Kann sein. Aber Tempo 30 vor einer Schule ist ja keine Tempo-30 Zone, für die gesonderte Regelungen gelten.
Beiträge von Yeti
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Zitat von SZ-Online
Wermutstropfen an der ganzen Sache: Tempo 30 wird auch entfernt, weil es laut Straßenverkehrsordnung nur die 30 oder den Überweg gibt, so Ordnungsamtschef Matthias Schmieder
Wie ist denn diese Aussage begründet? Ich habe dazu in der VwV StVO nichts gefunden, sondern nur, dass Fußgängerüberwege nicht zulässig sind, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit größer ist als 50 km/h.
Ansonsten steht da:Zitat von VwV StVO §26
Verkehrliche Voraussetzungen
Fußgängerüberwege sollten in der Regel nur angelegt werden, wenn es erforderlich ist, dem Fußgänger Vorrang zu geben, weil er sonst nicht sicher über die Straße kommt.
Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn es die Fahrzeugstärke zuläßt und es das Fußgängeraufkommen nötig macht.Selbst in Tempo 30-Zonen sind sogar Fußgängerampeln zulässig, wenn sie vor dem 1. November 2000 angeordnet wurden.
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Wenn der Rückstrahler den Kriterien entspricht, dann ist auch ein "Z" drauf. Ich habe aber auf die Schnelle nicht gefunden, wie die Kriterien für die Kategorie "Z" im Detail aussehen.
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Zitat von StVZO §67 (4)
(4) Fahrräder müssen an der Rückseite mit mindestens 1.einer Schlussleuchte für rotes Licht,2.einem roten nicht dreieckigen Rückstrahler der Kategorie „Z“ ausgerüstet sein.Schlussleuchte und Rückstrahler dürfen in einem Gerät verbaut sein.
Ich finde allerdings die seitliche Anbringung problematischer als das fehlende Prüfzeichen, da das Rücklicht aus bestimmten Richtungen durch Teile des Fahrrads (Reifen, "Schutzblech") verdeckt ist.
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Fahrrad-Pläne: Hamburg startet Millionenkampagne
Das Bild finde ich witzig: Geisterradler mit Hipster-Bart. Aber wenn's denn hilft...

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Ich war's nicht:
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Ich habe mal eine solche Situation erlebt, nachdem ich dem LKW-Fahrer über seine Rückspiegel in die Augen geschaut habe. Ich war mir 100%ig sicher, dass wir Blickkontakt hatten, zumal er dann auch vor dem Rechtsabbiegen angehalten hat. Als ich dann neben der Zugmaschine war, ist er plötzlich losgefahren.
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Dass Autofahrer oft die Geschwindigkeit von Radfahrern zu niedrig einschätzen, glaube ich auch. Wenn ich mir meine Liste der Situationen anschaue, wo es brenzlig wurde, wäre vermutlich vieles nicht passiert, wenn ich nur halb so schnell fahren würde. Das fängt an bei Rechtsabbiegern, die mich gerade überholt haben und kurz danach vor mir versuchen, abzubiegen, geht weiter bei knappen Überholmanövern, weil die Lücke im Gegenverkehr doch nicht groß genug war und endet noch lange nicht bei den vielen Fällen, wo Autofahrer aus Seitenstraßen ohne zu schauen über den Radweg bis an die Fahrbahn fahren. Ein Radfahrer, der sich mit 15 km/h nähert, wird dann vielleicht noch im periphären Blickfeld wahrgenommen, aber um einen Radfahrer, der mit 25-30 km/h ankommt, zu sehen, müsste man den Kopf drehen, was meistens unterbleibt.
Dass das Unterschätzen der Geschwindigkeit als Erklärung herhält, den Radfahrer im Kreisverkehr noch kurz zu überholen, ist allerdings ein Witz. Wenn ich das richtig sehe, geht an der gezeigten Stelle ein Schutzstreifen bis direkt an den Kreisverkehr und auch hinter dem Kreisel beginnt sofort wieder ein Schutzstreifen. Es hat ja seine Gründe, warum Schutzstreifen und Radfahrstreifen innerhalb des Kreisverkehrs nicht zulässig sind, um Autofahrern nicht zu suggerieren, dass sie Radfahrer im Kreisel überholen können. Würde der Schutzstreifen 20-30m vor dem Kreisverkehr enden und sich der Radfahrer mittig auf der Fahrbahn einordnen, dann wäre auch klar, dass das Überholen erst wieder hinter dem Kreisverkehr möglich ist. In dem Fall fährt der Polizist auch nicht mit 25km/h im Kreisel, so dass das kein Pedelec-Problem ist. Wie sollte man in einem Kreisverkehr einen Fahrradfahrer überholen, der selbst mit 25 km/h dort fährt, falls das überhaupt möglich ist?
*edit: 5,40m Bremsweg bei Vollbremsung mit 40km/h (ab 8:10)
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Aber dafür muss man "schon ganz schön in die Eisen gehen", wie auch der Polizist sagt
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(5) Fahrradpedale müssen mit nach vorn und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern ausgerüstet sein. Die Längsseiten eines Fahrrades müssen nach jeder Seite mit
1.ringförmig zusammenhängenden retroreflektierenden weißen Streifen an den Reifen oder Felgen oder in den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades oder
2.Speichen an jedem Rad, alle Speichen entweder vollständig weiß retroreflektierend oder mit Speichenhülsen an jeder Speiche, oder
3.mindestens zwei um 180 Grad versetzt angebrachten, nach der Seite wirkenden gelben Speichenrückstrahlern an den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades
kenntlich gemacht sein. -
Dass es hier an Ampelkreuzungen und Überwegen keine Aufstellflächen für Radfahrer gibt und Fußgänger lieber über die Radfahr-Furt gehen als über die Fußgängerfurt, war mir ja bekannt. Aber heute hat es mich zum ersten Mal gestört, weil ich mit 2 anderen Radfahrern an der Ampel stand und dabei einen vierten Radfahrer beim Durchfahren behinderte: Am 07. Dezember 2017 bei 5°C und angesagten Windböen bis 7bft! Zwar trocken und kein Frost, aber auch nicht gerade die typischen Bedingungen für Schönwetter-Radler. Es gibt also auch hier immer mehr Leute, die ihre täglichen Wege noch im Winter mit dem Rad erledigen. Am Arbeitsplatz stehen heute wieder 15 Fahrräder.
Bis man hier mal im Radfahrer-Stau steht, wird es zwar noch eine Weile dauern, aber die Sache wird
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Am Freitag war ein Redakteur vom Wochenblatt bei mir und hat diesen Artikel geschrieben, der heute erschienen ist.
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Zitat
Julius schrieb:Die Logik finde ich spannend. Wenn deine Frau dir sagt, bring Käse mit und im Supermarkt gibts mehr als einen, kaufst du Wurst?
Offtopic: Wenn meine Frau sagt "Kaufe 6 Eier und wenn sie Brot haben, bring eins mit", dann kaufe ich selbstverständlich nur ein Ei, wenn sie auch Brot haben.
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Die Meldung hat zwar auch nichts mit Fahrradfahren zu tun, aber trotzdem:
Karma, oder?Und wenn man genau hinschaut, ist das ein Radweg und kein "Bürgersteig" (ob benutzungspflichtig oder nicht, sei mal dahingestellt). So steht es auch in der Neuen Presse
Die Hannoveraner Radfahrer können dem DHL-Boten sicherlich dankbar sein, dass er mit seinem großen gelben Detektor das Loch unter dem Radweg aufgespürt hat, bevor irgendwann ein Radfahrer darin zu Schaden gekommen wäre.
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Sehe ich auch so. Die Pflicht, einen bestimmten Straßenteil zu nutzen impliziert das Verbot, andere Straßenteile zu benutzen. Daher dürfen auch nicht zwei Straßenteile als benutzungspflichtig ausgewiesen werden wie z.B. Radwege auf beiden Straßenseiten auf dem folgenden Bild (das von Vogelkot überzogene Ding auf der rechten Seite ist Zeichen 240), weil man dadurch mindestens eines der beiden Gebote missachten müsste. Auch die Kombination von benutzungspflichtigen Radwegen auf der einen Seite mit einem freigegebenen Radweg auf der anderen Seite ist nicht zulässig.
(abgesehen davon dürfte hier wegen Unterschreitung der Mindestbreiten sowieso keine Benutzungspflicht angeordnet werden, aber das ist ein anderes Thema ...)
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Zitat
... weder von Fahrzeugen noch von Radfahrern oder Fußgängern genutzt werden.

Wodurch unterscheidet sich ein Radfahrer ohne Fahrzeug eigentlich von einem Fußgänger?
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Ja, ihr habt recht. Für den Radfahrer sieht das alles weiterhin nach einem Radweg aus und daher bleibt es auch einer, wenn auch ohne Benutzungspflicht. Darauf schlecht sichtbare Hindernisse zu stellen, ohne das weiter abzusichern, ist schon irrsinnig.
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Wenn die Fahrradständer auf dem ehemaligen Radweg-Teil eines
stehen, dann gibt es dort keinen nicht-benutzungspflichtigen Radweg mehr, sondern nur noch einen Gehweg, auf dem man mit dem Fahrrad nichts zu suchen hat.Dass das keine sonderlich kluge Installation ist, die zu Missverständnissen und vielleicht sogar zu Unfällen führt, streite ich gar nicht ab. Mir ging es mehr um die Art und Weise, wie die interviewten Personen es offensichtlich bereits als Irrsinn sehen, dort auf der Fahrbahn zu fahren, bzw. dass dort Kinder mit dem Fahrrad hin fahren könnten. Grundschulkinder dürften oder müssten ja überwiegend sogar auf dem Gehweg fahren.
Was man als Zuschauer natürlich nicht erfährt, ist, ob es an der Stelle außer durch die Grundschule noch mehr Bedarf für Abstellanlagen gibt.
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Offenbar möchte man mich zum Thema Radverkehr nun auch im Verkehrsausschuss zur Beratung hinzu ziehen, es bleibt spannend.
So schnell wird man hier zum "Experten". Wie war das doch gleich mit den Einäugigen und den Blinden?
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Ja, genau. Selbst der Weg mit
ist ja zu schmal, so dass für
erst recht kein Platz bleibt. Im letzteren Fall würde ja auch für unsichere (meistens auch langsame) Radfahrer ein nicht benutzungspflichtiger Radweg übrig bleiben, wenn das Blauschild abgeschraubt würde.
Das Problem z.B. in der Harburger Straße kann man in Beitrag 15 sehen. Da gibt es zwischen den Grundstücken den Weg, der etwas zu schmal ist, der aber an den Bäumen zusätzlich eingeengt ist. Hier muss man bei der Begegnung mit Fußgängern ohnehin schon sehr langsam fahren, wobei das Fußgängeraufkommen gering ist. Oftmals begegne ich dort keinem einzigen Fußgänger. Man muss an den Grundstückausfahrten trotzdem gut aufpassen, da die Strecke leicht abschüssig ist und man ohne große Anstrengung auf über 25km/h kommt.Um den Weg breiter zu machen, müssten die alten Bäume weg oder man müsste von den Grundstücken was wegnehmen. Beides halte ich -wie schon geschrieben- nicht für durchsetzbar. Und auch die Lösung mit Schutzstreifen und Neuaufteilung der Fahrbahn wäre eher eine Minimallösung, die bei den meisten Radfahrern vermutlich nur auf wenig Akzeptanz stoßen würde.
Eine Alternativroute ist an der Stelle auch schwierig umzusetzen, weil diese Straße quasi die einzige ist, über die man eine Bahnlinie queren kann, siehe hier: Die Abt-Albert-Straße, der Benedixweg und die Vorwerkstraße weisen ein sehr grobes Kopfsteinpflaster auf, auf dem man mit dem Fahrrad nicht wirklich fahren kann. Bliebe noch die Strecke zwischen der Eisenbahnlinie HH-CUX und der Buxtehuder Straße bei den Schrebergärten, die aber völlig unbeleuchtet und zur Hälfte nicht befestigt ist. Das hilft aber auch nur, wenn man schon vom großen Kreisverkehr am Autobahnende her kommt und würde für die Anwohner in dem Dreieck zwischen der B73 und den beiden Eisenbahnlinien einen großen Umweg bedeuten.
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Kurzes Update. Heute war ich gleich zu zwei Terminen eingeladen. Am Vormittag gab es ein Treffen mit der Polizei, genau gesagt mit dem "Verkehrssicherheitsberater". Der Termin fand auf Anfrage eines älteren Mitbürgers statt und gestern wurde ich von der Polizei eingeladen, daran teilzunehmen. Anlass für den Herrn war, sich über die vielen Geisterradler zu beschweren und die Polizei zu verstärkten Kontrollen aufzufordern. Ich habe die Gelegenheit genutzt, auf die vielen linksseitig benutzungspflichtigen Radwege hinzuweisen. Meines Erachtens ist es schwer vermittelbar, warum das Radfahren auf der falschen Straßenseite auf manchen Straßen verboten und gefährlich ist, während es auf anderen Straßen aus "Sicherheitsgründen" sogar Pflicht ist. Diese Problematik war der Polizei bislang wohl so auch noch gar nicht bewusst und natürlich erfolgten Kontrollen bislang nur da, wo man links nicht fahren darf (zum Glück nicht dort, wo man links fahren muss). Ich möchte das Geisterradeln damit nicht entschuldigen, sondern ich erhoffe mir seitens der Polizei Unterstützung, die bestehenden Regelungen für linksseitige benutzungspflichtige Wege so schnell wie möglich aufzuheben.
Dann konnte ich die Gelegenheit noch nutzen, mit einem anderen Polizeibeamten Anfang des kommenden Jahres ein weiteres Treffen zum Thema Radfahrunfälle zu vereinbaren. In der Unfallstatistik von 2016 zeigte sich gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Zunahme der Unfälle mit Radfahrerbeteiligung. Die Unfälle mit Pedelecs haben sich von 3 im Jahr 2015 auf 16 in 2016 mehr als verfünffacht, was mich angesichts der maroden Infrastruktur nicht sonderlich wundert. Wer hier schneller als 20km/h auf Radwegen fährt, muss das Fahrrad schon gut beherrschen. Das ist nichts für Oma Ilse, die auf einmal mit eingebautem Rückenwind unterwegs ist.
Heute Abend hatte ich dann eine Einladung vom Stadtbaurat. Diese hatte sich als Folge meines Vortrages beim Stadtrat auf Initiative der Fraktionsvorsitzenden der CDU und der Grünen ergeben. Dabei war noch der Leiter des Tiefbauamtes und zwei weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung, alle selbst aktive Radfahrer. Auch dieses Treffen fand in sehr konstruktiver Atmosphäre statt. Laut Aussage der Verwaltung wundert man sich gerade über die Initiativen der Politik zum Thema Radverkehr. Der Bedarf, etwas zu verändern war den Herren allen bewusst, aber bislang fehlte es wohl am notwendigen Geld, bzw. der Bereitschaft des Stadtrates, die erforderlichen Mittel zu bewilligen.
Über ein Thema haben wir relativ lange gesprochen und sind zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen. Die meisten benutzungspflichtigen Wege sind hier mit
beschildert. Wenn man diese Schilder entfernt, bleibt ein Gehweg übrig. Die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht wird an vielen Stellen somit zu einem Fahrbahnbenutzungszwang, oder man behilft sich mit ![Zeichen 239 [Zeichen 239]](https://radverkehrsforum.de/images/smilies/zeichen-239.png)
. Diese Kombination sehe ich aber als Radfahrer sehr skeptisch, weil es dazu führen wird, dass der größte Teil der Radfahrer weiterhin im Seitenraum fahren wird und Autofahrer das weiterhin von allen Radfahrern erwarten werden. An einigen Straßen bin ich aber selbst ehrlich gesagt ganz froh, dass es den separaten Weg gibt, weil ich sonst auf der Fahrbahn mit den Autos zusammen im Stau stehen würde. Ein Weg, den ich nur noch mit Schrittgeschwindigkeit befahren dürfte, würde mir dann auch nicht weiterhelfen. Es gibt hier keine Straßen, wo man eine Fahrspur für den Radverkehr "opfern" könnte, weil es auf allen Hauptstraßen nur eine Fahrspur je Richtung gibt. Bei Fahrbahnbreiten zwischen 5,50 und 7,50 m lassen sich Lösungen mit Schutzstreifen ebenfalls gar nicht oder nur in einer Fahrtrichtung mit Mindestmaßen umsetzen. Die Akzeptanz eines Gelegenheitsradlers, der bislang immer noch glaubte, auf jeden Fall immer und überall auf dem Radweg fahren zu müssen, so etwas zu nutzen, dürfte gegen Null tendieren. Allerdings hat man dieses Problem lediglich auf einigen wenigen Hauptstraßen und die Liste völlig unnötiger Benutzungspflichten, die man aus meiner Sicht sofort aufheben könnte, ist lang.Auch in dieser Runde soll es im kommenden Jahr ein weiteres Treffen geben, zu dem dann auch der Leiter der Verkehrsabteilung hinzugezogen werden soll, mit dem ich mich schon mal im September alleine getroffen hatte. Wir waren uns darin einig, dass man sowohl den Radfahrern als auch den Autofahrern schrittweise beibringen muss, dass Radfahrer auf der Fahrbahn fahren sollen. Wenn man neue Regelungen gleich an einer viel befahrenen Straße umsetzt, erntet man vermutlich sofort einen riesigen Shitstorm in den Leserbriefspalten der örtlichen Tageszeitung und dann geht der Schuss nach hinten los. Was man hier 20 Jahre lang versäumt hat, kann man nicht von jetzt auf gleich aus dem Weg schaffen. Daher freue ich mich, dass auch auf dieser Seite die Bereitschaft besteht, das Thema anzugehen.
Hoffen wir mal, dass die aktuell positive Stimmung, etwas zu verbessern, anhält.