Ja, Danke für genau diese Frage. Sie ging mir selber bereits durch den Kopf, vermutlich beim Duschen.
Du hast es wieder nicht verstanden was ich meine.
Solltest Du mit deiner Petition also Erfolg haben, weißt du nun wo du allerbestenfalls damit landen wirst.
Viel Spaß.
Ich hab deinen langen Text mal gekürzt. Und will nur auf eine Sache, die du erwähnt hast eingehen. Diese "Helm-Kampagne". Der Titel dieses Threads lautat ja "Kurzfristig erreichbare Verbesserungen für den Radverkehr". Ich weiß nun auch nicht en Detail, wer genau alles dran gearbeitet hat, und mit welchen Mitteln, dass es in Deutschland Gott sei Dank verhindert werden konnte, eine Helmpflicht für Radfahrer einzuführen. Aber ich bin allen, die dazu beigetragen haben, eine Helmpflicht für Radfahrer zu verhindern, sehr dankbar!
Leider gibt es viel zu viele Menschen, die aus einem falsch verstandenen Sicherheitsempfinden heraus es für nötig halten, alles mögliche anzustrengen, und die, quasi im vorauseilenden Gehorsam, eine Art Ersatzhelmpflicht in der Form einführen, dass sie Schulkindern, die in der Schule am Fahrradtraining teilnehmen, nötigen, dabei einen Helm zu tragen.
Würden diese besorgten Lehrer, Schulleiter, Elternvertreter usw. sich doch ganz einfach darüber nicht den "Kopf zerbrechen". Dann wäre das was, wo man sagen könnte, man hat kurzfristig eine deutliche Verbesserung des Radverkehrs erreicht, und dabei nicht nur erheblichen zusätzlichen Aufwand eingespart, sondern auch noch jede Menge potenzielle Energie gewonnen, einen echten Beitrag zur Förderung der Fahrradkultur zu leisten.
In dem Artikel, auf den du hinweist, , wird am Ende die Frage gestellt: "Die Frage, die man sich bei der Fahrradhelm – Kampagne als geneigter Betrachter eigentlich stellen muss: Ist Darth Vader die geeignete Person, um für den Fahrradhelm Werbung zu machen? Ein Mann, der offensichtlich nicht oft Fahrrad fährt und zudem an extremer Kurzatmigkeit leidet, ist denkbar schlecht geeignet, um den Aspekt der Fahrradsicherheit zu vertreten, oder wie siehst Du das?"
Und daran kannst du sehen, dass manchmal sogar völlig nutzlose, sinnfreie und bescheuerte Kampagnen sogar noch eine Sinn erfüllen können. Denn die eigentliche Frage, die hätte gestellt werden müssen, lautet doch: "Die Frage, die man sich bei der Fahrradhelm – Kampagne als geneigter Betrachter eigentlich stellen muss: Ist das Tragen eines Fahrradhelms tatsächlich das, was das Fahrradfahren attraktiver und sicherer macht? Ein Mann, der offensichtlich nicht oft Fahrrad fährt und zudem sogar beim Zu-Fuß-Gehen einen Helm trägt, ist denkbar schlecht geeignet, um diesen Aspekt der Fahrradsicherheit zu diskutieren, oder wie siehst Du das?"
Aber leider leider, trotz der lächerlichen Kampagne kommt der Autor gar nicht auf die Idee, das Propagieren des Fahrradhelms an sich in Frage zu stellen.
Pech für den Radverkehr - Glück für die Initiatoren dieser nur auf den ersten Blick scheinbar nutzlosen Kampagne. Manchmal spielt das leben so, ein andermal aber auch wieder andersrum. Drum mach doch einfach mit bei der Petition. Kann schon sein, dass deine Befürchtungen bezüglich der Petition zutreffen. Das müssen vermutlich eines Tages andere mitentscheiden und das hab' ich nur begrenzt im Griff. Übrigens, die Petition wurde nicht von mir gestartet. Ich hatte davon vielmehr in der Zeitung (Hannoversche Allgemeine, Druckausgabe) gelesen. Der HAZ-Autor ist dem Anliegen ganz offensichtlich wenig geneigt. Er schrieb, die Autoren hätten den "bequemen Weg einer Online-Petition" gewählt. Das hat mich dann erst recht fuchsig gemacht. Und deshalb lasse ich keine Gelegenheit aus, für diese Petition zu werben, übrigens nur zum Teil im Internet. Vielmehr vor allem auf der Straße, beim Radfahren, an der Ampel oder in der Bahn etc... Das ergibt 'ne Menge spannende Gespräche. Hier hab' ich ja auch schon einige interessante Anregungen erhalten.
@Spkr: Du schreibst, dass du die Aufwand-Nutzen-Relation einer solchen Petition für ungünstig hältst. Du musst sie ja nicht in der Form unterstützen, dass du jetzt alle Hebel in Bewegung setzt, um weitere Unterstützer zu finden. Unterschreib doch einfach, "open petition" ist m. E. eine solide arbeitende Organisation, die Online-Petitionen ermöglicht. Und dann lehn dich entspannt zurück und warte einfach ab ... Dabei hast du alle Energien frei für alle möglichen Projekte!