Beiträge von geisterradler

    Ich hatte gestern bei schönstem Oktoberwetter Gelegenheit die neue "Umweltspur" in Düsseldorf zu fahren. Dort wurde tatsächlich stadteinwärts auf mehreren Kilometern eine komplette Richtungsfahrbahn für ÖPNV, Radfahrer, Fahrgemeinschaften und E-Autos freigemacht. Ich bin da gegen 11:00 lang - also nachdem der morgendliche Irrsinnn eigentlich schon vorbei ist. Es sah trotzdem ähnlich wie auf dem Bild im WZ-Artikel aus. Die Sache mit der Fahrgemeinschaft scheint der gemeine Pendler noch nicht antizipiert zu haben, E-Autos und Busse habe ich auch nicht gesehen. Das einzige KFZ auf dem Fahrstreifen war ein Falschparker - mit Zettel an der Scheibe.

    https://www.wz.de/nrw/duesseldor…nd_aid-46606253

    In Gegenrichtung bei der Rückfahrt dann wieder 'normale' Verhältnisse. Gehweg mit Radfahrerfreigabe - zwei Fahrspuren und die Wahl zwischen

    - ich lass mich anhupen weil ich durch meine Linie das Nutzen der zweiten Spur zum überholen einfordere

    - ich lasse mich gefährdend überholt

    - ich verziehe mich auf den Gehweg

    Die Fahrt hat mir ganz deutlich gezeigt, wie krass ungerecht die Infrastruktur verteilt ist. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Die Aktion der Stadt Düsseldorf ist auf jeden Fall keine Feigenblattaktion à la Max-Brauer-Alle in HH oder die "Huh wir kriegen leider keine Schilder-Nummer" in Berlin. Das trifft den autofahrenden Pendler und Düsseldorfer ins Mark und zeigt jedem der in diesem Dauerstau sitzt (oder daran vorbei radelt), dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Ich bin gespannt, ob die Politik die Menschen hier mitnehmen kann und den Gegenwind in Gestalt von Petitionen, Klagen und dem üblichen Geschrei aushält. Eine Verbesserung von ÖPNV und Park-and-Ride muss auf jeden Fall ganz schnell erfolgen.

    Sehe ich auch so. Licht bei Tag ist ja auch ein Sicherheitsgewinn. Den Lichtreflex des Scheinwerfers sieht der Autofahrer vielleicht noch bevor er die Tür aufreisst... Und jedes Motorrad/Roller etc.. hat auch Licht an. Bei Akkulicht würde ich für mich mal ein Fragezeichen dranmachen, ob ich das tagsüber anhätte. Beim Rennrad habe ich das jedenfalls nicht.

    Die Randonneur Setups von Rose für das Backroad und Procross sind auch mit Nabendynamo. Da ist dann
    der hier: https://bike.shimano.com/en-US/product/…H-UR705-3D.html verbaut.

    Ansonsten - sportliche Definition von "Bahnhofsrad" die Du da machst ;)

    Klaas Heufer-Umlauf hätte seinen Spaß gehabt, siehe https://www.youtube.com/watch?v=QZUeW8cQQbo

    Ich bin über dieses schöne Beispiel gestolpert: SEAT definiert SUV jetzt als "SEAT Urban Vehicles" und hat den Slogan "Own the city" erfunden.

    https://www.youtube.com/watch?v=bVW2Dv_L7bk

    Ja, kann man machen. Als Volkswagenmarke einen Eigentumsanspruch auf die Stadt anmelden. Es ist aber eine komische Stadt. Außer dem SEAT und dem heldenhaften Feuerwehrauto sieht man keine Autos. Keine Momentaufnahme der Castellana zur Rush Hour, oder Sao Paulo, wenn denen eine Aufnahme der A100 oder der AVUS zu popelig ist ...

    Also - wenn ich jetzt Werber bei

    - Specialized

    - Simplon

    - Stevens

    - Scott

    - s'cool

    - Santa Cruz

    wäre, wüsste ich was zu tun ist ;)

    es soll also erstmal Alternativen geben. Alternativen zum Auto. Und die Alternative darf natürlich nicht teurer sein. oder umständlicher. oder länger brauchen. oder mit weniger Komfort bieten. Oder nicht exakt am Zielort halten. oder oder oder.

    Klingt total plausibel...

    Alles eine Frage des Gestaltungswillens:
    - darf nicht teurer sein? Die Kosten, die bislang sozialisiert werden den Nutzern der KFZ auferlegen. Ansonsten - 1€ pro Tag für ne Netzkarte funktioniert, siehe Wien. Und wenn man den Studenten ein Semsterticket zwangsweise dazu gibt, geht das auch auch anderen Bevölkerungsgruppen.
    - umständlicher - länger brauchen? Groningen und einige andere Städte in .nl machen es vor. Dort _ist_ es umständlicher, mit dem Auto in der Stadt zu fahren als mit dem Rad oder zu Fuß.
    - weniger Komfort ist dann das, was vielleicht noch übrig bleiben mag, aber da wird die Abwägung dann nach Bewertung der o.g. Punkte u.U. anders als heute ausfallen.

    Der ADFC ist ein Verein für Torkelradler, die in den allermeisten Fällen in erster Linie Auto fahren und die das Rad ein paar Mal im Jahr für eine ADFC-Tour aus dem Keller holen, auf den Heck-Träger am Pkw schnallen - und mit dem Auto zum Startpunkt dieser 30 bis 50 km langen Touren fahren. Mir ist kürzlich das "Tourenprogramm" des örtlichen ADFC in die Hände gefallen. Die Startorte waren in den überwiegenden Fällen (vor allem für Ortsfremde) nur mit dem Auto zu erreichen...

    Das ist eine unzlässige Verallgemeinerung. Die letzte ADFC-Tour die ich mitgemacht habe, startete wie fast alle dieser Touren am Bahnhof in Oberbarmen. Strecke war ca. 120km mit 1800hm als MTB-Tour die gerade noch mit Treckingrad fahrbar war- und da war nicht ein einziges Pedelec dabei. Es hatte aucfh keiner ne Wahnweste an. Es gibt dort Leute wie die legendäre Truppe vom ADFC Dormagen ( https://www.youtube.com/watch?v=-9Q3LyA--v4 ) aber halt auch anderes.

    aus: Ulli Kulke vom 05.02.2019: Warum ein Tempolimit überfällig ist (Dem Autor geht es in dem Artikel um ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen

    https://www.achgut.com/artikel/warum_…eberfaellig_ist

    Damals, das war Ende der 50er Jahre, als es darum ging, ein generelles Tempolimit innerorts von Tempo 50 einzuführen!

    Whoa - ein Artikel auf achgut dem ich wirklich zustimmen kann - unglaublich. Aber als ich beim ersten Kommentar angelangt war, wusste ich direkt wieder warum ich die Site eigentlich meide...

    So sehr ich dieses Geofencing als Abwehr gegen ordnungswidrige Rollernutzer schätze, so sehr fürchte ich, dass diese GPS-Funktion auch mal daneben greift. Und ich fände es nicht so witzig, mitten auf der Fahrbahn plötzlich auf ein Drittel der Geschwindigkeit gedrosselt zu werden und mir den Zorn der übrigen Fahrbahnnutzer zuzuziehen.

    Also, es gibt augenscheinlich Fälle, wo das Geofencing mehr als angezeigt wäre:
    https://www.spiegel.de/panorama/justi…-a-1275311.html

    Allerdings wäre hier auch eine MPU indiziert.

    IRONIE: Seltsam, wieso ist diese Stecke so gefährlich? Da fahren doch kaum Radfahrer, fast nur PKW die alle ein Kennzeichen haben.

    https://www.youtube.com/watch?v=ugjb4TASMGQ

    Das Irre daran ist ja, dass die Tatsache dass man "da ja gar nicht langlaufen kann weil viel zu gefährlich" als gottgegeben hingenommen wird und keiner fordert, dass da vernünftige Wege für Radfahrer und Fußgänger geschaffen werden. Deutschland heilig Autoland.

    Ich befürworte ein System, das Doppelanmeldungen wirksam verhindert, aber dabei die Anonymität der Nutzer nahezu nicht einschränkt.

    Wenn sich also jemand arg danebenbenimmt, fliegt er einfach permament raus.

    Ich hatte schon die Idee, einen entsprechenden Dienst auf Basis vom elektronischen Personalausweis oder anderen Identitäten (z. B. Konto-Daten oder Mobilfunknummern) zu bauen.

    Auf eine solche Datenhalde so aufzupassen, dass dort NIE NIE NIEMALS UNTER KEINEN UMSTÄNDEN irgendwelche unauthorisierten Zugriffe erfolgen ist IMHO unmöglich. Und falls es kein Hack ist, der das "nahezu" aus der Betrachtung entfernt, wird es früher oder später ein Gerichtsbeschluss sein.

    Das ist aber eben nicht meine persönliche Auffassung von angemessener Schrittgeschwindigkeit, sondern die Bandbreite, welche in richterlichen Urteilen als solche definiert wurde.

    Daher ja auch meine geschätzte (!) Geschwindigkeit von 8-12 km/h (ich habe kein modernes Auto ...).

    [..]

    Umso mehr würde ich es begrüßen, dass es eine genaue Festlegung der Vmax gäbe.

    Entschuldige bitte, das hatte ich nicht als deine Auffassung angenommen und das sollte auch nicht so rüberkommen!

    Tur mir leid, ich habe (nur) die ersten Sekunden gesehen, und der Fußgänger mit dem Rad schiebend ist mindestens ein Idiot, vielleicht nötigt er den Autofahrer sogar.

    Und tatsächlich ist Schrittgeschwindigkeit in der Rechtsprechung unterschiedlich definiert, nämlich zwischen 5 und 15 km/h. Zum Hupen darf mich sich natürlich dennoch nicht hinreißen lassen, auch wenn ich es verstehe.

    Ich hatte ein ähnliches Erlebnis bei uns in der Nachbarschaft, als ich mit dem Auto unterwegs war: In den beiden verkehrsberuhigten Zonen in unserer Nähe hängen diese V-Displays. Die fangen erst bei 12 km/h an zu meckern.

    Ich fuhr mit Standgas im zweiten Gang ca. 8-12 km/h.

    Da sollte wirklich mal eine verbindliche Definition von Schrittgeschwindkeit her.
    Um die genannten 15km/h mal einzusortieren... Ich habe im Januar an einem Volkslauf hier in der Gegend teilgenommen. Dabei habe ich eine Zeit von 48:59 für 10KM gebraucht - also 12,25 km/h (mithin Platz 151 von 325 Startern). Mit den 15km/h die Du als obere Grenze nennst , wärst Du nach exakt 40 Minuten im Ziel gewesen, bei dem genannten Rennen wäre das Platz 21 gewesen. Nun jeden wir ja nicht von "Laufgeschwindigkeit" sondern von "Schritt", also Gehen. Um hier den passenden Einordnungspunkt zu finden, kommen wir mit Hobbysport nicht weiter. Der aktulle Weltrekord im 20km Gehen ist bei 1:16:36, das 15,79 km/h., ziemlich exakt 15km/h reicht immer noch für Platz 16 der Weltrangliste. Ich verlange, dass der Richter seine jeweilige Definition von Schrittgeschwindigkeit bei einem Lauf ums Gerichtsgebäude validiert.