Beiträge von Peter Viehrig

    Und das ist deren Werbefilm:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Zwei Anmerkungen für die Neulinge hier:

    1. Keine der dargestellten Verletzungen wäre mit einem Fahrradhelm vermeidbar.

    2. Es gibt bisher keinen empirischen Beleg, der dem Fahrradhelm eine signifikante Schutzwirkung vor schweren Kopfverletzungen im Straßenverkehr nachweisen konnte. Keinen einzigen.

    Im übrigen ist es mal wieder der Klassiker, den Opfern die Schuld und Verantwortung zuzuweisen. Die überwiegende Mehrzahl der Radfahrer mit schweren und tödlichen Verletzungen hat ihre Ursache, anders als es der Film suggeriert, in der Unaufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer, vor allem der der KFZ-Führer. Also sollte man auch dort ansetzen: Generelles Tempo 30 innerorts, Verbot der Anordnung einer Radwegbenutzungspflicht, deutliche Verbesserung und Instandsetzung der vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur, damit diese sinnvoll und gefahrlos freiwillig genutzt werden kann, konsequente Verfolgung von Radwegparkern und -zustellern sowie von Nahüberholern und Schulterblickunterlassern.

    Jetzt ist schon der Berliner Polizeichef ein Rambo-Radler! Ohne Licht! Und ohne Speichenreflektoren! O tempora, o mores!

    Zitat

    Als sinnvoll gilt unter Fachleuten auch eine Warnweste.

    Als sinnvoll gilt unter Fahrradfahrern zur Beurteilung von Zusammenhängen aus empirischen Untersuchungen ein Mindest-IQ von 70 für Fachleute.


    Zitat

    CDU-Verkehrspolitiker Oliver Friederici stand allerdings ziemlich allein da, als er im Frühjahr eine Warnwestenpflicht forderte. Aber er will dranbleiben: „Vielleicht nehme ich es mit ins Wahlprogramm für 2016.“

    Die entschädigungslose Enteignung der Landowsky-Sippschaft zu fordern, wäre zwar genauso aussichtslos, dafür aber wenigstens sinnvoll.

    Die fiktive Figur »Achim Achilles«, großer Experte in Sachen Laufen, hat das Radfahren entdeckt. Aber wie ...

    Ja, seufz...

    Zitat

    Mal ehrlich: Wer fährt ein zu 100 Prozent verkehrssicheres Rad, mit funktionierender Klingel, genügend Profil auf den Reifen, Licht, Reflektoren?

    Ich.

    Zitat

    Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes entstand der Eindruck, dass Radfahren auf der Straße generell verboten sei, wenn ein Radweg vorhanden ist. Das stimmt so nicht. Die Benutzungspflicht von Radwegen nur, wenn ein blaues Schild diesen ausweist. Außerdem dürfen Fahrradfahrer auf die Straße ausweichen, wenn ein ausgeschilderter Radweg objektiv unbenutzbar ist. Wir bitten, die Ungenauigkeit zu entschuldigen.

    Jo. Mir genügten einst 3 Zeilen dieses "Achim Achilles", um ihn nie wieder lesen zu wollen. Bei solchen Gelegenheiten zeigt sich, daß ich im innersten stockkonservativ bin. Auch ich pflege nämlich meine Vorurteile, so nutzte ich diese Lektüre als weitere Möglichkeit zu deren Erhalt.

    Ja, ich weiß, gehört nicht hier her. Andererseits finde ich es ein wunderbar entlarvendes Mittel, Arschlöcher für sich selbst sprechen zu lassen, was in dem Video gut umgesetzt wurde. Und daß ich diese Knallfrösche (nicht nur) aus Sachsen für welche halte, will ich auch hier mal gesagt haben. Die waren übrigens ein Hauptgrund für mich, 1999 Sachsen endgültig zu verlassen. Wenn es nicht so beschämend wäre, es wäre urkomisch:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Aber in engen Strassen Wie in deinem Beispiel, ist ein separater Radweg einfach Unsinn.
    Die Mittelinsel weg, Radfahrer auf die Fahrbahn, die Fahrbahn noch etwas verengen und dann, haben Fußgänger auch noch eine Menge Platz mehr. Dann wäre sogar noch Platz für Außengastronomie und ein paar Bäume. Und zack, hätte man eine wundervolle Strasse in der es sich zu leben lohnt.

    Das Beispiel war auch mir übel aufgestoßen.

    @Forumteilnehmer

    Kommen Sie mal nach Berlin, bleiben ein einige Tage und denken sich das, was Sie hier vorfinden und erleben werden, 10 Jahre weiter. Ein paar weitere freigegebene Busspuren hier, ein paar weitere Radstreifen dort sowie ein noch weitergehender Wegfall der RWBPen.

    Mischverkehr ist hier häufig schon Normalität. Und der funktioniert weitgehend. Und auch der Radverkehrsanteil ist im innerdeutschen Vergleich ordentlich. Er steigt auch weiterhin. Das geht auch gar nicht anders, eine Blechkiste für jeden wird absehbar zu teuer, zu ressourcen-(Rohstoffe, Platz) und energieintensiv. Und das gilt für andere deutsche Städte gleichermaßen. Eine Kommune kann das mit ein paar Pinselstrichen erheblich begünstigen oder der Dinge harren, die zwangsläufig kommen werden, dann wird der Wandel für die jeweilige Gemeinde eruptiver und unschöner. Aber er kommt, das geht gar nicht anders. Eigene Radspuren mit eigenem Bordstein, zum Teil auf Kosten der Fußgänger, braucht es da nicht. Haben Sie sich mal die Fußwege auf Ihren verlinkten Kopenhagener Beispielen angeschaut? Straßen sollten nicht nur Verkehrs-, sondern auch Lebensräume sein. Man muß dem Auto städtischen Platz nehmen, damit in einer Straße mehr als Verkehr stattfindet. Also ganz überwiegend Mischverkehr realisieren.

    Ja, ich wiederhole mich, hier und da sollte nochmal der Pinsel geschwungen werden. Aber viel nötig ist nicht. Jedenfalls im Vergleich dazu, was zur Erreichung Kopenhagener Verhältnisse erforderlich wäre.

    Wie wäre es damit, das "Radverkehrsforum" in "Fahrbahnradlerforum" umzubenennen?

    Quark, sorry. Meine Postion ist eine Minderheitenpostion, das weiß ich wohl. Aber einige hier haben die halt.

    Damit könnte ich leben... :) ...

    Das wäre zwar nicht meine Wunschvorstellung, aber damit leben könnte ich ebenso. Sofern die Nutzung eine freiwillige ist und bleibt. Ich halte es aber für illusorisch, solche Infrastruktur in absehbarer Zeit umsetzen zu können. Also kann dieser immense Aufwand auch gespart werden, da er ohnehin nur einer für einen Zwischenschritt wäre, und die Leute gleich auf die Fahrbahnradelei vorbereiten. Unschöne 10 Jahre wären das, dafür wären sie aber erheblich günstiger und letztlich sogar nachhaltiger.

    "Warum fährste nich auf dem Radweg dafür ist er doch da?"

    Zitat

    Warum fahren Sie nicht auf der Autobahn, dafür ist die doch da?

    Da kommt dann gewöhnlich ein

    Zitat

    Häh?

    oder ähnliche Grunzlaute. Und darauf erwidert man:

    Zitat

    Richtig.

    Wenn Zeit und Muße vorhanden, kann die Frage natürlich auch mit näheren Erläuterungen beantwortet werden. Das ist aber nur selten der Fall. Zumeist hat man es ja mit einer Kombination aus mangelnder Impulskontrolle, Hormonstau, daraus folgenden Agressionen und häufig auch einfach nur Blödheit zu tun. Mir ist das zu infektiös, deshalb mache ich es gewöhnlich kurz.

    Die Fahrbahnnutzung habe ich noch gelernt, wurde damit groß. Radwege waren in Leipzig und in der DDR allgemein eine Ausnahmeerscheinung; es gab sie, aber doch recht selten, auf wenige Hauptstraßen beschränkt. Und mittlerweile habe ich die Fahrbahnnutzung wieder gelernt. Radwege nutze ich fast nur noch, wenn ich es muß (RWBP).
    Mit der Erziehung fängt es an, mit der Verkehrserziehung in der Grundschule setzt es sich fort. Und Aufklärung macht den Sack zu. Die Defizite erstrecken sich über alle drei Bereiche. Hinzu kommen (zum Teil öffentlich subventionierte) Angstkampagnen (z.B. Helm).

    Inzwischen bin ich (von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, für die ein paar wohlüberlegte Pinselstriche genügen) gegen den weiteren Ausbau einer separaten Radverkehrsinfrastruktur. Das ist schlicht zu teuer. Und Verkehrsinfrastruktur ist doch schon da. Und die reicht ja eigentlich.

    Die Aufklärung findet übrigens auch hier statt. Man könnte (und meiner Meinung nach auch sollte) sie ausbauen, z.B. mit einem Podcast.

    Hm, hatte die Klage hier auf die Benutzbarkeit abgezielt?

    Das frage ich mich auch, ansonsten müßte das Thema längst gegessen sein. Denn eine Gefahr für Radfahrer auf der Fahrbahn, die erheblich höher ist als die , die ohnehin mit der Teilnahme am Straßenverkehr einhergeht, kann ich nicht erkennen. Diese müßte durch die Nutzung der Radverkehrsanlagen auch noch gesenkt werden. Beim besten Willen gilt das vielleicht bei der in dem Video gezeigten Strecke für die ersten 200m - in der Langenhorner Chaussee also überhaupt nicht.

    Im letzten Frühling, als ich zuletzt dort fuhr, bestand die Benutzungspflicht in der Langenhorner Chaussee noch. Meines Wissens nach wurde sie auch noch nicht aufgehoben.
    Neben den meiner Ansicht nach unvermeidlichen StVO-Verstößen bei Benutzung dieser "Radverkehrsanlagen" zeigt das Video aber eindeutig auch einige vermeidbare.

    Hat noch keiner gegen die RWBP dort geklagt?

    Bevor ich hier möglicherweise mißverstanden werde: Natürlich sollte man sich an solchen Meldeportalen der Behörden beteiligen. Und zwar mit ehrlichen Meldungen! Nur Hoffnungen sollte man damit nicht verbinden. Das einzige, was man ehrlicherweise erwarten kann, ist, daß ein weiterer Nachweis über die niedrige Priorität des Radverkehrs bzw. eines nachhaltigen, zukunftsfähigen Verkehrsraumes in der Gemeinde, Stadt oder Region bei der Politik gelingt. Am Ende tun wird sie sehr wenig bis wirklich nichts.
    Die Heuchelei wird als solche nachweisbar und rechtssicher öffentlich behauptbar. Nicht mehr, nicht weniger.