Beiträge von zud_ritt

    Wir waren zu dritt da. Ich habe zwischendurch immer wieder Teile der Veranstaltung verpasst -- wer aus dem Forum da war, weiß warum.


    Inhaltlich gab es wenig neues:


    • Schutzstreifen beidseitig je 1,25m + 0,5m Abstand zu parkenden Autos
    • An einer Stelle Verbreiterung auf 1.5m, da viel Schwerlastverkehr
    • Die meiste Planung wurde durch Verwaltungsvorschriften und Baumschutz determiniert -- wegen der Bäume kann z.B. zum Teil der Kantstein nicht verlegt werden
    • Die Vorträge waren erfreulich straff gehalten
    • Die Anzahl der legalen Parkplätze wird erhöht, insbesondere in der Nähe von Edeka. Insgesamt gibt es jetzt 172 Parkplätze im überplanten bereich. Die Zahl der Fahrradplätze steigt von 0 auf 27, primär bei den Bushaltestellen.
    • Die Fußgängerampel bei NXP soll wegfallen, weil man auch so die Straße überqueren kann. Zudem ist eine weitere Ampel 50m weiter. Großer Aufreger gewesen.

    An sich sind die sonstigen relevanten Informationen alle auf der Webseite zur Stresemannallee zu finden, die @Chrik schon verlinkt hatte. Dort sollen auch die Pläne noch in akzeptabler Auflösung hochgeladen werden.


    Dann gab es natürlich wieder die empörten, die allem widersprochen haben, aber das hielt sich im Rahmen.
    Viele haben die Informationsveranstaltung eben nicht als Informations- sondern als Beratungsveranstaltung angesehen und
    fanden es deshalb nicht gut, dass man keine großen Änderungen mehr machen kann.
    Fun fact: die Unzufriedenen Anwohner die als erstes gegangen sind, sind direkt in zwei Autos gestiegen um nach Hause zu fahren.


    Ansonsten gab es für den Erhalt des Zweirichtungsradweges wieder alle bekannten Begründungen: Funktioniert gut, Radfahrer werden nicht übersehen, da die Autofahrer ja alle wüssten wie die Radfahrer dort fahren etc.
    Im Moment könne man sein Glas bei den Containern noch gut einwerfen, weil man sich mit den Radfahrern arrangiere, aber wenn die nicht mehr da sein, würde das nicht mehr klappen(?).
    Es wurde noch Flüsterasphalt für die Straße gefordert sowie mehr Tempo 30. Zudem Radfahr- statt Schutzstreifen und Streifen auch in der T30-Zone.


    Der geplante Kreisverkehr Grandweg / Stresemannallee wird abgesetzte Fußgängerfurten ohne Zebrastreifen haben, d.h. Fußgänger sind wartepflichtig. Wenn man es genau misst, sind sie eigentlich nur wartepflichtig gegenüber den einfahrenden Fahrzeugen, nicht gegenüber den ausfahrenden, aber das weiß ja niemand.


    Ich habe noch angeregt, KFZ-Parkplätze bei Edeka durch Fahrradstellplätze zu ersetzen. Das scheint positiv aufgenommen worden zu sein, mal sehen was daraus wird.


    Zusätzlich zu dieser Veranstaltung macht die Stadt noch irgendwas mit Privatgrundstücken, das wurde aber in dieser Runde nicht besprochen. Ich weiß nicht genau, welche baulichen Änderungen da geplant sind. Von Verwaltungsseite wurde aber noch angesprochen, dass die betroffenen Anwohner eigentlich ihre KFZ nicht auf den Grundstücken parken und kein Überfahrrecht hätten. Hier fehlt mir leider komplett die Einordnung.

    Die 500€/Jahr für Ansparen/Inspektionen sind denke ich zu niedrig angesetzt. Damit kann man sich alle 10 Jahre ein Auto für 5t€ kaufen (und es dann nie zur Inspektion bringen!) Meine Eltern habe für ihr altes Auto die Gesamtkosten übe die gesamte Lebensdauer ausgerechnet.


    Kompaktwagen (Honda Jazz), neu 2003 gekauft, 2016 verkauft. Ich glaube 130tkm gelaufen. Effektiv hat der Wagen 400€/Monat gekostet, hatte keine außergewöhnlichen Reparaturen.
    Damit hätten wir: 830km/Monat -> 240€ Kilometerkosten for Scouter. Damit kann hat man Geld für 40 Stunden pro Monat.


    Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass ein Gebrauchtwagen hätte günstiger sein können. Kann sein. Dafür sind die Kosten vor mehreren Jahren angefallen und sind nicht inflationsbereinigt.


    ... teilen sich durchschnittlich 42 Nutzer ein Fahrzeug im stationsbasierten Carsharing, 70 Nutzer bei den stationsunabhängigen Angeboten (Quelle). Damit wäre ein durchschnittlicher Carsharing-Benutzer ca. 21 bzw. 35 mal effizienter als die Benutzer eines eigenen Wagens


    Das gilt aber nur, wenn die Nutzer aufgrund des Carsharings auf ein eigenes Auto verzichten. Die 70 Nutzer auf ein Auto bedeuten nur, dass z.B. bei car2go 70 mal mehr Kunden registriert sind als car2go Autos hat. Mit Effizienz hat das erstmal nichts zu tun, da die Effizienz erst steigt sobald dieses Auto tatsächlich ein privates ersetzt. Und genau dies ist bei den stationsunabhängigen nicht der Fall. Wird das car2go-Auto hin und wieder als ÖPNV-Ersatz genutzt, muss es gegen die Effizienz des ÖPNV antreten und verliert dort. Ich habe z.B. eine car2go-Mitgliedschaft und nutze sie ca. einmal alle zwei Jahre. Hätte ich kein car2go, hätte ich noch immer kein Auto.


    Der ökologische Vorteil von Carsharing materialisiert sich nur, wenn die Nutzung zuverlässig planbar ist. Ohne feste Station und Buchbarkeit kann man aber z.B. einen Ausflug mit Kindern oder eine Fahrt zum Möbelhaus schlecht planen und behält dann doch lieber ein eigenes Auto. Mit Planbarkeit kann man auf ein eigenes Auto verzichten und die höchsten Kosten -- die Anschaffungskosten -- werden auf die gefahrenen Kilometer umgelegt. Dadurch hat man keine Erstinvestition in ein Auto. Diese Erstinvestition befördert das Autofahren, da die Kosten für das Auto angefallen sind, egal wie viel man jetzt fährt. Zahlt man nur per Kilometer, ist der Anreiz für alternative Verkehrsmittel höher.

    • Weiß. Andere Farben komme nicht in Frage.
    • Hochwertiger Nabendynamo. Scheinwerfer und Rücklicht habe ich noch vom alten Fahrrad. Auf das ständige, uuuh, ich muss mich beeilen, der Akku ist bald leer, bäh, darauf habe ich keine Lust mehr.
    • Scheibenbremsen müssen sein, hydraulisch wäre noch besser.
    • Schutzbleche.
    • Pedale sind egal, beziehungsweise baue ich mir da eh wieder Shimano A530 dran.
    • Rennradlenker wäre super. Ha, und das wird bestimmt lustig mit den hydraulischen Scheibenbremsen, oder?
    • Gepäckträger, an den man Taschen montieren kann.

    Sehe ich das richtig, dass ich nicht drumherumkomme, mir das aus einzelnen Komponenten selbst zusammenzustellen? Oder in welcher Ecke müsste ich da nachsehen? Lokale Händler werden natürlich bevorzugt :) Einsatzgebiet sind dann Touren von zwanzig bis Kilometer. Preislich gesehen darf es auch etwas kosten.


    Das Trenga De sieht natürlich auch gut aus. Hier mein Vorschlag, falls du es individueller haben möchtest:
    Dank deines letzten Satzes kann ich Velotraum empfehlen. Die haben Ahnung von alltagstauglichen Rädern mit Rennlenkern. Nachteil: Kein Händler in Hamburg (ich glaube, dass Rendsburg das nächste ist).
    Farben kann man sich bei Velotraum aussuchen, da der Rahmen erst nach Bestellung lackiert wird.
    Scheibenbremsen: Kein Problem, hydraulisch & Rennlenker schon. Wir haben die Tektro Spyre am Tandem, das sind gute mechanische Scheibenbremsen, die auch 200+kg gut zum Stehen bringen. Gut wartbar.
    Und so können die Räder dann aussehen: mit Kettenschaltung mit Rohloff. Man beachte die wirklich funktionalen Schutzbleche!
    Velotraum hat keine festen Radkonfigurationen, sondern ein Konzeptsystem, bei dem eben alles nach Wunsch an den passenden Rahmen geschraubt wird.

    Der Arbeitsaufwand des OWi-Schreibens ließe sich prinzipiell stark reduzieren. Bräuchte man nur jemanden, der mal was programmieren kann. :) Dann wären das wenige klicks und Dropdownmenüs. Also sozusagen ein Wegeheld in "sinnvoll". ;)

    Da liegt ein passendes Perl-Skript im Netz.


    Das Skript nimmt ein Bild, erkennt das Kennzeichen und extrahiert das Datum. Die GPS-Daten werden auf google Maps angezeigt und man kann sich Vorlagen für häufig auftretende Fälle definieren. Das Programm startet dann thunderbird mit einer vorgefertigten Mail, die man abschicken kann.


    Aktuell muss man die Vorlagen im Quellcode anpassen und sich die Abhängigkeiten selber installieren. Bisher wurde das Programm nur unter Linux gestartet.


    Lizenz: Tu-was-du-willst


    Bevor mir gedankt wird: ich bin nicht der Hauptautor!

    Kleine Anmerkung: Kannst du die die Daten bei jeweils unter eine freie Lizenz stellen lassen?
    Also die Nutzer jeweils zustimmen lassen, dass sie z.B. ihre Eingaben unter CC-by-SA 4.0 stellen.


    Dann können die Daten auch außerhalb dieser Datenbank sinnvoll weiterverwendet werden.

    Fahrrad mit Anhänger einfach auf einem normalem Parkplatz parken. Wenn du den Anhänger an dein Rad schließt, kann auch niemand dein Rad wegtragen.

    Ich muss mich korrigieren. Heute bin ich mit dem Rad gefahren, dumme Idee wegen des Eises. Deshalb habe ich mein Rad Gärtnerstraße abgestellt und bin mit dem Bus weitergefahren. Angeschlossen an den Anhänger, auf einem normalem Parkplatz abgestellt.


    Ich komme wieder und finde das hier:



    Da hat doch tatsächlich der Ford mein Tandem(!) mit seitlich angeschlossenem Anhänger(!) auf den Grünstreifen verlegt! Ich frage mich, ob er das mit dem Smart rechts auch gemacht hätte...

    Letztlich bleibt die Frage: was tun? Ich würde sagen, Kfz-Steuer rauf. Einen anderen Weg, Kfz-Besitz unattraktiv zu machen sehe ich nicht, jedenfalls nicht ohne, dass die Nicht-Autofahrer vorher in den geparkten Autos ertrinken.

    Oder eben das Parken auf öffentlichen Flächen teuer machen -- und zwar auch real. Meinetwegen können Autobesitzer ihre Autos gerne auf Privatgelände stellen, wie andere dort ja auch z.B. ein Gewächshaus hinstellen. Wenn alle ihr Privatgelände zustellen, ertrinken auch nur die Besitzer in ihren Autos, weshalb ja viele ihr Auto irgendwo auf der Straße parken, um eine freie Auffahrt zu haben.


    Und für den Mehrwert dieses Posts: Man kann auch ein Gewächshaus auf öffentlichen Wegen parken!

    Passend zum heutigen Sitzungstermin gibt es ab heute bis zum 27.5. (also drei Wochen!) eine beidseitige Baustelle am Grandweg. Von der Einmündung Platanenallee an ca. 50 meter richtung Süden. Wird gerade aufgebaut.


    Als ich letztens zu Fuß unterwegs war, habe ich noch ein paar Beispielbilder gemacht:


    Wie man sieht, ist der restliche Platz genau so breit, dass ein Fahrrad noch passt, jeglicher Sicherheitsabstand aber wegfällt. Auf den schon von anderen geposteten Fotos vom Fahrrad aus sieht man das blickwinkelbedingt nicht so gut.
    Für mich persönlich: Wenn ich alleine fahre und ein Smart kommt mir entgegen: kein Problem. mit Anhänger und Sprinter drängelt sich rein: definitiv ein Problem.