Beiträge von Ullie

    Das verkennst Du. Ich glaube mittlerweile an fast garnichts mehr, was in der Fahrradpolitik so abläuft. Geradezu aus der Distanz betrachte ich, was Aktivisten und "Radverkehrspolitiker" treiben, hoffe lediglich, daß es dieses Mal nicht soviel Mist ist wie beim letzten Mal (meistens ist diese Hoffnung vergebens). Als Radfahrer habe ich nie Vorfahrt, egal was die StVO sagt. Wenn ein querendes Auto nicht signalisiert, daß es anhalten wird, fahre ich nicht. Ich finde das zwar nicht gut, aber es ist für mich als Radfahrer so gesünder.

    Die Gegend am Pfarrlandplatz kenne ich nicht, ich komme in keiner Zeit nach Linden (schon garnicht in der aktuellen Jahreszeit bei Tageslicht). Ich habe mir das aber notiert. Irgendwann schaue ich mir die Stelle an - und bis dahin ist mir mein Weg in die Stadt auf dem kommenden "Radschnellweg Hannover-Lehrte" wichtiger.


    Mich würde interessieren, was Du zu meiner Beschreibung der Clausewitz-Kreuzung meinst, und wenn wir damit fertig sind, könnten wir uns auch über Scheidestraße/Stadtparkweg unterhalten.

    Hallo lomo,

    ich mach' einfach mal einen neuen Thread auf mit dem Titel "Radschnellweg Hannover-Lehrte: Verbesserungspotenzial und Engstellen"

    Hier der Link dorthin: Radschnellweg Hannover-Lehrte: Verbesserungspotenzial und Engstellen

    radverkehrsforum.de/attachment/8849/
    Das Geld für das Setzen dieser in meinen Augen für Radfahrer schädlichen Verkehrszeichen 301 hätte man besser gespart und als Anzahlung für eine Aufplasterung verwendet - die besser wirkt als das tollste Verkehrsschild.

    Für die von Dir genannte andere Stelle in Linden gilt das gleiche. Auch hier suggerieren diese Verkehrszeichen eine "Sicherheit", die de facto nicht besteht.

    Habe gerade noch mal zur Fahrradstraße Pfarrlandstraße recherchiert und einen interessanten Vorgang gefunden, an den ich mich jetzt beim Recherchieren auch wieder so erinnern kann. Vor drei Jahren wurde die Wilhelm-Blum-Straße erneuert und im Bereich des Radweges eine Aufpflasterung, die den Autoverkehr ausbremsen sollte, fast völlig entfernt. Das erzürnte viele Radler, und ich wage kaum hier darüber zu schreiben, weil es wahrscheinlich auch dir die Stimmung vermiesen wird.

    Ganz gut zusammengefasst ist das alles in diesem Antrag der Grünen, der meines Wissens auch dann im Bezirkrat abgesegnet wurde. Ob sich allerdings der Rat angeschlossen hatte, müsste ich erst noch mal recherchieren. (Hinweis für Ortsfremde: Bei solchen Anträgen hat der Bezirksrat nur "Vorschlagsrecht", kann aber nicht abschließend entscheiden.) Hier der Link zur Internetseite der Grünen mit diesem beschriebenen Antrag: https://linden-limmer.gruene-hannover.de/gruene-seiten/…-pfarrlandplatz

    Man könnte jetzt natürlich hergehen und der Verwaltung einfach Dusseligkeit vorwerfen. Vielleicht ist es aber auch so, dass sich die Verwaltung sagt, eine Gefährdung der Radfahrer ist auch dann nicht gegeben, wenn die steile Rampe, die da vorher war, jetzt nicht mehr da ist.

    Hier die Drucksache mit dem Antrag, der vom Bezirksrat angenommen wurde:

    https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-2509-2015

    Ich muss gestehen, ich weiß jetzt nicht, wie das ausgegangen ist. Also ob da noch mal nahgebessert wurde und die Rampen wieder etwas steiler gemacht wurden. So steil wie sie früher mal waren sind sie jedenfalls nicht.

    Hier noch ein Blick auf googlestreetview, der zeigt, wie es früher dort mal aussah. Dabei fällt mir auf, dass damals Vorfahrt-achten-Schilder standen, wo heute Stopp-Schilder stehen, die den Autoverkehr bremsen sollen! Ich weiß allerdings nicht, wann dort die Stopp-Schilder hinkamen.

    https://www.google.com/maps/@52.37635…!7i13312!8i6656
    Und noch mal von der anderen Seite:

    https://www.google.com/maps/@52.37649…!7i13312!8i6656

    Und jetzt noch mal das bereits weiter oben gezeigte Foto:

    Dabei fällt mir ein, dass es noch einen weiteren Ausbaustand gab, der zwischen den google-street-view-Aufnahmen und den Neuerungen von 2015 liegt. Die Aufpflasterungsfläche wurde nämlich mal zwischenzeitlich verlängert, um auch den Grünflächenbereich mit einzubeziehen.

    Die Frage ist natürlich inwiefern kanibalisiert Carsharing den ÖPNV stärker, als den MIV mit eigenem Auto.

    Das ist meines Erachtens keine Frage, das ist so, dass Car-sharing dem ÖPNV schadet. Selbst wenn es das eine oder andere Beispiel gibt, dass wer sagt, dank Car-sharing benötige ich kein eigenes Auto. In einer Stadt, in der kein privater Autoverkehr stattfände, würde es auch ohne Car-sharing funktionieren. In dem Moment, in dem Car-sharing ins Spiel kommt, legitimiert das wieder die schlechten alten auf den Autoverkehr ausgerichteten Strukturen. Das Geschwätz: "Ganz ohne privaten Autoverkehr geht es halt nicht und demenstprechend müssen wir die Straßen für Autos planen.", wird durch Car-sharing doch erst recht so richtig angeheizt.

    In Germersheim fährt eine 11-jährige vor ein Auto, weil sie selbst während der Fahrt die Finger nicht vom Handy lassen kann. Und der Polizei fällt wieder mal nur Helmwerbung ein.

    In dem von dir verlinkten Artikel heißt es unter anderem: "Am heutigen Morgen wurde durch die Stadtverwaltung Germersheim und die Polizei an der Tulla-Schule in Sondernheim die Aktion "Sicher ohne Auto zur Schule" durchgeführt. In diesem Zusammenhang möchte die Polizei nochmals darauf hinweisen, dass beim Fahrradfahren immer ein Schutzhelm getragen werden sollte, um im Falle eines Unfalls das Verletzungsrisiko und die Folgen zu minimieren."

    Möglicherweise wird es in solchen Veranstaltungen und den Berichten darüber bald auch heißen: "Allen Eltern, die ihr Kind aus besonderen Gründen trotzdem mit dem Auto zur Schule bringen, hat die Polizei gesagt: Halten Sie möglichst in einiger Entfernung vom Schuleingang auf einem sicheren Stellplatz zum Aus- und Einsteigen der Kinder. Und fahren Sie auf keinen Fall bis zum Schultor. Außerdem wurden diese Eltern dringend gebeten, grundsätzlich nur mit aktiviertem Fußgängerschutzsystem zu fahren."

    Ich komme an dieser Stelle etwa fünfmal in der Woche vorbei. Neulich ist mir genau dieses Schild (Einmalige Vorfahrt) aufgefallen, ich habe es fotografiert als Beispiel für "Wie man Radfahrern Fallen stellt". Als Alltagsradfahrer weiß ich, daß ich mit meinem Drahtesel bauartbedingt niemals gegen die eingebaute Vorfahrt des Kraftverkehrs anstinken kann. Nicht gern, aber ungern halte ich mich im Interesse meiner Gesundheit daran. Ich finde ein dieses Schild kontraproduktiv und hätte es besser gefunden, die Stadt hätte es nicht aufgestellt. Es verblüfft mich, daß es gerade auf Radfahrerinitiative gesetzt worden ist.

    (...)

    Mir schiene es sehr viel wichtiger, über diese beiden (aus meiner Sicht ziemlich unmöglich gestalteten) Kreuzungen zu diskutieren.

    Deine Bedenken hatte ich ebenfalls. Aber eben auch die Bedenken, dass Radfahrende auf dem Radweg, der am Bahndamm entlang über die Klesstraße hinwegführt, gar nicht erkennen können, dass sie dort Vorrang vor dem querenden Autoverkehr haben. Natürlich ist ein Stopp-Schild [Zeichen 206] aufgrund seiner achteckigen Form auch von der Rückseite aus erkennbar. Aber das ist dann schon ganz schön um die Ecke gedacht.

    Sicherheit zuerst ist natürlich vollkommen richtig und wichtig, und die von dir beschriebene Fahrweise überlebenswichtig! Aber aus Sicherheitsgründen auf das Aufstellen der Vorfahrt an der nächsten Kreuzung-Schilder ganz zu verzichten[Zeichen 301]finde ich weniger ratsam als diese aufzustellen. Denn zur Gefährdung tragen auch die Situationen bei, in denen Radfahrende sich der Kreuzung nähern, nicht so recht wissen, was Sache ist und dann vorsichtshalber erst mal warten, und zwar auch dann, wenn sich gerade ein Auto langsam und vorsichtig nähert. Der Autofahrende weiß, dass sie/er stoppen muss. Und der Radfahrer, weiß es eben nicht so recht genau, was jetzt Sache ist. Und schon beginnt dieses Hin- und Her, wer denn jetzt wem den Vortritt lässt. Auch das kann zu bösen Situationen führen, insbesondere dann, wenn sich in dieser sensiblen Phase noch weitere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer nähern.

    In Linden-Nord wird der Radweg wie an verschiedenen anderen Stellen in Hannover ebenfalls vorfahrtberechtigt über die Straße hinweggeführt. Und dort stehen schon seit geraumer Zeit, wie neuerdings auch in Kleefeld, Vorfahrtsschilder, die dem Radfahrer signalisieren, dass er gegenüber dem querenden Autoverkehr Vorrang hat:



    Und die Fahrzeuge die auf der Querstraße (das ist die Wilhelm-Bluhm-Straße) unterwegs sind, müssen warten:

    Die Ampelanlage über die Clauswitzstraße benutze ich selber häufig. Und ich bin sehr unzufrieden damit. Vor allem ärgern mich die nach meiner Beobachtung falschen Versprechungen, die mit der Inbetriebnahme der Ampel gemacht wurden. Du meinst sicherlich diese Anlage auf dem Foto:


    Bei der Eröffnung hieß es, dass Kontaktschleifen in einem entsprechend weitem Abstand vor dem Ampelüberweg die sich nähernden Radfahrer erkennen und die Ampelanlage dann auf Grün für den Radverkehr schaltet. Wie schätzt du dass ein?

    Trifft das zu oder nicht? Oder haut es nur manchmal oder gar nicht hin?

    Meine Beobachtung ist, dass das in der Regel nicht klappt!

    Ich nähere mich mit mittlerer bis niedriger Geschwindigkeit (so ca. 12-15 km/h), aber muss trotzdem meistens noch mal anhalten und warten. Mein Verdacht ist, dass an diesem Überweg, der Autoverkehr und nicht der Radverkehr deutlich größere Vorrechte genießt. Dass der Stadtbahnverkehr vorrangig behandelt wird, das ist ja schön und gut und tatsächlich berechtigt. Aber wenn die Stadt Hannover es mit der Radverkehrsförderung tatsächlich ernst meint, dann muss diese Ampelsteuerung entsprechend verbessert werden.

    Gar keine Ampel, so wie es früher mal war, halte ich dagegen für nicht erstrebenswert. Besonders deshalb, weil der Auto-Verkehr auf der Clauswitzstraße in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

    Ist das ein Zweirichtungsradweg ?

    Deine Frage im Hinterkopf bin ich heute extra mal das Stück am Bauzaun entlang bis zum anderen Ende gefahren.

    Normalerweise bieg ich vorher ab. Aber es hat sich "gelohnt".

    Hier das, was dem Radfahrer von dieser Seite aus zugemutet wird:

    Bereits im Beschwerdeformular auf hannover.de eingetragen! Aber wer Ambitionen hat, der kann da ja gerne auch mal aktuv werden:

    https://e-government.hannover-stadt.de/impulsweb.nsf

    Auf diesem Straßenabschnitt gibt es übrigens drei Fahrspuren. Da kann ja wohl mal eine von umgenutzt werden?! Am Besten dauerhaft als protected bikeline! ;)

    Kommen wir zurück zur NDR 2 - Sendung:

    Bei 49:25 beklagt sich ein Hörer darüber, dass keine verkehrsrechtliche Aufklärung stattfinden würde und er nicht gewusst hätte, dass in Fahrradstraßen für Radfahrer rechts vor links nicht mehr gelte. Ich dachte, ich höre nicht richtig!!!

    In dem Faltblatt für Fahrradstraßen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg wird genau das Gegenteil erklärt: "Vorfahrtsregeln wie beschildert, sonst rechts vor links"

    https://www.hamburg.de/contentblob/39…n-faltblatt.pdf

    Habe mir die Stelle gerade noch mal angehört. (Hier noch mal der Lnk zu der Radiosendung: https://mediandr-a.akamaihd.net/progressive/20…5-2127-5200.mp3 Bei 51:40 wird von einem der Experten im Studio auf einen Flyer hingewiesen, der in Hamburg veröffentlicht wurde. Ich nehme mal an, dass er damit den selben Flyer meint, den du verlinkt hast. ( https://www.hamburg.de/contentblob/39…n-faltblatt.pdf )

    Die falsche Aussage des Hörers, der angerufen hat erkläre ich mir so: Wenn eine Fahrradstraße eingerichtet wird, dann sollte sie möglichst so eingerichtet werden, dass der Radverkehr auf der Fahrradstraße an den Kreuzungen Vorfahrt hat. Wenn die Fahrradtraße auch für den Autoverkehr (nicht nur zum Queren, sondern über die ganze Länge oder längere Teilstrecken) freigegeben ist, wird das jedoch problematisch, da man die Vorfahrtsregeln nicht trennen kann. Und so würde eine Fahrradstraße, die für Autos freigegeben ist, nicht nur eine Vorfahrtsstraße für Fahrräder sondern auch eine Vorfahrtsstraße für Autos, die absehbar zusätzlichen Autoverkehr anlocken würde.

    Möglicherweise hat der Hörer irgenwo im Hinterkopf die Information abgerufen, dass Fahrradstraßen als Vorfahrtsstraßen zu gestalten seien, und die weiteren Implikationen (was ist, wenn auch Autoverkehr zugelassen ist) nicht präsent gehabt. Das würde zumindest seine Aussage, in Fahrradstraßen genießt der Fahrradverkehr grundsätzlich Vorrang an den Kreuzungen, zumindest erklären. (Auch wenn es dadurch nicht richtiger wird.)

    Dass der Experte im Studio bezüglich der Vorfahrtsregeln, die Falschdarstellung des Anrufers nicht sofort unmissverständlich richtig gestellt hat, finde ich nicht so schlimm. So eine Sendung, bei der Hörer live anrufen, lebt schließlich auch davon, dass man nicht jeder Äußerung eines Anrufers detailgenau nachgeht. Sonst müsste man den Anrufer viel früher abbremsen und dürfte ihn immer nur zu einem ganz konkreten Punkt etwas sagen lassen. Schließlich sagte im konkreten Fall der Anrufer auch noch einige andere Sachen.

    Und der Experte hat unmittelbar in der Antwort auf den Anrufer hingewiesen auf den Flyer der Stadt Hamburg. Wenn es derselbe ist, den du verlinkt hast (s. o.), dann enthält er doch die geltenden Vorfahrtsbestimmungen, die in dem Flyer korrekt dargestellt werden. Sehr viel mehr, kann man m. E. nicht leisten in einer solchen Diskussionssendung mit Zuhörer-Beteiligung. Sonst würde man aus einer solchen Sendung eine Art mündliche Examensprüfung machen, bei der Wissensstoff abgefragt würde.

    Herr Scheuer präsentiert die Lösung:

    https://www.mopo.de/hamburg/immer-…retten-31570016

    Spannend wird es ja wenn die Berichterstattung sich nicht mehr nur damit beschäftigt, ob der Fahrradfahrer einen Helm getragen hatte, sondern immer öfter darüber berichtet wird, ob der LKW mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet war. Sozusagen Umkehr der gängigen bei vielen Berichterstattungen unterschwellig vorhandenen Schuldzuweisungen.

    Statt: Warum hat denn der Radfahrer keinen Helm getragen?

    Jetzt: Warum war denn der LKW nicht mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet?

    Bei den vielen technischen Fahrhelfern sollte das eigentlich doch immer öfter thematisiert werden.

    In Hochspeyer (Pfalz) an der Bahntrasse (links im Bild) entlang gibt es einen kombinierten Fuß- und Radweg[Zeichen 240], der vom Bahnhof wegführt und so beschildert ist, dass dieses Schild [Zeichen 240] im Widerspruch steht zu dem Schild Verbot für Fahrzeuge aller Art [Zeichen 250].

    Von der anderen Seite kommend, also in Richtung Bahnhof, ist der selbe Weg nur so beschildert: [Zeichen 250]

    Das ganze scheint nun fertig zu sein. Die Lösung ist mal wieder typisch :thumbdown:

    Der getrennte Rad/Gehweg (mit Benutzungspflicht) tauscht im Bereich der Bushaltestelle die Seiten. Fußgänger müssten also zwei mal den Radweg kreuzen. Dazu für Radfahrer eine scharfe Kurve, wo nicht mal der Sand nach den Arbeiten richtig weg gemacht wurde. Man kann davon ausgehen, dass sowohl Fußgänger als auch Radfahrer dieses Konstrukt nicht alle beachten werden, am Ende hat man Konflikte. Besonders bei Dunkelheit dürfte es für Fußgänger schwer zu erkennen sein, wie sie dort gehen müssten. Aber Hauptsache auf der Fahrbahn daneben haben Kraftfahrzeuge damit kein Problem. :cursing:

    Dass die Fußgänger, die zum Bus wollen oder die vom Bus kommen, den Radweg einmal kreuzen müssen ist ja normal Hochbordradwegen, wenn der Radweg hinter der Bushaltestelle langgeführt wird. (Was ja seine Vorteile hat.) Vermutlich gehen die Planer davon aus, dass es keine Fußgänger gibt, die einfach nur die Materborner Allee entlanggehen und an der Bushaltestelle vorbeigehen wollen? Für die Planer gibt es nur Fußgänger, die zum Bus wollen, oder die mit dem Bus gekommen sind und dort aussteigen.

    Vielleicht gehen die Planer außerdem davon aus, dass Fußgänger, die keine Busfahrgäste sind (sollte es die entgegen der o. g. Erwartung doch geben), über den Supermarkt-Parkplatz gehen.

    Ich meine, nein. Was man meiner Meinung nach tun müsste, habe ich in Beitrag #25 beschrieben und ich vertrete diese Meinung nach wie vor. Es bedarf mindestens einer baulichen Unterbrechung der Gehwege entlang der Kleestraße. In der jetzigen Form ist der Vorrang/Nachrang der Fußgänger genau entgegengesetzt zum Fahrverkehr (und zur Vorfahrtsbeschilderung).

    Ist der westliche Gehweg der Kleestraße eigentlich nach wie vor in beiden Richtungen [Zusatzzeichen 1022-10]?

    Danke für den Hinweis. Da muss ich noch mal selbst vor Ort nachschauen. Bis dahin erst mal dieses google-street-view-Bild. Das zeigt die Einfahrt in den gemeinsamen Fuß- und Radweg von der Berckhusenstraße aus. Da steht dieses Schild: [Zeichen 240]als Kennzeichnung für den Weg, der am Bahndamm entlangführt. Die Aufnahme ist von 2008. Ob das seitdem einmal geändert wurde? Du schreibst ja, dass ein [Zusatzzeichen 1022-10] den Weg kennzeichnet. Oder kommt das [Zusatzzeichen 1022-10] erst später, also näher dran an der Radwegfurt über die Kleestraße?

    "Audi rammt in Wohngebiet sechs Pkw und überschlägt sich", berichtet das Göttinger Tageblatt vom 13.11.18:

    "Alkoholisiert und mit viel zu hoher Geschwindigkeit war ein Audi-Fahrer am Montagabend im Potsdamer Wohngebiet am Kirchsteigfeld unterwegs. Die Folge: Sein Fahrzeug rammte sechs geparkte Pkw und überschlug sich." http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Pa…erschlaegt-sich

    Die Technik für eine automatische Begrenzung der Geschwindigkeit entsprechend den jeweils auf den befahrenen Straßenabschnitten geltenden Vorgaben ist ein wichtiger Baustein für autonomes Fahren. Und diese Technik für das Einhalten vorgegebener Tempolimits ist bereits so weit entwickelt, dass sie zu relativ überschaubaren Kosten in jedes Auto das neu produziert wird, mit eingebaut werden könnte. (Sicherheitsgurte werden ja auch überall serienmäßig mit eingebaut.)

    Es muss ja nicht gleich ein komplett autonom fahrendes Auto entwickelt sein, um Bausteine dafür jetzt schon einzusetzen. Der Einpark-Assistent wird ja auch schon in vielen Fahrzeugen serienmäßig mit eingebaut.

    Warum also dieses Zögern bei der Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Fahrzeuges automatisch so zu begrenzen, dass vorgegebene Tempolimits nicht überschritten werden können?

    Vermutlich braucht es dafür auch keine gravierenden Änderungen des geltenden Verkehrsrechtes. Der Einpark-Assistenz entspricht ja ebenfalls den geltenden Vorgaben.

    Und selbst wenn der automatische Geschwindigkeitsbegrenzer nicht sofort für verbindlich erklärt wird, wie das beim Sicherheitsgurt der Fall ist; die Autoversicherungen könnten deutliche Preisnachlässe gewähren, wenn ein Versicherungskunde von dieser Möglichkeit des automatischen Tempobegrenzers verbindlich Gebrauch machte.

    Glücklicherweise scheinen bei dem Unfall in Potsdam keine weiteren Verkehrsteilnehmer verletzt worden zu sein. In dem Artikel heißt es: "In dem Fahrzeug befanden sich mindestens zwei Personen, wobei Anwohner auch von vier Insassen berichteten. Vor Ort traf die Polizei jedenfalls zwei leicht verletzte Männer an, die durch Glassplitter und umherfliegende Flaschen und Gegenstände im Fahrzeug Verletzungen erlitten hatten." Vermutlich haben Sicherheitsgurte und möglicherweise auch Airbags schlimmere Verletzungen der Fahrzeuginsassen verhindert. Wie es dagegen einem Passanten ergangen wäre, der von dem umherschleudernden Fahrzeug getroffen worden wäre, das mag ich mir lieber nicht ausmalen.

    Hinweis: Ich habe bei nochmaliger Durchsicht des Forums, diesen Beitrag auf den Thread "Geschützte Infrastruktur" Geschützte Infrastruktur noch einmal eingestellt. Ich vermute, das ist ein besserer Ort für die Diskussion, weil es hier ja um einen speziellen Termin geht.

    Hannover, Cellerstraße Richtung List, kurz nach der Bahnunterführung. [Zeichen 241-30]ausgeschildert. Die Stelle ist ohnehin schon unzumutbar eng. Mit Baustelle wird's noch mal enger. Und plötzlich weiß ich, dass ein Fahrradhelm nicht nur als Sturzhelm gute Dienste leisten kann, sondern besonders bei größeren Radfahrern auch noch anderen Zwecken dient:

    Auch ist die eigentliche Intention der Verkehrsbehörde wieder erkennbar, dass man dort überhaupt keine Radfahrer haben will und auch nicht bereit ist, sich Gedanken darum zu machen, wie man als weniger sportlich ambitionierter Radfahrer rechtzeitig durch die Baustelle kommt, ohne 500m lang zum Fußgänger zu werden oder sich irgendwann Auge in Auge mit dem Gegenverkehr auf der Fahrbahn wiederzufinden.

    Wie ich weiter oben schon sagte:

    An ihren Baustellen werdet ihr sie erkennen! (Die Stadtverwaltungen, die dann wenn's eng wird, dem Autoverkehr keine Verengung zumuten, aber Radler und Fußgänger zusammendrängeln.) Oder wie in deinem Fall in Stade, gar nicht erst ernsthaft den Radverkehr zur Kenntnis nehmen.

    Ist das ein Zweirichtungsradweg ?

    Diese Frage wirft natürlich sofort eine neue auf:


    Üblicherweise sind Zweirichtungsradwege ja mit einem Radweg-Schild und einem Zusatzschild versehen, das Zweirichtungsverkehr anzeigt: [Zusatzzeichen 1000-31]

    Im vorliegenden Fall steht das Radwegschild so, dass es diejenigen Radfahrer, die aus der "falschen" Richtung auf das Schild zufahren, es sehen. Muss dann auch das Zusatzschild für den Zweirichtungsverkehr angebracht werden? Oder ist davon auszugehen, dass diese Radfahrer, die in der "falschen" Richtung unterwegs sind, von selbst drauf kommen, dass auch Radverkehr aus der anderen Richtung stattfindet?

    Nochmal bildlich: Zunächst noch mal die Situation:

    Das Zweirichtungen-Schild ist von mir reinkopiert worden.

    Der Stadtanzeiger berichtete am 10.11.2018, dass der Bezirksrat dringend dazu aufforderte, den Deisterkreisel sicherer zu machen. Außerdem schrieb die Tochter des tödlich verunglückten Radfahrers einen entsprechenden Brief an die Stadt Hannover. Immerhin hat die Stadtverwaltung reagiert: "„Notwendig ist eine durchgängige längere Freigabe für Fußgänger und Radfahrer auf beiden Querungen der Göttinger Straße“, fordert die Tochter in ihrem Brief. Die Experten der Unfallkommission kommen zu einem ähnlichen Urteil. Künftig soll es an dem Radfahrer- und Fußgängerüberweg, an dem sich der Unfall ereignete, eine längere Grünphase für Radler und Passanten geben, wie Stadtsprecherin Michaela Steigerwald auf Anfrage mitteilt. Zudem wird es dort keine Bedarfsampel mehr geben. Nach Aussage der Stadt ist somit ein zügigeres, sichereres Queren der beiden ampelgeregelten Übergänge möglich – in vielen Fällen auch ohne einen Zwischenstopp auf der kleinen Verkehrsinsel. Unabhängig von dem Unfall sollten die Markierungen am Deisterkreisel erneuert werden." http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…sicherer-machen

    Ob die Veränderung der Bedarfsampel zur regulären Ampel allerdings den Radverkehr und Fußverkehr tatsächlich beschleunigen wird?

    Hier noch mal ein Bild von dem Text an dem Ghost-bike. Der Text war ja etwas unscharf auf meinem ersten Bild:

    An der Gustav-Bradtke-Allee/Ecke Ohestraße wird zur Zeit auf einem Grundstück gebaut. Der Bauzaun blockiert jetzt den Teil des Bürgersteigs, der sonst der Fußweg ist. Auf dem Zwei-Richtungen-Radweg findet jetzt Radverkehr in beide Richtungen und Fußverkehr statt.

    An ihren Baustellen werdet ihr sie erkennen! (Die Stadtverwaltungen, die dann wenn's eng wird, dem Autoverkehr keine Verengung zumuten, aber Radler und Fußgänger zusammendrängeln.)

    Und dann auch noch einfach das alte Schild vergessen abzudecken:?:

    Zu dem dritten Beispiel: Ist es nur nicht zu sehen oder fehlt die positive Beschilderung für den Radverkehr? Wenn man mit dem Rad da ankommt fährt man eigentlich erst mal über einen abgesenkten Bordstein in die Fahrbahn ein....

    Ja diese Beschilderung fehlte tatsächlich! Vielen Dank noch mal für deinen damaligen Hinweis, den ich über das Anregungen- und Beschwerdeformular auf Hannover.de an die Stadtverwaltung weiterleitete. Die hat inzwischen die fehlenden Schilder "Einmalige Vorfahrt" an dem Radweg, der am Bahndamm langführt, installiert.

    Wer auch aktiv werden möchte, hier der Link zum Ideen- und Beschwerdeformular: https://e-government.hannover-stadt.de/impulsweb.nsf


    Das ist die Kleestraße über die der Radweg vorfahrtberechtigt hinweggeführt wird.

    Hier die neuen Vorfahrts-Schilder!