Ich fahre ja seit einigen Jahren überwiegend Tretroller, statt Fahrrad. Windstill in der Ebene fahre ich ziemlich genau die 20 km/h. Auch (verbotener Weise) auf dem Radweg oder auf der Fahrbahn. Meine Erfahrungen sind viel positiver im Vergleich zum Fahrrad. Ich denke das liegt daran, dass man deutlich langsamer ist und viel kleiner. Evtl. wird man deswegen als weniger bedrohlich wahrgenommen.
Zur Haltbarkeit: Diese kleinen Räder (10 Euro pro Stück) halten wirklich nur 3 Monate. Die darf man regelmässig tauschen. Mit Pech sind die Lager (2 Euro pro Stück) nach einer(!) 70km-Tour auf deutschen Radwegen ausgeschlagen. Mit ausgeschlagenen Lagern kann man noch fahren, aber es wird immer wackeliger. Der Steuersatz ist auch mit einem vom Fahrrad nicht vergleichbar und deutlich kürzer haltbar. Deswegen habe ich mir einen "großen" Roller mit 16/20"-Rädern angeschafft. Da sind jetzt nach 2,5 Jahren zum ersten Mal neue Naben notwendig. (Die Naben halten damit genauso lang wie zwei Sätze Reifen.)
In Köln ist letzte Woche so ein Tretrollerfahrer (mit Motor und Alkohol im Blut) tödlich verunglückt: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/koeln-u…cle3977227.html
Grundsätzlich sehe ich das gleiche Problem wie bei den Pedelecs: Jemand ohne Tretroller/Fahrrad-Erfahrung kann sich draufstellen und mit 20/25 km/h losfahren. Das geht insbesondere bei den Senioren nicht gut.
Wegen dem Abstellen: Auch wenn der letzte Nutzer feststeht, das Ding kann jeder bewegt habe. Oder werden die angekettet?