20.06.2017 - E-mail an pk31verkehr@... und an den Leiter des Management öffentlicher Raum des Bezirkes Wandsbek. Mal gucken, was kommt.
immerhin eine schnelle Antwort, die es aber in sich hat:
Zitat von MR Wandsbek[...]DerWegewart hat noch gestern die Baustelle kontrolliert und bewertet Baustelleneinrichtung und Absperrungen als vorbildlich. Hier ist nichts zu beanstanden. Da ich selbst dort in den letzten Tagen mit dem Fahrrad unterwegs war, kann ich dies nur bestätigen.
Ich habe auch nichts an der Baustelleneinrichtung beanstandet...
Zitat von MR WandsbekSie haben recht: Die Straße ist in einer Fahrtrichtung (nämlich stadtauswärts) gesperrt – dies gilt aber nicht allein für Fahrradfahrer, sondern auch für Kfz. Bei Baumaßnahmen sind solche Einschränkungen unvermeidlich. Sie werden vor Beginn mit der Polizei abgestimmt, damit während der Bauphase eine sinnvolle, verkehrssichere und möglichst reibungslose (Um-)Leitung der Verkehre gewährleistet ist. Stadteinwärts haben die Fahrradfahrer die Möglichkeit, die Fahrbahn zu nutzen. Stadtauswärts können Parallelstraßen als Ausweichrouten genutzt werden, und manchmal wird ein Absteigen vom Rad und Schieben nicht zu vermeiden sein. Auch andere Verkehrsteilnehmer haben bei Baumaßnahmen mit Einschränkungen zu leben.
Prima Argumentation. "Die anderen auch...!"
Zitat von MR WandsbekEine Freigabe der Gehwege für den Radverkehr liegt nicht in der Zuständigkeit des Bezirksamtes oder des Veranlassers der Baumaßnahme, sondern in der der Straßenverkehrsbehörde (Polizei). Diese wird vermutlich die üblichen Interessenskonflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern im Blick gehabt haben, um von einer Freigabe der Fußgängerbereiche abzusehen. Solche Kollisionen sind auf Gehwegen (die sehr oft entgegen der Straßenverkehrsordnung von Radfahrern genutzt werden) an der Tagesordnung.
Jetzt echt? Punkt 1: es sollen keine Gehwege für Radfahrer freigegeben werden, es soll der rechte Fahrstreifen der Fahrbahn von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden.
Punkt 2: wird vermutlich... oder ums anders auszudrücken: "ich rate mal...". Sorry, brauch ich nicht. Ich will Fakten, keine Mutmaßungen.
Punkt 3: und jetzt wird es interessant, den Satz der E-Mail werde ich mir merken: es interessiert mich nicht, ob "solche Kollisionen" auf Gehwegen "an der Tagesordnung" sind (was nicht stimmt). Mich interessiert auch nicht, was anderenorts gemacht wird. Fakt ist, dass man hier an dieser Stelle mehr als 2m Breite zur Verfügung hat, um Radfahrer und Fußgänger gemeinsam abzuwickeln.
Zitat von MR WandsbekIch bitte um Verständnis dafür, dass die zeitlich begrenzten Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner leider nicht zu umgehen sind. Falls das ebenfalls von Ihnen angeschriebene PK31 etwas ergänzen möchte, werden die dortigen Mitarbeiter dies sicherlich noch tun.
Mit freundlichen Grüßen [...]
Es geht nicht darum, die Baustelle nicht Baustelle sein zu lassen. Es geht darum, den Radverkehr auf einer Veloroute zu ermöglichen, wo ausreichend Platz vorhanden ist!
ich bin grad so gallig, dass ich der Sachbearbeiterin MR am liebsten durchs Telefon springen möchte!
So ein verzapfter Unsinn, den man auch kürzer hätte fassen können in:
"MR ist für verkehrsrechtliche Anordnungen in Arbeitsstellen nicht zuständig"