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Beiträge von Malte
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Die Idee mit den Feinstaub-Masken haben andere dann schon mal umgesetzt:
JETZT Aktivisten statten #Goldelse in #Berlin mit Atemschutz-Maske aus, protestieren gegen #Stickoxid-Gefahr in Großstädten! #Atemlos #NOx pic.twitter.com/6lzWZW6a4g
— Greenpeace e.V. (@greenpeace_de) 31. Januar 2017 -
Vor ein paar Wochen kritisierte ein Kollege, dass ich ja ständig mit dem Fahrrad führe, obwohl ich eigentlich im Netz die ganze Zeit nur am Abkotzen sei, wie scheiße Fahrradfahren doch wäre. Ich stutzte einen Moment und stellte fest: Der Mann hatte Recht.
Das Bejammern und Bemängeln schlechter Fahrradinfrastruktur zieht sich quasi seit Anbeginn meiner Internet-Zeit durch mein Webseiten-Portfolio. Im Schilderwiki bemängelte ich zunächst mangelhafte Arbeitsstellen im Straßenverkehr, verlegte mich später auf mangelhafte Radwege. Im Radverkehrspolitik-Weblog schimpfte ich jahrelang über mangelhafte Verkehrsplanung. Hier im Forum tauschen wir uns über die schlechten Verhältnisse zum Radfahren aus. Bei Cycleways kann man mangelhafte Infrastruktur eintragen. Und die Krönung ist dann death.bike mit der Karte tödlich verunglückter Radfahrer.
Und trotzdem steige ich jeden Tag wieder aufs Rad.
Ich bin mir mittlerweile einigermaßen sicher, dass man mit dem ständigen Gejammer keine rechte Begeisterung fürs Radfahren erzeugen kann. Wie soll ich jemandem gegenüber vertreten, warum wir unbedingt mit dem Fahrrad statt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwo hinfahren müssten, wenn ich zwischendurch dauernd anhalten muss, um irgendwelche Gefahrenstellen zu fotografieren? Das passt nicht so ganz zusammen.
Seit ein paar Wochen nutze ich die Domain , um die es ja in diesem Unterforum geht, für ein paar nette Fotos, primär von meinem Fahrrad oder von der Critical Mass oder von meiner puren Begeisterung, dass bei -2°C mehr als fünf Radfahrer draußen unterwegs sind. Für diese Nummer mit den „Fahrrad-Selfies“ habe ich schon einiges an negativer Kritik eingesteckt, aber irgendwie tauchen pro Tag auf der Seite sagenhafte 25 Besucher auf, die weder von Twitter noch von Facebook dorthin geleitet werden, sondern die Seite direkt aufrufen. Das sind also allein 25 Besucher pro Tag, die sich irgendwie an Fotos von meinem Fahrrad erfreuen.
Nun mag man zurecht kritisieren, dass diese ganze Seite ziemlich albern wäre, aber ich bin ein wenig fasziniert von der Idee, einfach mal „was positives“ zu machen. Wenigstens eine Fahrrad-Webseite, auf der ich nicht andauernd nur am Meckern bin. Ich mein, klar, so toll ist Radfahren nicht, aber wenn ich mit dem Bus, mit der Bahn oder mit dem Auto fahre, dann steige ich irgendwo ein und steige irgendwo wieder aus, aber nur auf dem Rad oder als Fußgänger bin ich in der Lage, meine Umwelt wirklich wahrzunehmen, den Sonnenaufgang über der Alster wirklich zu genießen (anstatt über die Autos in der Fahrradstraße zu schimpfen), die Schneeflocken im Gesicht zu spüren (anstatt über die nicht geräumte Radverkehrsinfrastruktur zu schimpfen) oder einfach mal einen Umweg allein des Umweges Willen zu fahren (anstatt während des Umweges schlecht gemachte Fahrradinfrastruktur zu fotografieren). Einfach mal was positives. Guckt mal hier, Radfahren kann auch Spaß machen! Man kann tolle Sachen entdecken!
Ich will diese Seite erstmal ein paar Wochen weiter befüllen und mal sehen, wie die Resonanz so ist, vielleicht schaffe ich es ja, auch ein paar andere Fahrradbegeisterte zum Fahrrad-Fotografieren zu begeistern.
Mal sehen, was draus wird. Äh, ja, was haltet ihr davon?
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Ich verfolge ja seit einiger Zeit die Feinstaub-Probleme im Stuttgarter Kessel und stoße dabei immer wieder auf .
Ganz interessante Sache: Man baut sich seinen Feinstaub-Sensor einfach selbst. Finde ich total super.
Feinstaub-Sensoren wären eventuell auch etwas, das man in Hamburg mal an ein paar mehr Ecken anbringen könnte, aber erstmal hätte ich Interesse an selbstgebauten Fahrrad-Zählern. Und damit fängt die Problemaitk ja schon an: Wie baut man sich denn einen Fahrrad-Zähler?
Ich habe mit einigen anderen Forenteilnehmern schon mal drüber gequatscht, aber bislang sind wir so verblieben, dass man weder eine Kamera mit Bildauswertung in den öffentlichen Raum stellen kann noch wie bei einer Geschwindigkeitsmessung Schläuche über den Radweg legen kann, um aus den Druckunterschieden die drüberfahrenden Reifen zu zählen. Diskutiert wurde noch über eine Lichtschranke, aber da fehlen mir jegliche Ideen, wie man so etwas im öffentlichen Raum unterbringen kann, ohne Beine und Schneeflocken mitzuzählen.
Ich fände es aber total reizvoll, darüber noch mal eine Weile zu sinnieren, drum lasse ich das als Thema einfach mal hier stehen. Vielleicht fällt uns da ja etwas brauchbares ein.
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Bezüglich der Critical Mass Hamburg gibt’s hier eine Webseite mit Verlinkungen der wichtigsten sozialen Medien:
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Der kleine Bruder und die Begleitperson haben sowieso keine Vorfahrt, da sie an Kreuzungen absteigen müssen.
Stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht — damit ist mein Beispiel hinfällig.
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Ich dachte bislang ja, dass sich Vorfahrtsrechte auf die ganze Straße auswirken und nicht nur auf die Fahrbahn oder andere einzelne Teile./Wassen das überhaupt für eine Begründung? Kommt mir jetzt erst. Wäre der Junge 7 Jahre alt gewesen hätte er Vorfahrt gehabt? Muss ich jetzt demnächst auch immer das Alter anderer VT abschätzen, um die Vorfahrt klären zu können?
Wenn es denn nur das Alter wäre, was abzuschätzen ist. Nun stell dir vor, da wären auch noch der kleine Bruder und eine erwachsene Begleitperson dabei gewesen — beide hätten Vorfahrt, nur der elfjährige Junge nicht? Das sind mal wieder alles vollkommen praxisferne Regelungen, die der eine so, der andere so interpretiert.
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Hier noch ein Bild von dem Radweg, der wie gesagt in beide Richtungen befahrbar ist. Die LSA ist aber nur für die Fahrbahnrichtung. Muß hier bei Rot gehalten werden obwohl der gegenverkehr keine Ampel hat?
Uff. Was ist das da rechts? Offenbar das Ende einer Einbahnstraße, die an der Kreuzung nicht signalisiert ist? Rein vom Bauchgefühl her bin ich der Meinung, dort mit dem Rad nicht halten zu müssen, erst recht wenn aus der Gegenrichtung ebenfalls keine Signalisierung zu sehen ist.
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Am besten wäre ein Foto von der Situation.
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Och, das kann Hamburg auch. Wenn ich mich recht entsinne, musste diese Haltelinie von einem Forumsmitglied weggeklagt werden. Nur deshalb existiert sie nicht mehr.
Diese eine (und ein paar andere) gibt’s tatsächlich nicht mehr, leider sind aber an Dutzenden weiterer Stellen die Haltlinien genau so positioniert.
Man sollte ja meinen, dass die Behörde nach einer solchen Klage etwas sensibilisiert wäre, aber das ist wohl reines Wunschdenken: Gerade bei neu sanierten Kreuzungen baut man sich wieder so einen Kram zurecht.
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Heute morgen wollte ich dann noch mal diese Stelle fotografieren, die mir schon seit längerer Zeit aufgefallen war, ich aber noch nicht die Zeit für Fotos gefunden hatte:
Interessanterweise hat die Polizei Hamburg dann doch mal gemerkt, dass meine Ansichten bezüglich § 37 Abs. 2 Nr. 6 StVO nicht so ganz esoterisch waren wie zunächst gedacht und die Streuscheiben heute morgen ausgewechselt.
Gestern:
Heute:
Hier steht der Typ sogar noch rum und arbeitet an einem anderen Signalgeber. Parkt natürlich auf dem Radweg, aber… naja:
Nun ist noch die Problematik, dass es diese tolle Haltlinie gibt, die aber zur Fahrbahnampel besser als zur Kombi-Ampel passt. Mal sehen, was wir damit anfangen:
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Dafür sollte man NIE auf die Idee kommen am Bremshebel zu ziehen, wenn das Rad ausgebaut ist. Dann wird es schwer dieses wieder rein zu bekommen.
Deshalb lässt man in der Fahrradwerkstatt auch keine Kunden in den „geschützten Bereich“, wenn man das Laufrad ausbaut.
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Die Diskussion mit den Bremsen habe ich mal ausgelagert.
Wenn das Geld nebensächlich ist, wären vllt sogar die Trikes von HP Velotechnik was für dich. Die Teile machen saumäßig Spaß.
Schon mal über ein Liegerad, Highracer oder etwas in der Art nachgedacht? Ist für Touren ideal. Hat auch Suchtcharakter. Es gibt ne ganze Menge Hersteller in allen möglichen Preislagen.
Sowas habe ich mir in den letzten Wochen auch schon mal angesehen, aber irgendwie… ja, der Suchtcharakter wäre sicherlich gegeben, aber ich habe Sorge, dass ich das Teil dann hier kaum fahre. Einerseits muss ich mein Bike halt immer in die Wohnung oder in den Keller schleppen, weil’s mir sonst unter dem Hintern weggeklaut wird, andererseits stehe ich dann gleich wieder vor dem Problem, dass ich mit sowas nicht auf dem hanseatischen Hochbordradweg fahren möchte, auf der Fahrbahn aber als zu bekämpfender Fremdkörper wahrgenommen werde. Ich weiß nicht — da bin ich noch skeptisch. Geil sind diese Räder aber auf jeden Fall.Wenn ich die Empfehlungen hier so lese, gehen wohl alle davon aus, dass Malte mittlerweile ein dickes Jahreseinkommen hat und davon mühelos um die 3000 Euro für sein neues Fahrrad abzwackt. Ob das so gedacht war?
Malte: Deiner Frage fehlt - wie man sieht - eine entscheidende Information. Wie viel soll/darf es denn kosten?
Tatsächlich wäre mir etwas bis 2.000 Euro ganz recht, maximal wäre ich für 3.000 Euro bereit.Aber: Erst einmal vielen Dank für die vielen Vorschläge, doch das hier ist tatsächlich vorerst mein Favorit:
das Gute liegt manchmal so nah;-)
Das GLS 9.5 Disc entspricht optisch und von der Ausstattung so ziemlich genau dem, was ich mir vorgestellt hatte. Da muss ich wohl in der nächsten Zeit mal runter nach Harburg fahren. Vielen Dank für den Tipp!
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Ich habe die Anfragen gestern Abend abgearbeitet — leider schaffe ich zeitlich momentan keine größeren Änderungen an der Software, das muss wohl für ein paar Tage oder Wochen erst einmal ruhen. Es können natürlich weiterhin neue Einträge ergänzt, kommentiert und bebildert werden.
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Und Experten empfehlen, auf Aktivitäten im Freien zu verzichten.
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Warum gibts da eigentlich direkte Abbiegespuren für Radfahrer und indirekte?
Die Antwort lautet „Hamburg“.