Beiträge von arvoituksellinen

    Heute berichtete unsere Regionalzeitung "Die Rheinpfalz" über die neue "Velostation" am Hauptbahnhof Zürich (nicht online). Auf der Suche nach einer Onlinequelle habe ich gesehen, dass die Eröffnung schon drei Wochen her ist, Nachrichten brauchen anscheinend ein wenig, bis sie aus der fernen Schweiz zu uns gelangen. Ich stelle das trotzdem mal hier ein, mitsamt einem Link auf den Bericht im Tagesanzeiger (mit Bildern und Video aus dem Inneren).

    Pressemitteilung der Polizeiinspektion Wörth/Rhein (Südpfalz):


    Fahrradunfall mit tödlich verletzter Person
    Neuburg am Rhein (ots) - Neuburg am Rhein; Am Mittwoch den 27.04.2017 [sic!] kam es auf der K20 von Berg in Richtung Neuburg gegen 17:40 Uhr zu einem Verkehrsunfall zweier Radfahrer, von denen einer tödlich verletzt wurde. Ein 52-jähriger Rennradfahrer aus Karlsruhe befuhr mit hoher Geschwindigkeit die genannte Strecke und fuhr aus Unachtsamkeit ungebremst auf den vor ihm fahrenden 81-jährigen Radfahrer aus Neuburg auf, wodurch beide zu Boden stürzten. Der 81-jährige trug keinen Schutzhelm und wurde so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Karlsruher Klinik geflogen wurde. Dort verstarb er gegen 20:30 Uhr an seinen schweren Verletzungen. Der 52-jährige, welcher einen Schutzhelm trug, wurde mit leichteren Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.


    Warum eigentlich kann sich die Polizei die Hinweise auf einen Helm nicht verkneifen? In unserer Regionalzeitung beispielsweise wurde die PM kräftig umgeschrieben (der Kurzartikel ist nicht online), aber der Helm wird natürlich übernommen.

    Die getötete Radfahrerin hatten wir schon oben im Thread.

    <Sprachkritik>
    In der Mottenpost klingt die Unfallbeschreibung deutlich realistischer ("wurde von einem LKW erfasst") als beim rbb ("Die Radfahrerin stieß ... mit einem LKW zusammen.").
    Und in der Beschreibung des Cottbuser Unfalls wird schon wieder Ursachenforschung betrieben ("Autofahrer hatte den Radfahrer ... beim Abbiegen übersehen"), auch die Formulierung "stürzte und wurde verletzt" verdreht die Tatsachen.
    Wenn man ganz pingelig sein mag, ist schon die Überschrift verharmlosend, "tödlich verunglückt" klingt jedenfalls anders als "vom LKW erfasst und stirbt".
    <Sprachkritik/>

    Warum kann man so was eigentlich nicht bundeseinheitlich lösen?

    Weil man es ja noch nicht einmal innerhalb eines Verkehrsverbundes einheitlich hinbekommt. Selbst der von mir sehr geschätzte hiesige Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) füllt mit seinen Bestimmungen für die Fahrradmitnahme das Äquivalent von drei DIN-A$-Seiten. Und der Unterschied zwischen "wochentags" und "werktags" ist auch nicht bei allen beteiligten Unternehmen des VRN klar. Aber dafür ist die Radmitnahme in den Zügen meist sogar kostenlos und auch in vielen Bussen möglich.

    Spiegel Online bringt mal wieder was zu Fahrradhelmen und stellt in einer Klickstrecke "Attraktive Modelle und trickreiche Konstruktionen" vor, darunter den MIPS, der "dafür sorgt, dass die Rotation des Gehirns verhindert wird". Soso. ?(
    Das schönste war die Überschrift zu einem Kommentar: "Fahrradhelme sind die Bachblüten des Straßenverkehrs".

    Bei mir funktioniert der Aufruf nur, wenn man den Anzeigenblocker deaktiviert. Hab ich getan, trotzdem kommt alle Naselang die Aufforderung, den Adblocker abzuschalten. Ist das ein Problem, das nur bei mir auftritt?

    So ganz ungewöhnlich ist das nicht, Danny. Auf der Autobahn habe ich vor Baustellen mit Verengungen von zwei auf eine Spur häufiger auch mal Schilder wie "Reißverschluss in 600 m" usw. mit einer ähnlichen Grafik gesehen (Foto habe ich natürlich nicht.)

    Aus dem verlinkten Artikel im Abendblatt:

    "Die Hamburger CDU nimmt den Anstieg der Toten und Verletzten zum Anlass, vom Senat verkehrspolitische Konsequenzen zu fordern" und "Hamburg brauche dringend eine ´Task Force Unfallbekämpfung´, in der Vertreter von Behörden, Bezirken, Polizei und Verbänden unter wissenschaftlicher Begleitung erfahrener Unfallexperten ohne Denkverbote nach einem Ausweg aus der Unfallkrise suchen." (Hervorhebungen von mir)


    Nun kenne ich als Westpfälzer die Hamburger Verhältnisse nur am Rande, insbesondere ist mir der Herr Thering nur aus diesem Forum bekannt. Ich gebe zu, dass ich seine Tirade selektiv gelesen habe. Aber wo er Recht hat, hat er Recht (vgl. fettgedruckte Passagen). Er zieht halt nur die falschen Konsequenzen.

    @APF
    Du wünschst dir sowas.
    Ja, diese Art der Abgasreinigung sieht nach einer tollen Lösung aus, es wird aber lange dauern, bis sie erhältlich ist.

    Ich habe mich per Mail bei der Firma erkundigt, ihre Antwort gestern:
    "derzeit gibt es noch kein Lieferprogramm.
    Wenn die blaue Plakette eingeführt wird, wird im entsprechenden Gesetz geregelt, welche Fahrzeuge (z.B. Euro 5) umgerüstet werden können.
    Ob wir in Zukunft auch Euro 4 und ältere Fahrzeuge umrüsten dürfen ist derzeit ungewiss.
    Erst nachdem der Gesetzgeber die Umrüstkriterien klar definiert hat werden wir unser Lieferprogramm ausgerichtet nach Zulassungszahlen und Wirtschaftlichkeit planen und entwickeln."

    Für den Flottenbestand wird das also auf länge Zeit keine Lösung sein.

    Mir scheint bei der im Foto gezeigten Art der Beladung das Schaukeln ganz unvermeidlich: Wenn du 3 m lange Bretter mit einem Gesamtgewicht von 30 kg auf einen Anhänger packst, schön symmetrisch (Räder genau in der Mitte), dann schaukelt sich das schon bei kleinen Unregelmäßigkeiten auf (das Trägheitsmoment der Bretter ist enorm).
    Das Schaukeln sollte geringer werden, wenn die Last nicht genau symmetrisch zu den Rädern verteilt ist, sondern unsymmetrisch (die Räder z.B. im hinteren Drittel der Last), z.B. indem du die Deichsel noch länger machst. Erhöht natürlich die Stützlast auf der Anhängekupplung.