Beiträge von Ullie

    Dass sich ausgerechnet die CDU in der Wahlwerbung für Radfahrerinnen und Radfahrer stark macht, kommt für mich unerwartet.
    Vielleicht sind bei der CDU die Berührungsängste etwas schwächer, wenn es um die Nachwuchsförderung geht wie bei ihrem Plakat mit der Aussage: "Sie kümmern sich um die wichtigen Dinge."
    Heißt das nicht, dass die CDU erkannt hat, dass es sich beim Radfahren um ein "wichtiges Ding" handelt?

    Egal wie man die Sache sieht. Fakt ist: Auf dem CDU-Wahlplakat sind zwei Fahrräder abgebildet! Während bei dem weiter oben gezeigten Wahlplakat der Grünen letztlich unklar bleibt, was für eine Art Mobilität gemeint ist. Ein Fahrrad hat jedenfalls in der Regel weniger als vier Reifen!

    Ein besonders krasses Beispiel dafür, dass die schönen Sonntagsreden, in denen die Politik die Förderung des Radverkehrs herausstellt, eben nur Sonntagsreden sind, ist in Hannover zu besichtigen. In der neu gestalteten Kurt-Schumacher-Straße wurden Fahhradbügel aufgestellt, die binnen weniger Wochen zu hauf von Autos zu Klump gefahren wurden. Ich berichtete bereits weiter oben davon, aber jetzt kommt die Fortsetzung:

    Vielleicht lag's ja auch mit am Design der Fahrradständer. Die Flacheisen sind wirklich schwer zu sehen wenn man drauf zufährt. Ob die in vielen Autos mittlerweile verbauten "Piepser" die erkennen, kann ich nicht beurteilen.

    Man hätte jedenfalls erwarten können, dass man die Fahrradbügel aus Flacheisen durch besser erkennbare ersetzt oder zusätzlich zum Beipiel Werbetafeln dran anbringt, um die Erkennbarkeit zu erleichtern.

    Was fand jedoch stattdessen statt? Es wurden die Fahrradbügel durch Stangen ersetzt. Das wirft auch noch mal ein Schlaglicht drauf, um was es möglicherweise eigentlich ging bei den Fahrradbügeln. Sie dienten dazu, die Bäume zu schützen. Denn ein Autofahrer, der das im Bild sichtbare Baumgitter samt Baum umfährt sucht womöglich ebenso schnell das Weite wie einer, der "nur" einen Fahrradständer umfährt. Bloß dass der umgefahrene Baum samt Gitter einen deutlich höheren Schaden darstellt.

    Jetzt werden die Bäume und ihre Gitter geschützt durch Stangen. Die sind wahrscheinlich preiswerter zu ersetzen wenn sie umgefahren werden als die Design-Fahrradständer.

    Vielleicht bin ich hier zu hart und die Stangen, die nicht geeignet sind, ein Fahrrad abzustellen, stellen nur eine Zwischenlösung dar. Man wird sehen. Sollte jedoch mein oben geäußerter Verdacht zutreffen, dann wäre das nur noch zum Kopfschütteln. Vermutlich wird es nicht lange dauern bis auch die Stangen ein Opfer des MIV werden, mal schauen wie es dann weiter gehen wird. Mein oben schon genannter Vorschlag kommt ja dann vielleicht doch noch zu Ehren: Panzerkanonenrohre zu Fahrradständern! (In Anlehnung an Schwerter zu Pflugscharen, dem Symbol der Friedensbewegung in der ehemaligen DDR.)

    Müssen solche Poller gar keinen Mindestabstand zum Radweg einhalten, so wie bei der Fahrbahn auch?

    Würden Autofahrer Radwege (und Fußwege) respektieren, dann bräuchte es keine Poller. Würde die Stadtverwaltung effektiv gegen Falschparker vorgehen dann könnten sicher deutlich weniger Poller verbaut werden. Leider berufen sich Autofahrer gerne auf den angeblichen "Parkdruck", wenn sie Rad- und Fußwege blockieren und die Stadtverwaltung fürchtet eine schlechte Presse, wenn sie diese "Ausrede" nicht hinnimmt.

    Um dennoch auch den Radfahrern (und Fußgängern) entgegenzukommen setzt die Stadtverwaltung halt Poller. Und wenn ich mir anschaue, dass ein Hochbord-Radweg mindestens 2,00 m breit sein sollte, dann kann man sich eigentlich nur darüber "freuen" ;), wenn der Radweg lediglich die Mindestbreite von 1,50 m hat. Denn bei einem 2 m breiten Radweg müsste der Poller mittig auf dem Radweg stehen, um ihn vor Falschparkern durch Poller zu sichern.

    Würden die Poller auch noch einen Mindestabstand vom Radweg einhalten, dann könnte man sie sich auch gleich ganz sparen, weil wirkungslos.

    Aber mal abgesehen davon, und ohne dass ich jetzt wüsste, wo darüber was geschrieben steht, stimme ich dir voll und ganz zu: Poller sollten nicht so dicht am Radweg stehen!

    Ist das jetzt ein Fall für die Polizei? Ich habe den Notruf gewählt. Die Polizei hat sich bedankt und will sich die Sache vor Ort anschauen, um ggf. weitere Maßnahmen einzuleiten. Als ich dort mit meinem Rad vorbeifuhr war es Samstagnachmittag und bei der Stadtverwaltung keiner zu erreichen.

    Ein Witz ist ja vor allem, dass da dreimal horizontale Doppelpfeile gezeigt werden, die in dem Kontext wirklich gar keine Bedeutung haben.

    Eigentlich müssten es doch Doppelpfeile sein, die nach oben, bzw. unten zeigen. Siehe hier: Oder ist das so gedacht, dass man im rechten Winkel auf einen Radweg zufährt, der dann so gekennzeichnet ist, wie in der Broschüre auf Seite 9 gezeigt?
    Auf der selben Seite ist ein Radfahrstreifen abgebildet mit durchgezogenem Schutzstreifen und roter Bodenmarkierung.
    Daneben ist ein Schutzstreifen abgebildet, der keine rote Bodenmarkierung hat.
    In Hannover gibt es allerdings Schutzstreifen, die eine rote Bodenmarkierung haben und ich meine das auch in anderen Städten schon gesehen zu haben. Ebenso gibt es Fahrradstreifen, die keine rote Bodenmarkierung haben.

    Das ist nicht ganz ohne, denn ob der Leser der Broschüre wirklich auf den kaum erkennbaren durchgezogenen Streifen versus Strichlinie achtet, oder aber einfach nur auf die rote Bodenmarkierung macht einen Unterschied. Und so kann es kommen, dass das Kind oder auch Erwachsene alles was rot markiert ist für einen Radweg halten und alles was nicht rot markiert ist für einen Schutzstreifen.

    Das die Geschwindigkeit nicht die große Rolle mit der vierten Potenz spielen kann, wird an dem angeführten Gullibeispiel deutlich. Geht man von einem offenen Gulli aus, so resultiert aus dem Rad eines langsam fahrenden Fahrzeuges sogar eine höhere Querkraft. Dies liegt an der Trägheit des Feder/Dämpfersystems. Fährt man schnell über das Loch, so hat das Rad keine Zeit nach unten auszufedern, woraufhin nur ein kleiner Schlag auf den Gullirand trifft. Wohingegen ein langsameres Fahrzeug das Rad weiter in den Gulli eintauchen lässt und damit einen größeren Impuls ausüben kann (trotz geringerer Geschwindigkeit). Dies lässt sich analog auch auf kleiner Schlaglöcher oder Kanten übertragen.

    Also ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit dem Auto über einen offenen Gulli fahren kannst, ohne dass das Auto erheblichen Schaden dabei nimmt. (Im Falle, dass der Gulli genau in eine der beiden Radspuren liegt, so hast du das doch gemeint?) Bei welcher Geschwindigkeit soll das denn sein, dass das Auto quasi einfach über den offenen Gulli drüber "hinwegfliegt"? Vermutlich nimmt auch das Gulliloch Schaden, obwohl der Rand ja aus Metall ist. Im Gegensatz zu einem Schlagloch. Das wird um so schneller größer, je schneller der Autoverkehr fährt. Deshalb werden bei Schlaglochpisten ja mitunter auch sehr niedrige Tempolimits angeordnet. Und um das noch mal klar zu stellen, ich will hier keinesfalls behaupten, dass alleine die Geschwindigkeit und nicht das Gewicht zur Straßenabnutzung führt. Aber es ist eben nicht alleine das Gewicht der schweren LKW, das die Straßen abnutzt, sondern auch die hohen Geschwindigkeiten der PKW. Dazu kommt, dass PKW immer schwerer werden!

    Siehe dazu beispielsweise dieses Bild aus der Zeitschrift auto bild (nicht dass ich die Zeitschrift so toll fände, aber da kann keiner behaupten, es sei irgendwie manipuliert zu Ungunsten des Autos) Gezeigt wird ein VW-Golf der frühen 80er-Jahre und ein aktuelles Modell im Gewichtsvergleich

    Da das Thema jetzt doch ein wenig über die reine Betrachtung der radverkehrspolitisch-relevanten Wahlplakate hinausgeht bringe ich mal dieses Zitat in den Diskussionsstrang ein:
    "Das deutsche Straßenverkehrsgesetz stammt in seiner ersten Fassung aus dem Jahr 1909. Die daraus abgeleitete Straßenverkehrsordnung wurde 1934 als Reichsstraßenverkehrsordnung verfasst und sollte den Autoverkehr aus seinem Nischendasein befreien. Seine „Leichtigkeit und Flüssigkeit“, so steht es heute noch im Gesetz, sollte durch andere Verkehrsarten nicht behindert werden. Störende Fußgänger und trödelige Radfahrer mussten aus dem Weg geräumt werden. Dieses verbriefte Recht auf Automobilität hält sich bis heute hartnäckig – auch in den Köpfen – und wird weiter umgesetzt."
    Quelle: fairkehr 4/2017
    Mit Absichtserklärungen, Gutes für den Radverkehr zu tun, das zeigen auch die Zitate, sind die Parteien schnell. Aber eine grundsätzliche Verkehrswende vermag ich nirgends so recht zu entdecken. Leider auch bei den Grünen nicht, obwohl Bündnis90/Die Grünen vermutlich noch am ehesten die Partei ist, bei denen nicht alle die Augen verdrehen, wenn man ihre Vertreter mit dem o. g. Zitat konfrontiert.
    In dem genannten Artikel wird vom vcd vorgeschlagen, zumindest den Paragraf 45 (9) StVO so zu verändern, dass weitere Einschränkungen des Autoverkehrs von den Kommunen angeordnet werden können. Denn der Knackepunkt besteht darin, dass eine Kommune nur sehr begrenzte Möglichkeiten hat, den Autoverkehr einzuschränken, so dass selbst ein williger Stadtrat, der was Gutes tun will für ÖPNV und Radverkehr und dafür den Autoverkehr einschränken will, schnell ausgebremst werden kann durch gerichtliche Klagen betroffener Autofahrer. Und beim Mitgliederstärksten Lobbyverband Deutschlands sitzen genug Juristen, die da ganz schnell dran sind.

    Hier noch mal ein Link zu einem Wahlplakat aus Hamburg von der Kommunalwahl 2015:

    *seufz*

    Ich versuche es. Würdest du bitten den gesamten Argumentationsvorgang oben vergessen und gänzlich aus dem Gedächtnis werfen? So wird eine Straße nämlich nicht geschädigt.

    Es ist schon reichlich unpädagogisch, jemand anderen zu bitten, erst mal alles zu vergessen, was er sich zu dem Thema angeeignet hat! Geschenkt - bin ja nicht zickig.
    Bei deiner Theorie bekommt man jedenfalls den Eindruck, dass es völlig schnuppe sei, mit welcher Geschwindigkeit eine Straße befahren wird, und dass ist ganz sicher nicht der Fall, dass die gefahrene Geschwindigkeit für die Abnutzung der Straße keine Rolle spielen soll. Spätestens an der Stelle, an der Risse auftauchen, auch wenn es nur feine Risse sind, spielt die Geschwindigkeit halt doch eine entscheidende Rolle. Denn wo Risse sind, da sind Risskanten und dann kann man sich nicht mehr damit begnügen, nur die senkrechte Belastung in den Blick zu nehmen.
    Bei Kanaldeckeln ist mir übrigens aufgefallen, dass sie neuerdings mit großformatigen Pflastersteinen umgeben sind. Ich kann jetzt jedoch nicht sagen, ob das einen verbesserten Widerstand gegenüber senkrechten oder waagrechten Belastungen bringt. Vielleicht hast du ja eine Erklärung dazu? Ich vermute, dass auch hier beides eine Rolle spielt.

    Bild aus:

    In dem Text zu dem Bild steht unter anderem:

    "Schachtabdeckungen in Straßen leisten Schwerstarbeit. Tagtäglich werden sie viele Hundert mal von PKW und Lastwagen überfahren, was auf Dauer zu Schäden führt. Mit elastischen Einbindungen will man die schlagartigen, horizontalen und vertikalen Lasten dämpfen und die Lebensdauer der Schächte erhöhen. Das IKT untersucht derzeit die Vor- und Nachteile dieses Verfahrens.
    (...)
    In den kommenden 12 Monaten werden die sanierten Schachtabdeckungen bezüglich einer Veränderung der horizontalen oder vertikalen Lage kontrolliert.
    Durch die Verwendung eines derartigen Sanierungssystems soll die Nutzungsdauer von Schachtabdeckungen erhöht und somit die Kosten für die Instandhaltung gesenkt werden." (Unterstreichungen von mir)

    Und bei den Untersuchungen des "Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT)" geht es ganz bestimmt nicht um Autos, die vom Laster fallen und auf die Kanaldeckelumfassung purzeln! Auch wenn der Name des Instituts ein bisschen "unterirdisch" klingt und zugegebenermaßen eher auf deine "Stöße in die Tiefe"-Straßenabnutzung hinweist.

    Eine Gegenüberstellung der Broschüre in Bezug auf Formulierungen, die der ADFC vorgeschlagen hat und dem was draus geworden ist, wäre mal interessant!
    Besonders die Darstellung zum Rechtsfahrgebot ist überarbeitungsbedürftig und ich kann mir nicht vorstellen, dass der ADFC das so in der Broschüre drin stehen haben wollte.

    Beim Durchlesen gewinne ich den Eindruck, den Kindern (und deren Eltern) soll vermittelt werden, die Verkehrswelt ist voller toter Winkel, deshalb lass' das Fahrrad besser gleich im Keller stehen und bitte Mama oder Papa dich im 1,5 bis 2,5 t- SUV mit Rammbügeln ans Ziel zu bringen.

    Eine bundeseinheitliche Lösung halte ich schon fast für übertrieben — der S-Bahn-Betrieb in einer Großstadt benötigt sicherlich andere Bestimmungen für die Fahrradmitnahme als ein Regionalexpress, der wiederum andere Bestimmungen als eine Regionalbummelbahn und mit Bussen ist das dann wieder eine ganz andere Hausnummer. Die einzelnen Verkehrsträger unterscheiden sich nicht nur bezüglich der Kapazitäten im Berufsverkehr, sondern auch beim eingesetzten Wagenmaterial und den Betriebszeiten. Da kann ich schon verstehen, dass es da keine einheitlichen Lösungen gibt.
    Was aber wirklich ärgerlich ist, sind dann solche Sachen wie in Hamburg die Fahrradmitnahme im Bus: Generell können außerhalb der Sperrzeiten Fahrräder bei ausreichender Kapazität mitgenommen werden, aber nicht in von der HOCHBAHN betriebenen Linien. Da geht’s dann gar nicht um das Wagenmaterial oder irgendwelche linienabhängigen Eigenheiten, sondern einfach nur um den Betreiber der Linie.

    Oh da können wir in Hannover auch ein Lied von singen:
    "Fahrradmitnahme bei regiobus
    In den Fahrzeugen der regiobus können werktags ab 19.00 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags ganztägig maximal zwei Fahrräder mitgenommen werden. Während der Sommerferien können Sie Ihr Fahrrad auch zwischen 8.30 und 15.00 Uhr mitnehmen. Der Fahrradtransport ist grundsätzlich kostenlos."
    Bei der Üstra dagegen können die Fahrräder zusätzlich an jedem Tag auch an den Schultagen von 8:30 bis 15:00 im Bus mitgenommen werden. (Siehe oben)
    Regiobus und Üstra fahren beide in Hannover, die Regiobus vor allem im Umland, die Üstra vor allem in der Stadt. Aber es gibt eben auch Regiobusse, die Teilstrecken in der Stadt fahren.
    Für so übertrieben halte ich eine einheitliche Regelung übrigens nicht. M. E, dürften die Zeiten nicht so stark variieren. Oder sind die Hamburger alle Frühaufsteher und die Hannoveraner Leute, die nicht vor halb elf am Arbeitsplatz erscheinen?

    Hast Du auch Quellen, die das in irgendeiner Form quantifizieren?

    Leider nicht, allerdings kann ich mich erinnern darüber gelesen zu haben, dass die Abnutzung der Straße steigt mit ansteigender Geschwindigkeit. Und zwar nicht linear sondern im Quadrat.
    Ich erkläre mir das so: Eine toppebene Straße, ein toppglatter Reifen, alles kein Problem.
    Aber die Straße ist nicht toppeben und die Reifen sind nicht toppglatt.
    Daraus entstehen Bremswirkungen und die Bremsung ist bekanntlich ein negativer Beschleunugungsvorgang, bei dem die erforderliche Kraft im Quadrat wächst, während die Geschwindigkeit nur linear wächst.
    Ein Beispiel, dass das sehr gut verdeutlicht: Fährt ein Auto durch ein Schlagloch, dann bremst der Rand des Schlagloches die Fahrt des Wagens, dabei wird der Rand des Schlagloches weiter abbröckeln.
    Dieser Effekt ist jedoch bei doppelter Geschwindigkeit nicht doppelt so hoch, sondern viermal so hoch!
    Ein 2,5 t SUV mit Tempo 160 wirkt dann wie ein 10 Tonnen schwerer LKW bei Tempo 80.
    Wie schon gesagt, das sind eigene Überlegungen, die mir jedoch sehr plausibel erscheinen. Und zumindest auf das Schlaglochbeispiel ziemlich genau zutreffen dürften.
    Und da auch eine noch schlaglochfreie Straße Unebenheiten aufweist, ist das vermutlich weiter übertragbar. Was meinst du? Vermutlich spielt auch das Reifenprofil und die Elastizität des Gummis eine Rolle, ebenso wie der Luftdruck.

    Eine interessante Variante der weißen Strichlinie mit der oft eine Fahrradfurt gekennzeichnet ist, hat die Stadt Hannover auf die Straße gebracht. Vermutlich gibt es für die Breite und Länge und Abstände der "weißen" Strichlinie genaue Vorgaben.
    Aber mit dem hier gezeigten Drumherum wirkt die Linie noch besser, die rechteckigen weißen Flächen werden optisch zur Plattform einer kleinen Pyramide:
    Und so sieht es aus, wenn Fahrradfahrer passieren:
    Wer sich das mal vor Ort ansehen möchte: Die Fotos wurden aufgenommen Arndtstraße/Ecke Klagesmarkt.
    Es gibt die Markierungen aber auch noch an anderen Stellen, zum Beispiel an der Lavesallee/Ecke Adolfstraße.

    Putzig. Ich lese keine Ausnahmen von den Sperrzeiten für Feiertage. Wollen die allen Ernstes am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag morgens um sieben Uhr die Fahrradmitnahme unterbinden?

    Vermutlich ist ein Feiertag kein Montag, Dienstag ... oder Freitag in Bayern sondern eben ein Feiertag.

    Die Sperrzeiten in München ähneln den Sperrzeiten für die Fahrradmitnahe in Stadtbahnen und Bussen der Üstra in Hannover:
    Sperrzeiten sind werktags von Betriebsbeginn bis 8:30 Uhr und von 15 bis 19 Uhr.
    In München werktags für die S-Bahn von 6 bis 9 Uhr und von 16 bis 18 Uhr.
    Warum kann man so was eigentlich nicht bundeseinheitlich lösen?

    Da sich hier auf Hannovers Straßen Bundestagswahlplakate mit Fahrradmotiven rar machen, und nachdem oben bereits gesendeten Zufallsfund, hab' ich noch mal ganz gezielt im Internet gesucht und so das hier gefunden:

    Philipp Tacer ist SPD-Bundestagskandidat für Düsseldorf-Nord und das ist doch mal bemerkenswert, dass sich ein SPD-Politiker auf seinen Plakaten für den Radverkehr stark macht. Und dann noch mit der Aussage:
    "Nachhaltige Politik braucht mehr Fahrradfahrer im Bundestag". Da kann man ihm eigentlich nur viel Erfolg wünschen!

    Quelle: Rheinische Presse online

    "Die Wahlplakate zur Bundestagswahl im Vergleich"

    Man freut sich ja schon über kleinste Funde. Zufällig entdeckt: Ein Radverkehrspolitisch-relevantes Wahlplakat. Leider nicht zur Bundestagswahl 2017 in Deutschland, sondern aus dem südlichen Nachbarland Österreich, wo es von den Österreichischen Grünen im Kommunalwahlkampf plakatiert wurde:

    Das Bild wurde veröfentlicht auf der Internetseite

    im Rahmen einer Berichterstattung über Kommunalwahlen im Vorarlberg.


    Leider. leider ... selbst dieses Pro-Fahrrad-Plakat bemüht den Auto-Vergleich: "Mein Auto hat zwei Pedale."

    Das Foto aus Hannover mit dem Plakat der Partei "Die PARTEI" zur Bundestagswahl 2017 habe ich zwar schon in dem Thread "Radverkehrspolitisch relevante Plakate zur Bundestagswahl 2017" gepostet. Aber hier passt das Bild auch hin. Schließlich ist die Partei "Die Partei" zu dem Ergebnis gekommen, dass es ihn tatsächlich gibt, nämlich den sauberen Diesel. Vorsichtshalber noch mal der Hinweis auf den Satire-Charakter der Partei "Die PARTEI", was die Mitglieder der Partei "Die PARTEI" in der praktischen Parteiarbeit mitunter zu sehr bissigen Satiren ermuntert, etwa wenn es darum geht Wahlplakate zu gestalten:

    Hm, hier in München werden alte Bahnen so umgebaut, dass die Gänge und Türbereiche breiter werden, damit der Ein- und Ausstieg schneller ablaufen kann und die Leute eher dazu eingeladen werden in die Gänge durchzugehen.

    In Hannover gibt es ja innerhalb des Großraumverbandes Hannover-Tarifbereiches eine leicht unübersichtliche Tarifregelung zur Fahrradmitnahme in der S-Bahn: In den Verkehrsspitzen ist die Fahrradmitnahme kostenpflichtig, zu anderen Zeiten und am Wochenende kostenfrei. Wie ist das in München geregelt?

    Mit einem satirischen Beitrag hat sich die Satire-Partei "Die PARTEI" per Wahlplakat in die Diskussion eingeschaltet. Aus Radfahrersicht ist es völlig indiskutabel, dass schmutzige besonders schmutzige Diesel-PKW die Luft zum Atmen nehmen.

    Halt! Moment! "Hab' ich da geschrieben "schmutzige Diesel-PKW"???
    Das würde dann ja im Umkehrschluss bedeuten, es gäbe auch "saubere" Diesel-PKW. (schnell korigieren ... geschafft)

    Die Partei "Die PARTEI" hat dazu in Hannover plakatiert. Hängen diese Plakate mit diesem Motiv eigentlich auch in anderen Städten?

    Die Partei "Die PARTEI" plakatiert den sauberen Diesel: