Nächster Teil:
Von der Einmündung Plöner Straße zurück in Richtung Innenstadt.
Die Kreuzung Stresemannstraße / Kaltenkircher Platz ist nicht nur in Richtung stadtauswärts wie bereits beschrieben eine Frechheit in Punkto Baustellenführung. Stadteinwärts ist das auch eine Lächerlichkeit sondergleichen (gewesen).
Unmittelbar vor dem Kreuzungsumbau war man nämlich schon in der von dieser Kreuzung abgehenden Harkortstraße fleißig am Buddeln. Das ging so weit, dass die Bahnunterführung für KFZ vollständig gesperrt war.
hier mal ein Blick auf die Kreuzung in StreetView. Ich komme sozusagen aus der Blickrichtung und möchte die Hartkortstraße queren.
Trotz der Vollsperrung der Harkortstraße war aber die Ampel für den Fußgänger- und Fahrradverkehr über die Harkortstraße weiterhin geschaltet. Nicht abgehangen, oder deaktiviert.
Dass da 9/10 Radfahrern und Fußgängern die Furt über die Harkortstraße auch bei rot querten, muss ich nicht erwähnen, oder?
Man könnte der StVB PK21 noch zu Gute halten, dass immerhin Baustellenverkehr möglich war, der die Fußgängerfurt kreuzt und deshalb die Signale für Radfahrer und Fußgänger auf keinen Fall abgeschaltet werden durften.
Anfang September hatte man dann auch den Radweg und Gehweg aufgerissen, die Straßenarbeiten reichten dann in den Kreuzungsbereich mit der Stresemann rein.
Und wie ich so auf die Baustelle zufahre, seh ich den Bagger da, wie er fleißig rumschwenkt und eben .. baggert.
Ich bremse und halte an. Der Radfahrer hinter mir rauscht mir fast ins Heck.
Da einer der Verantwortlichen gerade rumsteht und irgendwas begutachtet, frage ich ihn, was das hier werden soll.
Der Baggerführer mischt sich ein und schon eskaliert die Situation. Ich werde angebrüllt, was mein scheiß Problem sei und werde "freundlich" aufgefordert, doch gefälligst weiterzufahren.
Tja - und warum will ich nicht weiterfahren? Weil der Aufenthalt unter Auslegern und bewegenden Teilen sowie im Schwenkbereich aus Arbeitsschutztechnischen Gründen so nicht zulässig ist. Weils eben gefährlich ist.
Als der Baggerführer schon halb aus dem Führerhaus hängt und rumbrüllt (kennt man ja von einigen Autofahrern auch nicht anders), setze ich meine Fahrt im Schritttempo fort.
Am selben Morgen schreibe ich die StVB PK21 an und weise auf den Umstand hin. Ich bitte darum, dass eine Absicherung der Arbeitsstelle erfolgt. Denn an der Kreuzung zur Kieler Straße, wo das Gerüst halb auf den Seitenstreifen steht, lautete die Begründung der StVB, dass es sich um eine Sicherung von Fußgängern und Radfahrern vor möglicherweise abstürzenden Lasten handelt, die unbedingt eingerichtet werden musste.
Aha. Also da hinten MUSS so was stehen, HIER aber nicht, hier darf quer über den Fuß- und Gehweg geschwenkt und gebaggert werden. Interessant.
Direkt am nächsten Tag übrigens das selbe Schauspiel! Ich bleibe wieder stehen, mache ein Foto. Wieder beginnt der Baggerführer rumzublubbern, was mein Problem sei. Diesmal weise ich darauf hin, dass er hier quer über den Fuß- und Radweg Lasten hebt und mit dem Greifer brav in Kopfhöhe rumrödelt.
Nach Aussage des Baggerführers alles kein Problem, denn er "beobachtet den Fußweg in beide Richtungen" und "stellt die Arbeit ein, sobald jemand kommt"
Klar. auf der Strecke sind ja nie Radfahrer. Da kann man schonmal ordentlich arbeiten. Und sicher doch guckt man ausnahmslos nach rechts und links und auf den Greifer gleichzeitig...
Bullshit!
Dann sollen Sie eben jemanden hinstellen, der die Arbeiten überwacht. Wenn die echt bei jedem kreuzenden Radfahrer die Arbeit eingestellt hätten, würden die heut noch dort tätig sein. Was der Baggerführer macht, wenn so ein Kampfradler mit 30km/h auf dem Radweg daherkommt und auf den bewegten Ausleger zusteuert, frag ich mich immer noch. So schnell bekommt man den gar nicht aus dem Luftraumprofil des Radfahrers...
Dass die StVB PK21 mir nicht geantwortet hat und die Situation auch am 3. Tage nicht anders war, brauche ich nicht zu erwähnen, oder?