Beiträge von Yeti

    S-Pedelec und das E-Bike dagegen sind schlussendlich kontraproduktiv für das Ziel Verkehrswende.

    Ich möchte dagegen halten, dass alles, was kleiner ist als ein normaler PKW, was weniger Emissionen verursacht, was weniger Gefährdungspotenzial hat oder das mehr Personen befördert als ein normaler PKW, die Verkehrswende voran bringt. Dazu zähle ich nicht nur Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes, Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, sondern sogar kleinere PKW, elektrische PKW, besser ausgelastete PKW.

    Und bevor Sie mir gleich wieder das Wort im Mund verdrehen wollen oder Aussagen hinein interpretieren die oben nicht stehen, lesen Sie alles noch einmal ganz in Ruhe und denken Sie darüber nach: Ich habe nämlich nicht geschrieben, dass irgendeines der genannten Dinge alleine und vollständig die Verkehrswende ermöglicht.

    Leider wird nicht darauf eingegangen, warum die Menschen nicht einfacher langsamer Fahrrad fahren

    Ich spekuliere mal...

    Es ist anstrengender, 30 Minuten ohne Motor gegen den Wind zu fahren als 20 Minuten mit Motor gegen den Wind zu fahren.

    Es ist anstrengender, 30 Minuten ohne Motor einen Berg hinauf zu fahren als 20 Minuten mit Motor einen Berg hinauf zu fahren.

    Es ist anstrengender, 30 Minuten ohne Motor zur Arbeit* zu fahren als 20 Minuten mit Motor zur Arbeit* zu fahren.

    *statt zur Arbeit auch überall sonst hin

    Falls es regnet: Man wird in 20 Minuten Radfahrt weniger nass als in 30 Minuten.

    Falls es kalt ist: Man ist nach 20 Minuten Radfahrt schneller wieder im Warmen als nach 30 Minuten.

    Falls es sehr heiß ist: Man ist nach 20 Minuten Radfahrt schneller wieder im Kühlen als nach 30 Minuten.

    Falls man in Hannover wohnt: Man ist mit Motor schneller dort weg als wenn man ohne Motor langsamer fährt.

    Die nervigen Radfahrer sind aus dem Weg und man kann sie noch bashen für die Bäume. "wenn man sieht, wieviele Bäume da weichen müssen, kann ich auch weiter meinen Diesel fahren"

    Diese "Argumentation" funktioniert auch für Autobahnen. Im Elbe-Weser-Dreieck sollen dafür sogar Moore trockengelegt werden. Das interessiert aber keinen. Sobald man für "Radwege" in die Natur eingreift, werden aber auf einmal alle zu Klima- und Umweltschützern und sorgen sich um Artenvielfalt, Flächenversiegelung und Ressourcenverbrauch.

    Macht mal folgendes Experiment und erzählt Bekannten, dass ihr mit dem Fahrrad zur Monster-Truck Show fahrt. :)

    Wenn sogar schon der ADAC dieses Festhalten an jedem Parkplatz affig findet, wird das langsam echt schräg

    Noch schräger ist allerdings die Hannoveraner SPD

    (SPD: Partei für Leute, die sich die Revolution wünschen, aber sichergehen wollen, dass sie nicht kommt)

    Elf Tote, drei davon mit Helm. Macht 27,27 Prozent Helmquote.

    Wie hoch ist denn die Tragequote? Höher oder niedriger als 27,27 %?

    Man müsste sich die Einzelfälle anschauen und herausfinden, in wie vielen Fällen eine Kopfverletzung alleinige Todesursache war, die durch einen Fahrradhelm mindestens auf ein überlebbares Maß hätte vermindert werden können (also in welchen Fällen der Unfall mit einem Helm mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit überlebt worden wäre). Dann landen wir vermutlich tatsächlich bei einer Quote von kaum wahrnehmbar über 0.

    Dann bringe ich hier mal die Zahlen des UBA in eine aufsteigende Reihenfolge. Es geht um CO2-Emissionen / Personen-km. Vorne der gerundete Faktor bezogen auf das "E-Bike" (gemeint sind vermutlich auch hier wieder Pedelecs)

    1 E-Bike: 3 g/Pkm (1 Person/E-Bike)

    10 Bahn Fernverkehr: 31 g/Pkm (bei 46% Auslastung)

    10 Fern-Linienbus: 31 g/Pkm (bei 52% Auslastung)

    16 Bahn Nahverkehr, elektrisch: 49 g/Pkm (24% Auslastung)

    21 Straßen-, Stadt-, U-Bahn: 63 g/Pkm (15% Auslastung)

    24 E-Linienbus Nahverkehr: 72 g/Pkm (16% Auslastung)

    26 E-PKW: 79 g/Pkm (1,4 Personen / PKW)

    30 Bahn Nahverkehr, Diesel: 90 g/Pkm (24% Auslastung)

    32 Diesel-Linienbus, Nahverkehr: 96 g/Pkm (16% Auslastung)

    40 Hybrid-PKW: 121 g/Pkm (1,4 Personen / PKW)

    55 Benzin-PKW: 165 g/Pkm (1,4 Personen / PKW)

    58 Diesel-PKW: 173 g/Pkm (1,4 Personen / PKW)

    79 Inlandsflug: 238 g/Pkm (57% Auslastung)

    Die Werte lassen sich mit der Auslastung linear skalieren, wenn man vernachlässigt, dass auch der Energiebedarf steigt, wenn die zu transportierende Masse steigt. Dieser Effekt schlägt auf der Kurzstrecke und im Stadtverkehr stärker zu als im Fernverkehr, weil häufiger beschleunigt werden muss.

    Bei uns läuft ein Grundlast-Kohle-Kraftwerk praktisch ausschließlich zur Sicherung des Bahnverbrauchs.

    Wenn man annimmt, dass die Bahn zu 100% mit Kohlestrom fährt, ergibt sich natürlich ein falsches Bild. Man muss schon den Mittelwert unseres Strommixes ansetzen, weil manchmal die Bahn mit viel Kohlestrom fährt, aber manchmal halt auch mit viel Wind- und PV-Strom.

    Entgegen des allgemeinen Trends, dass die Unfallzahlen sinken, setzt man im Landkreis STD weiterhin auf Wachstum

    POL-STD: Mehr Getötete auf den Straßen im Landkreis - Polizeiinspektion Stade veröffentlicht Unfallstatistik für 2023
    Stade (ots) - In 2023 haben sich auf den Straßen im Landkreis Stade 4.691 Verkehrsunfälle (VU) ereignet. Das ist ein Zunahme von 206 Unfällen im Vergleich zum…
    www.presseportal.de

    Tödliche Fahrradunfälle gab es zwei, beide in Buxtehude. Ein Radfahrer wurde von einem LKW überrollt und einer ist in einen Fluss gestürzt und ertrunken. Der Polizeivizepräsident bittet eindringlich:

    Zitat

    Tragen Sie einen Helm und schützen Sie sich!

    (Aus dem Pressehandout)

    Warum keine Schwimmwesten? Das wäre in der Buxtehuder Statistik in 50% der Fälle effizienter gewesen.

    *edit: Der Radfahrer, der in die Viver gestürzt und ertrunken ist, war auf einem linksseitigen "Radweg" unterwegs. Geschützt hätte es ihn also auch, wenn er auf der richtigen Straßenseite, die dem Flussufer gegenüberliegt, gefahren wäre. Schützen Helme auch vor inkompetenten Verkehrsbehörden? Dann will ich auch so einen!