Bei facebook habe ich das hier aufgetrieben:
Hat das jemand im Blick? Ich habe die Thematik des RS 1 leider nicht so richtig verfolgt, ich muss mich nachher erstmal einlesen.
Bei facebook habe ich das hier aufgetrieben:
Hat das jemand im Blick? Ich habe die Thematik des RS 1 leider nicht so richtig verfolgt, ich muss mich nachher erstmal einlesen.
Nur um mal darauf zurück zu kommen: Am praktischen grünen Aufkleber auf der Frontscheibe (diesem hier: ). In dem steht eine Zahl. Oben zitiert sollte nur noch 6 (und größer - die gibt es bisher nicht) berechtigt hinein fahren können.
So werden auch die Umweltzonen, die "gelb" und "rot" nicht einfahren lassen kontrolliert.
Leider nicht — die Ziffer auf der Umweltplakette gibt die Schadstoffgruppe an, nicht die zugrundeliegende Euro-Norm. Das steht auch in dem von dir verlinkten Artikel ![]()
Woran erkennt man eigentlich diese Autos? Ich meine: kann man sich da an die Kreuzung stellen und nachschauen, wer da unbefugt reinfährt?
Bei einigen Kraftfahrzeugen kann man wohl annehmen, dass sie von Ottomotoren bewegt werden, beispielsweise Motorroller und -räder, bei einigen könnte man sich auf die Beschriftung am Heck verlassen, sofern vorhanden, aber bei einem Großteil der Kraftfahrzeuge bleibt wohl nur der Blick in den Fahrzeugschein.
Ich überlasse es nun deiner Fantasie, die die Wirksamkeit dieser Kontrollen auszumalen ![]()
In Rellingen wurde eine Radfahrerin von einem Lastkraftwagen-Fahrer überfahren:
Das scheint mir, wenn ich der Schilderung richtig folgen kann, auch so ein Klassiker zu sein: Ein Verkehrsteilnehmer, ganz gleich ob Kraftfahrer, Fußgänger oder Radfahrer hält an und winkt einen nicht-vorfahrtsberechtigten Verkehrsteilnehmer vorbei. Der bedankt sich artig, passt in diesem Moment aber überhaupt gar nicht auf seine Umgebung auf.
Der grüne Umweltsenator Jens Kerstan hat heute also den neuen Luftreinhalteplan für Hamburg präsentiert. Der komplette Plan wird offenbar erst in der nächsten Woche am 8. Mai veröffentlicht, aber die wichtigsten Eckpunkte sind schon mal ziemlich wackelig:
Es wird keine Fahrverbote geben außer auf zwei kurzen Strecken in der Stresemannstraße und in der Max-Brauer-Allee. Dort dürfen dann keine Dieselmotoren kleiner Euro 6 oder Euro VI mehr fahren. Offenbar ist aber noch nicht einmal klar wie das kontrolliert werden soll: Wird dort von jedem Fahrzeug der Fahrzeugschein kontrolliert? Das ist personell für die Hamburger Polizei überhaupt nicht machbar, da kann man angesichts des zu erwartenden Rückstaus vor den Kontrollstellen auch gleich die Straßen komplett dichtmachen. Oder macht man hin und wieder stichprobenartige Kontrollen? Dann kann man ja locker weiter mit der Dieselmaschine dort durchfahren und zahlt dann alle paar Monate mal bummelige zehn oder zwanzig Euro.
Bei SPIEGEL ONLINE ist man dennoch der Meinung, dass diese Maßnahme Schockwellen aussende. Ich bin da eher der gegenteiligen Meinung: Rot-Grün macht wieder einmal deutlich, dass weder die Automobilindustrie oder die Fahrer von Dieselmotoren etwas befürchten müssen. In ein paar Jahren wird man die Ergebnisse evaluieren und feststellen, dass die Maßnahmen nichts gebracht haben und anschließend feststellen, puh, naja, dann wird mal wieder einen netten Appell an Autofahrer und -hersteller veröffentlichen und dann ist wieder eine Weile Ruhe.
Ansonsten hat man offenbar ganz überrascht festgestellt, dass sich in Hamburgs Mitte ein Überseehafen befindet und die Schwerölmaschinen echt dreckig sein können. Geplant ist eine (!) neue Landstromanlage und Tanks mit Flüssiggas. Aber ich wette auch dort, dass die Maßnahmen recht industriefreundlich sein werden, ansonsten fahren die Reeder ihre Kähne nicht nach Hamburg, sondern zu anderen Häfen mit weniger Restriktionen.
Und noch mal zur zeitlichen Einordnung: Im Jahr 2014 hatte das Verwaltungsgericht diesen Luftreinhalteplan angemahnt. Drei Jahre später liegt der vor, in acht Jahren sollen, wenn es sehr gut läuft und die Kraftfahrer wirklich die Dieselmaschinen stehen lassen, die Grenzwerte nicht mehr überschritten werden.
Ansonsten baut man auf Freiwilligkeit und Freiwilligkeit und Freiwilligkeit: Die Pendler sollen aufs Rad oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, außerdem soll technischer Fortschritt zu insgesamt saubereren Motoren führen. Wie man auf die Idee kommt, dass binnen der nächsten Jahre die Dieselmaschinen wirklich nennenswert saubererer werden, wenn sowohl von der Politik als auch von den Konsumenten überhaupt gar kein Druck auf die Automobilhersteller ausgeübt wird, verstehe ich nicht. Ich hätte als fiktiver Automobilhersteller die Äußerungen Kerstans als recht beruhigend empfunden: Um eventuelle politische Maßnahmen mit strengeren Grenzwerten brauche ich mir in den nächsten Jahrzehnten keine Sorgen machen, hier ist vierfingerrautiges „Weiter so!“ angesagt.
Boah, und dann diese rotzfreche Hoffnung, die Leute möchten doch bitte dennoch aufs Rad oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen! Momentan bietet man Hamburger Pendlern überhaupt gar keinen Anreiz das eigene Auto zu verlassen. Radverkehrspolitische Maßnahmen werden absolut schleppend umgesetzt, auf der U5 fahren frühestens 2030 die ersten Züge, die Preise für den HVV machen den öffentlichen Nahverkehr in den meisten Gebieten nur wenig konkurrenzfähig.
Und unter dieser stinkenden Freiwilligkeitsathmosphäre sollen Radfahrer ihre Lungen hergeben und mit gutem Beispiel voranfahren?
Ich bin echt stinksauer — aber okay, warten wir mal der Fairness halber nächsten Montag ab und schauen nach, was wirklich in diesem sagenhaften Plan steht.
Feuerwehr zahlt für Schäden bei Falschparkern
ZitatDie Feuerwehr hat sogar Verständnis für die Nöte der Autofahrer: "Irgendwo müssen die Autos ja hin."
Am 18. Juni 2017 steht die nächste Fahrradsternfahrt in Hamburg auf dem Programm:
Ich will versuchen, wieder die grüne Route ab Wedel über die Köhlbrandbrücke zu fahren. Wer kommt mit?
Am Montag, den 8. Mai 2017, werden die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens in der Max-Brauer-Allee vorgestellt. Los geht’s um 18.30 Uhr in der Aula der Louise Schroeder Schule, Thedestraße 100, 22767 Hamburg.
Kommt jemand mit? @ralph? @Flowmaster? @DMHH?
Die Tagesordnung gibt’s hier:
In der Bürgerfragestunde wird es dieses Mal wohl mehrere Fragen zu der Radfahrer-in-Luft-Auflösen-Arbeitsstelle an der Verbindungsbahn geben. Dann gibt’s noch ein Verkehrsforum, über das gesprochen wird, außerdem steht — mal wieder — die Lichtzeichenanlage Holsteiner Chaussee / Hörgensweg auf der Tagesordnung; die kriegt man wohl einfach nicht ordentlich in den Griff.
Hat jemand Lust? Los geht’s um 18 Uhr im Ferdinand-Streb-Saal (Raum 1275), im zwölften Stockwerk im Grindelberg 62-66.
Ich weiß, der Spruch ist blöd und alt, aber ich dachte ernsthaft, heute wäre der 1. April und nicht der 1. Mai. Wie auch immer: In Österreich tut man sich noch ein bisschen schwer mit dem Radverkehr. Man bezeichnet Radfahrer zwar als Helden, will sie aber mit am Radweg herumstehenden Astronauten dazu animieren, einen Helm aufzusetzen: Neue Verkehrssicherheitsaktion „Helm auf ihr Helden!“
In der Pressemitteilung steht zwar viel von Gefahr und Vernunft und schweren Verletzungen, aber eigentlich wenig bezüglich der Vermeidung von Unfällen. Dafür gibt’s noch eine Menge lustiger Fotos. Dort sind zwar auch Geisterradler und Kopfhörer-Typen zu sehen, offenbar hat man aber halt nur den fehlenden Helm im Blick.
Interessant, dass man so etwas organisiert bekommt — für eine Kampagne, die den Leuten einfach mal richtig Lust aufs Radfahren machen könnte, stehen wohl weniger finanzielle Mittel bereit.
Das OLG Hamm meinte 2012 sinngemäß (Az. 9 U 200/11), dass das kleine Zeichen 205 natürlich viel stärker wirke als das große Zeichen 205: Der Fahrbahnverkehr hätte also keine Vorfahrt, der Radfahrer mit dem Zeichen 205 hätte aber noch weniger Vorfahrt und müsse den Fahrbahnverkehr durchlassen. Das OLG Hamm hat allerdings auch bei jedem Überfahren einer quer verlaufenden Fahrbahn an einer Kreuzung § 10 StVO erkannt, insofern ist es wirklich schade, dass sich der Bundesgerichtshof nicht damit befassen wollte.
Ich habe den Artikel noch mal aus dem Archiv gezogen:
Der Termin am 15. Mai findet nun offenbar nicht statt. Für den Tag war ja die Anhörung, Bürgerbeteiligung oder Planungswerkstatt oder was es auch immer werden sollte geplant.
Das Abendblatt war wohl auch vor Ort:
Vielleicht kann man ja die Sanierung der Walddörferstraße wie bei der Osterstraße aus dem Topf für den Radverkehr finanzieren — da fahren schließlich auch Radfahrer. Zu diesem Zirkus fällt mir langsam echt nichts mehr ein.
Es hätte sich nicht gelohnt: Soweit ich das im Netz zusammenlesen kann, hat die FDP ihren Antrag (?) nicht rechtzeitig eingereicht, darum fand diese Diskussion nicht statt.
Der Witz ist nun, dass natürlich trotzdem die Grünen irgendwie daran schuld sein müssen, denn man hätte diese Diskussion ja dennoch stattfinden lassen können und überhaupt und sowieso. Aber das vermag ich nicht zu beurteilen, denn ich war schließlich nicht dabei.
ob ich ein lückenloses Protokoll schreiben kann - mal gucken. Eine Zusammenfassung wirds aber wohl geben.
Eine Zusammenfassung reicht ja auch vollkommen aus ![]()
Außerdem: Wenn man jemanden umbringen will, sollte man es mit dem Auto tun. Gilt meines Erachtens auch in Deutschland:
Morgen trifft sich die Bezirksversammlung Hamburg-Altona:
Im Tagesordnungspunkt „Aktuelle Stunde“ soll wohl über den Radweg am Elbstrand diskutiert werden, zumindest macht auf facebook eine entsprechende Veranstaltungseinladung die Runde:
Hat jemand aus Altona Zeit und Lust, dorthin zu gehen? Länger als eine halbe Stunde wird’s ja wahrscheinlich nicht dauern.