Küchenpsychologie:
Auch ich verstehe das. Mein Vorschlag ist, es einfach eine Woche mit einem Auto auszuprobieren und dabei sich selbst, insbesondere den eigenen Wohlfühlfaktor (bzw. wohl eher den eigenen Frustlevel) und das eigene Gewissen, das sich ganz gewiß ebenfalls melden wird, zu beobachten.
Des weiteren bin ich geneigt, für danach mal wieder mein Allheilmittel zu empfehlen: Gang runterschalten und dies durch die Wahl des Fahrrades, der Kleidung sowie der Haltung dem Körper und seiner Motorik auch beizubiegen, nämlich Hollandrad, Herrenkurzmantel, Bürohose, Mütze (kein Helm!), lederne Hand- und Halbschuhe, das alles bei aufrechter Fahrweise mit mehr Zeit pro Strecke. Wer im Winter auf seinen Alltagswegen schwitzt, ist zu schnell.
Die Wirkung ist meiner Erfahrung nach erstaunlich. Es gibt hier deswegen so wenige "Erlebnisberichte" von mir, weil meine Frusterlebnisse auf dem Fahrrad so selten stattfinden.
Natürlich habe auch ich meine Begegnungen mit den ganz hartnäckigen "Volkserziehern", denen ihr Hitler- bzw. Stalinismus aus jeder Pore und Falte ihrer Fratze trieft, gerade vorgestern den ersten Scheibenwaschanlagenspritzer meines Lebens und im letzten Oktober auch einen erzieherischen Engüberholer. Aber wie man an dieser kleinen Aufzählung schon sieht, in Abständen, in denen ich das verarbeiten und damit umgehen kann.