Beiträge von KleverRadfahrer

    Ich komme an dieser Stelle etwa fünfmal in der Woche vorbei. Neulich ist mir genau dieses Schild (Einmalige Vorfahrt) aufgefallen, ich habe es fotografiert als Beispiel für "Wie man Radfahrern Fallen stellt". Als Alltagsradfahrer weiß ich, daß ich mit meinem Drahtesel bauartbedingt niemals gegen die eingebaute Vorfahrt des Kraftverkehrs anstinken kann.

    Das man immer aufpassen muss ist eine allgemeine Verkehrsregel und jedem Radfahrer bekannt.

    Aus Sicherheitsgründen soll also niemand Vorfahrt haben (Kfz hat Stopp, Radfahrer abgesenkten Bordstein)? Oder soll dort die Vorfahrt so geändert werden, dass Kfz Vorfahrt bekommen weil sie stärker sind?

    Gegenvorschlag: Wenn dort Leute mit einem Kfz das [Zeichen 206] ignorieren, dann wird dieses Teilstück eben für Kfz gesperrt.

    Also genau das was ich geschrieben habe. Es dürften dort nur Anlieger mit dem Rad fahren. Alle anderen dürfen nicht fahren, müssen also zu Fuß gehen:

    Kfz kein Anlieger: darf schon wegen dem [Zeichen 250] nicht rein.

    Kfz Anlieger: Darf [Zeichen 250] ignorieren da [Zusatzzeichen 1020-30] da drunter, aber trotzdem nicht rein, weil kein [Zusatzzeichen 1020-30] unter [Zeichen 240] hängt.

    Radfahrer kein Anlieger: darf wegen [Zeichen 250] nicht rein

    Radfahrer Anlieger: darf wegen [Zeichen 250] wegen [Zusatzzeichen 1020-30] nicht beachten, darf auf [Zeichen 240] fahren

    Zu Fuß: [Zeichen 250] (und damit auch [Zusatzzeichen 1020-30]) nicht relevant, [Zeichen 240] darf genutzt werden.

    Berlin denk über getrennte Ampelschaltungen für Radfahrer nach.

    Wie seht Ihr das? Ist das überhaupt wünschenswert?

    Ein Vorteil wäre natürlich die Sicherheit. Ein Nachteil die erwartbar wesentlich kürzere Grünphase für Radfahrer: Die Wahrscheinlichkeit, eine Ampel zufällig bei grün zu erwischen, geht gegen Null.

    Außerdem ist es ja auch eine Erleichterung für Lkw-Fahrer, wenn sie wissen, dass sie bei Grün wirklich fahren können.“

    Genau, LKW Fahrer brauchen bei Grün nicht mehr zu gucken. Da macht jemand einen Fehler beim fahren? Da ist noch ein Fußgänger mit Rollator unterwegs der nicht schnell genug räumen kann? Da musste jemand wegen Defekt, Fliege im Auge, ... anhalten? Egal, wer bei Rot nicht schnell genug weg ist ist eben selbst schuld, wenn man getötet wird.

    Das Problem ist, das LKW zu unübersichtlich sind für die Stadt, davon (verschärft durch das Prinzip von Radwegen) geht die Gefahr aus und genau diese Probleme sollte man lösen. Auch mit getrennten Ampelphasen, es ist unverantwortlich 40 Tonnen ohne Übersicht durch die Stadt zu lenken.

    Dazu kommt noch, wenn man es so löst, müsste man feste Anteile an Grünzeiten für Radfahrer/Fußgänger vergeben. Dort wo man es so macht sind Fußgänger/Radfahrer meistens massiv benachteiligt. Da wird per Sensor im Boden ausgewertet wie die Strecken für den Kfz Verkehr ausgelastet sind und danach geschaltet. Radfahrer/Fußgänger bekommen nur so grün, wie es für den Kfz Verkehr am besten passt, was in sehr kurzen Grünzeiten mit langen und nicht berechenbaren Rotzeiten endet.

    Materborner Allee in Kleve: Da wird eine Bushaltestelle umgebaut wo ein Radweg mit Benutzungspflicht durch [Zeichen 241-30] ist. Das Probleme entstehen wenn man Radwege auf dem Hochbord mit einer Bushaltestelle kombiniert ist irgendwie logisch, wie löst es Kleve?

    Na einfach Radfahrer erst per [Zeichen 241-30] auf den Radweg zwingen, dann direkt vor der Bushaltestelle mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1012-32] zum Absteigen bewegen wollen und wenige Meter später wieder ein [Zeichen 241-30] aufstellen. :thumbdown:

    Es handelt sich um eine von allen Verkehrsarten stark genutzte Hauptstrasse innerorts. Der Kraftverkehr darf Tempo 50 fahren, es gibt auf der Gegenseite Parkstreifen für PKW. Auch Werbung hat genug Platz auf einer Litfasssäule. Aber Radfahrer sollen dort ein Stück absteigen und schieben, weil man Sie mitten durch wartende Fahrgäste des nächsten Busses führt.


    Das ganze scheint nun fertig zu sein. Die Lösung ist mal wieder typisch :thumbdown:

    Der getrennte Rad/Gehweg (mit Benutzungspflicht) tauscht im Bereich der Bushaltestelle die Seiten. Fußgänger müssten also zwei mal den Radweg kreuzen. Dazu für Radfahrer eine scharfe Kurve, wo nicht mal der Sand nach den Arbeiten richtig weg gemacht wurde. Man kann davon ausgehen, dass sowohl Fußgänger als auch Radfahrer dieses Konstrukt nicht alle beachten werden, am Ende hat man Konflikte. Besonders bei Dunkelheit dürfte es für Fußgänger schwer zu erkennen sein, wie sie dort gehen müssten. Aber Hauptsache auf der Fahrbahn daneben haben Kraftfahrzeuge damit kein Problem. :cursing:

    Man könnte auch einfach mal fragen: Wer macht denn so alles einen Führerschein? Bei durchschnittlich 782.000 Geburten (1993-2000) waren es im Jahr 2017 ca. 830.000 Führerscheine bei 17-25-jährigen. Ein Abgesang sieht anders aus. Vielleicht wird ja auch die Fahrprüfung immer schwerer oder die Leute immer dümmer bzw. immer weniger der deutschen Sprache mächtig:

    https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/kn…g/21244016.html

    Mein Vorschlag: Denb Führerschein mit einem Ablaufdatum versehen. Zum erneuern alle 5 Jahre auf eine Schulung wo die neusten Reglungen und die am wenigsten bekannten Reglungen bei gebracht werden, plus eine erneute Fahrprüfung. Das ganze unabhängig vom Alter.

    Viele Gefahren durch Unwissenheit würden verschwinden und unfähige Fahrer aus dem Verkehr gezogen.

    Gestern im Fernsehen (Aktuelle Stunde): Tankstellen mussten wegen Mangel an Kraftstoff schließen hier in der Gegend. Grund, der Rhein hat zu wenig Wasser und die Tankschiffe können den Bedarf nicht mehr decken.

    https://www1.wdr.de/nachrichten/wi…benzin-100.html

    Das Traurige dabei: Die Feuerwehr ging leer aus, es werden Ölreserven genutzt, aber große SUV mit nur einer Person drin fahren weiter in der Stadt herum. ?(

    Ich fand ja die Aussage, dass LKW-Fahrer in Sekundenbruchteilen alle Spiegel prüfen müssen ziemlich übel.

    Der Teil des StVO, in dem die Betrachtugnsdauer der Spiegel beschränkt wird, ist mir scheinbar bisher entgangen.

    Das Problem dürfte sein, dass wenn ein LKW Fahrer länger braucht, kann er nicht mehr sicher sein, dass in der Zwischenzeit niemand in den bereits kontrollieren Bereich hinein gefahren oder gegangen ist.

    Von daher wäre eine Pflicht für einen Beifahrer sinnvoller.

    Eventuell weil man es billigend in Kauf nimmt (=Vorsatz), dass sich der Fahrraddieb verletzt.

    Keine Ahnung, ob es im Straf- oder Zivilrecht irgendwo eine Vorschrift gibt, nach der es Ärger gibt. Wundern würde es mich zumindest nicht.

    Klar gibt das Ärger, nennt sich gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr. Gegen einen Dieb darf man ja Notwehr anwenden, nur wird die Falle ja aufgebaut bevor der Notwehrgrund vor liegt. Ob man sich dann noch darauf berufen kann?

    Eine vernünftig gemachte Software würde so fahren, dass Gefahren erst gar nicht entstehen können. Bei dem Versuch von autonomen Autos fällt halt auf, dass das derzeitige Tempo in den Städten zu hoch ist. Tempo 30 wäre mal ein Anfang. Für den schnellen und effizienten und sicheren Transport wäre nötig:

    Vom anderen Verkehr strikt getrennte Wege, da wo Kreuzungen unvermeidbar sind Schranken, direktes aneinander koppeln von Fahrzeugen, eine Leitstelle die dafür sorgt das es auf den abgetrennten Wegen keine Konflikte geben kann. Dabei möglichst grosse Fahrzeuge wo viele Leute gemeinsam drin sind, und für geringe Verluste Reifen aus Metall. Da kann man dann auch gleich noch mit einer Oberleitung Strom drauf übertragen und hat das Problem mit E-Mobilität gelöst ohne riesige Akkus. :whistling:

    Aber da wo es so etwas gibt wird es kaputt gespart, damit es möglichst schlecht funktioniert. Wir sollten mal fest stellen, selbst auf der Schiene gibt es noch keine autonomen Fahrzeuge, wieso bitte direkt auf der Strasse damit anfangen? Wollte die Menschheit auch zum Mond fliegen bevor man Flugzeuge richtig im Griff hatte?

    Schon schwer mit der STVO und Ampeln:

    https://www.wn.de/Muenster/35308…-wird-geaendert

    Man beachte das Bild: "Hier regelt eine Ampel den Verkehr". Ja macht sie, aber nicht den Radverkehr (der auf dem Bild zu sehen ist).

    Muss man als Radfahrer bei Grün dort eigentlich stehen bleiben, wenn andere Fahrzeuge im Querverkehr warten und rot haben? Die Fußgängerampel ist für Radfahrer nicht relevant, über bleibt Vorfahrt gewähren zu müssen, wegen dem abgesenkten Bordstein.

    Wenn keine Gefahr im Verzug ist (Und wo sollte die in dem Beispiel sein?), ist die polizeiliche Weisung, den Gehweg zu befahren, nicht nur rechtswidrig sondern schlicht und einfach nichtig. Man darf die Nichtweisung nicht einmal befolgen. Das nennt sich Rechtsstaalichkeit. Wer es anders sieht, befürwortet Polizeiwilkür. und kann auch nach Norfkorea auswandern.

    Und wer darf entscheiden ob eine Gefahr im Verzug vor liegt oder nicht?

    Ich halte dagegen und nehme mal die STVO zum Anlass davon auszugehen, dass [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] keine Radverkehrsführungen sind:

    Zitat

    1.Anderer als Fußgängerverkehr darf den Gehweg nicht nutzen.

    2.Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Gehwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgängerverkehr Rücksicht nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.

    Erläuterung

    Das Zeichen kennzeichnet einen Gehweg (§ 25 Absatz 1 Satz 1), wo eine Klarstellung notwendig ist.


    Ein [Zusatzzeichen 1022-10] erlaubt also nur die "Fremdnutzung" einer Verkehrsführung für Fußgänger.

    Welche Sicht nun richtig ist erschließt sich mir nicht aus der STVO, ich habe dort zu dem Begriff Radverkehrsführung keine Definition gefunden. Habe ich da etwas übersehen in der STVO oder ist dies nur ein weitere Grund bei freigegebenen Gehwegen besser immer die Fahrbahn daneben zu wählen?