Beiträge von Malte

    Ich bin auch nach mehrfacher Lektüre noch unschlüssig. Einerseits scheint mir das OLG Celle näher an der Realität, andererseits finde ich die Begründung des Urteils teilweise recht widersprüchlich. Das Urteil des OLG Schleswig war zwar für den Radverkehr ein Desaster und die Begründung schmeckte auch niemandem so richtig, aber da war wenigstens die Begründung schlüssig. Meine Befürchtung ist, dass sich der Bundesgerichtshof sicherlich nicht irgendsoein Urteil zurechtschwurbeln wird und deshalb eher in Richtung des OLG Schleswig gehen wird. Ich tippe da mal einen Artikel und lasse mich etwas darüber aus.

    Naja, ich weiß nicht. Einerseits ein positives Signal für den Radverkehr, andererseits tue ich mir da mit einigen argumentativen Passagen recht schwer. Das Schleswiger Urteil fand ich besser begründet. Ich muss mir das erstmal in Ruhe alles zu Gemüte führen.

    Aber alles besser als heute.

    Einen habe ich noch: Wenn ich vom Stephansplatz kommend auf diesem so genannten Fahrradstreifen ohne [Zeichen 237] fahre, dann stehe ich neben dem Bus an der Ampel, es wird Grün, wir fahren beide los um die Kurve runter zum Gänsemarkt und der Bus möchte dort in die Bushaltestellenbucht fahren. Da ist ja jetzt schon die Gefahr recht groß, an der Bushalte abgeräumt zu werden, wenn da so ein Doppelgelenkbus um die Linkskurve rauscht und der Busfahrer den Radfahrer hinten neben seinem Hintern gar nicht mehr im Spiegel sehen kann, weil ja sein kompletter Bus im Weg ist. Manchmal hat man ja Glück und die Ampel am Gänsemarkt zeigt noch mal Rot, so dass man sich in Ruhe sortieren kann, aber ich habe mir nach ein oder zwei solcher Erlebnisse angewöhnt, schon in der Dammtorstraße hinter dem Bus zu bleiben. Das hat allerdings mit dem komischen Neuplanungen ja nichts zu tun, den unfallträchtigen Schutzstreifen gibt’s dort ja schon seit anderthalb Jahren.

    Herrje, ich habe wirklich immer etwas zu reklamieren :/

    Haut mich echt vom Hocker! Es hat sich also, trotz mittlerweile fast täglicher Medienberichte, noch immer nicht bei der Polizei herumgesprochen, dass der Radverkehr auf der Fahrbahn sicherer fährt? Mann oh Mann... :cursing:

    Naja, das ist ja „immerhin“ schon anderthalb Jahre her, in der Zeit spricht sich hoffentlich auch bei der Polizei etwas herum.

    Was soll das denn überhaupt bedeuten? Fahrradstraße für die Gäste bis zum Eros-Center? Was ist danach? Autobahn? Oder denkt man sich, Gäste des Eros-Centers könnten eine Untergruppe der Anlieger sein und die einen dürfen weiter fahren als die anderen? Abgesehen von dem schlüpfrigen Witz in dieser Beschilderung beziehen sich Zusatzzeichen im Regelfall nicht aufeinander, so dass der ganze Kram sowieso nicht so funktioniert wie gedacht. [Zusatzzeichen 1020-30] genügt in diesem Fall vollkommen.

    Na ja..., möchten sie wirklich? Das wäre ja unglaublich...

    Ich war in den letzten Jahren ein oder zwei oder drei Mal auf der Wache wegen einer Zeugenaussage und ausnahmslos jedes Mal reagierte mein Gesprächspartner mit großem Erstaunen, dass man dort auf der Fahrbahn radeln dürfe. Die Ankündigung, sofort die entsprechenden Schilder aufstellen lassen, quittierte ich jedes Mal mit „Können Sie ja machen, die klage ich Ihnen sofort wieder weg.“

    Auch haben sie keine Erklärung dafür, weshalb der Radverkehr ausgerechnet in den drei langen Wintermonaten 2009/10 auf der Fahrbahn fahren konnten (der gesamte Radweg in der Hoheluftchaussee war durchgehend vereist und wurde nicht geräumt!), ohne sich oder andere zu gefährden, dies in den restlichen neun Monaten des jahres hingegen nicht möglich sein soll.

    Oder: Warum kann die Radverkehrsanlage am Hamburger Jungfernstieg drei bis vier Monate im Jahr von Veranstaltungen (und Toilettenhäuschen) okkupiert werden, wenn es andererseits auf der Fahrbahn so gefährlich ist, dass die Polizei am liebsten sofort die blauen Schilder aufstellen möchte?

    Soweit, so blöd: Ich habe am 23. Februar gar keine Zeit. Das ist vor meiner letzten Prüfung und den Tag werde ich wohl auch zusammen mit meinen Kommilitonen verbringen. Da ja das Interesse bislang noch nicht gerade ungebrochen war: Passt es euch sonst irgendwann Anfang März? :|

    Wenn es darum geht, andere zu warnen, oder um auf eine gefährliche Situation aufmerksam zu machen, halte ich technische Lösungen sämtlich für unbrauchbar. Eine AirZound mag dir das Gefühl von Macht geben. Erlaubt ist sie am Fahrrad nicht - und sinnvoll auch nicht.

    Wenn ich mich recht erinnere, habe ich die AirZound damals mehrmals benutzt, wenn der Kraftfahrer vor mir den falschen Signalgeber im Auge hatte und bei rotem Licht nach links fahren wollte, weil der Verkehr nach rechts freigegeben war. Das war immer ganz wirkungsvoll und hätte mit Herumgebrüll bestimmt nicht geklappt.

    Und dass wird nicht besser wenn man noch zusätliches Gewicht am Kopf befestigt.

    … was auch noch dadurch begünstigt wird, dass viele Eltern zwar äußerst besorgt sind, ihren Kindern unbedingt einen Helm aufzusetzen, aber kein Gedanke daran verschwendet wird, den Helm auch einigermaßen vernünftig einzustellen. Der sitzt dann zum Beispiel im Winter wie ein Turm auf dem Schädel; da habe ich dann auch langsam keinen Zweifel mehr, dass ein so getragener Helm mehr schadet als nützt.

    es gibt irgendwo im web ein Sonderfahrrad von einer Fahrradfabrik auch mit 140 dB

    Laut meinem Ohrenarzt habe ich ja sehr empfindliche Ohren und achte auch darauf, dass das so bleibt: 140 Dezibel vorne am Lenker würde ich nur mit Gehörschutz abfeuern wollen. Das muss doch schon am Trommelfell schmerzen, auch wenn man sich das nicht direkt ins Gesicht pustet?