Beiträge von Peter Viehrig

    Das halte ich jedenfalls für sinnvoller als kostenlose Fahrt für alle.

    Warum eigentlich? Der fahrscheinlose ÖPNV ist eine der einfachsten und schnellsten Möglichkeiten, den Kfz-Anteil am Verkehrsaufkommen signifikant zu senken. Finanzierbar wäre das auch, sinnvollerweise durch Rückführung der Subventionen für PKW (z.B. kein kostenloser öffentlicher Parkraum).

    Ich finde diese Hilfskonstruktion in den sehr seltenen Fällen, in denen ich sie vorfinde, bisher immer ausgesprochen bedacht gewählt. Das Zeichen [Zeichen 240] spricht ein Verbot für alle Kfz aus. Dieses Verbot wird durch [Zusatzzeichen 1020-30] für Anlieger aufgehoben, trotzdem behalten Fußgänger und Radfahrer ihren Vorrang, was den verbleibenden Kfz-Verkehr deutlich entschleunigt. Es ist die sparsamste Schilder-Kombination, mit der man das erreicht.

    tagespiegel.de - Aktion gegen Falschparker Jetzt soll abgeschleppt werden

    Immer mehr Berliner ärgern sich über zugeparkte Rad- und Gehwege. Nun wird die Polizei aktiv und will fünf Tage lang "konsequent gebührenpflichtig umsetzen".

    Eine Woche Normalität - der Härtetest für Berlin. Da haben wir ja noch Glück, daß man sich auf die zentralen Stadtteile/Bezirke (Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln.) beschränkt. Ich benötige bald einen neuen Personalausweis, den kann ich dann wahrscheinlich nur nach sechswöchiger Voranmeldung beantragen und nächstes Frühjahr abholen, weil die Berliner Verwaltung bis dahin mit der Auswertung der obigen Aktion ausgelastet sein wird.

    c't uplink 18.9: Das Auto von morgen:

    In der aktuellen c't 20/17 haben wir uns in mehreren Artikeln angesehen, wie das Zukunft des Autos und der Mobilität aussehen wird. Dabei geht es nicht nur um ferne Zukunftsvisionen: Im nächsten Jahr fährt bereits ein Fahrzeug im deutschen Straßenverkehr, in dem man im Stau Film gucken oder Tweets lesen darf, während das Auto vorwärtsschleicht.

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    Nochmal: Was gilt und was sinnvoll ist, sind zwei Paar Schuhe. Für wen (E.T.?) und warum (wegen der lauschigen Vollmondnacht in Ozeanien?) man anhalten soll, spielt für die Gültigkeit der Ampel keine Geige. Im gezeigten zweiten Beispiel in der Langenhorner Chaussee würde auch ich bei Rot (allerdings besonders aufmerksam und langsam) fahren, weil da aufgrund des Absperrgitters niemand queren kann. Jedoch ein mir wegen einer solchen Rotlichtfahrt möglicherweise verhängtes Bußgeld anstands- und diskussionslos akzeptieren, wissend, daß es sich um reine Schikane handelt. Aber die ändert auch bloß nix an der Gültigkeit der Ampel, also Klappe halten, zahlen, beim nächsten mal halt nach den Schikaneuren Ausschau halten.

    Rot heißt nicht hier anhalten, es heißt laut StVO: Rot ordnet an: „Halt vor der Kreuzung“.

    Nun ja, das steht da zwar so, jedoch ergänzt der §37 (2) Nr. 2

    An anderen Straßenstellen, wie an Einmündungen und an Markierungen für den Fußgängerverkehr, haben die Lichtzeichen entsprechende Bedeutung.

    Das ist auch naheliegend, ansonsten wären beispielsweise Baustellenampeln auf Landstraßen, die jeweils wechselnd eine Spur für entgegengerichtete Fahrtrichtungen freigeben, unwirksam. Und natürlich fährt man auch als Radfahrer in den Schutzbereich der Lichtzeichenanlage ein. Daß bei der Gestaltung der Ampelanlage Radfahrer mal wieder vergessen wurden - geschenkt. Das ändert nix an deren Gültigkeit für sie. Eine mögliche Lösung wäre ein dauerhaft Grün zeigendes "besonderes Lichtzeichen für den Radverkehr". Aber das fehlt nun mal.

    Ich mache mich mal wieder unbeliebt...

    1. Die Fahrbahnampel gilt natürlich, weil der Radweg die Fahrbahn begleitet (weniger als 5m von ihr entfernt ist), somit an deren Vorrangsregelungen und der Gültigkeit ihrer dortigen Lichtzeichenanlagen teilnimmt, sofern nichts abweichendes gilt. Mangels besonderer Lichtzeichen für den Radverkehr gilt nichts abweichendes, es gilt also der Standard. All das haben wir in diesem Forum schon viele male durchdekliniert. Ob die StVB das oder etwas ganz anderes gemeint und beabsichtigt hat, spielt für die Gültigkeit nur dann eine Rolle, wenn eine Anordnung wegen Sinnwidrigkeit oder innerer Widersprüchlichkeit schlicht nicht befolgt werden kann. Ob die Anordnung sinnvoll ist, spielt für deren Gültigkeit hingegen keine Rolle.

    2. Ob es nun sinnvoll ist, als Radfahrer die Ampel zu beachten, kann ich aus der Ferne und nur anhand der Photos nicht sicher beurteilen. Ich meine jedoch, einen abgesenkten Bordstein zu erkennen, damit der Radweg von links aus Richtung Kleine Archivstraße kommende Radfahrer aufnehmen kann, die dann Vorrang haben, wenn die Ampel für den Salztorswall Rot zeigt.

    3. Da ich die Gültigkeit der Ampel nicht für von vorneherein offensichtlichen Dummfug halte, würde ich sie beachten, also bei Rot halten.

    auch die Atomkraft hat ein paar wirklich beeindruckende Vorteile. Kein CO2-Außstoß bei der Energieerzeugung, deutlich weniger Tote pro GWh als alle anderen Energieformen und eine schnelle An-/Abschaltbarkeit, wie ein Pumpspeicherkraftwerk. Das sind alles keine Kleinigkeiten. Dem Gegenüber steht eine wirklich bedrohliche Last an Abfall.

    Der letzte Satz ist der entscheidende: In die Berechnung der Toten pro GWh und die CO2 Bilanz müssen natürlich auch die Rohstoffgewinnung sowie die nächsten mehreren 100.000 Jahre Atomabfallwirtschaft mit einfließen:

    Für die Entsorgung für schwach- und mittelradioaktive Abfälle wird in Deutschland das Bergwerk Schacht Konrad umgebaut. Diese Abfälle stellen 90 % des Gesamtvolumens dar, jedoch nur 1 % der Radioaktivität.
    Obwohl seit Jahrzehnten technische Verfahren zur Konditionierung und Endlagerung erprobt werden, ist die Entsorgung für hochradioaktive Abfälle ungelöst. Insbesondere mittel- und hochradioaktive Abfälle stellen große Herausforderungen an die Entsorgung. Aufgrund der langen Halbwertszeiten vieler radioaktiver Substanzen fordert die deutsche Gesetzgebung eine sichere Lagerung über 1 Million Jahre.[8] Die Halbwertzeit von Plutonium-239 beträgt 24.000 Jahre.

    (Hervorhebung von mir)

    Mal ganz abgesehen von der Verantwortungslosigkeit und dem Irrsinn, mehreren hundert bis mehreren tausend nachfolgenden Generationen dieses Problem überhaupt aufzuhalsen.

    @Spkr

    Regenponcho

    Mein Schlechtwetterutensil schlechthin. Allerdings gibt es einiges zu beachten:

    Szenario a) Je kälter, desto besser! Das gute Stück ist also optimal bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, denn dann reicht die trotz allem recht schwache Atmungsaktivität, um die aufgrund der Temperaturen wesentlich geringere Transpiration abzuführen. Ich trage das gute Stück jedoch auch unter 0°C, denn dann genügen mir aufgrund des Windchutzes durch den Poncho T-Shirt, Hemd und Sakko drunter (jedenfalls bis -10°C, bei weniger muß ich noch nachlegen, weiteres T-Shirt oder tatsächlich mal ein Unterhemd).

    Szenario b) Bei eher sommerlichen Temperaturen besteht mein Kniff darin, den Poncho nicht mehr an den Körper zu schnüren (was eigentlich vorgesehen ist), des weiteren die Ärmel baumeln zu lassen, stattdessen die vorhandenen Durchgriffe zu nutzen. Dadurch, daß dann von unten alles offen ist, zirkuliert ausreichend Luft, um den Schweiß abzutrocknen, bevor man einnäßt. Dadurch wird man jedoch zum wandelnden Segel auf Fahrrad, außerdem funktioniert das nur, wenn man ganz bewußt auf jeglichen Sportgedanken verzichtet, also deutlich Tempo herausnimmt. Andernfalls wird die Transpiration zu groß, um noch abgeführt zu werden. Bei Frauen mag sich das etwas unproblematischer gestalten.

    Auf langer Strecke (mehr als 12km) finden einige Tropfen trotzdem irgendwo eine Ritze (insbsondere an Kapuze und Kragen), um durchzudringen, ist aber absolut erträglich.

    Szenario c) Waschküchenwetter, da verliert man, egal was man versucht. Ich werfe mir trotzdem den Poncho über und versuche, Lastwechsel (z.B. Ampelstops durch besonders vorausschauende Fahrweise) - soweit es eben irgendwie geht - zu vermeiden, weil vor allem diese bei mir die Transpirationsschübe auslösen. Funktioniert jedoch nur sehr bedingt, aber ich werde lieber von innen als von außen nass. Bei solchem Wetter muß man aber irgendeinen Tod sterben.

    Ach ja: Unten (allerdings nur bei Starkregen): Überschuhe

    Nun, der Artikel der Süddeutschen sagt, daß man es nicht weiß, sondern lediglich annimmt. Um von einem "nachweislich" zu reden, ist mir das zu dünn. Das verlinkte Abstract läuft auf gleiches hinaus: "Bestimmte Dinge könnten erklären, daß bestimmte Verhaltensweisen auftreten, die darauf schließen lassen, daß kein Schmerz empfunden wird..." Hm.

    Der fehlende Nachweis hält mich nicht davon ab, eine Mücke zu erschlagen, aber doch davon, ihr absichtlich bei lebendigem Leib ein Bein auszureißen.

    Vorfahrt hat man gegenüber dem quer fahrenden Straßenverkehr dennoch nicht.

    Man hat nicht mal Vorrang ggü. dem Fußverkehr, "wahlweise"

    §8 (1) Nr. 2 und/oder eben §10 StVO.

    Wenn man also den Vorrang aller anderen Verkehrsteilnehmer beachtet, kann man dort bei Rot rüber, sofern man das Fahrrad fährt. Aber das einem Amtsrichter so zu erklären, daß dieser das abnickt, halte ich für ein Lotteriespiel. Und auch BGH-Richter erfinden in ihren Urteilen gerne mal etwas, was dem Wortlaut des Gesetzes widerspricht. Absteigen und bei Grün schieben ist deshalb wahrscheinlich tatsächlich die beste Option, obwohl formal de jure nicht erforderlich.

    @Peter Viehrig , bekommt man im Duvenstedter BrookHus denn dann auch die Pflanzen? Du sprichst da einen sehr wichtigen Punkt an, den ich bisher immer völlig außer Acht ließ. Was bringen mir die schönsten Blumen zur Bienenrettung, wenn sie nicht genug Nektar enthalten? Ich habe hier viel mit Liebe ausgesät und es wächst und gedeiht, aber ich schätze doch, dass das alles nur Hybriden sind :(

    Dunnemals(tm) konnte man dort (einige wenige!) einzelne Pflanzen und solche Insektenhotels, diverse Vogelhäuschen aus Behindertenwerkstätten etc. verschiedenster Ausführungen erwerben. Aber auch wenn das heute nicht mehr so sein sollte, bin ich mir sicher, daß das ein oder andere anwesende Mitglied dort - nur im streng inoffiziellen Privatgespräch natürlich - einen Tip hat, wo man unbedenklich hingehen kann und, noch wichtiger, wohin besser nicht.