentrale Passage in etwas größerer Schrift zu zitieren:
"Das Problem auf Deutschlands Straßen ist nicht der Diesel und nicht der Benzinmotor. Es ist der Fetisch Auto selbst."
Wer sich vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage und davon überzeugen möchte, dass durch den E-Motor alles nur noch schlimmer werden könnte, wenn hier keine "Leitplanken" eingezogen werden, der kann ja mal am Opernplatz in Hannover nach den "Autos mit E-Antrieb von Morgen" Ausschau halten. Vorsichtshalber Speibeutel einpacken! -
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Atomenergie ist keineswegs Kohlendioxid-frei
und auch sonst nicht umweltfreundlich
Uran-Vom_Erz_zum_Brennelement_ChristophSchlueter-SonjaSchuette_.pdf
Die Bilanzierung hat m.E. noch einige Lücken, z.B. Flusssäure-Produktion, Flächenverbrauch und mehr. Korrektes Footprinting ist aber auch nicht trivial
"Gewinne privatisieren - Risiken vergesellschaften", lautete eine gängige und zutreffende Kritik an der Atomwirtschaft. Und diese Kritik trifft im vollen Umfange auch auf die Autoproduktion zu.
Das Problem: Beim Atomausstieg waren die meisten Bürger nicht so direkt involviert, wie beim jetzt dringend notwendigen Ausstieg aus der Autogesllschaft.
Zwar lästerten die Atomkraftbefürworter gerne, "der Strom käme schließlich nicht einfach so aus der Steckdose". Aber von dieser Kritik fühlten sich wohl nur die wenigsten angesprochen, denn natürlich kommt der Strom aus der Steckdose, wo er genau produziert wird, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Und zu Stromausfällen ist es trotz des eingeleitetem Atomausstiegs bislang nicht gekommen und das wird auch von niemandem ernsthaft befürchtet.
Beim Ausstieg aus der autofixierten Gesellschaft stellt sich das etwas anders da. Klar leben schon heute viele Menschen autofrei, aber viele Autonutzer schätzen ihr Mobilitätsverhalten als "alternativlos" ein. Und die reagieren bisweilen äußerst vergrätzt, wenn wer ihr MIV-dominierters Mobilitätsverhalten in Frage stellt.
Trotzdem ist der von vielen Politikern gegenwärtig eingeschlagene Kurs, statt Verbrennungsmotoren den E-Motor für PKW's zu preisen äußerst fragwürdig und es führt zu kuriosen Erscheinungen:
So lassen die Stadtwerke Hannover Autofahrer für lau Strom in ihre E-Autos tanken. (Ein politischer Beschluss zur Förderung der sog. E-Mobilität.) Als ich dort kürzlich mal vorbeifuhr sah das dort so aus:
Laut Hersteller-Angaben ist der weiße Wagen ein reines Elektrofahrzeug und 2,19 m breit und 4,98 m lang. Und es hat eine Leistung je nach Modelltyp von bis zu 700 PS. Das entspricht ca. der Leistung von zwei Gelenkomnibussen. Der schwarze BMWi davor, hat zwar nicht ganz so viel PS, dafür blockiert er den Taxi-Halteplatz. Und die ganz gewöhnlichen Stromkunden der Stadtwerke finanzieren den Aufladevorgang dieser Elektrofahrzeuge. Der Thesla speichert immerhin 100 KWh bei voller Ladung. Das entspricht 30 Euro bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde. Die Parkgebühren für diesen Rennwagen werden übrigens auch den Bürgern der Stadt aufgelastet. Mal ganz abgesehen davon, dass dort auch locker zehn bis zwanzig Pedelecs stehen könnten.
Dabei bin ich mir sicher, dass dieser Thesla mit dem entsprechenden Fahrer bei einer angegebenen Beschleunigung von 0 auf 100 in deutlich unter drei Sekunden vermutlich eine ganze Menge Feistaub durch Reifenabrieb produziert. Und dagegen gibt's keinen Filter! -
Mit dem reichlich fragwürdigen Übertritt einer Landtags-Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen zur CDU verliert die rot-grüne Regierungskoalition in Niedersachsen ihre Mehrheit im Landtag. Vorgezogene Landtagswahlen rücken in die Nähe. Als neuer, vorgezogener Wahltermin wurde heute der 15. Oktober 2017 genannt, also drei Wochen nach der Bundestagswahl genau zum Ende der Herbstferien in Niedersachsen (ursprünglich sollte erst im Januar 2018 in Niedersachsen gewählt werden.) Siehe Hallo Niedersachsen: "Nach dem Verlust der rot-grünen Mehrheit stimmen die Wähler am 15. Oktober über ein neues Parlament ab."
Gleichzeitig versucht CDU-Spitzenkandidat Althusmann zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen, indem er dem Ministerpräsidenten vorwirft, seine Reden von VW schreiben zu lassen. "Der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl fordert, Weil müsse sein Mandat im VW-Aufsichtsrat wegen fehlender Distanz unverzüglich niederlegen.", berichtet der Deutschlandfunk unter dem Titel: "Die Politik, VW und der Filz"
Mal gespannt, ob die CDU das in den nächsten Tagen in einem Wahlplakatmotiv verarbeitet. Dass dabei allerdings der Radverkehr zum Motiv aufsteigt ist eher unwahrscheinlich.Klar gegen den Fahrzeugindustrie-politischen Komplex gerichtet kritisiert die Partei MLPD mit einem Plakat die Machenschaften von VW im Dieselgate:
Derweil veranstalteten Bündnis90/Die Grünen die zweite "bike-Konferenz" in Hannover: Die taz vom 7.8.2017 berichtete:
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Noch so ein Beispiel aus dieser Woche, das aufzeigt, wie Autos die Verkehrsflächen anderer Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen und darüberhinaus für Ungemach sorgen:
Letzte Woche wurde das Altpapier in unserer Straße nicht abgeholt. Das wird von den Anwohnern im Stadtteil stets zum Montagmorgen hin in blauen Säcken vor die Tür gestellt.
Die standen jetzt eine Woche rum, weil der Abfallwirtschaftsbetrieb es nicht abholte. Heute erfuhr ich von der Nachbarin, die zufällig dabei war, als endlich diese Woche das Altpapier inklusive dem von letzter Woche abgeholt wurde und die die vor Ort tätigen Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft danach fragte, dass das Altpapiersammelfahrzeug von einem falsch parkenden Fahrzeug daran gehindert wurde, in die Straße einzufahren, so dass die Mitarbeiter entnervt aufgaben und die Altpapiersäcke in unserer Straße liegen ließen.
"Super", eine Woche liegen blaue Altpapiermüllsäcke rum, die den Bürgersteig verschmalern, bloß weil irgend so ein "Vollpfosten" seinen Wagen so parkt, dass er die Straße blockiert. Zum Glück wurde im betroffenen Zeitraum, in dem der Autofahrer falsch parkte, kein Feuerwehreinsatz notwendig.
Da wünsch ich mir doch eine Berechtigung für die Fahrer der Abfallsammelfahrzeuge, die ein ähnliches Vorgehen erlaubt, wie es in diesem you-tube-Video die Feuerwehr gemacht hat:"Feuerwehr rammt Autos zur Seite"
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Kleine Anmerkung zur »Omma auf dem Lande«: Haben die alle genug Geld, um sich ein Auto leisten zu können? Haben die alle einen Führerschein? Dürfen die alle nach einem Arztbesuch mit Spritze und so (und bei einem möglicherweise dauerhaften Medikamentenkonsum) hinters Steuer?
Es ist ja nicht nur so, dass die Teilnahme am MIV und damit Mobilität, die von vielen als die einzig wahre Form von Mobilität hochstilisiert wird, ganz entschieden an den Geldbeutel gekoppelt ist, womit viele von dieser Form von Mobilität ausgeschlossen werden. Noch schlimmer ist, dass das Auto - immer noch - in den Schulen als Lockmittel missbraucht wird, um zu schulischen Leistungen anzuspornen. ("Du willst doch sicher auch mal ein Auto dir leisten können?!") Im Gegenzug werden die Nicht-Autofahrenden gerne abqualifiziert als Faulenzer. ("Du kannst dir also nicht mal ein Auto leisten?!")
Es ist vor allem deshalb so schlimm, weil es eben ökonomisch, ökologisch und technisch nicht möglich ist, dass jeder mit dem eigenen Auto mobil ist.
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In vielen Themensträngen, die hier diskutiert werden, dominiert die Kritik an schlechten oder ungünstigen Verkehrsanlagen und Benachteiligungen des Radverkehrs gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.
Darüber kann man ganz depressiv werden. Da sind ein paar gute Nachrichten dringend nötig.
Außerdem ist es ja durchaus wünschenswert und erfreulich, dass sich in das Radverkehrsforum mal wer verirrt, der nicht nur von Problemen und schlechten Nachrichten der Radler lesen will. Oder dass sogar Entscheidungsträger hier reinschauen, die keine Lust haben sich immer nur Kritik und "Gemaule" anzuhören.
Ferner ist es ein pädagogischer Kniff, diejenigen, die man zu einer Verhaltensänderung bewegen will, nicht immerzu nur dafür zu kritisieren, was sie alles falsch machen, sondern im Gegenteil sie kräftig für das zu belobigen, was gut läuft!
Darüber hinaus ist es wichtig in Alltagsgesprächen auf positive Radverkehrslösungen andernorts verweisen zu können, um Verbesserungen vor der Haustür anzuregen oder einzufordern.Deshalb eröffne ich dieses Thema "Was gibt's Gutes zum Thema Radverkehr zu berichten?" und lade alle ein Beispiele, gerne mit Bildern, beizusteuern! (Natürlich sind auch kritische Diskussionsbeiträge zu den positiven Beispielen gewünscht! Es geht nicht darum, alles nur mit einer rosaroten Brille anzuschauen.
)Auf die Idee kam ich im Zusammenhang mit den Hochwasser-Begleiterscheinungen der letzten Tage. In Angesicht der überfluteten Radwege am Ihmeufer kritisierte ein Radfahrerkollege, dass die Radwege nicht höher angelegt wurden, um sie vor Überflutungen zu schützen. Allerdings kamen wir bei näherer Betrachtung überein, dass mehrere Brückenunterfahrungen das nicht zugelassen hätten.
Und jetzt das Positive: Nur wenige Tage nach dem Rückgang der Flut, wurden die stark vom Matsch beeinträchtigten Radwege von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Hannover gründlich gesäubert!
Hier eine kleine Fotoreihe: -
Warst du schon mal außerhalb der Stadt? In einem Landstrich, in dem es keine Bäckerei und keinen Supermarkt im Ort gibt, sondern erst mal 20km über Land angesagt sind? Dort leben auch Menschen, die es nicht mehr mit dem Fahrrad schaffen - sogar jedes Jahr mehr, weil die jüngeren, fitteren in die Städte abwandern.
Diese "Autos sind in allen Fällen böse" Einstellung ist sowas von kurzsichtig und unsinnig.
Ja ich war schon mal in solchen Landstrichen. In einigen kenne ich mich sogar recht gut aus. Nur ein Bus am Tag Richtung Stadt, abends einer zurück zum Beispiel. An Schultagen fahren zusätzliche Busse, aber die sind dann zum Teil gestopft voll mit Schülerinnen und Schülern. Dort hat der Landkreis dann einen "Bürgerbus" mitfinanziert, um wenigstens ein bisschen mehr Mobilität zu organisieren, besonders für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. (Anmeldung mind. einen Tag im Vorraus, sonst nur auf gut Glück, oder gar nicht.)
Früher fuhren auch an den Ferientagen mehrere Busse. Seitdem die eingestellt wurden, wird der Bürgerbus verstärkt auch von Kindern und Jugendlichen angefordert, weil die anders nicht zum Schwimmbad kommen. Der ehrenamtliche Fahrer des Bürgerbusses aber fühlt sich nicht so recht für diese Transporte zuständig ("Die sind ja nur zum Vergnügen. Und ich soll doch eher die Älteren zum Arzt fahren.") Ich versuchte ihm nahezubringen, dass Kinder und Jugendliche irgendwie ein Recht auf ein solches "Vergnügen" hätten und es schließlich nichts schade, wenn sie dabei ihre Schwimmfähigkeiten verbesserten.
Meines Erachtens völlig unhaltbare Zustände.Warum gibt es dort keinen regulären Linienbusverkehr mit mindestens einer Anbindung pro Stunde morgens und nachmittags. In den schwächeren Verkehrszeiten mind. zweimal pro Stunde?
Weil die öffentlichen Gelder, mit denen man dafür eine Anschubfinanzierung leisten könnte, für die MIV-Infrastruktur zum Fenster rausgeschmissen werden. Für Landstraßen zum Beispiel auf denen man zum Teil mit Hundert rasen kann. Für überbreite Ortsdurchfahrten, die Todesstreifen gleichen und auf denen weitaus schneller als mit den erlaubten 50 km/h gerast wird, so dass man sich mit dem Fahrrad nur noch in den Feldern traut zu fahren. Für Umgehungsstraßen, die zwar erstmal den Innerortsverkehr reduzieren, was aber durch die steigende PKW-Dichte bald wieder wett gemacht ist. Und für die Subventionierung der Entwicklung von Dieselmotoren für PKW's, die angeblich umweltfreundlich sein sollen, mit denen aber die Pendlerinnen und Pendler unter diesen Landbewohnern in die Stadt gurken und dort durch ihr geballtes Auftreten die Luft vergiften und die Straßen verstopfen.
Autos sind nicht "böse". Das sind ohnehin keine Lebewesen, denen man Charakterzüge zuordnen könnte, sondern tote Materie! Aber die Wohn- und Mobilitäts-Verhältnisse sind verbesserungsfähig. Wer allerdings auf dem Land wohnt, der sollte sich bewusst dafür entscheiden müssen, dass er dann nicht so schnell Arbeitsstätten und Einkaufsmöglichkeiten usw. erreichen kann, wie jemand, der in der Stadt wohnt. Anstattdessen werden diese Landbewohner und potenzielle Landbewohner jedoch immer weiter raus aufs Land gelockt mit dem Bau von noch breiteren und noch schnelleren Autostraßen.
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Nicht "wofür", sondern "für wen" müsste die Frage lauten. Antwort: Für die hier!Oder soll vor der Wohnung etwa ein Fahrrad parken?
„Jeder Deutsche soll den Anspruch haben, sich einen eigenen Wagen zu kaufen. Deshalb wollen wir ihm die Straßen dafür bauen.“ Aus: "Droge Auto", Zeit online archiv, Ausgabe 47/1988
Dieses Zitat von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt zeigt das eigentliche Problem auf!
Die Sozialdemokratie hat es nicht nur nicht verstanden den Autowahn zu zügeln, im Gegenteil der Autowahn wurde von von den Sozialdemokraten erst richtig befeuert.
Es wäre ja möglicherweise ökologisch kein großes Problem, wenn in den modernen Industriegesellschaften nur jeder fünfhundertste Bürger einen Privat-PKW fahren würde. Das entspräche etwa dem von dir verlinkten Bild der Wohnsituation, denn solche Wohnungen kann sich vermutlich auch nur jeder fünfhundertste oder tausendste Bürger leisten. Würde nur jeder fünfhundertste oder tausendste Bürger Auto fahren, dann stünde die Lobby für den Straßen- und Autobahnausbauwahn auch sehr viel einsamer dar.
Und was machten wir dann mit der vielen freien Zeit, die wir hätten, denn es müssten ja längst nicht mehr so viele Straßen gebaut und Autos produziert werden, so dass eine wöchentliche Arbeitszeit von unter 20 Stunden durchaus ausreichte?
Mir würde da schon was einfallen, z. B. ganz gemütlich Fahrradfahren, was freilich gerne von anderen als Müßiggang bezeichnet wird.
Die Sozialdemokratie hat mit ihrer Forderung nach dem Recht auf Arbeit das "Recht auf Faulheit" aus dem Blick verloren!
Siehe auch diesen Wikipedia-Artikel über Paul Lafargues Schrift "Das Recht auf Faulheit", erschienen 1880, in dem er das Grundrecht auf Faulheit postuliert:Leider gibt es auch unter den Radlern viele, die sich vieles abverlangen beim Radfahren, und dann furchtbar stolz darauf sind, was sie geleistet haben. Auch unter den Radlern haben viele "Das Recht auf Faulheit" nicht verinnerlicht. Mir sind diejenigen lieber, die deshalb Rad fahren, weil sie viel zu faul sind, um zu Fuß zu gehen! Und besonders an heißen Tagen den Fahrtwind genießen, der den Fußgängern vorenthalten ist.
Und wenn mir das Radfahren mal zu anstrengend ist, besonders bei bestimmten Wetterlagen, dann nehme ich gerne auch den Omnibus.
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Und noch was zum Thema »Fortschritt im Automobilbau«:
Wozu braucht ein PKW 571 PS ???
Zum Vergleich: radverkehrsforum.de/attachment/5589/
Der abgebildete Omnibus, der beim Überholen des Radfahrers einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhält, hat etwa halb so viel PS wie der völlig übermotorisierte PKW aus dem Spiegel-Artikel.
Trotzdem können in einem Omnibus (Omnibus, lateinisch=für Alle) deutlich mehr als zehnmal so viele Fahrgäste mitfahren.
Mein Vorschlag: Die PS-Zahl bei PKW's sukzessive aber stringent zurückfahren. Angepeiltes Ziel:
300 PS (Solo-Stadtbus) : 50 Fahrgäste = 6 PS
6 PS x 5 Fahrgäste (PKW) = 30 PS30 PS sind völlig ausreichend für einen 5-sitzigen PKW. Jedes PS mehr ist eine signifikante Benachteiligung gegenüber den Nutzern des ÖPNV!
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Einige gestalterisch wirklich sehr gelungene Fahrradständer möchte ich hier vorstellen. Sie stehen in Plauen. Das ist die Heimatstadt des berühmten Zeichners der Vater und Sohn-Geschichten E. O. Plauen. Die Stadt ist sehr stolz auf ihren Comic-Zeichner und hat ihm sogar ein Denkmal gesetzt (Bild1). Sehenswert sind aber auch Plauens Fahrradständer (die weiteren Bilder)!
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Positiv erwähnt werden muss zum Thema Velo und Bahn die Nationalparklinie S1 von Dresden durchs Elbsandsteingebirge nach Schöna an der deutsch tschechischen Grenze!
Hier geht es zum Fahrplan:Auf der Strecke werden die roten Doppelstockwagen der Deutschen Bahn eingesetzt und es sind in den Zügen nach meiner Beobachtung gleich mehrere großräumige Fahrradwagen eingehängt, so dass auch 40 bis 50 Radler Platz darin finden. "Auf beiden Linien verkehren moderne Triebwagen, die mit ihren Mehrzweckabteilen auch ausreichend Raum für Fahrräder bieten." So steht es unter anbderem in in der Broschüre Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz geschrieben: Und das ist nicht übertrieben. Hier ein Bild von der netten Gaststätte im Bahnhof Rathen aus fotografiert:
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Wenn von Atomausstieg die Rede ist, wie kommst du dann auf die CDU? Der Atomausstieg wurde im Jahr 2000 von Rot-Grün in die Wege geleitet:
"Es wurde angenommen, dass das letzte Atomkraftwerk etwa 2021 abgeschaltet werden würde"
Dann kam die CDU an die Macht, hat eine Laufzeitverlängerung durchgesetzt:
Und nach Fukushima hat sich Merkel wieder gedreht.
Nun gehen die letzten Atomkraftwerke wohl Ende 2022 vom Netz, ein Jahr später. Und diese dumme Aktion des Merkels kostet den Steuerzahler Milliarden, weil die Atomindustrie klagt bzw. geklagt hat.
Vielen Dank für deine Richtigstellung, ich hatte tatsächlich einen Ausstieg zu wenig aufgeschrieben. Und Merkels Drehen in dieser Frage ist wiederum nach Meinung vieler Beobachter auf die damals bevorstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Würtemberg zurückzuführen. Es wurde sogar darüber spekuliert ob nach diesen Wahlen mit einem Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg vom Atomkraftausstieg zu rechnen sei. "Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem ..." Zeit vom 24.3.2011
Worum es mir geht ist der Hinweis auf die ADAC-Mitteilung: "Der ADAC macht sich für die „Stadt der kurzen Wege“ stark mit verdichtetem Wohnraum und mit einem engen Nebeneinander von Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Freizeit. Dann würde den Menschen öfter Fuß- und Radverkehr reichen. Das sei geeignet, „Wege mit dem Auto zu ersetzen“, so der Automobilclub."
Ist das sture Dauerengagement des ADAC für noch mehr, noch breitere, noch schnellere Straßen vergleichbar mit einer jahrlangen sturen CDU-Haltung pro Atomkraft? Und ist die ADAC-Ankündigung, wir brauchen eine Stadt der kurzen Wege, damit mehr Menschen das Rad und den ÖPNV statt das Auto benutzen, vergleichbar mit einer Merkel-CDU, die den Atomausstieg nun doch beschließt, obwohl sie gerade erst noch betont hatte, dass die Atomkraft noch viele Jahre gebraucht werden würde?
Ich habe allerdings eher den Eindruck, der ADAC will partout den Verdacht vermeiden in das Diesel-Kartell mitverwickelt zu sein. Das würde auch die kürzlich geäußerte ADAC-Aussage erklären, die Verbraucher sollten von Diesel-PKW besser die Finger lassen:
"ADAC rät von Diesel-Kauf ab
Diesel-Fahrzeuge stehen wegen ihrer hohen Abgaswerte in der Kritik. Viele deutsche Großstädte denken deshalb über Fahrverbote nach. Der ADAC rät Autofahrern jetzt vom Kauf eines Diesels ab.",HAZ vom 29.6.2017
Und das nachdem auch der ADAC jahrelang zum Kauf von Diesel-PKW's zugeraten hatte.
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Verkehrte Welt?
Mensch ist es ja gewohnt sich nicht nur in räumlicher Hinsicht sondern auch politisch so eine Art innere Karte anzulegen.
Diese innere politische Landkarte geriet bei vielen (ich eingeschlossen, ich hatte es weiter oben schon erwähnt) gehörig durcheinander als die CDU (oder war es Merkel gegen ihre eigene Partei?), beeindruckt von Fukushima im Frühjahr 2011 den Ausstieg vom Atomausstieg herbeiführte.Aber was ich heute früh in der Zeitung lese, stellt sogar das in Schatten:
"Der ADAC macht sich für die „Stadt der kurzen Wege“ stark mit verdichtetem Wohnraum und mit einem engen Nebeneinander von Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Freizeit. Dann würde den Menschen öfter Fuß- und Radverkehr reichen. Das sei geeignet, „Wege mit dem Auto zu ersetzen“, so der Automobilclub." Weser-Kurier vom 31.7.2017Da rede ich mir bei jeder Gelegenheit jahrelang den Mund fusselig und ernte dafür nicht selten Spott und Häme, im besten Fall eine Portion Mitleid für den "Gutmenschen und Weltverbesserer" und dann spricht ausgerechnet der ADAC gelassen aus, was doch die ganze Zeit mein Reden ist.
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Wichtig wäre aber eine harte Linie nach innen gewesen. Aber auch dort gab es einen Kuschelkurs. Ich erinnere nur daran, dass er schärfere Kontrollen auf EU-Ebene verhindern wollte. Zum Glück ist ihm das nicht gelungen.
Welche schärferen Kontrollen genau konnt Dobrindt nicht verhindern?
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Sollen die gewählten Politiker nicht das Volk vertreten? Ist es also nicht eher richtig, wenn sie einen Mehrheitswunsch umsetzen, statt sich einer Parteirichtung anzuschließen?
Schon klar.. so geplant ist das nicht. Aber es entspricht eigentlich recht gut meinem Bild einer Demokratie: Das was sich die Mehrheit wünscht wird umgesetzt...
"Was sich die Mehrheit wünscht wird umgesetzt." Aber was ist, wenn eine Mehrheit sich etwas wünscht, dass sich nicht umsetzen lässt?
Beispiel Automobilität: "Deutschland muss Automobilland Nummer Eins bleiben, tönte jüngst der niedersächsische Ministerpräsident. Vermutlich hat er damit eine Mehrheit der Wähler hinter sich (noch). Aber der Massenautomobilismus ist schon heute, in den Städten für jeden ersichtlich, ein verkehrspolitischer Irrweg.
Das Ganze erinnert an die Zeit der großen Diskussionen über Atomkraft. Da hieß es zwar nicht "Deutschland muss Atomkraftland Nummer Eins bleiben." Aber es gab haufenweise Argumente in der Art, "die Atomkraft ist die unabdingbar notwendige Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort Deutschland". Und auch dafür gab es anfangs noch eine Mehrheit in der Wahlbevölkerung.
Beides sind Irrwege. Die Idee vom Autoland Nummer Eins ist ein verkehrspolitischer Irrweg. Die Idee von der unabdingbaren Notwendigkeit der Atomkraftnutzung zur Stromerzeugung ist ein energiepolitischer Irrweg.
Und wie entwickelte sich die Diskussion bei der Atromkraft? Vor dem Ausstieg kam das Argument der zunächst noch benötigten "Brückentechnologie". Das erinnert doch sehr an die "Dieseldiskussion":Merkel verteidigt Atomenergie als "Brückentechnologie"
finanzen.net vom 14.9.2009:
Das war rund eineinhalb Jahre vor dem Ausstieg aus dem Ausstieg, ausgelöst durch Fukushima.Auto-Verbandschef Wissmann "Der Diesel ist als Brückentechnologie unverzichtbar"
Rheinische Post online vom 16.6.2016:Eine Umfrage der HAZ (von wegen "Mehrheitswunsch") kommt zu folgendem Ergebnis in der aktuellen Diskussion. Eine absolute Mehrheit für das Aussperren der Diesel-PKW ist das nicht:
Fahrverbote
Sollen auch in Hannover Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge verhängt werden? siehe:
Das Verwaltungsgericht Stuttgart den Weg für Kommunen freigemacht hat, komplette Fahrverbote für alle Dieselautos zu verhängen.
So haben unsere Leser abgestimmt (4938 Stimmen):
Fahrverbote Ja, anders lässt sich die Luftqualität nicht verbessern. (2244)
45%
Nein, zu viele Menschen sind auf ihre Fahrzeuge angewiesen. (1495)
30%
Ich finde das Thema zu kompliziert. (1199)
24%
Abgesehen davon ist das Schauspiel, das da gerade aufgeführt wird, m. E. als Versuch zu werten, von der eigentlichen Problematik Massen-Individualmotorisierung anzulenken. Die Diesel-PKW werden zumindest in den Sonntagsreden runtergeputzt. Sie stellen so eine Art Bauernopfer dar. Die Massenmotorisierung inklusive Zweit- und Drittwagen jedoch wird weiter eingefordert. (Deutschland muss Automobilland Nummer Eins ...)
Aber selbst wenn der Ausstieg aus der "Brückentechnologie Dieselmotor" efolgt. Ein Ausstieg aus der Massen-Individualmotorisierung mit immer größeren, schwereren und PS-stärkeren Fahrzeugen ist damit leider noch nicht erreicht. Und ich fürchte der "Diesel-Gate" ist noch kein Fukushima. Aber der "Dieselgate" hat vergleichbare Charakterzüge. -
Dieses große Fass wird mit Sicherheit nicht aufgemacht werden.Einen beschleunigten Austausch der alten Technik z.B. durch Diesel-Abwrackprämie, mag man sich schon eher realistisch vorstellen. Das sollte nur allerdings nicht ausschließlich dazu führen, den einen Verbrenner durch einen anderen Verbrenner zu ersetzen.
Also werden wir weiter vergiftet werden und Herr Kretschmann wird seinen Unmut äußern, so wurde er heute in einem HAZ Interview zitiert: "... wenn ich hingehe und es wird nichts entschieden, dann werde ich meinem Unmut freien Lauf lassen." HAZ vom 31.7.2017: "Wie teuer wird der Diesel-Gate"? " Wer weiß vielleicht sucht er dann ja den Schulterschluss mit den Basisgrünen, die sich vorstellen können, mit Sit-ins auf den Eingangsstraßen, ein Fahrverbot für Dieseldreckschleudern zu erzwingen. Das würde freilich auch Nicht-Diesel-Fahrzeuge treffen. Aber was soll's. Ein bisschen mehr Aktion würde ich mir wünschen. Aber ob es überhaupt noch solche Leute bei der Grünen gibt?
Eine Diesel-Abwrack-Prämie kann ich mir nicht vorstellen. "Der Ausdruck „Abwrackprämie“ wurde am 18. Dezember 2009 von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres 2009 gewählt"
Damals ging es um einen weltkonjunkturbedingten Rückgang der Auto-Verkaufszahlen. Das heißt die Autofirmen positionierten sich als Opfer der Konjunkturkrise, denen geholfen werden müsse. Diemal sind die Autofirmen die Täter und dass wird man auch nicht schönreden können!
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Anekdotisches Wissen zu Adenauers Dienstwagen: Es standen wohl zur Debatte, den besagten Mercedes durch einen repräsentativen BMW ("Barockengel") abzulösen. Adenauer blieb bei Mercedes, weil er dort mit Hut auf dem Kopf einsteigen konnte, beim BMW hätte er ihn abnehmen müssen. Man versuche mal, in ein heutiges Auto einzusteigen, ohne dass es einem den Hut vom Kopfe wirft, da mag der SUV so groß sein wie er will.
Dieses Auswahlkriterium wird auch in der Wikipedia erwähnt.
Ich war noch nie versucht, in ein SUV einzusteigen, geschweige denn mit einem Hut. Aber ein BMW SUV "braucht sich hinter einem Mercedes SUV nicht verstecken" bzw. es kann sich dahinter auch gar nicht verstecken. Das BMW SUV ist sogar noch etwas breiter und länger als das Mercedes SUV.
Nur höher ist es nicht. Da hat sich seit Adenauers Zeiten wohl nichts geändert.