Wie ist denn die Lage bei diesem „Radfahrer-Fußgängerüberweg“-Dingsbums? Hat da schon mal jemand nachgefragt?
Beiträge von Malte
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Ist so ein blaues, rundes Ding, das auf einer weißen Trägertafel aufgedruckt ist, eigentlich ein Zeichen 240?
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Jedenfalls: Radwege, immerhin ohne Benutzungspflicht.
Außerorts? Wie war denn das beschildert? Das riecht doch eher nach einem reinen Gehweg im Sinne der Straßenverkehrs-Ordnung, der von Radfahrern bekampfradelt wird.
das "Ding"
Ich halte sowas ja eigentlich für brandgefährlich. Und mit den dicken Strichen suggeriert man irgendeine Form von Vorfahrt oder Vorrang, die es überhaupt nicht gibt. Da müssen sich echt nur mal die richtigen „treffen“, schon gibt’s Tote.
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Du nicht, ich auch nicht. Aber mehr als 5000 andere wollen's!
Nach meinen Erfahrungen der „ersten“ zweieinhalb Jahre bei der Critical Mass Hamburg ist diese Sache mit der Radweg-Demo nicht auf Zitate der Teilnehmer gestützt, sondern das Resultat der Problematik, dass da mittlerweile 5.000 Radfahrer einfach so umherfahren und man nicht so genau weiß, was die eigentlich wollen, also darum vermutet, dass sie wohl für Radwege demonstrieren.
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DIE WELT schreibt über die Fahrradmitnahme in der Bahn und lockt damit eine ganze Menge Kommentatoren an, die offenbar zu gerne auf den Klappsitzen des Fahrradabteils sitzen und noch nicht mal gemerkt haben, dass für die Fahrradmitnahme eine Fahrradkarte zu kaufen ist.
Und beim Tagesspiegel gibt’s dazu noch eine ähnlich niveauvolle Debatte.
Da freut man sich langsam über jeden Tag, an dem man nicht vorsätzlich über den Haufen gefahren wird.
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Ich kann mir einen blöden Kommentar nicht verkneifen: Bekomme ich dann auch eine neue Federgabel, wenn mir auf dem tollen Radweg an der B 431 oder am Osterbrooksweg das Material zersplittert?
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Schade, da muss ich wohl noch mal schnell im Spätsommer nach Kopenhagen düsen. Bleibt ja ansonsten noch als Alternative, mit einer Übernachtung auf Fehmarn die Reise mit dem Rad anzutreten.
Ich vermag diese Strategie der Bahn nicht zu beurteilen, aber ich habe das Gefühl, diese vielen City-Night-Line-Verbindungen würden noch weiter eingestellt oder verkürzt, so ähnlich wie die Auto-Züge, die ja rein vom Gefühl her auch nicht mehr fahren. Früher sind wir mitsamt dem Auto hinten drauf mehrfach mit dem Nachtzug nach Italien oder Südfrankreich gefahren, das scheint mir heutzutage überhaupt nicht mehr möglich zu sein.
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5.000 Besucher pro Tag? Offensichtlich gibt es Bedarf für diese / unsere Themen.
Naja, nun mal langsam: 5.000 Besucher an besonders guten Tagen
An Sonntagen waren es generell nicht mehr als 500, an normalen Werktagen irgendwas zwischen 800 und 2.500, je nachdem, wie viel gerade getippt wurde. -
Adelheid König, ADAC-Mitglied, fährt selbst gern Rad, kann aber so manches nicht nachvollziehen: Was mich an Radfahrern nervt
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Im Großen und Ganzen war ich doch angenehm überrascht von der Aktion.

Schade nur, dass die Qualität des Fahrradunterrichtes noch immer so starken Schwankungen unterworfen ist. Von meinen Erfahrungen aus der Schulzeit will ich da gar nicht erst anfangen, sonst wird das hier gleich der nächste Lästerthread.
Was mich dann aber doch noch interessiert: Kriegst du eventuell raus, was da im Theorieunterricht besprochen wird?
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Aber eigentlich steig ich auf's Rad, um einen guten move zu haben - je weniger Kfz-Interferenzen, desto besser.
Darum wirst du auch nie einen Kraftfahrer finden, der Ewigkeiten hinter mir herfahren musste, obwohl es eine Überholmöglichkeit gab und vor mir freie Bahn. Ich bremse durchaus auch mal ab, fahre rechts ran (oder unten im Blankeneser Strandweg auch mal links ran), um dickere Verkehrsteilnehmer vorbei zu lassen, Busse und Lastkraftwagen werden ohnehin an der nächsten Einmündung von mir vorbeigewinkt. Wenn aber wie auf dem Wiesendamm vor mir auch nicht schneller gefahren wird und das Resultat dieses komplizierten Überholmanövers fünf Meter Vorsprung im Fahrbahnverkehr sind oder ich in einer Tempo-30-Zone schon knapp über dem Tempolimit fahre, dann muss der Fahrer hinter mir eben ins Lenkrad beißen.
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Nicht, dass nicht jeder Vorfall, für sich betrachtet, eine Intervention verdiente, aber habt ihr euch da gegenseitig hochgeputscht oder fahrt ihr immer so?
Das mit dem Hochputschen versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden. Einerseits will ich kein Magengeschwür bekommen, andererseits endet sowas im Extremfall auf der Wache und darauf habe ich auch keine Lust. Aber just der Wiesendamm ist mit dem Rad nunmal nicht ordentlich zu befahren. Ich sah vor mir, wie ein anderer Radfahrer von einem Kraftfahrzeug bedrängt und beinahe gefährdet wurde und wollte natürlich vermeiden, dass mir ähnliches von einem ungleich breiteren Sprinter widerfährt. Natürlich gerät man als „normaler Radfahrer“ überhaupt nicht in solche Situationen, weil man lieber diesen komischen Sand-Radweg mit parkenden Kraftfahrzeugen auf der Südseite des Wiesendamms benutzt. Vermutlich ist die eigentlich beste Lösung, den Wiesendamm überhaupt nicht zu befahren — oder alternativ jedes Mal abzubremsen, abzusteigen und das Rad in die Door-Zone zu schieben, wenn jemand mit der Hupe einen Überholwunsch ankündigt. Ich weiß nicht, wie du es mit den Sicherheitsabständen hältst, aber ich lasse mich nicht überholen, wenn links und rechts zum nächsten Außenspiegel nur ein paar Zentimeter verbleiben.
Und findet ihr, dass die fortlaufende Dokumentation per Kamera/Photo das eigene Fahrverhalten bzw die eigene Wahrnehmung negativ beeinflusst, im Sinne von vorher war's auch nicht doll, aber man ist doch wesentlich entspannter geradelt?
Ich habe mir früher bei meiner mittelmäßigen Kilometerleistung relativ pünktlich alle acht Monate eine Strafanzeige abgeholt. Das war in der Bandbreite diverser Variationen eigentlich immer das gleiche: Kraftfahrer überholt mich, merkt währenddessen, dass die nächste Ampel rot zeigt / vorne ein Stoppschild steht / von rechts gerade ein vorfahrtberechtigtes Kraftfahrzeug naht, er bremst ab, zieht dabei nach rechts und „touchiert“ mich, wie es im Polizeibericht dann hieße. Dann geht’s ab zur Polizei, denn der Radfahrer hat aufs Dach gehauen / mit dem Lenker den Lack zerkratzt / den Kraftfahrer angegriffen, obwohl andere Zeugen bestätigen konnten, dass ich nicht einmal Kraftausdrücke gerufen habe.
Aus diesen ganzen Streitigkeiten habe ich zwei Konsequenzen gezogen: Ich steige trotzdem noch aufs Rad, aber nur mit Kamera. Aus Datenschutzsicht finde ich es arg bedenklich, wenn jeder mit einer Kamera umherkurvt, aber solange es Kraftfahrer gibt, die ihr Fahrzeug nicht mal ansatzweise im Griff haben und sich nicht um die Unversehrtheit anderer Verkehrsteilnehmer scheren, bleibt das Ding am Lenker. Im Fall des Falles muss ich nur ein paar Filmminuten zur Staatsanwaltschaft schicken und kann zeigen, hier, ich habe weder aufs Dach geschlagen noch den Lenker in die Beifahrertür gerammt noch überhaupt irgendjemanden angegriffen. Als im letzten Frühjahr ein Kraftfahrer erst eine Truppe Rennradfahrer und anschließend mich von der Straße schieben wollte, hat die Abwehr einer Strafanzeige trotz Rechtsschutzversicherung immerhin knapp eintausend Euro Anwaltskosten verursacht, weil ich just in diesem Moment keine Kamera dabei hatte. Da investiere ich lieber 250 Euro in eine ordentliche Kamera, denn ohne würde ich mich überhaupt nicht mehr auf solche Straßen wie den Wiesendamm oder die Hallerstraße trauen. Tatsächlich fahre ich ohne Kamera definitiv nicht entspannter, denn obwohl ich nun wirklich kein kampfradlerisches Verhalten im Straßenverkehr praktiziere, ziehe ich allein schon aufgrund meiner Geschwindigkeit und meiner Frechheit, nicht ständig jeden Radweg zu benutzen, den Ärger offenbar an.
Und außerdem genehmige ich mir großzügige Sicherheitsabstände. Wenn da ein Held wie der da oben im roten Auto ankommt und nicht weiß, dass in Engstellen auch Radfahrer Vorrang haben können, dann ist das natürlich Pech. Aber zum Beispiel dieses goldfarbene Fahrzeug war mir in dem Zeitpunkt vollkommen egal: Der hat mich zwar am Arm berührt, aber ich hatte so viel Platz nach rechts, dass ich das noch nicht als brandgefährliche Situation empfunden hätte. Wäre ich als „normaler Radfahrer“ unterwegs, also mit dem rechten Pedal am Kantstein kratzend, hätte sowas auch mit blutiger Nase auf dem Gehweg enden können. Und wenn dann jemand hinter mir ins Lenkrad beißt, weil er mich nicht überholen kann, dann ist das eben so. Soll er halt zu Hause beim Abendessen über diese ganzen Radfahrer schimpfen, die den Verkehr blockieren. Ich steige nunmal nicht aufs Rad, um den Kraftfahrern alles recht zu machen.
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Um unfallverursachenden Kraftfahrern nicht zu nahe zu treten, werden sie jetzt auf die Marke ihres Fahrzeugs reduziert: Daimler übersieht Radfahrerin
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Ich hatte mir von dem Abend auch ein bisschen mehr Action versprochen, schließlich bin ich gerade noch eben so rechtzeitig bei Unwetter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus Klein-Wedel angereist. Nach meinen Erfahrungen aus der Provinz hätte da jemand mit Flyern am Eingang stehen müssen und innen hätten besorgte Anwohner Plakate hochgehalten mit der Aufschrift „Es geht um unsere Parkplätze!“ Aber alles, was die Versammlung zu bieten hatte, war der Herr K. von UNSER WINTERHUDE, der in der Verlegung eines Wahllokals eine Verschwörung witterte.
Für den ganzen Rest in den späteren Tagesordnungspunkten bin ich wohl leider zu früh abgehauen

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Wie ich das jetzt halt auch einfach überhaupt gar nicht mitbekommen habe

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Auf der südlichen Seite parken auch PKW neben der Fahrbahn ohne Abstand zu dieser.
Im Antrag steht ja nicht, dass auf der südlichen Seite der südlichen Fahrbahn noch geparkt werden dürfte
Wobei davon auszugehen ist, dass UNSER WINTERHUDE angesichts der Angst um seine Parkplätze wohl mehr oder weniger implizit davon ausgeht. Wenn ich das aber grob überschlage, kommen selbst mit der Fahrradstraße und beidseitigem Parken noch Parkplätze abhanden, die auf der Nordseite in zweiter Reihe genutzt werden. Das müssten ja auch so zwischen 15 und 30 Kraftfahrzeuge sein, die sich künftig einen anderen Platz suchen müssen — das ist für eine Bürgerinitiative doch wohl kein zu tolerierender Wert, oder?Mir ist auch nicht so ganz klar, aus wie vielen Personen UNSER WINTERHUDE eigentlich besteht. Die Initiative entstand ja aus dem früheren Zusammenschluss UNSER MÜHLENKAMP, aber außer Vater und Sohn (?) Kroll scheint ja niemand namentlich bekannt zu sein. Weiß da jemand mehr? Rekrutieren die sich wirklich aus den Winterthuder Anwohnern oder sind das nur eine Zwei-Personen-Show?
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Oh, die Gegenseite wird unruhig und ruft zum Protest, auf facebook macht gerade dieses Foto die Runde:
ZitatAlles anzeigen!! ACHTUNG !!! ACHTUNG !!
Umgestaltung Wiesendamm
Über 100 Parkplätze weg?
Keine Bürgerbeteiligung?
Wir sagen NEIN!!!Regionalausschuss entscheidet
Rettet den WiesendammMontag, 12.05.2014
ab 18.00 Uhr
Robert Koch Straße 17
HH - EppendorfOb es sich bei den besagten hundert Parkplätzen um die so genannten geduldeten Kampfparker handelt?
Was meint ihr, wie lange das morgen dauert, bis die Wiesendamm-Themen drankommen?
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Es gab doch auch mal diesen Carwalker bzw. Autogeher, der über im Weg stehende Autos gelaufen ist. Das ist nur mit dem Fahrrad etwas schwierig zu machen

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Hier, diese Anlage meinte ich. Der Pfeil in der Optik ist eventuell nicht ganz so deutlich zu erkennen, aber vorhanden. Nach strenger Auslegung der Straßenverkehrs-Ordnung hätte der Bus aus dem Querverkehr nicht gleichzeitig grünes Licht bekommen dürfen:
Natürlich ist das aber gar nicht so gemeint: Es war nunmal kein Platz, um den Signalgeber in Fahrtrichtung zu montieren, also musste er um neunzig Grad zur Fahrtrichtung gedreht werden und gibt nun mit einem Pfeil an, in welcher Richtung denn nun grün sein soll.
Insgesamt ist das auch noch hochproblematisch, weil die Fahrradfurt sehr weit von der eigentlichen Kreuzung abgerückt wurde und der Radverkehr kurz vor der Überquerung der Fahrbahn noch mal um neunzig Grad um die Kurve fahren muss. Gäbe es dort keine Lichtzeichenanlage, wäre ich glatt der Meinung, dass dort schon nicht mehr die Voraussetzungen für § 9 Abs. 3 StVO erfüllt sind — dumm nur, dass beim Abbiegen an einer Lichtzeichenanlage ebenfalls auf § 9 Abs. 3 StVO verwiesen wird. In Zusammenhang mit der Unübersichtlichkeit aufgrund des verdeckten Zweirichtungsradweges wäre diese Stelle eigentlich prädestiniert für einen ordentlichen Unfallschwerpunkt:
Auf dem Weg zu dieser Kreuzung kam ich noch an diesem Schmuckstück vorbei:
Das Ding ist auch die reinste Frechheit. Es handelt sich dabei um die Rückseite dieses verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches mit benutzungspflichtigem Zweirichtungsradweg auf Kopfsteinpflaster. Wahnsinnsding. Grüne Vollscheibe und grüner Pfeil in der Fahrradoptik passen hier auch nicht so richtig zusammen und im Gegenverkehr biegt gerade jemand ab, obwohl genaugenommen bei grünem Pfeil ja keine feindlichen Verkehrsströme kreuzen dürften.
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Werde mal dem HVV und VHH ne Mail deswegen schreiben.
Ich habe letztes Jahr mal jemanden gesehen, der bei einer blockierten Fußgängerfurt einfach über die Rückbank geklettert ist. Dafür mangelt’s den Bussen allerdings an einer linksseitigen Tür.