Beiträge von Peter Viehrig

    Zitat

    Für Radfahrer ist er ein Held, für Autofahrer nur eine Nervensäge: Lewis Dediare radelt durch London und legt sich mit Verkehrsrowdys an. Bewaffnet ist er mit Kamera, Meterband und einer roten Karte.


    Der zugehörige YouTube-Kanal:

    Nur wie das Blendungs-Problem lösen? Ein kürzerer Lichtkegel (Lampe etwas nach unten stellen) ist für mich keine Option, da ich auch bei Dunkelheit mit 30+ km/h fahren möchte. Jedesmal an der Lampe herumdrehen, sobald Gegenverkehr kommt ist mir zu umständlich. Ich habe schon überlegt, mir eine Vorrichtung zu bauen, um die Einstellung vom Lenker aus zu regeln. Eine mechanische Lösung ist aber nicht möglich, da der Lenker gefedert ist und die Lampe am ungefederten Teil befestigt ist. Ich denke wirklich sinnvoll, könnte das nur in der Lampe gelöst werden, indem diese aus mehreren LEDs bestehen - getrennt für Fern- und Abblendlicht. Dann könnte relativ einfach auf die Abblendlicht-LEDs umgeschaltet werden.

    2 Lösungsvorschläge

    1. Den Scheinwerfer sehr genau justieren. Dazu eine genau senkrechte, möglichst helle Wandfläche mit geräumiger, genau waagerechter Bodenfläche davor suchen. Den Scheinwerfer so einstellen, daß die obere Lichtgrenze des Lichtkegels gerade noch leicht sinkt, wenn man das Fahrrad rückwärts von der Wand wegschiebt.

    2. Wenn man bereit ist, auf die StVZO zu pfeifen, wofür es ja gute Gründe gibt, sondern eine optimierte Lösung aus Helligkeit, Nichtblendung und Alltagstauglichkeit sucht, dann hier mal vorbeischauen:


    Der hat einen sehr leistungsfähigen Scheinwerfer mit exzellenter Lichtverteilung und guter Hell-/Dunkelgrenze mit einer optionalen, mechanischen, über einen Bowdenzug gesteuerten Auf-/Abblendmöglichkeit entwickelt. Außerdem kann ein Pufferakku für eine "Flutlichtfunktion" zusätzlich zur Dynamospeisung angeschlossen werden. Sogar unterschiedliche Farbtemperaturen sind erhältlich. Wenn mein Saferide mal aussteigt, dann hole ich mir den.

    PS: Rücklichtanschluß und Standlicht hat der natürlich auch.

    Es wird hier die Behauptung aufgestellt bzw. die Frage aufgeworfen, daß/ob ein Krieg gegen Radfahrer "wieder da" sei.

    Krieg ist vorsätzliche Aggression einer geschlossenen Gruppe gegen andere.

    In meinem Erleben hat das weder zugenommen, noch ist er da. Ein paar Sauropoden im Blechmantel gab es lange und gibt es noch eine Weile. Das sind aber Promille.

    Nachhaltige Gedankenlosigkeit ist kein "Krieg", auch wenn sie tödliche Folgen haben kann. Und gesellschaftlich äußerst fragwürdige Verschiebungen der Wertmaßstäbe sind auch kein Krieg.

    Ein bißchen verbale Abrüstung, stattdessen möglichst konsequent korrekte Benennung und Nachhaltigkeit (beispielsweise im Blauschildabbau) sind ergiebiger.

    Einen Krieg jedenfalls attestiere ich nicht, denn da ist keiner. Nur ein paar Idioten und viel Gedankenlosigkeit. Das ist aber nunmal etwas anderes.

    Er ist wieder da.

    Nö.

    Natürlich gibt es immer mal wieder "Wellen", die ich aber als normale Streuung der Verteilung innerhalb einer doch eher konstanten Gesamtmenge verbuche. Hinzu kommt sicher, daß ich recht defensiv unterwegs bin, jedenfalls in puncto Geschwindigkeit. Eine weithin sichtbare, sehr holländische Sitzposition - ich sitze quasi senkrecht wie eine Kerze auf meinem Eisenschwein - tut erfahrungsgemäß ihr übriges. Und vor mir bekannten Stellen, an denen ich häufiger ein Rudel Autofahrer an meinem Hinterrad zu erwarten hätte, laß ich dieses zunächst vorbei, bevor ich mit ausreichend Abstand zu Bordstein und parkenden Fahrzeugen meist die Fahrspur dichtmache.

    Alles läßt sich nicht vermeiden, es bleibt ein Bodensatz an Verkehrsteilnehmern, die nie über die Entwicklung des Kleinhirns im Devon oder Karbon hinausgekommen sind. Das ist ein Konstruktionsfehler der Natur, da alle Säugetiere vorgeburtlich während der embryonalen Entwicklung die stammesbäumliche Entwicklungsgeschichte nochmal durchlaufen müssen, bei manchen geht da halt etwas schief. Aber diese ganz harten sind nur ein Promilleanteil aller Verkehrsteilnehmer. Fast allen anderen kann man mittels vorausschauender und defensiver Fahrweise beikommen.

    Und gegen unvorhergesehens kann man schlicht nichts machen. Jeder hat mal Aussetzer. Ich auch.

    Darüber, daß die Beleuchtungsvorschriften (insbesondere ihre obere Begrenzung in Bezug auf Watt, Volt und Lux/Lumen) der StVZO für Fahrräder Unsinn sind, herrscht hier im Forum wohl Einigkeit. Die Prozentanteile der Dunkelradler jedoch kann ich für Berlin nicht bestätigen, sie liegen eher zwischen 20 und 30%; zählt man noch jene hinzu, bei denen nur irgendetwas mühsam glimmt, meist nur hinten, manchmal nur vorn, selten beides, liegt man bei der knappen Hälfte. Jetzt, da es kalt (um die 0°C) und dazu windig ist, wird es aber etwas besser. Die Hardcore-Radler, egal ob eher sportlich oder holländisch, scheinen sich der Problematik bewußter zu sein. Von nur 3 - 4 Prozent Dunkelradlern kann man hier allerdings nur träumen.

    Die Autofahrer haben insofern Recht, daß der Anteil der Dunkelradler ein Problem darstellt.

    (Besonders "liebe" ich es ja, wenn sie - mir als Brillenträger - bei Regen geisterradelnd, aber behelmt des Nachts entgegen radeln.)

    Entweder ersetzen durch 2 Saferide von Philips (gibt es sowohl dynamo- als auch akkubetrieben), deren Produktion aber gerade ausgelaufen ist, weshalb es die nicht mehr lange neu geben wird. Die haben ein recht breites, homogenes Leuchtfeld. Oder mal hier schauen (dann ist es mit der Straßenzulassung allerdings ganz vorbei, die jedoch in aller Regel keinen Polizisten interessiert, solange überhaupt etwas ordentlich leuchtet, ohne zu blenden):

    Letztlich ist es doch egal, wie man einen verkehrsberuhigten Bereich mit Vorrang für Füßgänger und Radfahrer erreicht. Das meinte ich mit "pragmatisch". Man könnte wahrscheinlich einen Schildertausch erzwingen, also vor Gericht erklagen. Aber wozu? Um wieder einen verkehrsberuhigten Bereich mit Vorrang für Fußgänger und Radfahrer zu haben, der nun mit anderen Schildern eröffnet wird. Dann kann man es doch auch so lassen. Derzeit ist es zwar weniger elegant, streng genommen sogar irgendwie falsch, na und? Jeder versteht es doch sofort.

    @DMHH

    Erklären Sie doch mal, was Sie denn nun genau stört. Sicher, Möglichkeiten alternativer Beschilderungen gäbe es einige. Ohne Schild wäre der Weg aus Sicht des Photographen für mich ein reiner Fußweg. Den hat man für Radfahrer und KFZ der Anlieger freigegeben, wobei letztere nachrangig zu Fußgängern und Radfahrern gestellt werden. Hm, also ich finde das auch in Ordnung, wie einige meiner Vorschreiber bereits. "Mißbrauch" finde ich übertrieben.

    Also ich wäre ja schon pissig, weil da jemand so nebenbei aus den Widersprüchen (Plural) einen einzigen gemacht hat. Außerdem ist das noch kein rechtsmittelfähiger Bescheid. Zumindest darauf sollte man bestehen, daß dieser innerhalb der nächsten 3 Monate (innerhalb der gesetzten Frist also) bei Ihnen einzugehen hat. Wenn innerhalb dieser Frist eine Überprüfung der Radwegbenutzungspflichten deren Aufhebung in der Hauptstraße in Schenefeld bewirkt hat, wären die Widersprüche natürlich obsolet. Das kann man denen auch mitteilen.

    wenn aufgrund besonderer örtlicher Verhältnisse eine Gefahrenlage vorliegt, die erheblich über das Ausmaß der üblichen Gefährdung hinausgeht, welche mit der Teilnahme am Straßenverkehr einhergeht.


    Hervorhebung von mir. So bezieht es sich auf "Gefährdung", "welches" ginge aber ebenso, dann bezöge es sich auf "Ausmaß", was auch korrekt wäre.

    Vorschlag einer Ergänzung:

    Im betroffenen Abschnitt wird die Gefahr für Radfahrer jedoch nur verlagert und zum Teil sogar erhöht.


    Kann man aber auch weglassen.

    Fazit: Sehr gut!

    aber wird dann aus meinen WidersprüchEN auch im Falle des Falle EIN Verfahren draus?

    Die selbe Zuständigkeit für Anordnungen, selbe Beklagte, selber Kläger, selber Sachzusammenhang (Fahrt auf der Hauptstraße von A nach B) usw. - das wird ein Verfahren, in welchem Ihre verschiedenen Widersprüche (jede Anordnung eines Verkehrszeichens ist ein eigener Verwaltungsakt - Sie gehen also gegen verschiedene Verwaltungsakte einzeln vor) abgehandelt werden.

    weitergedacht könnte ich in dieses Schreiben ja auch sämtliche anderen RWBP stecken, die mich in der Gemeinde Schenefeld stören. Dann wäre das eine Liste mit 200 Punkten in einem Schreiben

    Ganz Schenefeld in einem Rutsch hingegen könnte schwierig werden. :)

    Noch ein Nachtrag (sorry), mein Fallenradar hat nochmal angeschlagen:

    Ihr Schreiben ist wie folgt überschrieben:

    Zitat

    Widerspruch gegen die Anordnung der Radwegebenutzungspflicht in der Hauptstraße (Gemeinde Schenefeld) zwischen Kreisverkehr und der Kreuzung Uetersener Weg in Fahrtrichtung Ost sowie Fahrtrichtung West.

    Aus bereits erläuterten Gründen: Das sind mehrere Widersprüche gegen mehrere Anordnungen!

    Deshalb besser:

    Zitat

    Widersprüche gegen die Anordnungen der Radwegebenutzungspflichten in der Hauptstraße (Gemeinde Schenefeld) zwischen Kreisverkehr und der Kreuzung Uetersener Weg in Fahrtrichtung Ost sowie Fahrtrichtung West.

    Ja, ich weiß, das sieht aus wie Formalienreiterei. Aber die beliebtesten "Exit-Points" für Richter, die ein Urteil entgegen der geltenden Rechtslage fällen wollen (und ja, die gibt es - zuhauf), sind genau solche Formalien. Und in Ihrem Falle könnte ein Exit-Point sein: Auf irgendwelchen 50 Metern bekommt man die Zulässigkeit einer Benutzungspflicht herbeigekrampft. Die Falle: Der Richter macht aus Ihren vielen Widersprüchen einen einzigen zusammenhängenden (steht ja so schließlich in Ihrer Überschrift) und weist Ihre Klage deshalb ab.

    Sicher, Sie könnten in Berufung, was aber Ihre weitere Zeit, zuächst Ihr weiteres Geld und Ihre Nerven kostet. Deshalb: Formale Schlupflöcher vorher schließen, wenn man sie erkennt. Im besten Falle freut man sich hinterher, daß diese Sorge hoffnungslos übertrieben war.

    @DMHH

    Eher umgekehrt, denke ich. Zuerst die Einzelwidersprüche, abschließend als eigener Punkt der eigenständige Gesamtwiderspruch, so daß sich der jeweils letzte Satz unter den vorangegangenen Einzelwidersprüchen logisch erklärt.
    Aber vielleicht sehe ich das auch falsch.

    @all Was meinen dazu die anderen?