Hatten wir schon?
Mobilitätswende in Deutschland: Kulturkampf ums Auto?
Weniger Autos in Großstädten wollen viele - aufs eigene Auto verzichten aber nicht. Wie kann die Verkehrswende aussehen?
www.ndr.de
Hatten wir schon?
Alles anzeigenDie zweite Grafik (Hauptschuld) finde ich sehr interessant. Die interessante Zahl ist ja eigentlich "Unfälle pro 1 Mio. gefahrene km".
Die Statistik legt nun nahe, dass die Gruppe "über 75" dreimal (!) so viele Unfälle pro gefahrene Strecke verursacht wie die Gruppe "45-55".
Warum dreimal?
Die Gruppe "über 75" trägt an ca. 75% der Unfälle die Hauptschuld, die Gruppe "45-55" an ca. 50%.
Die Zahl der "unschuldigen Unfälle pro 1 Mio. gefahrene km" müsste für den einzelnen Fahrer dabei recht konstant sein. Beispielsweise 100. Dann läge die Quote der Hauptschuld bei "0%". Die 45-55-jährigen verursachen dann zusätzlich 100 Unfälle selbst und kommen auf 50% Hauptschuld. Die Gruppe "über 75" müssen hingegen 300 Unfälle verursachen, um auf 75% Hauptschuld zu kommen.
Ein wenig gemildert wird dieser Effekt eventuell dadurch, dass Senioren andere Strecken fahren. Und eventuell dadurch, dass Senioren weniger "schuldlose Unfälle" doch noch durch eine gute Reaktion abwenden können.
Trotzdem finde ich die Zahl sehr auffällig.
Deinen Ansatz verstehe ich, aber die Grafik sagt überhaupt nichts über die Anzahl der Unfälle gesamt aus oder in Bezug auf die Strecke, sondern ausschließlich darüber, in welcher Altersgruppe es welche Verteilung an Hauptschuld gibt. Da es in jeder Altersgruppe eine unterschiedliche Anzahl gibt, ist das eben nicht umsetzbar auf wer hat mehr Unfälle pro Fahrt oder Mio-km
Unfälle können jedem passieren, aber, wie die Zahlen oben zeigen, gibts offensichtlich schon einen Zusammenhang von geistiger und körperlicher Fitness und der Schuld.
Selbst wenn eine z. B. 2-jährige Untersuchung ab 70 nur die allerschlimmsten Fälle aussortiert, die nur deswegen keine Unfälle haben, weil Zufall und der Umstand, das jemand so auffällig fährt, dass der Rest der Verkehrsteilnehmer entsprechend reagiert und einen großen Bogen um denjenigen macht, wäre so eine Untersuchung imho gerechtfertigt.
Was auch Dich betrifft, in diesem Land wird ein riesiger Zinnober gemacht um einen PKW-Führerschein. Man muss keinen haben, es gibt genug Alternativen, die jeden Tag von Millionen Menschen genutzt werden. Es gibt sogar wenige Länder auf der Welt, wo das vorwärtskommen ohne KFz so einfach ist. Man braucht einen KFz-Führerschein so wenig nötig wie einen Flugschein, eine Lizenz zum Drachenfliegen, einen Segelschein,......
Aus Verwandschaft und Bekanntenkreis weiß ich, dass man Unfälle vorhersehen kann, nicht genau wann, aber das.
Ich sehe im Monat sicher 1-2 Kandidaten im Straßenverkehr, wo eine Überprüfung nicht schlecht wäre. Ich habe im Studium Taxi gefahren und war vorher Zivi. Und war deswegen sowohl oft bei Ärzten vor der Praxis und Dialyse. Was da aus zum Teil aus den PKW gekrochen kam, unfassbar.
Darin findet man auch eine Unfallverteilung nach Alter
Dazu die Alterspyramide von Destatis:
Ich denke man kann davon ausgehen, das Senioren weniger und kürzer fahren. Insofern scheitn es mir, dass sie beim Unfallgeschehen niht deutlich unterpropotional vertreten sind.
Sie sind aber bei Verkehrsunfällen offensichtlich überproportional als Schuldige vertreten:
ZitatAlles anzeigenBeteiligte
Überwiegend waren Seniorinnen und Senioren als Pkw-Fahrer an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt (58,8 %), 25,1 % waren als Radfahrerinnen/Radfahrer und 8,0 % als Fußgängerinnen/Fußgänger in
einen Unfall verwickelt.
14,5 % aller Beteiligten mit Altersangaben an Unfällen mit Personenschaden waren mindestens 65 Jahre
alt. An allen beteiligten Fußgängerinnen/Fußgängern stellten sie einen Anteil von 21,9 %, an allen Radfahrerinnen/Radfahrern von 18,8 % und an allen Pkw-Fahrerinnen/Pkw-Fahrern von 14,5 %. Damit hatte die
Generation 65+ eine geringere Unfallbeteiligung als die anderen Altersgruppen.
Sofern über 64-jährige Pkw-Fahrerinnen/Pkw-Fahrer in einen Unfall verwickelt waren, trugen sie sehr häufig (68,2 %) die Hauptschuld. Bei den mindestens 75-Jährigen wurde sogar drei von vier unfallbeteiligten
Pkw-Fahrerinnen oder Pkw-Fahrern die Hauptschuld am Unfall zugewiesen (75,9 %)
Klingt für mich ganz schön nach Verschwörungstheorie.
Ohne wiederholte Anpassungen der Grenzwerte und Normen in der Vergangenheit, hätten wir jetzt noch immer die selben Drecksschleudern wie in den 50er Jahren, weil die Hersteller keinen Grund gehabt hätten irgendwie bessere Abgaswerte zu erreichen.
Das ist aber eine steile These zum Einfluss der MPU
Was ich auch bissl beunruhigend finde, ihr habt im Norden verklinkerten Bauschaum als Wand?
Das hält? Also wenn mal nicht jemand mit dem Auto dadegen fährt.
Also als kurz- bis auf jeden Fall mittelfristige Lösung reichen Ratschenkasten und Schraubendreher.
Bei uns im Landkreis dürfte es, falls sich niemand beschwert, durchaus Jahre dauern, auch Jahrzehnte wären möglich, bevor das jemand von der StVB merkt.
Falls sich jemand darüber im kreiseigenen Meldeportal beschwert, sind auch dann ordentliche Zeitspannen von 3-5 Jahren möglich und nicht unwahrscheinlich.
Aber wenn Du das korrekt handhaben willst, musst Du dich an die StVB wenden. Wichtig wäre dass Du gerade das erste Mal davon betroffen wurdest und bittest um Abhilfe. Bei Nichtreaktion steht Dir dann nur der Klageweg offen, sofern Du keinen erfolgreichen Einfluss auf den Gemeinderat ausübe kannst, das wäre auch noch ein probates Mittel.
Auto drüber gefahren beim einparken?
... wie gesagt, ein Bestandteil der Infrastruktur ist, dass man sich nicht gegenseitig behindert – in beiden Richtungen nicht. In Deutschland wettern sowohl Auto- wie auch gewisse Radfahrer reichlich gegen Radwege, weil sie angeblich dem "Feind" nützen, ohne irgendwie den Nutzen für sich selbst zu sehen.
Kommt wohl auf die Infrastruktur an. In einer Großstadt ist das zum Teil sicher anders, wobei ich in München nicht feststellen kann, das es in Dimensionen anders ist.
Bei uns im Landkreis ist 99% der Radwege eine Behinderung fürs flotte Vorankommen für Radler. Sie dienen nur dazu, dem Autoverkehr Vorteile zu verschaffen. Nachdem ich hier deutlich mehr Rad fahre, kann ich auf die Radwegpflichten einfach gut verzichten.
Nachtrag: So unglaublich super sind übrigens viele Radwege in NL gar nicht. Und sooo enspannt habe ich weder die NL in Amsterdam auf den Radl erlebt, noch fand ich die meisten Wege besonders entspannend.
ADFC Sachsen, erfolgreiche Klage gegen ![]()
Recht hat er, der FUSS e.V.
Man muss, wenn irgend möglich, direkt vor der Tür stehen.
Egal, wie, aber keinen Meter zuviel laufen
Also imho gabs schon ein Update.
Apropos Schulwege. Bei uns hat sich der Bauausschuss gegen eine Ampel oder FGÜ vor einer neuen Grundschule entschieden, sondern favorisiert Schulweghelfer. Denn die Schulweghelfer hätte es sowieso gebraucht, weil Ampel und FGÜ nur Scheinsicherheit bieten.
Traumjob Schulweghelfer, rechtelos gegen Elterntaxis kämpfen. Ist halt billiger, und die Kinder lernen auch gleich, welche Rangordnung sie als Fußgänger haben.
Des sind ja fiese Tricks.
Das ist aber schon seit einigen Jahren so dito, wenn man von Eichenau kommt, da muss man auch über den Gehweg.
Dafür, dass der Seidl angeblich radlfreundlich ist, ist er 1. beratungsresistent und 2. Puchheim für Radler schon zum Teil ein Scheiß-Pflaster.
Mach Dir nix, ich wurde heute auf der B2 auf die parallele Fahrradstraße aufmerksam gemacht.
Weil es sicher sehr wahrscheinlich ist, das ein Radfahrer in kurzen Hosen, Sandalen und ohne Helm nicht ortskundig ist ![]()
Von dem hinter dem Schüler auf dem Kleinkraftrad hinterherfahrenden Fahrlehrer
? die K42 ist eine Kreisstraße und wahrscheinlich fahren da am Tag 600 Autos.